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Show Rodemachern - Rodenhof. •iir; dens geschleift. - In der Kirche Grabdenkmal eines Markgrafen von Baden (f 1675). In R. geb. 7. Aug. 1776 S im mer (Fr. Mart. Val.), franz. Divisions-General, 1810 zum Baron de l'Empire erhoben (f 1847), Gemeindewald (Oberförsterei Diedenhofen) 17,7 ha. Abel, Inscriptions de l'eglise de Schorbach et de Rodc-mack. (Bull. Soc. arch. Mos. 2, 1859, S. 164.) Rodemachern, Herrschaft. Unmittelbares herzoglich luxemburgisches Lehen. Die Herrschaft bestand aus: Rodemachern z. Th. (Schi, und Stadt Rodeinachern, Sitz der Herrschaft); ferner aus: I. den sieben Meiereien: a) Meierei Fa ulbach: Wir. Faulbach und Simmingen in der Gde. Rodemachern; b) Meierei Fixem: Fixem (Dorf und Mühle i; c) Meierei G andern: Beiern z. Th. (Df. Gandcrn z. Th.); d) Meierei G a u wies: Gauwies (Dorf und Mühle); e) Meierei Hagen: 1. Ewringen z. Th. (Df. Ewringen z. Th.), 2. Hagen z. Th. (Df. Hagen z. Th.), 3. Rodemachern z. Th. (Wir. Esingen z. Th.); f) Meierei Rentgen (mit Sitz in Nieder-Rentgen): 1. Mondorf z. Th. (Wir. Altwiese), 2. Nieder-Rentgen z. Th. (Df. Nieder-Rentgen z. Th., Df. Ober-Rentgen), 3. Püttlingen z. Th. (Df. Himlingen z. Th., Wir. Hallingen z. Th.), 4. Rüttgen z. Th. (Wir. Dodenhofen); g) Meierei Suftgen: Suftgen. (Df. Suftgen und Höfe Betting, Bockenhof und Vogelgesang). II. aus den Ortschaften und Gemeindebännen von 1. Berg, Df., 2. Breisdorf z. Th. (Df. ßreisdorf z. Th.), 3. Kanfen z. Th., zum Theil auch zum Schultheissenamt Oetringen und zur Herrsch. Meilberg gehörig, 4. Oberkontz z. Th. (der grössere Theil [drei Viertel] war lothringisch). III. aus den Lehen von Rodemachern : a) Lehnsherrschaft Preisch: 1. Breisdorf z. Th. (Wir. Ewingen z. Th.), 2. Nieder-Rentgen z. Th. i Df. Nieder-Rentgen z. Th., Schi, und Wir. Preisch, 3. Püttlingen z. Th. (Df. Himlingen z. Th.); bt Lehnsherrschaft Ladonchamps: Woippy z. Th. (Schi. Ladonchamps), luxemburgische Exclave im Pays-Mcssin. c Lehnsherrschaft Talingen: Talingen. (Schi, und Df. Talingen mit dem verschwundenen Orte La-Folie war früher [noch 1497] Lehen der Herrschaft Rodemachern, ist später selbständiges Lehen geworden; s. Talingen Herrschaft i. d) Lehnsherr - schaft Fentsch: Fentsch. z. Th. (Df. Fentsch z. Th.). R. war ursprünglich Besitz der Abtei Echternach, der dieses ehemalige Königsgut 915 geschenkt worden war. Die Burg ist durch den Vogt (?) Arnold von R. unter Widerspruch der Abtei erbaut worden. Kaiser Heinrich VI. entschied 1191 zu Gunsten von Arnold. Als Lehen von Luxemburg wird R. 1276 erwähnt, ebenso 1302. Zur Herrschaft R. gehörte auch ursprünglich die Herrschaft Püttlingen, die später abgetrennt wurde, (s. Püttlingen, Herrschaft!. Ausserdem besass oder erwarb dies Geschlecht die Herrschaften Bolchen, Hesperingen, Useldingen, Rcichersberg u. s. w. Stammgut der R. war auch die Herrschaft Meilberg (s d.) Die R. die vielleicht dem mächtigen Hause Valcourt angehörten, hatten auch Lehen, in den Nachbarländern und waren bei allen Fehden in der Umgegend betheiligt. In einer Fehde mit der Stadt Metz 1430 ist die Burg R. zerstört worden. Nachdem Karl VII. von Frankreich durch den Vertrag von Tours (20. März 1459) die Erbansprüche des Königs Ladislaus von Ungarn und Böhmen i Enkel des Kaisers Sigmund) auf Luxemburg und Chiny vom Schwager des Ladislaus, Herzog Wilhelm von Sachsen, erworben hatte, hat Gerhard von R.. der schon 145S R. der Schirmherrschaft des Königs von Frankreich unterstellt hatte, französische Diensteg angenommen. König Ludwig XI. hat 1462 auf die durch den Vertrag von Tours erworbenen Rechte zu Gunsten des Pfandherren von Luxemburg, Herzog Philipp von Burgund, verzichtet. Gerhard von R., der sich inzwischen verschiedene Felonien hatte zu Schulden kommen lassen, wurde 1479 seiner luxemburgischen Lehen für verlustig erklärt und verband sich darauf mit seinem Neffen, Graf Georg von Virnemburg, zu neuen Unter- ! nehmungen gegen den Erzherzog Maximilian von Oes- ! terreieh, den Gemahl von Marie, Enkelin Philipps von Burgund; es erfolgte darauf 1482 eine gütliche Vereinbarung durch Vermittlung des Erzbischofs von Trier. Da aber Graf Georg von Virnemburg. angeblich gegen den Willen Gerhard's von R., die Fehde fortsetzte, liess der Erzherzog im Bunde mit Lothringen und der Stadt Metz die Burgen R. und Reichersberg 1483 schleifen. Gerhard von R. setzte 14So seinen Enkel, Graf Bernhard von M ö rs-S aar werden zum Erben seiner Güter ein. 1192 wurden wegen wiederholter Felonie die sämmtlichen Rodcnmachern'schen Lehen von Luxemburg als verwirkt erklärt und dem Mai Ugrafen Christoph von Baden, Statthalter von Luxemburg, übertragen. Die Herrschaft Bol chen, Lehen von Lothringen, blieb in der Folge von der Confiskation ausgenommen, und ging auf Lothringen über (s. | Bolchen, Herrschaft). Die Erben von Gerhard's von R. Tochter Elisabetha, Grälin von Mörs-Saarwerden, die Grafen von Wied, von Neucnahr und von Hörn setzten den Rechtsstreit fort und übertrugen nach 1580 ihre Ansprüche dem Grafen Peter Ernst von Mansfeld, Statthalter von Luxem hu rg, das Haus Baden blieb aber endgiltig im Besitze und fand sich mit Mansfeld 1598 durch Ueberlassung der halben Herrschaft Esch ab. Inzwischen wurde R. wiederholt vorübergehend von Frankreich besetzt, so 1543, 1551, 1558, 1563, 1639. Nach dem Pyrenäischcn Friedensschlüsse (1659) besetzte Frankreich R. als Bestandtheil der Probstei Diedenhofen, obwohl es unmittelbares Lehen des Herzogthums Luxemburg war. Frankreich hielt auch nach dem Frieden von Aachen (2. Mai 1668), seine Ansprüche aufrecht. 1673 setzte sich Spanien wieder in Besitz, 1675 wieder Frankreich, das nach der Kapitulation von Luxemburg (1684) Ansprüche auf das ganze Herzogthum Luxemburg erhob und im Besitze blieb trotz des Widerspruchs des Hauses Oesterreich auf dcnConferenzen von Lille (1716 und 1738) und von Cambrey (1724). Oesterreich hat erst durch den Grenzvertrag vom 16. Mai 1769 auf R. verzichtet. Die Markgrafen von Baden, die schon los,", und 1707 Frankreich gehuldigt hatten, haben durch Vertrag von Paris (22. August 1796 auf I alle herrschaftlichen Rechte verzichtet, die indessen schon durch die Gesetzgebung von 1789 beseitigt worden waren. Die badischen Domänen gingen an Frankreich über. Nachdem Frankreich 1792 das Herzogthum Luxemburg mit seinem Gebiete vereinigt hatte, ist durch die Pariser Verträge von 1814 die Grenze von 17o9 wieder hergestellt worden; diese Grenze hat durch den Vertrag von Courtray (28. März 1820) nur unbedeutende Acnderungen erfahren. Litt er. Statist. Mittheilungen des Stat. Bür. des Min. für Eis. Lothr. Heft 28 S. 54-65. Journal histor. du blocus de Thionville en 1814 et de Thionville, Sierck et R o d e m a c k cn 1815, par M. A. Alm**, ancien officier d'etat-major. ! Abel, Ch., Rodemack (Auszug aus der Revue d'Austrasie). ; [dPr.] Rodemachern, Kanton. Der Ka. R. (1790-1802), I 1790-05 zum Distrikt, 1800-1802 zum Arrondissement Diedenhofen gehörig, umfasste die Gden. Beiern, Boler, Breisdorf, Burg-Rüttgen, Dodenhofen, Esingen, Ewingen, Ewringen. Gandern, Hagen, Hallingen, Himlingen, Mondorf, Nieder- und Oberkontz, Nieder- und Ober-Rentgen, Preisch, Püttlingen, Rodemachern, Rüttgen, Simmingen. Suftgen, ! welche 1802 sämmtlich in den Ka. Kattenhofen übergingen. R o d e m a c k s. Rodemachern. Rodenberg, 326 m, Höhenrücken westl. Porcelette, Ka. St. Avold, Kr. Forbach. Rodenhof, ehem. Hf. (Gde. u. Ka. Bischweiler, Kr. Hagenau, U.-E.). Lag zwischen Hanhofen und der verschwundenen Ortschaft Weiler, Sitz der Herren von Ettendorf 1337. Nach dem Tode Sigmunds von Ettendorf 13S6 getheilt und veräussert; 1400 und 1411 von der Gde. Bisch-weiler erworben. |