| OCR Text |
Show Queuleu - Radersdorf. s-,:; Empfängniss (8. Dez.). - Die Reformirten gehören zur Pfarrei Montigny (s. 1892, vorher zur Pfarrei Metz). Höhere Mädchenschule der «Schulschwestern der christlichen Barmherzigkeit» aus Metz (s. 1895, Gesellschaft mit beschränkter Haftung». Krankenhaus der Schwestern der mütterlichen Liebe (Chaiite maternello in Metz. s. 1897. Bürstenfabrik von Marccllin (6 Arbeiter). Schreinerei (16 Arbeiter). War Wir. des Pays Messin (Ban des Trcize, s. d., Kanton Oultre Seille i. Das Dorf ist späteren Ursprungs; wird als bewohnter Ort zum ersten Male 1653 genannt. 1693 wurde die Bannmeile von Metz gegen Queuleu und Plantieres festgestellt; wahrscheinlich wurden damals die beiden Ortschaften von der Stadt Metz abgetrennt. 1702 erscheint Q. als eigene Gemeinde und 1720 wurde sein Bann gegen Sablon und Magny abgegrenzt; zur Zeit der Revolution wurde es mit Plantieres vereinigt. Anfangs des 19. Jhdts. bestand das Dorf nur aus 12, zum Theil nicht bewohnten Häusern. - Q. war bis 1892 Filiale der Pfarrei St. Maximin. Kirche gegen 18b3 erbaut. 1891/2 erneuert und vergrössert. - Französisches Kriegergrab von 1870/1. Chabert, F. M., Memoire hist. sur Plantieres et Queuleu. Metz 1861. Munier, F., Origine du nom de Q. (Mem. de l'Ac. de Metz 1848-49, Ire partie, p. 61.) Queuleu, Fort, s. Fort Goeben. Quevelles. Wir. (Gde. Vorbruck [La Broque], Ka. Schirmeck, Kr. Molsheim, U.-E.). 22 E. 4 Hsr. Gefel 1576, Les Cuvelles 1756. Gehörte zur Grafschaft Salm. Menno-nitenniederlassung. Der ursprüngliche Name war wohl Quelle oder Die Quelle, woran noch die Flurbezeichnung Canton d'Iquel oder d'Yquell erinnert. Der protestantische Verein für Ferienkolonien hat dort ein «Ferienheim - erbaut, 29. Juni 1902 eröffnet. Quignot. Wir. (Gde. Landonvillers, Ka. Pange, Kr. Metz, Lj. Früher als AO. betrachtet, hängt mit dem HO. zusammen. Quimberg. Wir. (Gde. Urbeis, Ka. Schnierlach, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 52 E. 11 Hsr. - Kynberg 1252; Kienberg 1318; In der e f f t r en W a n n e n (die im Gewann) am Kimber, Gde. Urbeis, oder am Kienberg 1441; Les pres du Kinberg 1760. Quirinbach s. Omhach 4. Quitteville *. Gedweiler. Quittzpful. verschw. M., (Gde. Brülingen [?], Ka. Grosstänchen, Kr. Forbach, L.). Quittepoule 1683. In der ehemaligen Herrschaft Ban de la Rotte (s. d.i, wahrscheinlich bei Brülingen gelegen. Quotbach, Abdeck. (Gde. Freisdorf, Ka. Busendorf, Kr. Bolchen, L.i. 1 Hs. Besteht seit Mitte des 19. Jhdts. R. Rabas, Hs. u. Kap. (Gde. Villers-Bettnach, Ka. Vigy, Kr. Metz, L.). 2 E. 1 Hs. - Notre D a m e de Ralbas 1405; ma. R6ba. - Gehört zur kath. Pfarrei Vigy. War ehemals Wir. des Pays Messin (Haut-Chemin), mit Kapelle, Mühle (seit 1892 nur noch Haus) und Hof, zur Herrschaft Vigv gehörig. Früher sammt der Kapelle Besitz der Abtei St. Arnulf, welche in früherer Zeit dort ein Krankenhaus für ihre Religionsgenossen gebaut hatte. Die Kapelle war ein sehr besuchter Wallfahrtsort. Nach örtlichen Ueber-lieferungen soll Karl der Grosse selbst die Kapelle gebaut haben, die später auf Bitten des Abts Warin von St. Arnulf, durch Papst Leo IX. (Graf von Dagsburg) geweiht wurde. Sie besitzt romanische Theile und spätgothischen Chor vom Jahre 1496; 1884 restaurirt mit Beibehaltung der früheren Theile; über dem Transept Schiessscharten. Gute spätgothische Steinskulpturen. In der Nähe 'da fontaine de Charlemagne». - Li11.; Boulanger, Rabas. Austr. 1856, S. 344). Cazin, La Chapelle et le pelerinage de N. D. de R. Vigy [1884]. Rabasbach s. Kannerbach 3. Rabenbächel s. Eberbach (Sauer) 1. Rabenbühl, B., 1145,2 m, südl. Diedolshausen, Kr, Rappoltsweiler; auf demselben der Raben felsen, franz. Roche du Corbeau, pat. Roche du conay [an Rappenbühel 1441]. Rabenfelsen, im Volksmunde Räppelesfelsen, 580 m, an dem südlichen Kopf der Hohen Schwärz, nördl. über Kaysersberg, Kr. Rappoltsweiler. Ueber die hier lo-kalisirte Sage s. Stöber, Elsass. Sagen. Neue Ausg. I, S. 97. Rabenfelsen s. Raben buhl hei Diedolshausen. Rabenfelsen, franz. Roche du Corbeau, pat. Roche du conay, steil abfallende Felswand mit Pavillon i über dem Wölfiingsthal, nördl. Drei Aehren bei Türkheim. i Der Name wird wohl auch auf den ganzen Berg (689 m) übertragen. Rabenfelsen, franz. Roche du Corbeau. am rechten Ufer dss Rothainethales, über der Strasse Rothau- Natzweiler. unweit Rothau, Ka. Schirmeck. Rabenfelsen, 360 m, Sandsteinfelsen mit schöner Aussicht am Südwesthang des Weissenberges, am linken Ufer der Breusch, östl. Bahnhof Urmatt, Kr. Molsheim. Rabenfelsen bei Lützelstein s. Rappenberg. Rabenkopf, H., 252 m, östl. Reichshofen bei Niederbronn. Rabenmühle s. Romur. Radersmatt, Hsr. (Gde. Sulzern, Ka. Münster, Kr. Colmar, O.-E.). S E. 3 Hsr. In Rodermatten 1607; an ' der underen Radersmatt 1607. Radmühle, M. (Gde. Mühlhausen, Ka. Buchsweiler, Kr. Zabern, U.-E.). 5 E. 1 Hs. Schon 1665 erwähnt. Rädchenmühle, verschw. Hs. (Gde. Thonville, Ka. I Falkenberg, Kr. Bolchen, L.). Anfang des 19. Jhdts. erbaut; war bis 1870 Mühle. Das Wohnhaus stand noch bis 1897, zuletzt mehrere Jahre unbewohnt; dann wurde es abgerissen. Radersdorf, Df. (Ka. Plirt [s. 1790], Kr. Altkirch, O.-E... 361 E. 98 Hsr. (10 GRe.) - 440 m. - AG. Plirt (6,1); Bhf. Pfirt (7,3). - Raiscourt 1143; Redirstorf 1234; franz. früher Rascourt. - Die Gde. umfasst den HO. R. (340 E. 94 Hsr.) und die AO. Brochritti, Mariabrunn. - StEBez. Pfirt II. Wasserltg. (1896 erweitert). Fw. (s. 1889, 1 Spritze). - Kath Hilfspfarrei des Dek. Plirt (s. 1*02), zu welcher 1808-1846 Lutter gehörte. Schutzheiliger St. Stephan (26. Dez.). Kap. Mariabrunn. Die Lutheraner gehören zum Vikariat Mülhausen, die Reformirten zur Pfarrei Altkirch. - Kalkstcinbruch. Kleine Ziegelei. 3 Sägemühlen mit Wasserkraft. Getreidemühle mit Wasserkraft. R. war Dorf des Meierthums Wolschweiler der Herrschaft Pfirt. Hier hatte das Spital von Moutiers-Grandval (1148 und 1308) Antheil am Zehnten. Der Bischof von Basel besass hier einen Hof. 1234 schloss er mit dem Grafen von Pfirt einen Vertrag über die beiderseitigen Rechte in R. 1341 gab er den Münch von Landskron eine jährliche Rente von 10 Mark Silbers von den Einkünften in R., bis er sie mit 100 Mark einlöste; was darüber eingehen würde, sollten sie als «burg-hut* für Schwarzenberg und Istein zu Lehen haben. Die Herren von R., Stammverwandte der Rotberg, schon im 12. Jhdt. erwähnt. 1387 Werelin von R. österreichischer Landvogt im Elsass. - 1441 war R. Pfarrei des Landkapitels Leimenthal und blieb darin bis 1801. Den Kirchensatz hatte die Abtei Lützel. 1648 wurde der Gottesdienst durch den Pfarrer von Plirt versehen. - R. hatte einen befestigten Kirchhof. Gemeindewald (Oberförsterei Pfirt) 374,7 ha. 415 m über dem Meere. Jurakalk. (Buche, Eiche, Tanne, Kiefer.) 96 ha durch Ankauf seit 1869, der Rest seit 1760 durch Theilung Eigenthum der Gemeinde. Dieser letztere Theil war |