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Show Saulnois - Saulxures. 987 Saulnois (Saulnoy.LeSaulnois, Pays Saulnois), 1. Landschaftliche Bezeichnung für das Seillethal, und besonders für den oberen, lothringischen Theil dieses Thaies. 2. N a me des südlichen Theiles des Metzer Landes (Pays Messin) rechts der Seille; die linke Seite des Scillethales zwischen Seille und Mosel bildete einen gesonderten Bezirk, der L'Isle oder Entre deux eaux hiess. Bei der Bildung des Presidial in Metz (1685) wurde der Bezirk Haut-Chemin dem Saulnois zugetheilt. Z u m S., als Quartier des Pays Messin, gehörten die nachstehenden Dörfer zwischen Seille und Nied : 1. A 1 be n. 2. A r s - L a q u e n e x y mit Chagnv-la-Uorgne. 3. B a z o n court mit Berlize, Fourcheux und Frenois; Df. Vaucremont gehörte zum Ban St. Pierre; s. d. und Franc-allcu. 4. B e u x (Haute und Basse). 5. B o r n y mit Belle-Tanche, Grange-aux- Bois, Grigy. Haute-B6voye und Les Bordes, o. B u c h y. 7. C h e m i n o t (ohne das zu Isle gehörige Df. Longeville). 8. Cherisey mit dem Hofe Pluche (z. Th. war Ch. lothringisch). 9. Chesny. 10. C o i n e v z. Th. (C. selbst gehörte zu Haut-chemin; die Nebenorte Aubigny und Colombey gehörten zum Saulnois). 11. Courcelles a. d. Nied mit Chailly. 12. Fleury. 13. Jury. 14.Laquenexy mit Villers- Laquenexy. 15. Liehon. 16. L o u v i g n y mit La Hauton-nerie und Moince 17. L u p p y mit Hicourt. 18. M a g n y. 19. M a i z e r o y mitChevillon. 20. Marsillv. 21.M6cleuves mit Champel und Frontigny. 22. M e r c j b. Met/. 23. O r n y mit Pierrejeux. 24. P a g n y b. Goin. 25. Peltre mit Basse- BeAoye.Crepy und LaHorgne. 26. P o m m e r i e u x . 2". P o n toy mit dem verschw. Hofe Cama. 23. Pouilly mit St. Thiebaut. 29. Pournoy-la-Grasse mit Avigy. 30. Remilly z. Th. (nur der Aubecourt-la-grande genannte Dorftheil von Aub.; Aubecourt-la-petite gehörte, wie Remilly und der übrige Theil desBannes von R., zur bischöflichen Kastellanei Remilly). 31. St. Jure mit Alemont. 32. S a n r y a d. Nied mit Domangeville. 33. Silbernachen mit Fr e cour t (der Freihof Bonnevise gehörte zur Abtei Longeville). 34. Sillv-en- Saulnois. 35. S o r b e y mit Poncillon. 3b. Vallieres. 37. V a n t o u x . 33. V e r n y . 39. Vigny. 1101 wurden zum S. noch gerechnet die im franz. Departement Meurthe-et-Moselle liegenden Dörfer Eply und Raucourt. In Listen des 17. Jhdts. wird auch Plantieres (Ban des Treize) zum S. gerechnet, das 1404 als gesonderte Dorfschaft überhaupt noch nicht erwähnt wird und wahrscheinlich erst 17'»3 v o m Stadtbanne getrennt wurde. Die Grenzen zwischen S. und Haut-Chemin scheinen mehrfach Aenderungen erfahren zu haben. So werden Chieulles, Vremy, Les Menüs bei Kürzel, Marivaux bei Haiss, und Lauvalliere bei Montoy bald zum S gerechnet, bald zum Haut-Chemin (s. d.). [dPr.] Saulny, Df. (Ka. Metz [1790 Ka. Maizieres, 1795 Ka. Lorry bei Metz, 1802-1870 Ka. Metz [.], Kr. Metz. L.). 330 E. 109 Hsr. (10 GRe.). - 240 m. - A-, L.- und SchwG. Metz (7,2); Bhf. Woippy 4,51. - Salnei 1157; Salniacum 1186; Sanei 1235. - Die Gde. umfasst den HO. S. (281 E. 98 Hsr.) und dieAO.: Calembourg, Grande-Tuilerie, Moulin- Bas. Moulin-Haut, Petite-Tuilcrie, St. Maurice, Veste Lothringen z. Th.). - StEBez. Longeville bei Metz. - Kath. Hilfspfarrei des Metzer Archipr. St. Vincenz (s 1804 Kirche des hl. Briccius (13.Nov.) - Geschäftsspr. frz. - 2 kl. Zgln. S. gehörte zu der Bar'schen Propstei Briev und war Lehen, wozu die ganze Gerichtsbarkeit gehörte. - Die Abtei St. Martin bei Metz hatte in S. schon 1117 den Kirchensatz und Besitz ohne Vogtei. U m die Mitte des 13. Jhdts. war das Df. Lehen der mächtigen Familie von Chambley und in Händen eines Geschlechtes, das sich «von Saulny» benannte. 1251 verkaufte Ferri von Chambley das Lehen der von Saulny dem Grafen von Bar. Letzterer überliess 1257 diese Rechte an die Metzer Familien Truil-lard und Mercier. Die Herrschaft ging später an andere Metzer Bürger über, unter welchen folgende zu nennen sind: im 13. und 14. Jhdt die de la Cour. 1397-1430 die Bau-doche, 1304-1468 die Pappercl, 1411--1536 die Gournay, 141* die le Hongre, 1408-1480 die Dcsch, 1484-1556 die de Scr-rieres. Sie reversirten alle an Bar. S. scheint theilweise zum Pays Messin gehört zu haben und war zwischen Bar und der Stadt Met/ lange streitig. Erst durch den Vertrag von Nomeny (1604) wurde die Souveränetät von Lothringen gesichert. Die Herrschaft war damals in fünf Banne ein-getheilt; jeder mit ganzer Gerichtsbarkeil: 1) B a n de l'Höpital, früher B a n Burnequin, war von Collignon Burnequin 1327 an das Spital St. Nicolas in Metz ge-ehenkt worden, welches von 14*1-1012 wie,leih.dt an Bar rever-sirte. St. Nicolas verkaufte seine Herrschaft lo*0 für lbOOO fr. an die de Tangiere de Vazelle, welche durch die Seiainchamps beerbt wurden 2) B a n Papperei, welcher später in den Besitz der Gournay gelangte und von diesen 1635 und 1658 an die Fie|uelmont veräussert wurde. 3) B a n de B ü und 4) B a n D c s c h , waren Besitz der de Chätenois, Erben der Gournay , in der 2. Hälfte des 16. Jhdts. und wurden 1574 dem Didier de Villers les Genivaux, dann später an die de Baillivy, Seiainchamps und de Bettain-villers verkauft. 5) B a n de Xolt oder de la N o w e, ebenfalls im 16. Jhdt. im Besitze der Gournay, ist von diesen 1665 den de Rascache, Selzer und Boulan durch Kauf überlassen worden. - S. war bis 1802 Pfarrei des Archipr. Val de Met/, von welcher Vigneulles 1*04 abgetrennt wurde. Den Kirchensatz und die Zehnten hatte die Abtei St.Martin, dann die Primatial-Kirche von Nancy, welche sie 1604 tauschweise an die Abtei St. Clemens überliess. - In S. wird eine «pierre qui tourne? erwähnt. - Die Pfarrkirche ist ein interessantes Beispiel einer ehem. befestigten Kirche. A n der Chorscite des Kirchhofes steht ein halber nach innen geöffneter Rundthurm. Schiff und Chor aus dem 14. -15. Jhdt. - Grab von 16 im Kriege von 1*70 - 71 gefallenen Franzosen. D e s Robert, F.. les Seigneurs de Saulny. (Mem. de l'Ac. de Metz 1896-1897, S. 61- 166). Saulny, H ö h e von, 380 m, im Gebiet der Gden. S., j Plesnois, Norroy-lc-Veneur und Föves. l*'1 sind dort Befestigungen angelegt worden. S a u l n y b a c h s. Mosel 11. Sauloch(Hinterdumpfenbach), Hk (Gde. Triembach, Ka. Weiler, Kr. Schlettstadt, U.-E.'. 14 E., 3 Hsr., 1839 entstanden. S a u l x u r e s , Df. (Ka. Saales [1783 Ka. Plaine, Distr. Senones, Dep. des Vosges, 1800 ders. Ka., Arr. St. Die; (Vosges), 1802-1870 Ka. Saales in dems. Arr.|, Kr. Molsheim, U.-E.) 092 E., 195 Hsr. (12 GRe.). - 500 m. - A G. Schirmeck (141); Hp. S. (1,6). - Sassa 1576; Sassj 1623; S a u s s u r e 18. Jhdc. ma. Saslr. - Die Gde. umfasst di n HO. S. (413 E. .122 Hsr), die AO. Basse-des-Champs, Bena-ville (Mei.i, Bruchine, Goutte, Gouttrangoutte, Grandroue\ Hantz, Herbegoutte, Lombas, Palais, Ycri-Pre, den unbew. O. Chapelle de Benaville und die verschw. O. Benavillc (Df.) und Hütte. - P. und T. Oeff. Fernsprechstelle (s. 1900). (Hp. S. [s. 1890], gehört zur Gde. Colroy-la-Roche). Nebenzollamt II mit öff. Fernsprechstelle (s. 1900). StEBez. St. Blaise. Armr. 's. 1810 Wasserltg. (s. 1889). Fw. (s. 1**4, 1 Spritze i. - Kath. Hilfspfarrei des Dek. Saales (s. 1802). Schutzh. hl. Michael (29. Sept.). Filiale der prot. Pfarrei Augsb. Konf. in Fouday (Urbach), (seit 1S61), vorher von Waldersbach. - Geschäftssprache frz. - Neutral (hins. des Zollverkehrs) erkl. Grzwg. zwischen Grzst. 2266 und 220* (Länge 140 m.i. Angrenzende frz. Gde. ist Saint-Stail. Die eine Hälfte der Wegelänge hat Frkr., die andere die Landesverw. von E.-L. zu unterhalten, - Wegen des neutralen Grzwgs. zwischen Grzst. 223* und 2249 vergl. Gde. Plaine. - 2 Getreidemühlen. S. soll seinen Namen (vgl. o.) von einer Saline ableiten, deren Existenz aber geschiehtl. nicht nachgewiesen ist. Es gehörte zur Hälfte /um Herzogthum Lothringen, zur Hälfte zur Grafschalt Salm (s. d.) und war früher ein Theil des Bannes von Plaine (s. d.) - Kirchlich gehörte |