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Show I«8 Wolfskirchen wurde 1570 zwischen den Herzögen von Croy und den Rheingrafen von Salm getheilt, 1707 und 1752 jedoch unter Lothringischer Herrschaft wieder vereinigt. Von Lothringen wurde es dann durch Tausch an Nassau-Weilburg abgetreten, das seit 1745 Inhaber eines Theiles der Grafschaft S a a r w e r d e n und damit auch des alten saarwerdischen Antheils an W . geworden war und somit den ganzen Ort wieder vereinigte (Amt Neusaarwerden). Begütert zu W . war das Saarwerdensche Stift St. Blasien (s. Saarwerden, Df.). - 1557 wurde die Reformation in W . eingeführt. Prot. Pfarrei von 1565-lb29, mit Filiale Diedendorf. 1629-1633 und 1685-1698 wurde das Dorf vorübergehend katholisch. Prot. Pfarrei wieder von lb71-1685. Seit lb9S waren die Protestanten nach Pisdorf eingepfarrt; erst seit 1755 ist W . wieder eigene prot. Pfarrei. Die Kirche ist 1779 erbaut worden. Die Kirchenbücher gehen bis lb71 zurück. Die kath. Pfarrei W . mit den Filialen Eschweiler, Eyweiler und Diedendorf bestand von lb85 bis 1770, dann wurde W . Filiale von Eschweiler. - W . hat bedeutende Reste einer römischen Niederlassung. Im Banne des Dorfes hat die alte Kirche von Diedendorf zur mero-wingischen Zeit gelegen, deren Reste in den 80er Jahren aufgedeckt worden sind. G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Saarunion) 73,1 ha. Schlosser, Notice sur un sarcophage d^couvert dans l'ancienne e"glise de Diedendorf (Bull, de la soc. pour la cons. des mon. hist. d'Als. 2. ser. 12, S. 100-129.) W o l f s k i r c h e n , Kanton. Der Ka. W . wurde 1793 als die Grafschaft Saarwerden mit der franz. Regierung vereinigt wurde, im Distrikt Neu-Saarwerden gebildet und erhielt die Gden. Bärendorf, Burbach, Eschweiler. Görlingen, Hirschland, Kirberg, Pisdorf, Rauweiler, Wolfskirchen. 1794 ging er in den Distrikt Saarunion, 1800 in das Arrondissement Zabern über. 1801 wurde er aufgelöst, seine Gden. gingen sämmtlich in den Ka. Drulingen über. Wolfskircherbaeh s. Saar 22. Wolfskircher Mühle, M (Gde. Diedendorf, Ka. Drulingen. Kr. Zabern, U.-E... 4 E. 1 Hs. Bestand schon in der ersten Hälfte des 18. Jhdts. Wolfskopf, 785,2 m, nordwestl. Steinbach, Ka. Sennheini, Kr. Thann. [Wollffskopff 1550]. Wolfskopf, 355,3 südöstl. Ausläufer des Fallberges, den die aus dem Zinzelthale (Oberhof; nach Zabern führende Strasse im Osten umzieht. Wolfskopf, Süd-Hang des ßreitschlosses (s. d.) gegen das Zinzelthal. Wolfskopf, O.-Hang gegen das obere Rehbachthal, östl. Lohr, Ka. Lützelstein. Wolfsthal, Hsr. (Gde. Alberschweiler, Ka. Lörchingen, Kr. Saarburg, L.i. 11 E. 2 Hsr. Sollen aus dem Ende des 18. Jhdts. stammen. Wolfsthal, Hf. (Gde. Alberschweiler, Ka. Lörchingen, Kr. Saarburg, L.i. 3 E. 1 Hs. - Zuerst 1680 als Glashütte im Wolflingerthal erwähnt, gehörte zur Grafschaft Dagsburg. Wolfsthal, Wir. 'Gden. Engenthal [15 Hsr.] und Wangenburg [2 Hsr.l. Ka. Wasselnheim, Kr. Molsheim,U.-E.). 95 E. 17 Hsr. - Ursprünglich mit Schneethal zusammen Schnee wolflingerthal genannt. Letztere Benennung soll daher kommen, dass der erste Einwohner, der sich 1701 in dem durch die vorhergehenden Kriege verödeten Weiler wieder niederliess, Wölflinger hiess. Wolfsthalbach, s. Rothe Saar 6, Mossig 5. Wolfsthalbrunnen, vom V.-C. gefasste Quelle am Nordhang der Bloss, an dem Wege von Ruine Landsberg zum Kloster auf dem Odilienberg. "Wolfstock, Hsr. 'Gde. Dürrenbach, Ka. Wörth, Kr. Weissenburg, U.-E.). 12 E. 2 Hsr. - U m 1845 entstanden. Wolfswinkel, Fsths. (Gde. Ka. und Kr. Hagenau, U.-E.). 7 E. 1 Hs. - 1844 erbaut. - Wollmeringen. Wolfswinkelbächel, s. Sauer 18. Woll, abgeg. Ort. (Gde. Wildenstein, Ka. St. Amarin, Kr. Thann, O.-E.). Woll 14bb. Im Jahre 14b6 fast gänzlich zerstört und in der Folgezeit abgegangen. Den gleichen Namen führt urkundlich noch 1519 das jenseits der Vogesen gelegene La Bresse, das im St. Amarinthal bis heute unter dem Namen Woll bekannt ist. Wollmeringen, Df. (Ka. Kattenhofen [1790 Ka. Gross- Hettingen, 1795-1S02 Ka.Oetringen], Kr.Diedenhofen-Ost,L.). 880 E. 196 Hsr. 12 GRe.) - 320 m. - AG. Diedenhofen (13,5); HSt. Suftgen (5,5). - Valembregamin pago Moslcnci 980; Garmerange 1239; W a r m e r a n g e 1306; Woilme-r in gen 1472; Volmerange-les-Oeutrange 1869. - Die Gde. umfasst den HO. W . (851 E. 190 Hsr.) und die AO. Langenberg, Libermühle, Mächsmühle. Rosenmühle. - P. F. Wasserltg. (s. 1S89). StEBez. Gross-Hettingen. Fw. (s. 1858, 1 Spritze). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Kattenhofen (s. 1804, vorher Annexe der Pfarrei Kanfen). Kirche des hl. Dionysius (9. Okt.), 1838 restaurirt. - 3 Steinbrüche. Eisenerzbergwerk der Gewerkschaft Langenberg mit (1899) 126 Arbeitern und 59648 t Erzförderung (s. 1874 in Betrieb). 3 kleine Getreidemühlen. War Sitz einer Probstei-Herrschaft von Diedenhofen. Aeltester Besitz der Abtei St. Denis bei Paris und Priorat derselben. 980 bestätigte Kaiser Otto derselben Abtei Valembregam villam in pago Moslenci; Wolmeringen mit Kanfen (s. d.) bildete eine Herrschaft der Abtei; 1239 bestätigte Herzog Matthäus II. und Johann von Fentsch den Vergleichsbrief des Eudo, Abtes von St. Denis, zwischen dem Prior von W . und Godfried, Vogt des genannten Orts und von Kanfen. Die Herrschaft wurde 1531 an die von Eltz verkauft. Die Hochgerichtsbarkeit, von der Probstei Diedenhofen lehensrührig, scheinen die von Arros 1682 getragen zuhaben. Wollmeringen wurde 1777 bei Bildung der Grafschaft Oettingen dieser zugewiesen. Gemeindewald. (Oberförsterei Diedenhofen) 394 ha. (Mittelwald. Eiche, Buche, Hainbuche, Esche ) Alter Besitz der Gde. Wollmeringen, Luxemburgisches Probsteilehen, s. Diedenhofen (Markvogtei oder Probstei IV). Ursprünglich Besitz der Abtei Saint-Denis, 1531 an die Herren von Eltz zu Oettingen (Ottingen) verkauft. Die Herzoge von Lothringen waren Schirmherren von Saint-Denis und der in W . und in Kanfen ebenfalls begüterten Abtei St. Martin in Metz. 1218 genehmigte der Herzog von Lothringen den Verkauf von Gütern in W . durch Nikolaus von Ottingen an die Abtei Münster bei Luxemburg. 1342 aber nahm Rudolf von Wolmeringen sein Haus in W . von Luxemburg zu Lehen. Die Ministerialen des Namens Wolmeringen, vielfach mit dem gleichnamigen lothringischen Geschlechte verwechselt, scheinen zu Beginn des 15. Jhdts. ausgestorben zu sein. Neben diesen waren im 13. Jhdt. auch die Ottingen, im 15. die Rodemachern und die Fischbach in W . begütert. Die Hälfte der Burg und des Lehens hat 1359 Rudolf von W . an Johann von Bolchen zu Usel-dingen verkauft. Ein Theil von Wollmeringen (der sogenannte Villertheil) war früher Lehenstück der Herrschaft Fentsch und ist 1547 und 1549 mit W . vereinigt worden. 1555 hatten die Herren von Eltz zu Otiingen alle Rechte in W . erworben, die Hochgerichtsbarkeit ausgenommen. 1657 wurde W. von Frankreich besetzt und eingezogen. U m diese Zeit war W . im Erbgange von den Herren von Eltz auf die Barone de Sannoy von Clerf (Clervaux) übergegangen, 1674 von diesen durch Heirath an d'Ourin; kurz darauf war die Herrschaft im Wege des Retraktes von den Herren von Eltz zu Oettingen wieder erworben worden, die dafür 1681 in Metz huldigten. Erben der Eltz waren die Vogt von Hunolstein, zu deren Gunsten die Herrschaft Oettingen mit Wollmeringen 1777 zur Grafschaft erhoben wurde. [dPr.] |