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Show Ohmbach - Olino. 813 senburg erscheint damals, wie auch noch häuliger im 9. Jhdt., in O. begütert. Später Reichsdorf der Landvogtei Hagenau mit eigenem Schultheissenamt, welchem auch Keffendorf unterstand. Xach 1648 wurde es von Ludwig XIV. von der Landvogtei abgetrennt und kam an den Unterlandvogt von Ruze. Dessen Enkel verkauften es 1706 an Th. von Worstadt, Zinsmeister der Landvogtei. Güter zu 0. gehörten zum sog. Dotzlergesäss (Burglehen der Hofnarren) zu Hagenau. 1350 bestand ein Ober- und Nieder-O. - Kirchlich war O. Filiale der Pfarrei U"hlweiler. 1763 eine Mauritiuskapelle daselbst erwähnt. - Neolithische Funde und Tumuli der Hallstatt-La Tene-Zeit. Auch römische Funde (Wasserleitung). Gemeindewald (Oberförsterei Bischweiler) 217,6 ha. Der Boden grösstentheils älteres Diluvium mit wechselndem Lehmgchalt, im nördlichsten Theil jüngeres Diluvium mit Sand. (Eichen, Buchen, Hainbuchen, Erlen, Birken, Kiefern, Fichten). Alter Besitz der Gde. O h m b a c h [Anebach 1372, Onbach 1453, O m b a ch 1489, Rotbach 1550], entspringt östl. Winzfelden - Bad Sulzmatt, Sulzmatt (M., 2 Fbrkn), Westhalten (SM., M.) - mündet östl. Rufach (3 M., Fbrk.) in die Lauch, link. Uf., [Wässerungsgenossenschaft Sulzmatt, 1698 Betheiligte, staatlich genehmigt 1883. Rufach, 672 Betheiligte, 1885 staatlich genehmigt] - 10 km, 31 Brücken. Hauptrichtung W.-O. Zuflüsse: 1. Blumstein bächel, recht. Uf., mündet westl. Sulzmatt - 0,5 km. 2. Th ann weil erbach, recht Uf., mündet westl. Sulzmatt, entspringt am O.-Hang des Dornzil im Rufacher Hinter-Wald - 2,2 km, 2 Brücken. (Zufl.: Klosterbach, entspringt am S.-Hang des Rundkopf - 2,5 km, 1 Brücke [Zufl.: B u t zen thalbach - 1 km]; Bärenbach [Berenbach 1489, Barren- und Bärren-bach 1710], entspringt am S.-Hang des Kirzenstein - 2,5 km, 2 Brücken [Zufl.: Thannhurstlerunz - 1 km]). 3. Osenbach, link.Uf., mündet in Sulzmatt, entspringt nördl. Osenbach - 4 km, 2 Brücken. 4. Holzkanal, i. o. Lf. Quirin-bach [Kurinbach 15. Jhdt., Koren-, Kören-, Küren-, Kurenbach 1489], recht. Uf, mündet östl. Rufach, entspringt nördl. Orschweier - Bergholz-Zell, Bergholz, Gundolsheim - 11 km, 16 Brücken. (Zufl.: Vogelbach oder Bann- oder Scheidgraben. Banngrenze zwischen Orschweier und Bergholz-Zell - 1,5 km.) Ohmbrunnenbach s. Saar 23. Ohnenheim, Df. (Ka. Markolsheim [s. 1790], Kr. Schlettstadt, U.-E.). 8b3 E. 186 Hsr. (12 GRe.) - 175 m. - AG. Markolsheim (4.2); Hp. Elsenheim (2,7).- Onenhaim 675; Hononheim 896; ma. Ohne. - P. T. Oeff. Fernsprechstelle (s. 1901). StEBez. Markolsheim. Armr. is. 1830). Fw. (s. 1887, 2 Spritzen). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Markolsheim (s. 1802). Schutzheiliger hl. Georg (23. April). Frühere Filiale: Heidolsheim (s. 1840 selbstdg.). - Getreidemühle. Hausindustrie: Haar- und Seidennetzstrickerei, für Firmen. Altes Dorf; schon 675 erhielt die Abtei Münster im Gregorienthai Güter daselbst. Auch 896 erscheint dieselbe Abtei in O. begütert. O. war Reichsgut, wurde 1301 von König Albrecht dem Burchard von Geroldseck verpfändet, der es seinem Schwiegersohn Heinrich von Rappoltstein abtrat. Seitdem blich es bis zur Revolution bei der Herrschaft Rappoltstein und gehörte zum Amte Gemar. Als Unterlehen war es vorübergehend im Besitz der Herren von Walbach. 1507 wurde es von den Rappoltstein der Abtei Murbach aufgetragen und als Lehen derselben zurückempfangen. - Kirchlich gehörte O. zum Landkapitel Markolsheim. Die Pfarrei wurde 1446 vom Baseler Conzil der Abtei Münster incorporirt, die auch das Patronatsrecht besass. Schon im 17. Jhdt. war Heidolsheim Filiale der Pfarrei O. - O. war am 4. Febr. 1660 der Versammlungsort der aus der Schweiz ins Elsass eingewanderten Men-r. oniten, die dort die Annahme der Glaubensformeln von Dortrecht (1623) und Amsterdam (1630) beschlossen. - O. liegt in der Nähe der Konsularstrasse von Basel nach Selz etc. Römische Funde. Romanischer Kirchthurm aus dem 12. Jhdt. Gemeinde wald iOberförsterei Rappoltsweiler) 76,8 ha. Ohnheim, Df. (Gde. Fegersheim, Ka. Geispolsheim, Kr. Erstein, U.-E.). 413 E. 72 Hsr. Tabackbauverein. O. ist als Lehen der Herrschaft Ochsenstein (s. d.) seit der Mitte des 14. Jhdts. bis zur Revolution mit dem benachbarten Fegersheim (s. d.) im Besitz der Rathsamhausen von Ehenweier gewesen. Es gehört zur Pfarrei Fegersheim. Kapelle des hl. Amandus. Ohrenthal, Wir. (Gde. Rolbingen [s. 1813), Ka. Wolmünster, Kr. Saargemünd, L.). 88 E. 18 Hsr. - Orendhall 1779. - 1811-13 AO. von Opperdingen, vor 1S11 selbstdg. und seit 1790 zum Ka. Breidenbach, seit 1802 zum Ka. Wolmünster gehörig. Hat seinen besonderen Bann behalten. Es wird zuerst 1779 erwähnt, besass damals eine Kapelle. Ohrlach s. Mossig 8. Oldingen, verschw. Df. (Gde. Rahlingen, Ka. Rohrbach, kr. Saargemünd, L.i. Gehörte zu der Vogtei Herbitzheim (s. d), im Rahlingerbachthal gelegen, zwischen Rahlingen, Rohrbach, Biningen, Rederchingen, Achen und Kaihausen. Der Ort wird schon 1150 als Grenzort der Herrschaft Bitsch erwähnt, 1201, 1342, 1376 aber Bestandtheil der Saarhrücken'schen Vogtei Herbitzheim (s. d. und Vogteierbann). - Auf der Stelle des alten IJorfes steht eine Kapelle zu Ehren des hl. Hubertus, wo früher die alte Pfarrkirche war. Sie wurde 1841 erneuert. Den Kirchensatz hatte die Abtei Herbitzheim. Olferdingen, Hf. (Gde. Gross-Rederchingen, Ka. Rohrbach, Kr. Saargemünd, L.i. 9 E. 1 Hs. Olferdingen 1736. Oft auch Holbertingen, Olhertingen genannt, mit dem fast gleichnamigen Albertingen nicht zu verwechseln. War Dorf der Herrschaft Bitsch, wahrscheinlich im 16. Jhdt. zerstört, später als Hof 1714 wieder erbaut und von Lothringen dem Heinrich von Mallan zu Lehen gegeben. - Kapelle, wohl ehemalige Kirche, zu Ehren der hl. Margaretha. Schönes aus Buntsandstein ausgeführtes Kirchlein, spätgothisch aber in schlechtem Zustande, schon 1857 mit dem Interdikt belegt. Die Ansicht, die Kapelle sei der Rest eines Nonnenklosters, entbehrt aller Grundlage. Den Kirchensatz hatte die Abtei Herbitzheim, welche wahrscheinlich auch einen Klosterhof dort besass. Olferdingerbach s. Saar 38. Olgy, Df. (Gde. Argancy, Ka. Vigy, Kr. Metz, L.). 21.1 E. 72 Hsr. - Allixey 1294; Alxey 1324; ma. Olchi (ch = deutsch ch). Gehörte zu dem Pays Messin (Haut-Chemin' und war Bestandtheil der Herrschaft Argancy (s. d.). Die Abtei St. Vincenz war in Olgy begütert. Olimpre, Hf. (Gde. Puttigny, Ka. u. Kr. Chäteau-Salins L.). lo E. 1 Hs. 1830 erbaut. Olingen, abgeg. Ort im Banne der Gde. Kirberg (Ka. Drulingen, Kr. Zabern, U.-E.) und Postdorf (Ka. Finstingen. Kr. Saarburg, L.). 1337 zuerst erwähnt (Aldingen), gehörte zur Grafschaft Saar werden, befand sich aber 1337 im Pfandbesitz von Finstingen. War 1523 schon verschwunden. Finstingensche Renten und Rechte im Bann von (.). wurden 1766 im Tausch von Frankreich an Xassau-Saarbrücken (Inhaber von Saarwerden) abgetreten. Die Kapelle des Dorfes (vermuthlich im jetzigen «Kapellengarten gelegen) bestand noch 1540 und wurde durch einen besonderen Geistlichen versehen. - Der Bann kam an Kirberg und Postdorf. Bis 1836 wurde in Kirberg ein besonderes Bannbuch des I «Ohlinger Bannes» geführt. Olino, römisches Castell, in der Notitia dignitatum erwähnt. Man identilizirte es früher mit dem verschwundenen Ort Edenburg (s. d.i, andere brachten es mit dem Kloster Oelenberg (s. d.) bei Reiningen in Verbindung. Xach neuerer Annahme lag es überhaupt nicht im Elsass. |