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Show 744 Mussy-l'Eveque - Mutterhausen. Markolsheim (8,8c, Strbst. Artolsheim (7,1). - In Mosiche 1370' Musich 1453; ma. Müssigg. - Die Gde. umfasst den HO M (860 E. 167 Hsr.), die AO. Breitenheim und Schnellenbühl und den verschw. O. Breitenheim. - T. Oeff. Fern sprechstelle (s. 1900). StEBez. Müttersholz. Armr., (s. 1824) Fw (<• 1888. 1 Spritze). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Markolsheim (s. 1802,; Schutzheiliger hl. Oswald (5. Aug.). Hatte 180'-1808 Müttersholz als Filiale. - Hausindustrie. Haar- und Seidennetzstrickerei, Weberei, für Firmen Ursprünglich habsburgischer Besitz, von diesen 1381 den Rathsamhausen zu Ehnweyer zu Lehen gegeben, 1480 zum Theil und 1538 ganz den Herren von Mörsberg. Von letzteren kauften es 1613 die Herren von Rappoltstein, in deren Herrschaft es bis zur Revolution verblieb und zum Amte Gemar (s. d.) gehörte. - Kirchlich gehörte M. zum Landkapitel Rheinau. Alte Pfarrei. Im 15. Jhdt. Rektorat und Plcbanat Filialen Breitenheim und Schnellenbühl. Das Patronatsrecht besassen die Herren von Rathsamhausen. - 1891 Mail zerstörte ein Brand einen Theil des Dorfes sammt Kirche, Schul- und Gemeindehaus. - Tumuli der Hallstatt- La Tene-Zeit. Mussy-l'Eveque, Wir. (Gde. Charleville [s. 1810], Ki Vigy Kr. Metz. L.). 61 E. 21 Hsr. - Muzicha 1018; Mucei 1235; ma. Muchi (ch = deutsch ch) und Mitchc-n _ Vor 1810 selbständig und seit 1790 zum Ka. Haiss, 1/9- zum Ka. Kürzel, 1795 zum Ka. Vry, seit 1802 zum Ka. Vigy -ehörig - Das Dorf war bischöfliche Lehensherrschaft des Bailliage Vic mit ganzer Gerichtsbarkeit. Der Ort wird zuerst 1018 erwähnt. Er war damals Grenzort eines ausgedehnten Waldbezirks, welchen Kaiser Heinrich IL dem Bischof Dietrich IL überliess mit dem «jus forestandi». Im 13. Jhdt waren die von Malroy dort begütert; das Dorf selbst war Bestandtheil der Herrschaft Vry (s. d.). Die von Heu haben nach Rückkauf 153b das Lehen dem Bruno von Niedbrücken verkauft, welche Familie auch 1633 dafür reversirte. Weitere Lehensträger waren 1665 de Beaufort, IbSl de Chir-lav Cronders, 1715 Chaise, Collin, Paviot, 1728 die Nonnen «de' la Congregation N. D.», 1748 Pasquier de Dommartin. Mütschenbächlein s. 111 3/. Mutteliberg, Wir. (Gde. Obertraubach, Ka. Dammerkirch, Kr. Altkirch, O.-E.). 8 E. 3 Hsr. Das erste Haus soll im fahre 1810 erbaut worden sein. Mutterbach oder Mod erbach [La Moter 1779], entspringt bei der Mutterkirche nordwestl. Farschweiler - Lupershausen (Brücke), Ellweiler, Püttlingen (4 Brücken, M.), Remeringen (3 Brücken), Richlingen (2 Brücken), Balleringen, Bettringen (M.), Diederfingen (Brücke), Hirbach, Holvingen (M.), Hinsingen, mündet östl. Schweix - südwestl. Rech (Brücke) in die A1 b e, link. Uf. Hauptrichtung N W - S O. _ 17,5 km. Zuflüsse: 1. Altmühlenbach, recht. Uf., mündet westl. Lupershausen, entspringt südl. Herrchweiler - 4 km, 2 Brücken. (Zufl.: M ess e 1 b r u n ne nba ch - 1,6 km 1 Brücke.) 2. Ellweilerbach, recht. Uf., mündet südöstl. Ellweiler - 1 km, 1 Brücke. 3. H o st er- oder Kalmerigergraben, i. o. Lf. Mühl- oder Cappel-graben, recht. Uf., mündet südl. Ellweiler (M.), entspringt westl. Cappel - Niederhost - 6 km, 3 Brücken. (Zufl.: Dahler-, i. o. Lf. Valettegraben, mündet östl. Nieder-h.. st, entspringt in Valette - Oberhost - 4,6 km, 3 Brücken. [Zufl.: Rimmclhof fen, mündet nordöstl. Oberhost - 3,5 km, 2 Brücken.]i 4. Ruprechtergraben, link. Uf., mündet'südl. Püttlingen, entspringt südl. Valette - Diefenbach - 8 km, 5 Brücken. 5. Ratzenhausener-Weiherbach, link.Uf.', mündet südl. Püttlingen, entspringt in Gebenhausen - 4 km, 3 Brücken. (Zufl.: Welschhof bach - 1,5 km.) 6. Rohrweisergraben, recht. IT., mündet in Remeringen - 3 km, 1 Brücke. 7. Otterbach, link. Uf., mündet westl. Richlingen, entspringt in Grundweiler - 3,5 km, 3 Brücken. 8. Morsbronnerbach. recht. Uf., mündet in Hirbach, entspringt südl. Morsbronn - 2.6 km, 3 Brücken. (Zufl. Kaschweilerbach - 2 km, 2 Brücken., 9. Hinsingerbach, recht. Uf. - 1,6 km, 2 Brücken. Muttergotteskapelle, östl. von Illfurt (Ka. u. Kr. Altkirch, O.-E.). Ende der 70 er Jahre erbaut. Muttergotteskapelle, Kap. (Gde. Mansbach, Ka. Dammerkirch, Kr. Altkirch, O.-E.). Südwestl. von Mansbach, an der Bezirksstrasse Nr. 3 von Mülhausen nach Beifort. 1778 infolge eines Gelübdes durch einen Bürger aus Struth erbaut, heute noch Wallfahrtsort. Muttergotteskapelle, südl. von Blodelsheim (Ka. Ensisheim, Kr. Gebweiler, O.-E.). 1888 durch den Ackerer Jos. Fimbel erbaut. Muttergotteskapelle, Kap. östl. von Banzenheim (Ka. Habsheim, Kr. Mülhausen, O.-E.). Im 18. Jhdt. stand an Stelle der Kapelle eine kleine, der schmerzh. Mutter Gottes geweihte Kirche, bei der ein Waldbruder wohnte, und die ein besuchter Wallfahrtsort war. WTährend der franz. Revolution wurde die Kirche zerstört, später an ihrer Stelle aus freiwilligen Beiträgen die heutige Kapelle errichtet, in welcher sich noch das alte Muttergottesbild befindet. Muttergotteskapelle,Kap. nördl. von Leimbach (Ka. u Kr. Thann, O.-E.,. Der -Mutter Gottes von der Heide» geweiht. Soll während der franz. Revolution als Bannwarthütte gedient haben. Muttergotteskapelle, verschw. Kap. bei Breisdorf (Ka Kattenhofen, Kr. Diedenhofen-Ost, L.). Bestand schon 1713 als obere Kap., während die unlere die jetzt noch bestehende Katharinenkapelle im Dorfe war, wurde aber nach der franz. Revolution nicht mehr erhalten und verfiel allmählich. 1853 wurde aus ihren Ueberresten das Klengka-pellchen (s. d.i errichtet. Muttergraben s. Saar 33. Mutterhausen, Df. (Ka. Bitsch [1790-1802 Ka. Lemberg], Kr. Saargemünd, L.). 886 E. 146 Hsr. (12 GRe.i - 030^ _ AG. Bitsch (11,6); Bhf. Bannstein (5,5). - Muterhausen 1518; Moterhausen 1594. - Die Gde. umfasst den HO. M. (308 E. bl Hsr.i und die AO. Afrique, Altschmelz (Sgm ), Altschmelz (Wir.), Hammerkopf, Hasselthal, Hirtenberg Hochkopf, Hungerhardt, Jockeishof (Jakobshof), Kapelle, Kleinhammer, Langenberg, Lindel. Neuhammer, Neuschmelz, Ochsenhügel, Schindelthal. Schnepfenmühle (der frühere AO. Grosshammer zählt jetzt zum HO.). Hatte ausserdem 1810-37 Althorn (vorher selbständig, nachher bis 184S ebenfalls, dann AO. von Saareinsberg) zum A0. Im Gebiet der Gde. lagen ferner die verschw. O. Hohweyers-berg, Peterphilippsgarten und Weissbach. - P. F. StEBez Bitsch. Arzt. - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Bitsch (s. ls-M vorher Annexe von Sucht, vor 1802 von Bitsch). Schutzheiliger hl. Jacobus (25. Juli). Filiale Bärenthal. Prot. Pfarre. Augsb. Konf. seit 1850 11850-87 selbständiges Vikariat, dann Pfarrei), zum Konsist. Niederbronn, Inspektion Weissenburg gehörig. Die luden gehören zum Rabbinat Saargemünd. - Sand Steinbruch (12 Arbeiter). Eisen- und Stahlwerk Mutterhausen, 1623 gegründet (s. u.), 1723 umgebaut, bestand Ende des IS. Jhdts. aus 2 Hochöfen, 6 Frischfeuern, Walz- und Hammerwerken in 9 getrennten Anlagen, welche z. Th. heute noch bestehen und theilweise als Wasserhammerwerke betrieben werden. Von der Firma von Dietrich & Co. m Niederbronn 1843 erworben und erweitert, besass das Werk in den 70er Jahren 1 Hochofen, 2 Bessemerkonverter u. s.w. und beschäftigte bei 1000 Arbeiter, deren Anzahl heute auf 430 zurückgegangen ist. Es werden hauptsächlich Eisenbahnradreifen und Radachsen hergestellt. 1899 wurden erzeugt: 65 t Gusswaaren, 2%4t Flusseisen und 7153 t Schweiss-eisen. Das Werk ist durch eine 5 km lange Nebenbahn mit der Eisenbahnstation Bannstein verbunden und besitzt heute zwei Martinstahlöfen mit 6000 bezw. 4000 leg Ladefähigkeit, 9 Puddelöfen, 1 Kupol- und 1 Flammofen, 5 Walzenstrassen, 12 Dampf- und 9 Schwanz- und Aufwerfhämmer bei einer |