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Show 1096 Suffelschanz - Suftgen. bächel, mündet nordwestl. Truchtersheim, entspringt südl. Dürningen - 2,6 km, 3 Brücken; Westerbächel oder Dorfgraben, mündet südl. Truchtersheim, entspringt nördl. Schnersheim - Kleinfrankenheim - 2,5 km, 2 Brücken; Kolbsenbach, mündet in Lampertheim, entspringt in Kienheim - Reitweilcr (M.), Pfettisheim (M.) - 11 km, 12 Brücken. [Syndikat des Kolbsenbach Lampertheim, 100 Betheiligte, 1889 staatlich genehmigt; Genossenschaft zur Geradlegung des Kolbsenbachs Pfulgriesheim, Pfettisheim, Lampertheim, 1890 staatlich genehmigt]). Suffelschanz, Zgl. Gde. Suffelweyersheim, Ka. Schiltigheim, Ldkr. Strassburg, U.-E.). 1853 entstanden, früherer AO. der Gde. Suffelweyersheim, bildet jetzt mit dem früheren AO. A m Kanal den A O . Bisch weilerstrasse. S u f f e l w e y e r s h e i m , Df. (Ka. Schiltigheim [1790-1832 Ka. Oberhausbergen], Ldkr. Strassburg, U.-E.). 955 E. 16o Hsr. (12 GRe.) - 140 m. - A G . Schiltigheim (3,5); Hp. Mundols-heim (2,6). - Suvelwihersheim 1285, 1330; ma. Süffel-wirsche. - Die Gde. umfasst den H O . S. (687 E. 133 Hsr.) und die AO. Bischweilerstrasse, Rietweg, Süffel. (Die früheren AO. A m Kanal und Suffelschanz bilden jetzt den AO. Bischweilerstrasse, der frühere AO. Ziegelei an der Süffel zählt jetzt zum AO. Süffel.) - StEBez. Strassburg III. Armr. (Gründungsjahr unbekannt). Verbds.-Fw. (s. 1895). - Kath. Pfarrei IL Kl., Dekanatssitz (s. 1802). Das Dekanat umfasst die Pfarreien S., Bischheim und Schiltigheim und die Hilfspfarreien Achenhcim, Eckbolsheim, Hünheim, Ober-schäffolsheim, Reichsten. Schutzheiliger hl. Georg (23. April). Die Protestanten gehören zur Pfarrei Bischheim. - Elsass. Kalk- und Ziegelfabrik, A.-G. (1894: 129 Arbeiteri. 3 weitere Kalk- und Ziegelfabriken. Getreidemühle. S. war alter Besitz des B i s t h u m s Strassburg, zum Amte Wanzenau gehörig. 141,5 wurde S. zur Hälfte vom Bischof Wilhelm dem Grafen Friedrich von Zollern verpfändet, 1423 dem Cuntz Pfaffenlapp, 1435 vom Domkapitel wieder eingelöst. Die andere Hälfte wurde 1428 dem Walter Spiegel verpfändet, 14oS eingelöst. 1286 war die Abtei Neuburg in S. begütert. - 1815, Juni 28, wurde S. in dem Gefecht an der Süffel von den Alliirten in Brand geschossen. - Kirchlich gehörte S. zum Landkapitel Untcr-Hagenau. Pfarrei mit Filiale Mundolsheim (seit Ende des 17. Thdts. , vorübergehend auch Reichstett (1693). Das Patronats- und Zehntrecht besass der Grosskämmerer des Strassburger Domstifts. Sufflenheim, Df. (Ka. Bischweiler [1790-1802 Ka. Fort-Louis], Kr. Hagenau. U.-E.). 3240 E. (Sterbt. 28,2, leb. Geb. 33,9 auf 1000) 695 Hsr. (21 GRe.) - A m Eberbach. 125 m. - AG. Bischweiler (11,3); Bhl. S. (0,7). - Suveln-he im 1147; Suvel tzheim 1208; ma. S ü fluni, Sü flu ng. - Die Gde. umfasst den H O . S. (3207 E. 689 Hsr) und die A O. Ramelshauscn. Wassenmühle und Weyermühle. - P. T. Oeff. Fernsprechstelle (s. 19011. Bhf. (s. 1895). Gendarmeriestation. Ortseinn. StEBez. Röschwoog. 2 Aerzte darunter 1 Kantonalarzt,. Armr. (s. 1800). Sparkasse is. 1886). - Kath. Pfarrei II. Kl. des Dekanats Bischweilcr (1802-1859 Dekanatssitz >. Schutzheiliger hl. Michael (29. Sept.). Die Protestanten gehören zur Pfarrei Runzenheim (s. 1848, vorher zu Sesenheim). - Zahlreiche Ziegeleien. Bedeutende Topf-waarenfabrikation (über 50 Betriebe!. Feuerfestes Geschirr; in einer Fabrik neuerdings auch Baumajolika, Wandbe-kleidungsgcgenstände u. dgl. Die Töpferei ist in S. von Alters her betrieben worden. Schon 1435 werden die Schüsscl-dreher, 1508 die Hafner von S. erwähnt. Seit Einführung des emaillirten Blcchgeschirres ist jedoch die Nachfrage nach Thongeschirr in stetem Rückgange begriffen, auch hat der Ausfall des franz. Marktes, wohin sich der Export seit der Zollerhöhung von 1892 u m mehr als die Hälfte vermindert hat, noch keinen Ersatz gefunden. Hanfreibemühle. 3 Getreidemühlen. Hausindustrie: Haarnetzfiechterei, für Firmen. Holzhandel. Handel mit Töpfer« aaren, auch durch | Hausieren. Im März, Aug., Okt. und Dez. Kram- und Viehmarkt. Sanatorium (Kaltwasserheilanstalt) Frequenz 1899: 104 Personen. Das Dorf hat an den bei S. gelegenen Theilen des Hagenauer Waldes das Viehweiderecht, sowie das Recht auf Raff- und Leseholz (beides ohne Gegenleistung); die Töpfer von S. entnehmen bereits seit Jahrhunderten die i zum handwerksmässigen Betriebe ihres Gewerbes nöthige Thonerde aus dem Hagenauer Walde; dies Recht ist 20 Töpfern durch rechtskräftiges Unheil des Tribunals in l Strassburg vom 1. Juni 1*43 anerkannt worden. Viehzucht- I genossenschaft. S. wird 1147 zuerst urkundlich erwähnt; Besitzungen 1 und Rechte zu S. hatte jedoch schon vor 1147 Graf Rainald ! von Lützelburg dem von ihm gestifteten Kloster Neuburg gegeben. Das Kloster musste dieselben jedoch bald nach 1150 dem Kaiser Friedrich I. abtreten und behielt nur einen Hof. Später erscheint S. als Reichsgui und zwar als Reichsdorf (seit 1648 königl. franz. Dorf) der Landvogtei Hagenau mit eigenem Schultheissengericht, zugleich Appellationsinstanz für die fleckensteinischen Rieddörfer. Im Anfang des 14. Jhdts. an den Strassburger Ritter Petermann von Dunzenheim verpfändet, 1334 von Hagenau wieder eingelöst. 1208 erscheint auch das Hagenauer Spital zu S. begütert. 1744 Gefecht zwischen Oesterreichern und Franzosen unter Belle-isle; die letzteren geworfen und zersprengt. - Kirchlich gehörte S. zum Landkapitel Unter-Hagenau. Schon im Mittelalter Rektorat, Plebanat, Primissariat und Kaplanei St. Wendelin. Das Patronatsrecht besass die Abtei Sur- ; bürg (seit 1738 das Kapitel von Hagenau). Den Zehnten kaufte 1245 die Abtei Neuburg vom Kloster Selz. Später stand ein Drittel desselben den Herren von Hüfi'el und von Steinkallenfels zu. - S. liegt an einem Kelten- und späteren Römerwege von Brumath nach Selz. Hallstatt-La Tene- Grahhügel im Walde zwischen Schirrhein und Sufflenheim. Viele kleine römische Alterthümer. G e m e i n de w a l d (Oberförsterei Bisch weiler) 388,6 ha. 120 m über dem Meere. Kies, Alluvium. Der Wald stockt auf dem ehemaligen Flussbett des Rheines. (Eiche, Buche, Hainbuche, Esche, Kirschbaum. Rothulme, Massholder, Erle, Birke, Espe, Weissulme.Weide, Pappel.) Alter Besitz der Gde. Müller, Gustav A., Grabhügel bei Sesenheim und S. i. Eis. Mitth der Ges. f. d. Erhaltung der geschichtl. Denkmäler im Elsass. N. F.. 17, 1S95, S. 56*-6'2+.) Sfcheuer-m a n n ] , W., Die keramische Industrie v. S. (Strassb. Post 1901, Nr. 648.) Sufflenheim, Fsths. (Gde. Sufflenheim, Ka. Bischweiler, Kr. Hagenau, U.-E.). Frühere (bis 1S98) Bezeichnung des Forsthauses R a m e i s h a u s e n (s. d.) derselben Gde. Suftgen, Dl. Ka. Kattenhofen [1790-1802 Ka. Rode-machern], Kr. Diedenhofen-Ost, L.i. 62S E. 140 Hsr. (12 GRe.) - 235 m. - AG. Diedenhofen (13,4); HSt. Suftgen (1,0), - Souftgen 1544; Zoufftgen 1869. - Die Gde. umfasst den HO. S. (579 E. 131 Hsr.) und die A O . Bockenhof,Mühle, Suftgen (Fsths,), Vogelgesang und den verschw. O. Schweizerei(?). - P. T. HSt. (s. 1859). Wasserltg. (1895 umgebaut und erweitert). StEBez. Rodemachern. - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Kattenhofen (s. 1804). Kirche des hl. Remigius (1. Okt.), 1890 restaurirt. Die Reformirten gehören zur Pfarrei j Diedenhofen. S. gehörte zu der Herrschaft R o d e m a c h e r n (s. d.) und war Sitz einer Meierei derselben, zu welcher die Höfe Vogelgesang, Bctting und Bockenhof gehörten. Die Herrschal t hatte hier verschiedene kleine Lehen errichtet. Grundbesitz besassen die von Eltz, die Staudt von Limburg und de Li- ; mosin. - S. war vor 1804 Pfarrei des Archipr. Diedenhofen. Der Kirchensatz, welcher 1093 von Gerhard von Dieders- | dorf (Thicourt) dem von ihm gestifteten Priorate Thicourt ; geschenkt hatte, war im 18. Jhdt. Besitz der Herrschaft Rodemachern. - Römischer Grabfund, darin eine bronzene Larve und Thongefässe. Zahlreiche Mardellen. |