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Show Vigy - Villi !ers-Bettnach. 1155 liegt unweit der Römerstrasse. Fund von römischen Münzen und Thongefässen. 9 Kriegergräber von 1870171, wovon 6 auf dem Kirchhofe. Darunter 2 Sammelgräber. G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Metz) 298,33 ha. (Mittelwald). Im Alleinbesitz der Gde. seit 1860, vorher wohl seit Jahrhunderten in gemeinsamem Besitz mit Sanry. Der Wald gehört nur dem HO. Vigy, Kanton, (Kr. Metz, L.). Umfasst die Gden. An-tilly, Argancy, Ay, Brittendorf, Chailly b. Ennery, Charlc-ville, Charly, Ennery, Failly, Flevy, Glatigny, Haiss, Malroy, Noisseville, Nouilly, Ste. Barbe. Sanry b. Vigy, Servigny b. Ste. Barbe, Tennschen, Tremery, Vigy, Villers- Bettnach, Vremy, Vry und enthält auf 190,2214 q k m 1940 bewohnte Häuser etc., mit 7017 Einwohnern. - Der Ka. V., 1802 als Theil des Arrondissements Metz gebildet, umfasste damals ausser den ihm heute zugehörigen Gden. noch Contchen, Niedbrücken und Northen, welche aber schon am 30. Juni 1802 dem Ka. Bolchen zugewiesen wurden. Ausserdem gehörten ihm damals als selbständige Gden. noch an : Avancy, BtSfey, Cheuby, Gondreville, Gras, Hessange, Mechy, Mussy - l'Eveque, Nidange, Poixe, Rugy, Rupigny und St. Hubert, die heute nur noch A O . anderer Gden. des Ka. V. sind. Vor 1802 gehörten von seinen Gden. Antillv, Argancy, Ay, Chailly b. Ennery, Charly, Ennery. Failly, Flevy, Malroy, Mechy, Rugy, Rupigny, Tremery zum Ka. Antillv, Brittendorf, Charleville, Nidange und Villers-Bettnach zum Ka. Brittendorf, Noisseville und Nouilly zum Ka. Vallieres, Contchen zum Ka. Waibelskirchen, die übrigen zum Ka. Vry. V i g y b a c h s. Kannerbach 1. Viktoriaberg bei Diefenthal s. Schild. Villa d'Albet, Genesungsheim (Gde. Vorbruck [La Broque], Ka. Schirmeck, Kr. Molsheim, U.-E.). 11 E. 2 Hsr. 1860 als Landhaus erbaut. 1897 von der Militärverwaltung des 15. Armeekorps angekauft, u m als Genesungsheim für kranke Soldaten zu dienen. Villa franca (Frankenhof), verschw. Hf. (Gde. Grundweiler, Ka. u. Kr. Saargemünd, L.i. Ende der 40er Jahre des 10. Jhdts. abgebrannt. Stand an der Stelle des jetzigen Hofes Schneckenbrühl (s. d.). V i l l a g e - N e u f s. Neudorf (Ka. Hüningen). Ville, L a , Flurn. (Gde. Disselingen, Ka. Rixingen, Kr. Saarburg, L.). Stelle einer eingegangenen Ortschaft, vielleicht des im 30jährigen Kriege zerstörten und dann an heutiger Stelle wieder aufgebauten Dorfes Disselingen selbst. Ville s. Weiler (Ka. Weiler, Kr. Schlettstadt. U.-E.). Ville de Charlemagne, Name einer Gewann im Banne der Gde. Hültenhausen (Ka. Pfalzburg, Kr. Saarburg, L.), auf dem sich Grundmauern aus alten Zeiten befinden. Viller s. Weiler iKa. Grosstänchen) und Weiler (Gde. Essesdorf). Villers, B a n de, s. Glatigny und Herlingen. Villers a. d. Nied, Df. (Ka. Delme [1790 Ka. Morville a. d. Nied [Lucy], 1802 bis in die 20er Jahre des 19. Jhdts. Ka. Nomeny], Kr. Chäteau-Salins, L.). 172 E. 46 Hsr. (10 GRe.) - 250 m. - AG. Dehne (12,6); HSt. Brülingen (9,2). Villers desouz Brehang 1242; Villers Eloys 1606; ma. Vle" ö ui. Der frühere Name Villers-aux-Oies ist auf Antrag des Gemeinderaths durch Erlass des Ministeriums vom 21. Jan. 1902 in Villers a. d. Nied umgeändert worden. - Die Gde. umfasst den HO. V. a. d. N. <169 E. 45 Hsr.) und den AO. Moulin-de-Villers a. d. Nied. - StEBez. Lucy. Armr. (s. 11. Sept. 1883). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Delme (s. 1899, vorher Filiale von Marthil). Kirche des hl. Oswald (5. Aug.). - Geschäftssprache franz. V. a. d. N. gehörte zu der Baronie Viviers und zwar als Lehensherrschaft derselben mit ganzer Gerichtsbarkeit. Im 15. Jhdt. war V. a. d. N. zwischen der Herrschaft Chäteau-Brthain (ein Drittel), zu welcher es früher gehörte, und der Herrschaft Oriocourt (zwei Drittel) getheilt; letzterer Theil war wohl durch Heirath in den Besitz der Herren von Oriocourt gelangt. V. a. d. N. war wie Brehain (s. d.) alter Besitz der Abtei St. Arnulf und als Kirchengut ehemaliger Bestandtheil der Kastellanei Habu-dingen. 1242 war das Dorf schon im Besitz der Chambley- Bacourt. Als Lehensträger werden später (1469) die Ho£ville, 1482-1501 die Germingen, Oriocourt, Craincourt erwähnt, 1606 die des Armoises. 1633 wurden die zwei Drittel von V. a. d. N., der Antheil der Herrschaft Oriocourt, dem Charles Duplessis für 15000 Frcs. verpfändet, 1718 durch Herzog Leopold von Lothringen eingelöst und sofort den Protin de Vulmont zu Lehen gegeben. Der Kriechinger Theil, ein Drittel des Dorfes mit ganzer Gerichtsbarkeit, war lb81 dem Philipp von Vigneulles verpfändet und scheint später ebenfalls den Protin überlassen worden zu sein. - V. a. d. N. gehörte vor 1802 zur kath. Pfarrei Brehain. Gemeinde wald (Oberförsterei Chäteau-Salins) 6,2 ha. Villers-aux-Oies s. Villers a. d. Nied. Villers b. Plesnois, Wir. (Gde. Plesnois, Ka. u. Kr. Metz, L.). 40 E. 21 Hsr. - Villers 1218; ma. Vle" lä Piano. - Gehörte zu der Mairie Norroy-le-Veneur (s. d.). 1218 war er Lehen von Bar, in Händen des Wirrich von Norroy. In V. b. PI. war die Abtei Justemont begütert. Villers b. R o m b a c h , Df. (Gde. Rombach, Ka. u. Kr. Metz, L.). 115 E. 2b Hsr. - Villare 871; Villare in Comitatu Judicii 960; Villare super Ornam in pago Moslinse 9b5; Viller devant Rombay 1465; ma. Vle" lä Rombair. - Gehörte zu der Bar'schen Probstei Briey (s. d.). In V. b. R. war die Abtei Gorze schon 871 begütert, 9b5 und 1033 die Abtei St. Epvre bei Toul. Das Dorf scheint später einem Ministerialgeschlecht dieses Namens zu Lehen gegeben worden zu sein. 1259, 1285 und 1320 wurde es von Bar an Metzer Familien verpfändet (1320 den le Hungre und de la Cour, 1456 den Fiquelmont drei Viertel und den de Gournay ein Viertel; später waren die Raigecourt im Besitz dieser Grundherrschaft). Ortswald (Oberförsterei Rombach) 26 ha. Villers-Betnach, Hf. (Gde. Marsal, Ka. Vic, Kr. Chäteau-Salins, L.). 8 E. 1 Hs. - Ehemaliger Klosterhof der Abtei Villers-Bettnach in der Kastellanei Marsal. Dieser Besitz wurde durch Bischof Bertram von Metz der Abtei schon 1192 bestätigt und von jeder Abgabe befreit. Der Bischof ermächtigte die Abtei vier Salzpfannen in Marsal anzulegen, und gestattete ihr das Weiderecht in den Wäldern des Bisthums. Villers-Bettnach, Df. (Ka. Vigy [1790-1802 Ka. Brittendorf], Kr. Metz, L.). 214 E. 70 Hsr. (10 GRe.) - 230 m. - A.-, L.- u. SchwG. Metz (22,2); Bhf. Kedingen (20,8). - Villers de Botonagri 1137; Beddenacker 1184; Vi-lers 1271; Viller Bettnach 1585. - Die Gde. umfasst den HO. V.-B. (19 E. 8 Hsr.) und die AO. B<5fey (s. 1811; vorher, s. 1806, AO. von St. Hubert, vor 1806 selbstdg.) Forge, Godchure, Rabas, St. Hubert (s. 1811, vorher selbstdg.) und den verschw. AO. Hibiningen (?). - StEBez. Vigv. Wasserltg. (s. 1895). - Filiale der kath. Hilfspfarrei Endorf. Kapelle der hl. Katharina. (Die AO. BeTey und Rabas gehören jedoch zur Pfarrei Vigy, die AO. Godchure und St. Hubert zur Pfarrei Altdorf.) - 2 Kalksteinbrüche. V.-B. gehörte zu der Probstei Sierck und war Besitz der Abtei V.-B. mit ganzer Gerichtsbarkeit. Zum Dorfe gehörten bis 1623 auch Epange, Nidange und Renange, die dann zu der neu entstandenen Gde. Charleville (s.d.) kamen. Nach allgemeiner Annahme wurde diese Cister-cienserabtei 1130 durch Heinrich, Graf von Kärnthen, Mönch zu Morimont, nachmals Bischof von Troyes, unter der Regel von Citeaux gegründet; von Edeln der Umgegend mit Gütern ausgestattet und durch den Metzer Bischof Stephan von Bar beschenkt und bestätigt 1137. Weitere Bestätig- |