| OCR Text |
Show [000 Schirrmattrunz - Schleife. Jüdischer Friedhof i s. 1881). - Ziegelei. Getreidehandel. Viehhandel. Hausirhandel mit Töpf^rwaaren aus Sufflcnheim. Ursprünglich Dotzelerlehen ; gehörte zum Dotzelergesäss in Hagenau. 1401 wurde der Schüerhof mit seinen eckern und matten, gelegen bei dem Forst zu Hagenau» an Klaus Rosenbaum als Burglehen gegeben. Von diesem ging das Lehen, da die Schwester des Rosenbaum mit Billung zu der Mägde verheirathet war, an dessen Tochter Eva und durch diese an ihren Gatten Wendung von Eschcnau über. 1454 wurde es durch Kaiser Friedrich den Brüdern Ludwig und Kraft von Eschenau und Raban von Talheim verliehen. Nach dem Tode des letzten von Eschenau (1561i beanspruchten dessen Neffen, die Herren von Schönberg, das Lehen, obgleich Kaiser Karl V. schon 1.556 seinem Hofsekretär Wolfg. Haller und dem Kanzleibeamten Georg Knod die Anwartschaft darauf gegeben hatte. Während des daraus entstandenen Prozesses verkauften Knod und Haller das Lehen an den Doktor der Medizin Joh. Jakob Niedheimer (von Wasenburg), welcher nach längerein Streit mit den Schönberg, in den sich auch die Stadt Hagenau einmischte, 1593 v o m Kaiser Rudolf II. die Investitur erhielt. Der letzte Niedheimer starb 1750, das Lehen ging nun an die Vorstatt (Warstatt) über, die schon 1720 die Anwartschaft darauf erhalten hatten. 1761 erscheint es als immatrikulirtes Gut der unterelsässischen Reichsritterschaft. - Kirchlich war es Filiale der Pfarrei Schirrhein. Synagoge seit 1730. Bis 1881 begruben die Juden ihre Todten in Hagenau. - Seh. liegt am Hauptkeltenwege wie Schirrhein (s. d.i. Tumuli der Hallstatt-La Tene-Zeit. In Seh. geboren 10. Mai 1*11 Alexander Weill (richtig Abraham), fruchtbarer Schriftsteller in deutscher und französischer Sprache (Theologie, Philosophie, Politik, Belletristik i, f zu Paris 19. Apr. 1900. Besonders bekannt sind seine 1843 erschienenen Sittengemäldc aus dem eis. Volksleben» (Novellen), zu denen Heinrich Heine das Vorwort schrieb. Später gab W . die Zeitschrift Mensonges de Paris» heraus. Halter, E., Schirrhein u. Schirrhof. Hist. Notiz. (Bischweiler Wochenblatt 1880. Schirrmattrunz s. Thur 22. S c h i r w e i h e r . 3 Weiher im Saargebiet. Der Grosse Seh., 232,7 m über dem Meer, 3.2 k m nordöstl. Bisping - 18 ha. Fischerei. Wird nicht abgelassen. Eigenthum der Forstverwaltung. Abfls. zum Mittersheimerweiher, von dem er nur durch D a m m getrennt ist. Der Mittlere, 236,5 m über dem Meer - 8.83 ha und der Kleine, 241 m über dem Meer - 4,73 ha, zusammenhängend. 7 k m nordwestl. St. Johann von Bassel. Fischerei. Werden alle 4 Jahre abgelassen und bebaut. Privateigenthum. Abtls. zum Mittersheimerweiher. Schirzingen Xirxange). - Syrzenges 1271. - Unter diesem Namen waren früher begriffen der Hof Xirx a n g e (Schirzingen) der Gde. Moussey (Ka. Rixingen, Kr. Saarburg, L.i, dann die A O . O b e r-Sch irzi n ge n, Unter- Schirzingen und Seh irzinger M ü h l e der Gde. Maizieres, (Ka.Vic, Kr. Chäteau-Salins L.), welche einen Bann mit eigener Gerichtsbarkeit bildeten, in welchem die Grundherrlichkeit der Abtei Haute Seille i Hochforst zustand, die Landeshoheit aber dem Bisthume Metz (Kastellanei Lagarde. Unler- Schirzingen scheint im 16. Jhdt. entstanden zu sein. Ober- Schirzingen ist eist 1722 erbaut worden Seh. (Hof und Mühle) werden schon im 12 Jhdt. erwähnt. Der Bischof von Metz hat 1163 der Abtei Haut,-Seille den Besitz von Grundstücken und von Weiderechten bis zum Bache von Seh., in Folge einer Schenkung der Brüder Dietrich und Ulrich von Neuweiler, bestätigt. 1202 hat Graf Heinrich von Zweibrücken a. d. H. Saarbrücken Grundbesitz längs des Baches zwischen Maizieres und Xirxange, den er ven Gerhard Thou-plac (?) gekauft hatte, der Abtei Haute-Seille überlassen. Graf Dietrich von Werd zu Rixingen ebenfalls aus dem ll.uis, Saarbrücken) hat 1271 auf seine Ansprüche bezüglich der Mühle und des Mühlbachcs in Seh. zu Gunsten von Haute-Seille verzichtet. Die Kapelle von Seh. wird 1537 erwähnt als Richtpunkt der Grenzlinie für die Waldmast, welche die Abtei damals den Einwohnern von Bourdonnaye eingeräumt hat. 1597 hat die Abtei den ganzen Besitz mit Zehnten u. s. w. einem irischen Edelmann, Heinrich Dorthon verpachtet; dabei wird auch der Zehnt von einer - mine chaude' erwähnt. Die Abtei Haute-Seille erhob von ihrem Grundbesitze die Abgabe der todten Hand und beerbte die kinderlos verstorbenen Leibeigenen mit Ausschluss der Collateralen, wie das bischöfliche Gericht 1573 entschied. [dPr.]. Schirzingen, Staatswald (Gde. Maizieres, Ka. Vic, Kr. Chäteau-Salins, L.). 177 ha. Oberförsterei Dieuze. (Eiche, Buche, Esche, Hainbuche, Espe, Linde.) Keuper. W a r Besitz der Abtei Hochforst (Haute-Seille). 1789 als Nationalgut eingezogen. (S. Schirzingen.) Schirzinger M ü h l e , Hf. (Gde. Maizieres, Ka. Vic, Kr. Chäteau-Salins, L ) . 17 E. 1 Hs. Früher Mühle. Siehe Schirzingen i Xirxange). S c h l ä g e l m ü h l e , M. (Gde. u. Ka. Rosheim, Kr. Molsheim, U.-E.i. 6 E. 1 Hs. Soll seit mehr als 100 Jahren bestehen. S c h l a g k o p f , östlicher Ausläufer der Finkenhöhe (S. de. südl über der Markircher Höhe (s. d.). S c h l a g u e , Hof «Gde. Urbeis, Ka. Weiler, Kr. Schlettstadt, U.-E.). 20 E. 1 Hs. Soll im 17. Jhdt. entstanden sein. Mennonitenniederlassung. Schlangenbach s. Hornbach 5. S c h l a n g e n b e r g , Fsths. (Gde. Bärenthal, Ka. Bitsch, Kr. Saargemünd, L.). Frühere (vor 1885) Bezeichnung des AO. Mühlthal (s. d.) derselben Gde. S c h l a n g e n b e r g , 431 m, Bergrücken zwischen Zinsel und Falke-nsteinbach, nordöstl. über dem gleichnamigen Forsthaus im Zinselthal, Gde. Bärenthal, Ka. Bitsch. Schlangengraben s. Larg 13. Schlangenthal, Hs. (Gde. Philippsburg, Ka. Bitsch, Kr. Saargemünd. L. . 6 E. 1 Hs. 1810 erbaut. Schlangenthal, Staatswald (Gde. Roppweiler, Ka. Bitsch, Kr. Saargemünd, L.). 60 ha. Oberförsterei Bitsch- Nord. Eiche, Buche, Birke, Erle, Kiefer, Fichte, Tanne, Lärche. Douglastanne). Vogesandstein. W a r Domäne der i Herrschaft Bitsch, die 1298-1570 Lehen der Grafen von Zweibrücken vom Herzogthum Lothringen war; das Lehen ist 1570 an Lothringen heimgefallen. S c h l a n g e n t h a l e r Hals, Einsattlung, 293m, zwischen dem Arnsberg (473 m ) und dem Schlangenberg (431 m ) , Verbindung zwischen dem Grossen Schlangenthal (Zinselthal | und dem Kleinen Schlangenthal (Falkensteinbach . S c h l a p p e r b e r g , 413 m, östl. Escheringen, Ka. Kattenhofen, Kr. Diedenhofen-Ost, L. S c h l a u s m ü h l e , Hs. (Gde. Rosteig, Ka. Lützelstein, Kr. Zabern, U.-E.). 25 E. 1 Hs. 1826 erbaut; bis 1868 Mühle. Schlavari, Hf. (Gde. Hirschland, Ka. Drulingen, Kr. Zabern, U.-E.). 8 E. 1 Hs. Zuerst 1750 als Ziegelei errichtet. Der N a m e stammt von einem späteren Besitzer. S c h l e c k b e r g , H., 249.3 m, TP., nordnordwestl. Reiningen. Ka. Albesdorf, Kr. Chäteau-Saiins, L. Schleif, Fsths. (Gde. Klimbach, Ka. u. Kr. Weissenburg. U.-E). 4 E. 1 Hs. 1*51 erbaut. Schleif, Hfe. (Gde. Sulzern. Ka. Münster, Kr. Colmar, O.-E). 21 E. 4 Hsr. B y der sleyff 1456; Acker und Matten in der schley f f 1570. Schleif, Die, 689 m, Waldblösse und Wegekreuzung auf der Einsattlung zwischen nördl. Eichelkopf und südl. Grosser Rosskopf, Uebergang von Dagsburg in das Mossig-thal ' Engenthal und Wangenburg). Schleif bächel s. Mossig 2. Schleife, Fsths. (Gde. Urbach, Ka. Schnierlach, Kr. Rappoltsweiler O.-E.). 4 E. 1 Hs. Bis 1**8 als Chissait |