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Show 852 Quatre-Maisons - Queuleu. wiedergewonnenen Herrschaft,die Dörfer Ancy, Arsa.d Mosel, Chätel-St. Germain und Scy mit Chazelles) umfassend, wozu auch Antheile an Lessy und Longeville, zeitweise auch von Moulins gehörten (in Moulins hatte das Bisthum den Ban Fabert, der wiederholt verpfändet und nie eingelöst wurde). Diese Ortschaften waren in eine grosse Anzahl kleinerer Banne getheilt, welche fast sämmtlich den Stiften und Abteien der stadt gehörten und theilweise durch königliche Schenkungen an diese gekommen waren. Diese und andere Umstände lassen auf eine ursprüngliche Zusammengehörigkeit des Besitzes schliessen, der vielleicht anfänglich Amtsgut der Vögte des Bisthums war, die zugleich Vögte der dem Bisthum unterstellten Abteien waren, wie z. B. Graf Folmar (1012), der zugleich Vogt von St. Arnulf und von St. Glos-sindis war. (s. Metz. Grafschaft . Nach dem Tode der letzten Gräfin von Metz s. ebendort), Gertrude von Dagsburg, setzte sich Bischof Johann von Aspremont 1225 in den Besitz der ,ingeblich ehemals bischöflichen Burg beim Priorate St. Germain der Abtei St. Vinzenz (Castellum, Chätel-St. Germain , die 1231 umgebaut und 1234 von der Stadt wieder zerstört wurde. Bei dem hierauf zwischen Bisthum und Stadt geschlossenen Frieden 'behielt das Bisthum die vier Meierthümer. Das Bisthum hat seine Rechte in den vier Meierthümern wiederholt an Met/er (ieschlechter verpfändet, so 1 125, 1341, 1379. Einlösungen der Pfandschaften erfolgten z. B. 1433 und 1441. 1465 veräusserte das Bisthum die vier Meierthümer an die Stadt Metz, erwarb aber seinen alten Besitz wieder, zum Theile 1484, zum Theile 1503. Seitdem i erblich dieser Besitz bei den Domänen des Bisthums und wurde auch unter französischer Herrschaft beim Bailliage Seigneurial in Vic belassen und nicht zum königlichen Bail-liage in Metz (Pays Messin gezogen. Ancy und Ars gehörten ganz zum bischöflichen Domanialbesitze, während Chätel-St. Germain, Chazelles, Lessy, Longeville und Scy von Alters her bis zur Revolution getheilt waren zwischen Bisthum und Pays Messin, und später zwischen den vorgenannten beiden Bailliage- 1634 bildete der Antheil des Bisthums an Chazelles, Lessy, Longeville und Scy eine gemeinschaftliche Mairie. 1457 und 1465 wird auch ein Theil von Moulins zu dieser Herrschaft gerechnet, was früher nicht der Fall war, und auch nicht später. Einzelne Theile wurden vom Bisthum auch zu Lehen vergeben; so wurde 1460 vom Bisthum le tief de la riviere d'Ars wegen unterlassener Muthung eingezogen. Mehrere Banne in Chätel-St. Germain. Lessy und Scy bildeten ein besonderes Lehen: La Seigneurie du Grand Ban, die z. B. 1767 als königliches Lehen bezeichnet wurde. Die Grundgerichtsbarkeit scheint zumeist dem Domkapitel und den Abteien der Stadt gehört zu haben, welche in den Dörfern gesonderte Banne hatte. (Vgl. die Artikel über die einzelnen Dörfer). [dPr.] Q u a t r e - M a i s o n s , A u x - , Wfv. Gde. Belmont, Ka. Schirmeck, Kr. Molsheim. U.-E.). 12 E. 4 Hsr. 1798 entstanden. Q u a t r e - V e n t s , Hs. -• Eschbacherweg (Quatre- Vents i. Q u a t r e - V e n t s , A u x - s. Stniffel (Aux-Quatre- Venls). Q u a t z e n h e i m , Df. Ka. Truchtersheim [1790-l~-o2 Ka. Oberhausbergen], Ldkr. Strassburg, U.-E i. 667 E. 136 Hsr. 12 GRe.) - 165 m. - AG. Truchtersheim (5,5); Strbhstllc. (.iiiatzenheim (3,0). - In C h a t e n h e i m e 742; Q u a z e n - heim 1127; ma. Z w a l z n e - P. F. Fernsprechverbindung mit Strassburg (s. 1899). Ortseinn. StEBez. Wiwersheim. Arzt. Armr. (s. 1876). - Filiale der prot. Pfarrei Augsb. Konf. in Hürtigheim. Die Katholiken gehören zur Pfarrei Dossenheim. Rabbinat (seit 1880, vorher in Winzenheim). Sprengel: (,>.. Küttolsheim, Osthofen, Schaffhausen, Winzenheim. Synagoge (jetzige s 1819, doch bestand schon früher eine). Jüd. Friedhof (s. 1786). Strassenbahnhaltestelle (s 1887). Getreidemühle. Pferde- und Kuhhandel. Altes Dorf; schon 742 war die Abtei Weissenburg daselbst begütert. Gehörte zum Territorium der unterelsäs-sischen Reichsritterschaft und zwar als Allod seiner Besitzer. Diese waren im 14. Jhdt. die Müllenheim, im 16. die Landsberg, die seit Ende des Jhdts. bis nach 1651 die Böcklin als Mitbesitzer hatten; ihnen folgten die Rathsamhausen, die einen Theil von Q. 1714 an die Oberkirch verkauften. Letztere besassen es jedoch später allein (bis zur Revolution). Schloss zu Q. 1314 von Walter von Müllenheim erbaut, 1674 nach der Schlacht bei Enzheim /erstört und nicht wieder aufgebaut. Ein Dinghof zu Q. gehörte dem Strassburger Domkapitel (Weisthum von 1305 und 1376>. Im 15. Jhdt. erscheint ein Dinghof daselbst als bischöflich strassburgisches Lehen im Besitz der Uttenheim; 1431 wurden die Lampertheim damit belehnt. Rechte zu Q. besassen 14b5 die Hohenstein und die Münch von Wilsperg. 1644 wurde Q. vom Obristen Bainberger geplündert. - 1539 wurde durch die Landsberg die Reformation in Q. eingeführt. 1573 protest. Pfarrei, deren Pfarrer die Landsberg aus einem Theil der der Abtei Schwarzach zustehenden Zehnten in Q. besoldeten (Prozess deswegen von 1573-1585). Von 1603-1667 bildete es mit Fürdenheim eine Pfarrei. 1667 wählte die Herrschaft zu Q. den Hauslehrer ihrer Kinder zum Pfarrer. Das Patronatsrecht besass die Herrschaft und die Abtei Schwarzach. Die Katholiken waren nach Dossenheim eingepfarrt. - Q. liegt an einem Kreuzungspunkte des Hauptkeltcnweges von Beifort nach Selz u. s. w. über Kestenholz. Eptig, Innenheim. Brumath u. s. w. und der Römerstrasse von Strassburg nach Saarburg über Zabern, Römischer Münzfund (Mär/ 1900 . Spätgothisches Kirchenchor aus dem 15. Jhdt. Quelle der heil. Odilie s. Odilienquelle. Quelle der heil. Petronella bei dem sogenannten Dompeter, einer einzeln stehenden Kirche, östl. Avolsheim bei Molsheim, jetzt versiegt. Quelle d e s heil. Quirinus, in der Nähe der hochgelegenen Kapelle hei St. (juirin, Ka. Lörchingen ; derselben wird eine heilkräftige Wirkung gegen Skrofeln zugeschrieben. Quelle Laquiante im Kirneckthal s. Laquiante- Brunnen. Quelle St. H u b e r t u s bei Lemberg s. u. St. Hubertus- Quelle. Quellenfelsen, franz. Rochcr de la Source, ca. 1180 m, aussichtsreicher, vom Vog.-Club mit einem Schutzgitter versehener Fels über der Schlucht (Kleinihal), auf dem W e g vom Schluchtpass zum Hohneck bei Münster. Quenouille, Hs.(Gde. Alberschweiler, Ka.Lörchingen, Kr. Saarburg, L.). 6 E. 1 Hs. - Ortsüblich auch "Klink' 1 genannt, nach einem Monolithen (Kunkel [s. d.] Spill- oder Spindelstein), der gegen Ende des 18. Jhdts. zum Hausbau verwendet worden sein soll. Frühere Mühle; das Haus ist erst 1867 errichtet worden. Quenouille, La, Monolith im Rothen Saarthal, s. Kunkel. Q u e r b e n , Fsths. (Gde. Sondcrnach, Ka. Münster, Kr. Colmar, O.-E.). 2 E. 1 Hs. Uff der W e r b e n 1456 und 1607. Das Forsthaus wurde 1854-55 erbaut. Querbenrunz s. Fecht 7. Q u e u e - d e - 1 ' A , Wir. (Gde. Urbach, Ka. Schnierlach, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 51 E. 11 Hsr. - A la queue de L a 1721; C h a m p de la Q u e u de la 1760; Im Ortspatois: Q u o u e dlä. Die Ratte heisst im Patois L a Q u e u e de l'A, also Rattenschwanz, eine Flurbezeichnung. Q u e u l e u , Df. (Gde. Plantieres. Ka. u. Kr. Metz, L.). 1254 E. 25o Hsr. - Begreift auch die früheren AO. Mon-plaisir und Tivoli. - Cuclido 945; en Culeux 1630. - Ortseinn. Arzt. (Vgl. Plantieres.) - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. St. Segolenae in Metz (s. 1892, vorher Filiale der Pfarrei St. Maximin). Kirche zu Ehren der unbefleckten |