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Show Vry - Wackenbach. 1167 von Dagsburg, die es 1192 u. s. w. an die Herren von V, vergaben, deren Mannstamm 1406 erlosch. Schon früher war die Herrschaft vielfach verkauft oder verpfändet worden. - 1327 flüchteten sich die Metzer Paraige-Familien nach Schloss V., welches z. Th. schon die Groignat als Pfand hielten; 1375 hatten die Lohier sowie andere einen Antheil. 1421 reversirte die Stadt Metz für ein Viertel der Herrschaft an das Bisthum, ebenso 1424 für die Hälfte. Die ganze Herrschaft, welche sich schon 1465 als Pfandlehen zu zwei Drittel (das letzte Drittel hatten die von Heu) • im Besitz der Stadt Metz befand, kam durch Ueberlassung seitens der Stadt und Erwerbung von den von Heu schliesslich an das Spital St. Nicolas in Metz, welches sie bis 1735 behielt und dann dem Abb£ de Jobal für 103000 Fr. verkaufte. - 1232 wurde das Schloss durch den Grafen von Bar zerstört. 1476 wird berichtet, dass die alte Burg verfallen war. Sie scheint aber bald darauf neu erbaut worden zu sein, denn 1490 war V. das einzige Schloss, welches sich dem Herzog von Lothringen nicht ergeben hatte. - V. war ehemals Pfarrei des Archipr. Kedingen. Kirchensatz und Zehnten gehörten zur Herrschaft. Von der alten Burg, «la petite Metz* genannt, sind noch ziemlich namhafte Befesti-gungstheile übrig: Laufgräben, vier halbe Thürme, ein Rund-thurm u. s. w. Von der Pfarrkirche ist alt nur die romanische Vierung (12.-13. Jhdt.). Thurm aus dem 13. Jhdt. (spätgothisch). Im südlichen Kreuzarm Relief, gute Arbeit des 15. Jhdts. mit hübscher Umrahmung. Vry, Kanton. Der Ka. V. (1792-1802), 1792-1795 zum Distrikt Bolchen, 1800-1802 zum Arrondissement Metz gehörig, umfasste 1792-1795 die Gden. Avancy, BeTey, Gondre-ville, Haiss, Hessange, Vigy und V.; dieselben hatten vorher dem Ka. Haiss angehört, 1795 kamen aus dem Ka. Noisseville (Distrikt Metz) Cheubv, Glatigny, Gras, Poixe, Ste. Barbe und Servigny, aus dem Ka. Argancy (Distrikt Metz) Sanry und Vrömy, aus dem Ka. Kürzel, Mussy-l'Evfique, Niedbrücken (Pontigny) und Tennschen, aus dem Ka. Waibelskirchen Northen, aus dem Ka. Brittendorf St. Hubert hinzu. 1802 gingen sämmtliche Gden. in den Ka. Vigy über. Vulmont, Df. (Ka. Verny [1790 Ka. Sailly, 1795-1802 Ka. Solgne|, Kr. Metz, L.). 88 E. 21 Hsr. (10 GRe.) - 250 m. - AG. Remilly (14,2); Bhf. Remilly (14,4). - Wulmont, Vennemont 1544; (soll früher auch Olmont geheissen haben); ma. Wölmont. - StEBez. Solgne. - Zur Hilfspfarrei Foville gehörig (s. 1808, vorher zu Sailly). Geschäftssprache französisch. V. gehörte zu der Kastellanei Pont-ä-Mousson und war Lehensherrschaft der Baronie Viviers mit ganzer Gerichtsbarkeit. Der Bann aber gehörte grösstentheils zum Pays Messin. Die frühere Geschichte des Ortes ist nicht bekannt. 1612 erscheinen als Lehensträger die von Norroy- Cherisey, 1615 die von Custine, 1674-1681 de Ceretany, 1720 bis 1749 die Lefevre von V., 1749 die Protin von V. - Erben der LefeA're wurden die Goullet de Monlibert, die Protin, die Cailoux. Zu V. gehörte früher der AO. Colliaux, der jetzt unter dem Namen Tuilerie (s. d.) zu Sailly gehört. Er wurde erst, nachdem V. 1766 an Frankreich gekommen war, mit Sailly vereinigt. Auch der jetzt zu Sailly gehörige AO. Moulin-de-Sailly gehörte früher (1751) zu V. w. Wabrensis, Pagus, s. Pagus. Wachelheim. Burgruine s. Ochsenstein, Burgruine (Gde. Reinhardsmünster, Ka. Maursmünster, Kr. Zabern, U.-E.i. Wachenborn, verschw. O. (Ka. Pfalzburg [?], Kr. Saarburg, L.). Lage unbekannt (vielleicht bei Saareck?). Der Ort war 1380 Lehen der Metzer Kirche, durch die Grafen von Lützelstein getragen, wahrscheinlich zuerst Theil des Amts Saarburg. Im 15. Jhdt. nur noch als Hof erwähnt Wachholderberg, Kalkbr. (Gde. Steinburg, Ka. u. Kr. Zabern, U.-E.). 5 E. 1 Hs. 1875 entstanden. Wachholderberg, H. südöstl. Kriegsheim, Ka. Brumath. Wachholderberg, H., 182,7 m, TP., nordöstl. Bilwis-heim, Ka. Brumath. Wachholderbuckel, Hl. (Gde. u. Ka. Maursmünster, Kr. Zabern, U.-E.). 7 E. 1 Hs. 1839 entstanden. Wachskerze, B., 340,1 m, westl. Forsth. Schnepfenmühle, Gde. Mutterhausen, Ka. Bitsch. "Wacht, verschw. Hf. (Gde Homburg, Ka. Habsheim, Kr. Mülhausen. O.-E.). U m 1879 abgebrannt. Wachtelmühle, M. (Gde. Menglatt, Ka. Dammcr-kirch, Kr. Altkirch, O.-E.). Andere Bezeichnung für die Gaillemühle (s. d.) derselben Gde. Wachten, abgeg. Ort im Thal des Büttener- (früher Wachter-)Bachs, zwischen Lorenzen und Ratzweiler (Ka. Saarunion, Kr. Zabern, U.-E.). Wachten 1323. - 1323 von Graf Friedrich II. von Saarwerden dem Erzbischof von Trier aufgegeben und von diesem als Lehen zurückerhalten. - Zerstört vor 1513. Der Bann kam an Lorenzen und Diemeringen. S. Waderhof und Wadermühle. Wachtfelsen . auch Krappenfels genannt, am • Vorder-Tännchel, südwestl. über Thannenkirch, Ka. Rappoltsweiler. Wachtköpfle, flache Einsattlung, 1230 m, im Grenzkamm, nördl. vom Hohneck, bei Melkerei Deutsch-Lunden-bühl. Wachtlengraben s. Birsig 3. Wachtstein. auch (wohl missverständlich) Wachtelstein genannt, 760 m, ein ausserhalb der Heidenmauer auf dem Odilienberg (Südseite) aufrecht stehender Felsen, der aber, wie noch erkennbar, durch eine Mauer mit dieser in Verbindung gesetzt ist. Ueber seine Bedeutung als Wachtposten s. Heidenmauer. Wachtrembet, Hf. (Gde. Lach, Ka. Weiler, Kr. Schlettstadt, U.-E.). 9 E. 2 Hsr. Bestand schon Anfang des 19. Jhdts. W a c k e n , Fbr. etc. (Gde. Strassburg, Ka. Nord (extra muros), Stkr. Strassburg, U.-E.). 110 E. 13 Hsr. Auf der gleichnamigen Insel (s. d.). "Wacken, Insel im Gebiete von Strassburg (Ka. Nord (extia muros), Stkr. Strassburg, U.-E.). Gebildet durch die Aar (s. d.i. Alte 111 (s. d.) und 111 (s. d.) Flächeninhalt 58,79 ha. - Wacken oder Battichau wird als Gewannbezeichnung schon im 15. und 16. Jhdt. erwähnt. Auf der Insel W . schlug General Rapp nach der Schlacht an der Süffel (28. Juni 1815) sein Hauptquartier auf, und schloss dort am 22. Juli 1815 mit dem Prinzen von Hohenzollern einen Waffenstillstand ab. Wackenbach, Df. (Gde. u. Ka. Schirmeck, Kr. Molsheim, U.-E.i. 336 E. 71 Hsr. - ma. Wockenu, Wocken-bach. - Staatssteinbruch (Quarzite mit verfestigten Porphyrtuffen ; 1894, 140 Arbeiter. Drahtseilbahn nach Bahnhof Schirmeck. Jährliche Produktion ca. 35000 cbm Grobschlag, Kleinschlag, Splitter und Grus.) Weberei und Spinnerei (Marschall & Cie., 1894, 92 Arbeiter). W . gehörte zum Bisthum Strassburg, und zwar zum Amte Schirmeck (s. d.), dessen Schicksale es theilte, so auch die lange Verpfändung von 1366-1510. Früher zur Gde. Wisch gehörig, wurde W . 1572 bei einer Grenzreguli-rung der Gde. Schirmeck zugetheilt. - Kirchlich gehörte W. ursprünglich zur Pfarrei Barenbach, dann zu Schirmeck. Den Zehnten besass Stift Haslach. Die Kirche ist dem hl. Peter Fourier geweiht. Wackenbach, Wlf., s. Breusch 15. |