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Show 1140 Vaux - Vendenheim. Vaux, Df. (Ka. Gorze [1790 Ka. Moulins b. Metz, 1795- 1802 Ka. Rozerieulles], Kr. Metz, L.).433E. 121 Hsr. < 10 GRe.). - 180 in. - AG. Ars a. d. Mosel (3,5); Bhf. Moulins b. Metz - Wallis 875; Valz 12. Jhdt.; Vaulz 1280; Vals 1285. - Die Gde. umfasst den HO. V. (385 E. 109 Hsr.) und den AO. Ile-dc-Vaux. - Ortseinn. StEBez. Ars a. d. Mosel. Armr. (s. 22. Dez. 1843; Grundbesitz 1,93 ha, davon 1,28 ha Wald. Fw is. 1S67, 1 Spritze). - Kath. Hilfspfarrei des Archipres. Gorze, (s. 1804, vorher Filiale von Jussy, das dann bis 1880 selbst Filiale von V. wurde). Kirche des hl. Remigius (1. Okt.). Die Reformirten gehören zur Pfarrei Ars a. d. Mosel. - Geschäftssprache franz. - Champagnerfabrik (Handicap-Sekt). Weinhandel. V. gehörte zu dem Pays Messin (Val de Metz) und war Herrschaft mit ganzer Gerichtsbarkeit und mehreren Vogteien. Der Grundbesitz war in eire Menge kleinerer oder grösserer getrennter Banne geschieden, mit oder ohne Gerichtsbarkeit, von welchen einige sich auf die Nachbar- Banne Jussy und Ste. Ruftine erstreckten (s. d.i, so der Ban St. Arnould, Besitz der gleichnamigen Abtei seit 869; Ban St. Symphorien (dgl.); Ban Burnequin, mit 20 Häusern im Dorf; Ban Vexin; Haut-Ban; Ban de S a 1 i v a 1; Ban laReine; Ban deLaitre: F r a n c - B a n ; Ban Ste. Glossinde; Ban Moretel, mit zwei Häusern; Ban Bourgon und Ban des Parts. - V. soll zuerst Besitz der Abtei Ste. Glossinde gewesen und ihr schon 875 bestätigt worden sein. 1032 jedoch gehörte es in Folge einer Schenkung des Metzer Bischofs Dietrich zur Hälfte der Abtei St. Symphorian, während die andere Hälfte bei Ste. Glossinde verblieben war. Diese beiden Theile wurden später zersplittert und kamen mit der Herrschaft an eine Reihe von Besitzern (s. Jussy i. - V. war bis 1802 Filiale der Pfarrei Jussy. - Die ehemals befestigte Kirche aus dem 15.-16. Jhdt. ist in neuerer Zeit umgebaut und vergrössert worden. Mit dem Kirchhofe und den benachbarten Häusern bildete sie im späten Mittelalter eine wahre Festung, in welche sich die Bevölkerung des Ortes beim Herannahen der Feinde zurückzog und vertheidigte. Diese Befestigung, \i>n welcher die Kirche mit ihrem mächtigen, viereckigen, alten Thurm das Centrum einnahm, wurde öfters angegriffen, eingenommen, zerstört und verbrannt, so 1325, 1429, 1434, und besonders 1448, wo die Feste sich zuerst mit Erfolg gegen 1200 Angreifer vertheidigte, sich aber schliesslich gegen freien Abzug der kleinen Besatzung ergab. Im Sept. 1444 wurde das Schloss von V., wie viele andere der Gegend, von französischen Truppen in Besitz genommen, um als Stützpunkt bei der Belagerung von Metz zu dienen. - Im Gebiete der Gde. 14 Kriegergräber von 1870]71, wovon l auf dem Kirchhofe. Vaux, Moselarm von s. Mosel 7. Vauxbach s. Mosel 7. Vaxy, Df. (Ka. [s. 1790] u. Kr. Chäteau-Salins, L.). 309 E. 95 Hsr. MGRe.) - 220 m. - AG. Chäteau-Salins (5,9); HSt. Hampont (5,7). - V astin gas 775; V a x ei 1277; Oixey 1291; W a x e y 1528; Wessingen alias Bes-singen 1528; ma. Uäxy. - Die Gde. umfasst den HO. V. (296 E. 91 Hsr.), die AO.Bellevue, Maison-des-Quatre-Chemins, Moulin-d'Aulnois, Moulin-de-Domevre, (der frühere AO. Moulin-Neuf zählt jetzt zum HO.) und die verschw. O. Do-mevre, Moulin des Loups. - Ortseinn. StEBez. Chäteau- Salins. Armr. (s. 11. Mai 1788). Wasserltg. (s. 1804 i. Fw. (s. 1883, 1 Spritze . - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Chäteau- Salins (s. 1802), die Gden. V. und Gerbecourt umfassend. Kirche des hl. Aper (St.Epvre, Ib. Sept.). - Kleine Sägemühle. V. war Sitz der Herrschaft Val de Vaxy (s. d.i. - Die Pfarrei V. gehörte vor 1802 zum Archipr. Habudingen des Bisthums Metz. Der Pfarrsitz war früher in DomGvre, 1721 fand wegen des Verfalles der genannten Pfarrkirche der Gottesdienst in der St. Nicolauskapelle von Vaxy statt, die gegen 1739 erweitert wurde und später den Titel der alten Pfarrkirche annahm. Den Kirchensatz und die Zehnten hatte der Abt von Gorze. - Ncolithischer Steinbciltund. Vaxybach S. Kleine Seille 10. Vaxyer Mühlenbach s. Kleine Seille 9. Vechenheim (Wechenheim), verschw. O., wahr seh. ' b. Kauffenheim, (Ka. Bischweiler, Kr. Hagenau, U.-E.). Vechehaim 1153. - Von Schöpflin (Als. dipl. I, 290) mit Kauffenheim für identisch erklärt, was jedoch nicht möglich ist, weil in einer Urkunde des römischen Königs Heinrich (VII.) von 1227 V. und K. nebeneinander genannt weiden Der Hof V. wurde 1153 der Abtei Königsbrück von Herzog Weif geschenkt, 1187 von Kaiser Friedrich I. bestätigt. Adelheid von V. war die erste Aebtissin von Königsbrück. 1227 wird erwähnt, dass sub quercu Vechenheim (unter der Eiche von V.) ein Gerichtstag abgehalten wurde in einem Streite zwischen der Abtei Königsbrück und dem Pfarrer von Kaulfenheim. Vechingen, verschw. Df. bei Saargemünd (Ka. u. Kr. Saargemünd, L.i. Fechingas 777; Vechingen 1393; Fe-ching 1594. - Lag auf der Stelle der heutigen Bliesmühle (s. d.), wird schon 777 als Besitz der Abtei St. Denis erwähnt (s. Saargemünd). V. war im 14. Jhdt. Besitz der Herren von Gersbach, 1303 von Nikolaus und Katharina von Gersbach der von ihnen erbauten Marienkapclle zu Saargemünd mit Zustimmung des Abtes von Wadgassen (als Collator der Pfarrei Neunkirchen) geschenkt. Was 1702 noch übrig war, wurde vom Staate eingezogen und an Paul Utzschneider aus Bayern, dem Gründer der Steingutfabrik in Saargemünd, verkauft. Ein weiterer Ueberrest ist die jenseits der Grenze (in Preussen) liegende Vechinger Mühle. Veitsberg, verschw. Hsr. (Gde., Ka. u. Kr. Zabern. U.-E.). 1865 abgebrannt. Veitsberg, Kopf ca. 380 m am linken Ufer der Zorn zwischen Zabern und Weiler Stambach ; unterhalb die Veitsgrotte s. u. St. Veitsgrotte. Veitenberg s. Girbadenberg. Veltenschloss s. Girbaden, Burgruine, und Girbadenberg. Vemattgraben s. Ehn 4. Vendee, La, s. Harcholins. Vendenheim, Df. (Ka. Brumath [s. 1790], Ldkr. Strassburg. U.-E). 1461 E. 324 Hsr. (12 GRe.) - 150 m. - AG. Brumath (7,5); Bhf. V. (0,6). - F e d i n h e i m 828; Vendenheim 111b; ma. Fangne, Fängene. - Die Gde. umfasst den HO. V. (1434 E. 320 Hsr.) und die AO. Rothhof, Sury, Wasen; ferner lag zwischen V. und Berstett der verschw. O. Nieffern. - P. III. Kl. T. Oeff. Fernsprechstelle (s.l.Sept. 1901). Ortsfernsprecheinrichtung (Umschaltestelle; s. 1901). Bhf. (s. 1851). Gendarmeriestation. Ortseinn. StEBez. Brumath. Armr. (Gründungsjahr unbekannt). Krgv.Vendenheim-j Eckwersheim-BerstetUs. 26. Febr. 1889). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Brumath (s. 1802). Schutzheiliger hl. Lambertus (17. Sept.). Filialen Eckwersheim und Lampertheim. Prot. Pfarrei Augsburger Konfession, s. 1852 Sitz eines Konsistoriums (vorher Konsistorium Dorlisheim) der Neukirchinspektion in Strassburg. Zum Konsistorium gehören die Pfarreien Berstett, Lampertheim, Mundolsheim, Oberhausbergen, Pfulgriesheim, Reitweiler, Vendenheim. - Ziegelei. Oelmühle. Handel: Getreide und Brennholz. Viehzuchtgenossenschaft. Hopfenbauverein. Tabackbau. 828 erwarb die Abtei Schwarzach durch Tausch mit Graf Erchengar vom Nordgau Besitz bei V. Güter daselbst hatte im 11. Jhdt. und später Kloster Eschau, 1116 das Strassburger Domstift, ca. 1120 Kloster Sindeisberg. 1190 Abtei Honau, 1219 das Strassburger Spital. V. gehörte zum Territorium der unterelsässischen Reichsritterschaft; ursprünglich war es im Besitz des Bisthums Strassburg gewesen. Von 1263-1287, sowie noch einmal 1328 denEttendorf I verpfändet, 136b den Ochsenstein, sodann an das Domkapitel, |