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Show Schalkbächel - Scharrachbergheim. 991 Sage bei Stöber, Elsass sagen I, S. 112 und 151. Die Schreibweise Charlemont auf der franz. Generalstabskarte ist nicht gebräuchlich'. Schalkbächel s Zorn 28. Schalkendorf, Df. (Ka. Buchsweiler [s. 1790], Kr. Zabern, U.-E.). 343 E. 75 Hsr. (10 GRe.) - 240 m. - AG. Buchsweiler (8,0); Bhf. Obermodern (3,2). - Scalchin-biunda 774; Scalkenthorp 786; Sealchenheim 788. - Ortseinn. StEBez. Buchsweiler. Armr. (Gründungsjahr unbekannt i. Wasserltg. - Filiale der kath. Pfarrei Pfaffenhofen (von icher' und der prot. Pfarrei Obermodern (s. 1545). Altes Dorf; schon im 8. Jhdt. (seit 774' war die Abtei Weissenburg daselbst reich begütert (788 ein Obstgarten, pomerium. erwähnt). Später besass sie nur noch den Zehnten zu S., den sie 1525 und 1538 zur Hälfte an Hanau-Lichtenberg verkaufte. S. war Reichsgut und ursprünglich im Besitz der Landgrafschaft Unterelsass. 1332 wurde es von Landgraf Ulrich den Herren von Lichtenberg verkauft, die es dem Amte Pfaffenhofen zutheilten. Mit diesem kam es dann 1480 bei der lichtenbergischen Erbtheilung an Hanau-Lichtenberg, 1736 an Hessen-Darmstadt. Ein zur Grafschalt Lützelstein gehöriges Hofgut zu Seh. wurde 1544 von Hanau-Lichtenberg käuflich erworben. Im Schwedenkriege, 1635, wurde Seh. stark verwüstet. Xach dem 30jährigen Kriege siedelten sich in dem last entvölkerten Dorfe eine Anzahl Schweizer an. - Kirchlich war Seh. nach Einführung der Reformation (1545) Filiale der Pfarrei Obermodern. Die wenigen Katholiken gehörten zur Pfarrei Pfaffenhofen. Gemei nd e wa 1 d (Oberförsferei Buchsweiler) 15,2 ha. Schallberg, Staats wald (Gde. Leberau, Ka. Markirch, Kr. Rappoltsweiler. O.-E.i. 104 ha. Oberförsterei Weiler. (Buche, Kiefer, Eiche, Tanne, Erle.> Buntsandstein. War Besitz der Primatialkirche zu Nancy, ursprünglich dem Kloster Leberau gehörig s. d.i. A m 2. Nov. 17S9 als Staatseigen thum erklärt. Schalleren. Sennh. Gde. Stossweier, Ka. Münster, Kr. Colmar, O.-E.'. 1 Hs. Soll Jhdte. alt sein. Schallernkopf s Xächste Bühl, Der. Schalmrunz s. Thur 1.5. Schalsmatt, Die, bei Gereuth im Weilerthal, Kr. Schlettstadt. Hier spielten im Aug. 1*72 die sogen. Muttergotteserscheinungen, weiche das Ziel zahlreicher Wallfahrten wurden. Schaltberg, 325,6 m, Bergrücken westl. Thedingen, Ka. u. Kr. Forbach. Schamburgerhof, Hf. (Gde. Wustweiler, Ka. u. Kr. Saargemünd, L. . 9 E. 1 Hs. 1888 erbaut. Schamelbach s. Mosel 3o. Schanlitt, abg. Ort, bei Wangen (Ka. Wasselnheim, Kr. Molsheim, L".-E ). War bischöflich strassburgisches Eigengut. Soll 1444 durch die Armagnaken zerstört worden sein. Schanzberg, II., 184,2 m, TP., bei nordöstl. Ol r-seebach, Ka. Weissenburg. Schanzberg, zwischen Zornthal und dem Dorl I iaar-berg, Ka. Saarburg; der nördliche Theil desselben, ein längliches, nach 3 Seiten von schroff abfallenden Sandsteinfelsen begrenztes Plateau, heisst die Hoch schanz auf MB. fälschlich Schanzkopf), 393 m. Der südlich den Schanzberg überragende Gipfel heisst der Schanzkopf, 470 m, auf MB. Magdeiberg genannt, ein Xame. der in der Umgegend unbekannt ist. - Jac. Schneider, Die alten Befestigungen in den Vogesen. 1844, S. 5 ff. Vgl. auch unter gallisch-römische Wohn- und Begräbnisstallen. Schanzbuckel bei Haselburg s. Römerschanze. Schanze, A u f der, plateauartiger Rücken, 384,2 m, auf der Bezirksgrenze, nördl. Volksberg. Ka. Drulingen. Kr. Zabern. Schanzen, Lembacher, s. Lembacher Schanzen. Schanzgraben s. Köhlerkopf. Schanzkopf s. Schanzberg. Schanzwasen (Tschaswasen) Sennh. (Gde. Stossweier, Ka. Münster, Kr. Colmar. O.-E. . 1 Hs. Soll mehrere Jhdte. alt sein. Schapelsberg, II, 278 m, bei östl.) Neu-Schemerich, Ka, Busendorf, Kr. Bolchen. Scharfeneckerhof, verschw. Hf. Gde. Bärenthal, Ka. Bitsch, Kr. Saargemünd, L.'. Gehörte /ur Sehultheisserei Bärenthal. 17''* erwähnt. Scharrach, Burgruine Gde. Scharrachbergheim, Ka. Wasselnheim, Kr. Molsheim, U.-E.), auf dem Scharrachberg (316 m). Hin nach der Bure" benannt- s Geschlecht erscheint zuerst 122* (Bernhard von Sch.i und erlosch 1461. Die Burg wurde 1411 von den Armagnaken erobert, theilte im Uebrigen die Schicksale des Dorfes Scharrachbergheim s. d.). - Geringe Reste der Burg, ferner Spuren der von den Schweden errichteten Befestigungen. Scharrachberg, rebenbewachsener Hügel, 316,2 m. TP. auf dem linken Ufer des Mossigbachcs, südl. Scharrachbergheim, Ka. Wasselnheim. Auf dem Gipfel Befestigungsanlagen, aus bis 5' o m hohen Wällen bestehend, noch nicht näher untersucht, Entstehungszeit unbekannt. Scharrachbergheim, Df. (Ka. Wasselnheim [s. 1790], Kr. Molsheim, U.-E.). 605 E. 135 Hsr. 12 GRe.' - 220 m. - AG. Wasselnheim (7,9 . HSt. Seh. (0,7'. - Scharrochbergheim 1352; scha rleberckheim 15*5; ma. Sch.tr-rachbarje, Sc h ar 1 achbarj e. - Im Gebiete der Gde. 1 liegt die Burgruine Scharrach. - P. F. HSt. (s. 1864). Ortseinn. StEBez. Westhofen. Armr. (Gründungsjahr unbekannt). Wasserltg. (s. 1880). - Filiale der kath. Hilfspfarrei ! Odratzheim (s. 1*27, vorher von Dahlenheim . Neue kath. Kirche seit 1394, vorher Simultaneum. Kirchenfest 29. Aug. Prot. Pfarrei Augsb. Konf. (seit 1538 . seit 1802 zum Konsi- '. storium Wasselnheim gehörig, lnspektion der Neuen Kirche ] in Strassburgi. Filialen: Dahlenheim, Irmstett, Kirchheim, Odrat/heim. Sulzbad, Wolxheim. Die Israeliten gehören zum Rabbinat Westhofen. - Getreidemühle ; Handel: Wein, Vieh. Seh. gehörte ursprünglich zur Herrschaft Geroldseck, und kam nach Aussterben der Geroldseck (1390) an die Ochsenstein; Unterlehner derselben für Seh. waren bis 1454 die Herren von Scharroch (s. Scharrach, Burgtr.\ nach , denen das Dorf seinen Namen hat. 1454 musste Georg von 1 Ochsenstein auf Seh. verzichten. Als Erben der Geroldseck erscheinen um dieselbe Zeit die Grafen von Lützelstein und i als Erben dieser die Grafen de la Palud, Herren von Va-rambon, als Lehensherren von Seh. Von diesen ging das Dorf durch Cession (vor 1488) an die Herrschaft Rappolt- I stein über. Als Lehen derselben blieb es bis zur Revolution im Besitz der zur Reichsritterschaft gehörigen Herren von Dettlingen, die 's schon 1455 durch Erbschaft von den früheren Unterlehnern, den von Scharroch, besessen hatten. Das Schloss 1414 von den Armagnaken erobert. Der Dinghof gehörte gleichfalls den Dettlingen als rappoltstein-isches Lehen. Ein anderer Hof zu Seh. war als bischöflich strassburgisches Lehen bis 1423 im Besitz der Greiffenstein, kam 1520 an die Rathsamhausen zum Stein, 1542 an die Landsberg und wurde später vom Bisthum eingezogen. - Die Edlen von Scharroch, 1229 zuerst erwähnt, verschwägert mit den Ochsenstein und Greiffenstein, sind 14ol ausgestorben. - Seh. war eine alte Pfarrei. 1341 Pfarrkirche und Primissariat, das 1 12* mit der Pfarrei unirt wurde. 1464 Rektorat. Plebanat und Kaplanei. 153* wurde die Reformation in Seh. i ingeführt, seitdem protestantische Pfarrei mit Filiale Irm-stett seit 1717). Das Patronatsrecht, ursprünglich als bischöflich strassburgisches Lehen im Besitz der Greiffenstein (14. und 15. Jhdt.), 1520 der Rathsamhausen zum Stein, 1542 der Landsberg, kam später wieder ans Bisthum zurück. Die Kirchenbücher gehen bis 1598 zurück. Simultaneum 1685 eingeführt (s.o.). Die Katholiken gehörten zur Pfarrei Dahlen- |