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Show 854 Rädersheim - Rainen. früher gemeinsames Eigenthum von 17 Gemeinden und der Grafschaft Pfirt (s. Alt-Plirt). Althaus, Camill v., Urkundliche Mittheilungen aus dem Elsass I, Rädersdorfer Dingrodel. (Alemannia 25, S. 144-154.1 Rädersheim, Df. (Ka. Sulz [s. 1790], Kr. Gebweiler, O.-E.). 335 E. 64 Hsr. (10 GRe.) - 228 m. - AG. Sulz (4,3); Hp. R. (0,2). - Ratherishaim 774; ma. Rädersche. - Hp. (s. 1895). StEBez. Sulz. - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Sulz (s. 1802). Schutzheilige hl. Prajektus und Marinus (15. Febr.). Die Lutheraner gehören zur Pfarrei Colmar. R. war Murbacher Besitz unter Vogtei der Habsburger, die 1291 darauf verzichteten (s. Isenheim). Von Murbach haben wohl die vom Haus von Isenheim das Dorf erhalten. 1414 kaufte Kath. von Burgund Merxheim und R. von Friedrich vom Haus; beide Dörfer sollten Schmasmann von Rappoltstein übergeben werden. Doch gehörte R. später zur österreichischen Vogtei, in franz. Zeit zum Amte Isenheim. Begütert Kloster Goldbach, Ebersmünster, 817 (?), Heinrich von Retershain 129S, Johanniterkomthurei Sulz 1369, Deutschordenskomthurei Sundheim- Rufach 14. Jhdt., Rudolph zu Retershain 1453. 1793 wurden R. und Gundolsheim durch die Bauern von Lauterbach, I Rimbach und Rimbach-Zell überfallen, vgl. Gundolsheim. - Die Pfarrei gehörte zum Landkapitel Citra Colles des Baseler Bisthums und war Filiale von Feldkirch; den Kirchensatz hatten die Inhaber der Herrschaft Bollweiler. j Die Kirche ist modern. G e m e i n d e w a 1 d i Oberförsterei Salz) 7 ha. Rahlingen, Df. (Ka. Rohrbach [1790-93 Ka. Bocken- | heim. Distrikt Bitsch], Kr. Saargemünd, L.). 919 E. 231 Hsr. (12 GRe.) - 245 m. - AG. Rohrbach (7,7); Bhf. Rohrbach (9,0). - Radingen 1150; Raldingen 131b; Rollingen 1594; Rahling 1869. - Die Gde. umfasst den HO. R. (866 E. 22-1 Hsr.), die AO. Altkirch, Finkhof, Jananhof, Neumatt (Fsths.i. Neumatt (Hf.), Saumühle, Weiherkirche, den unbew. O. Hammerhof und die verschw. O. Altmatt, Griesbach, Oldingen, Weiher, Hammerhof und Altmatt gehörten bis 1829 zur Gde. Diemeringen (Ka. Drulingen, Kr. Zabern, U.-E.). R. hatte 1811-46 Schmittweiler (vor-und nachher selbstdg.) als AO. - P. F. StEBez. Rohrbach. Forstl.-met. und Regen-Station Neumatt. Wasserltg. (1888 und 1893 erweitert). Fw. (s. 1865, 1 Spritze). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Rohrbach (s. 1802). Schutzheiliger hl. Christophorus (25. Juli). Kapelle der hl. Apollonia. Der AO. Neumatt gehörte zur kath. Pfarrei Mombronn. Die Protestanten gehören zur Pfarrei Bitsch. - Dampfwerkstätte für landwirtschaftliche Maschinen (7 Arbeiter); 3 kleine Getreidemühlen. Hausindustrie : Strohhutflechterei, für eine Firma in Saarunion. R. gehörte zu der Herrschaft Bitsch (s. d.) und wird schon 1150 erwähnt. Der Ort scheint sehr früh zu Lehen gegeben worden zu sein. 1305, 1316 und 1323 erscheinen Edelleute dieses Namens. Bartholomeus von R. wird Burgvogt von Bitsch genannt, 1347 fand zwischen den Grafen Simon von Zweibrücken-Bitsch und Jakob von Finstingen, Sohn des Hugelman, und Cunemann Vogt von Wasselnheim ein Vergleich statt wegen des Schlosses und der Leute von Raldingen (dem Simon gehörig'. 1358 verschrieben die Brüder Hennemann und Wecker von Zweibrücken-Bitsch dem Kurfürsten Ruprecht von der Pfalz das Oeffnungsrecht in dieser Burg; sie wurde 13*o von dem Grafen von Saarwerden zerstört, aber im folgenden Jhdt. (1498) erneuert. 1544 verpfändete Graf Jakob von Zweibrücken-Bitsch Schloss und Dorf R. dem Wirich von Dhaun für 1500 Gulden. Später (1575) befahl König Rudolf dem Herzog Karl von Lothringen, die von Rathsamhausen zu entschädigen oder ihnen das Lehen zu überlassen. - R. ist im 30jährigen Kriege zerstört worden. 1647 waren nur 3 Einwohner dort. 1646 wurde es jedoch dem Obersten de Verweine für 25000 Fr. verpfändet, gleich darauf aber (1647) den de Ve-nette de Vanoncle, welche 1703 und 1711 noch dafür reversirten. 1747 war die Herrschaft an einen Herren Maclot gelangt. - Die Pfarrei R. gehörte bis 1802 zum Metzer Archipr.Bockenheim; seitdem ist R. Hilfspfarrei des Archipr. Rohrbach und hatte bis 1837 Schmittweiler als Filiale. Der Kirchensatz, früher Besitz der Abtei Herbitzheim, war im 18. Jhdt. an Lothringen gekommen. - Vom alten Schloss sind noch Reste übrig, so Theile der Ringmauer (2 m dick) mit Schiessscharten. Die einst befestigte Kirche mit Kirchhof ist zuletzt 1748 erneuert worden. Gern ein de wald (Oberförsterei Lemberg) 62,5 ha. Rahlingerbach s. Büttenerbach 5. Rain, Hs. (Gde. u. Ka. Sulz, Kr. Gebweiler, O.-E.). 1 Hs. Besteht seit 1725. Rain, Hfe. (Gde. Urbeis, Ka. Schnierlach, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 25 E. 4 Hsr. - On Rain 1649; On Rain, Feld, Matten 1658. - Die Entstehungszeit der Höfe ist unbekannt. Rain, Wir. (Gde. u. Ka. Schnierlach, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 7 E. 3 Hsr. - Im Reyne 1441. - Die Entstehungszeit des Wlrs. ist unbekannt. Rain, A m , Wir. (Gde. Thannenkirch, Ka. u. Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). Früher AO., jetzt Theil der Gde. Thannenkirch. Rain, Auf, Sennh. (Gde. Metzeral, Ka. Münster, Kr. Colmar, O.-E.). 1 Hs. Entstehungsjahr unbekannt. Rain, Sur-le-, Hsr. (Gde. u. Ka. Schnierlach, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 7 E. 2 Hsr. - Sur le rhein (Haus) 1760. - Die Erbauungszeit der Häuser ist unbekannt. Rain-de-TAutel, Hie. (Gde. u. Ka. Schnierlach, Kr. Rappoltsweiler, O.E.). 9 E. 2 Hsr. - Au Rain de Kautel 1642; C h a u m e au canton du Rein de Lautelle 1780. - Die Entstehungszeit der Höfe ist unbekannt. Rain de Cheminee, Kopf im Grenzkamm, ca. 660 m, zwischen den Grenzsteinen 2468 und 2472, westsüd-westl. Urbeis, Ka. Weiler, Kr. Schlettstadt. Rain-des-Chenes, Hfe. (Gde. Urbeis, Ka. Schnierlach, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 2 Hsr. - Le Rein des chesnes (herrschaftlicher Wald) 1701; Le Rein des Che-nes 1760; der Rain soll früher mit Eichen bestanden gewesen sein. Im Ortspatois: Rain des Tschänes. - Die Entstehungszeit der Höfe ist unbekannt. Rain des Chenes, B., s. Eichenrain und Kuhberg. Rain-des-Cötes, Hf. (Gde. Urbeis, Ka. Schnierlach, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 8 E. 1 Hs. Erbauungszeit unbekannt. Rain de l'Eglise .früher AO., jetzt Theil der Gde Zell, (Ka. Schnierlach, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). Rain-des-Genievres, Mei. (Gde. Diedolshausen, Ka. Schnierlach, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 7 E. 1 Hs. - Rain des g e n e v e s 1843; Rain de geneves 1861; Rain des genii-vres 1862. Rain d'horloge bei Eckerich s. Schulberg. Rain-Marcot, Mei. (Gde. Diedolshausen, Ka. Schnierlach, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 4 E. 1 Hs. Erbauungszeit unbekannt. Rain-du-Pair, Hf. (Gde. Urbeis, Ka. Schnierlach, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 3 E. 1 Hs. Zur Hilfspfarrei Pairis gehörig. Entstehungszeil unbekannt. Rain de Salm, B. s. Kahler Kopf. Rain-des-Sapins, Hf. (Gde. Urbeis, Ka. Schnierlach, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 4 E. 1 Hs. - Pr« du Rein des sapins 1762. - Die Entstehungszeit des Hofes ist unbekannt. Rainen, Hs. (Gde. Ranspach, Ka. St. Amarin, Kr. Thann, O.-E.). 10 E. 1 Hs. 1830 entstanden. Rainen, Hsr. (Gde. Mitzach, Ka. St. Amarin, Kr. Thann, O.-E.). Frühere gesonderte Bezeichnung für jetzt |