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Show Wallingen - Walschbronn. 1177 pfarrei des Archipr. Diedenhofen (s. 1802). Kirche z. Ehr. des hl. Stephan, Papst (2. Aug.). W . war Dorf der Probstei Briey. 1050 schenkte Graf Herrmann aus der Ardennischen Familie der Abtei St. Vanne in Verdun das Dorf Vitreium, welches die Abtei jedoch nicht lang behalten zu haben scheint. Die Grund- Herrschaft ist später an St. Pierremont, die Hoch- und Mittel-Gerichtsbarkeit dagegen an Bar gekommen. Vitrey wird 1285, 1320, 1329, 1347. 1439, 1491, 153b unter den Dörfern genannt, welche als Pfand-Lehen von Bar von Metzer Bürgern getragen wurden (s. Kluingen). Im letzteren Jhdt. hat W . mit Kluingen (s. d.) eine Lehens-Herrschaft der Probstei Briey mit ganzer Gerichtsbarkeit gebildet. Die Abtei Justberg hatte dort 123b den Kirchensatz und eine Mühle; auch die Johanniter waren dort begütert. - W . war bis 1802 Pfarrei des Archipr. Rombach. 1802-1808 gehörte auch Gandringen zur Pfarrei. Den Kirchensatz (s. o.) hatte im 18. Jhdt. die Kathedrale in Metz. Gerne in de w a l d (Oberförsterei Rombach) 36,3 ha. 'Wallingen, Kanton. Der Ka. W . (Vitry), 1795-1802, s. 1800 zum Arrondissement Diedenhofen gehörig, umfasste die Gden. Bevingen unter Justberg, Gross- und Klein- Moyeuvre, Hayingen, Kluingen, Morlingen bei Remelingen, Rangwall, Rosslingen und Wallingen; von denselben gehörten vor 1795 Hayingen und Rangwall zum Ka. Hayingen, Bevingen unter Justberg und Kluingen zum Ka. Gross- Moyeuvre oder Flörchingen, Morlingen bei Remelingen zum Ka. Flörchingen, die übrigen zum Ka. Gross-Moyeuvre. 1802 kamen alle Gden. zum Ka. Diedenhofen. W a l l i n g e n , verschw. Ort (Gde. Wallingen, Ka. Gross- Moyeuvre, Kr. Diedenhofen-West, L.). Vaslinga juxta fluvium Orna 1005; W e l a n g e 1270; V a l e n g e n 1341. - Gehörte zu der Kastellanei Briey. Der Ort wird zuerst 1005 erwähnt; Bischof Adalbero II. aus dem Hause Ober-Lothringen schenkte damals der Frauenabtei Neumünster in der Pfalz Güter in «Vaslinga, juxta fluvium Orna». 1270 reversirte Heinrich. Sohn des Abraham von Briey, für Welange und Vitrey an Grafen Theodebald von Bar. Es wird u m diese Zeit z. Th. zerstört worden sein, denn später ist nur die Rede von «bans et finages des dits Vallange et Vitry, des habitants de Beuvange et Val-lange ». W . scheint im 30 jährigen Kriege gänzlich zerstört worden zu sein; 1242 erscheint ein Regnier de Vallanges; 1598 und 1621 nennen sich die Raigecourt Herren zu Vallange. Das Dorf hat wohl ursprünglich mit Bevingen und Justberg eine Ortsgemeinde unter der Probstei Briey gebildet. Der N a m e W . ging schon im 18. Jhdt. auf die Gde. Vitry über und ist jetzt die offizielle Benennung derselben. W a l m e n , Df. (Ka. St. Avold [s. 1790], Kr. Forbach L.). 502 E. 123 Hsr. (10 GRe.) - 275 m. - AG. St. Avold (3,3); Bhf. St. Avold (3,0). - W a l e m a n n i a 1149-llbO)! W a l m a n e n 1221; W a l m e n 13b5; V a l l e m o n t 1433; Val-m o n t 18b9. - Die Gde. umfasst den HO. W . (470 E. 117 Hsr.), den AO. Auf Wenheck (der frühere A O . A n der Eisenbahn zählt zur Bahnstation St. Avold), den unbew. O. Kreuzkapellf und den verschw. O. Semmeringen(?). - Bhf. St. Avold (s. 1851). StEBez. St. Avold. Armr. (s. 2. Okt. 1885). Fw. (s. 1882, 2 Spritzen). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. St. Avold (s. 1802, vorher Annexe der Pfarrei Klein-Ebersweiler). Kirche des hl. Gangolf (11. Mai), 1777 erbaut. Dreifaltigkeitskapelle nordöstl. v o m Ort. Die Protestanten gehören zur Pfarrei Augsb. Konf. in St. Avold. - Aktienbrauerei St. Avold (beim Bhf. St. Avold), 189b/97 erbaut, 25 Arbeiter, 50000 hl Jahresproduktion. W . war Dorf und alte Lehensherrschaft der Kastellanei H o m b u r g - S t . A v o l d (s. d.). Die Ministerialen von W., schon 1149 erwähnt, waren, wohl wegen Homburg, Vasallen der Grafen von Metz-Dagsburg. Die Herrschaft scheint wohl ursprünglich Burglehen von Homburg gewesen zu sein. 1267 verkaufte Walther, Ritter von Homburg, ge- i nannt von Wolmeringen, seinen Besitz in W a l m e n an Jakob, Ritter von Homburg, genannt von Warsberg. Auch die Herren von Forhach und die Grafen von Saarbrücken, wie auch die Herren von Wintringen und die von Henningen hatten in W . gewisse Rechte und Güter. Im Ib. Jhdt. (1593) war W . in Händen des Stephan Nayves (Navier?), dessen Nachkommen sich von Henningen nannten. 1681 mit ganzer Gerichtsbarkeit in Händen der Cailloux, 1730-1789 getheilt zwischen den O'Mor (ein Drittel), Cailloux (ein Drittel), Forget de Barst (ein Drittel). - Die alte schlossarti^e Herrschaftswohnung ist noch erhalten. G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei St. Avold) 238,5 ha. (Mittelwald-Oberholz: Eiche und Buche, Unterholz: Eiche, Buche, Hainbuche etc. 2b-loOjähriges Oberholz, bis 2bjäh-riges Unterholz.) Alter Besitz der Gde. W a l m e s d o r f , Df. (Gde. Eisingen [s. 1812], Ka. Metzer-wiese, Kr. Diedenhofen-Ost, L.). 153 E. 44 Hsr. - Vor 1812 selbstdg. und 1790-1802 zum Ka. Königsmachern, dann zum Ka. Metzerwiese gehörig. Hat seinen besonderen Bann behalten. - V u a l m e s t ort" 1400; W a l m mistorf 1469; franz. Valmestroff. - Kapelle des hl. Nikolaus, 1712 erbaut. - W . gehörte zu dem Schultheissenamte O b c r - H am (s. d.), bezüglich der hohen Gerichtsbarkeit; im Uebrigen zur Grundherrschaft Ober-Ham (s. d.). In W . waren begütert: die Jesuiten aus Trier, die Karthäuser aus Rettel, die Abtei Villers-Bettnach, die Nonnen von Rüsdorf, sowie die Herrschaft Püttlingen. Walpoltsweiler, abgeg. Ort zwischen Brubach und Flachslanden ; Kr. Mülhausen, O.-E.). W al p r c ch t s wi 1 e 1289; W a 1 p e r t z w e i 1 e r 1550 ; W a 11 p o 11 z w i 11 e r 1743. 1289, 1290 Jakob von W . Zerstört im dreissigjährigen Krieg. Bei dem mitten im Feld befindlichen «Glockenbrunnen stand, der Sage nach, die Kirche von W. Walsbach, Hs. (Gde. u. Ka. Münster, Kr. Colmar, O.-E.). Früher A O , jetzt Theil des HO. der Gde. Münster. - Balkesp ach 145b. Walschbaeh s. Biber 5. W a l s c h b a c h b e r g , zwischen Biber und Walschbaeh, bei Walscheid, Kr. Saarburg. ' W a l s c h b r o n n , Df. (Ka. Wolmünster [1791-1S02 Ka. Breidenbach], Kr. Saargemünd, L.). 738 E. 159 Hsr. (12 GRe.) - 260 m. - AG. Bitsch (14,0); Bhf. Bitsch (14,7). - Gales-b u r a s 1080: W a l s b urn 1170; W a l s b r o n n 1317. - Die Gde. umfasst den HO. W . (b55 E. 143 Hsr.), die A O . Dorst, Dorster Hof und die verschw. O. Likershof, Lüchelengut, Trüsch, Walschburg; hatte 1811-35 Waldhausen (vorher und nachher selbstdg.) zum AO. (Der frühere AO. Dorster Mühle zählt jetzt zum Wir. Dorst.) Zwischen Walschbronn, Liederscheid. Waldhausen und Busweiler lag der verschw. O. Remschweiler (s. d.). - P. T. Uebergangssteuerstelle. Ortseinn. StEBez. Wolmünster. - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Wolmünster (s. 1802), zu der auch Waldhausen gehört. Kirche des hl. Benediktus (11. Juli). Kapelle der hl. Anna. Die Protestanten gehören zur Pfarrei Bitsch. - Kleine Ziegelei. Hausindustrie: a) Strohhutflechterei, für eine Firma in Breidenbach; b) Handschuhstricken, für ein Geschäft in Bitsch. W . gehörte zur Herrschaft Bitsch und war Sitz einer Meierei derselben; im 11. Jhdt. war es H O . der Herrschaft, damals als Allod von Lothringen bezeichnet. Herzog Dietrich von Lothringen (1070-1115) wies der Abtei von Molesme die Steuern seines Allodes Galesburas für den Kirchenbau in Nancy an. - Sehr alte Pfarrei des Archipr. Hornbach, Bisthum Metz. 1196 schenkte Ferry von Lothringen, Herr von Bitsch, den Kirchensatz und Grundbesitz an die Abtei Stürzelbronn, u m dort 13 Präbenden für arme Leute zu stiften. Die Pfarrei wurde 1204 der Abtei incor-porirt. Kirche zuletzt 1785 erneuert. Den Kirchensatz hatte die Abtei Stürzelbronn. - W . soll an der Stelle eines römischen Badeortes stehen; es wurden dort zahlreiche Reste |