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Show 71b Moyeuvre - Muckenkopf. Stiften. Durch Schenkung des Bischofs Frotar von Toul hatte die Abtei St. Epvre zwei Salzpfannen erhalten, die Schenkung ist 958 von Kaiser Otto bestätigt worden. 982 hat Bischof Gerhard von Toul der Abtei St. Mansuetus die Cella (d. h. das Primat überlassen, was 1050 durch Papst Leo IX. bestätigt wurden ist. 1040 war die Stadt Aufenthalt des Kaisers Heinrich III.. welcher in M. zwei Urkunden ausstellte. 1065 bestätigte Kaiser Heinrich IV. die Schenkung von Salzpfannen und Grundbesitz '3 Hüben) durch Bischof Udo von Toul an die Chorherren von St. Gangulf in Toul. Ausser denselben waren noch in den Moyenvicer Salinen die Abtei Senones mitelf Sudpfannen und die Abteien Weissenburg, La Crete und St.Mihiel betheiligt. Die Nachricht, dass Bischof Stephan von Metz um 1130 eine Burg bei Vic (munitio in loco palustri sita) zerstört habe, bezieht sich auf das verschwundene Schloss Chatrv (s.d i.WozuM. ursprünglich gehört hat, ist nicht sicher zu ermitteln: die Sache war im 13. Jhdt. selbst noch sehr unklar. Durch Zeugenaussagen wurde jedoch die Zugehörigkeit an das Bisthum Metz anerkannt. U m diese Zeit seheint dasselbe seinen Besitz in M. vermehrt zu haben. Das Bestreben des Bisthums ging dahin, die fremden Sudrechte zu erwerben. Bischof Jacob von Metz hat 1249 die Sudrechte des Kapitels von St. Di6 durch Zusicherung einer Salzrente abgelöst; derselbe hat 1254 den Besitz des Johannes von Hennamenil erworben, 1256 die seinem Neffen Herzog Friedrich von Lothringen zustehenden Pfannrechte durch Ueberlassung des bischöflichen Antheils an Rosieres eingetauscht Lothringen hatte aber die ihm zustehenden Rechte in M. nicht wegen des Herzogthums, sondern als Vogtlchen der Touler Abteien und insbesondere als Lehen vom Bisthum Metz, das es von LiObaul de Parroy erwoiben hatte und für welches der Herzog 1255 dem Bisthum gehuldigt hatte. 1264 und 1267 setzte Bischof Wilhelm von Trainel, die Erwerbungen fort. In den damals zwischen Lothringen und dem Bisthum entstandenen Kriege, wurde M. zerstört, 1268 aber mit Hilfe des Bisthums wieder hergestellt. Bei dieser Gelegenheit verpflichteten sich die Bewohner der Stadt, im Kriegsfall dem Metzer Bischof mit 40 Reitern und 300 Fuss-leulen beizustehen. Im Jahre 1300 wurden weitere kleine Sudrechte durch das Bisthum erworben, und wurden mehrere Pfandschaften ausgelöst. 1375 wurde M. durch die sogenannten Brittcn belagert, aber durch Bischof Dietrich Beyer von Boppart selbst vertheidigt. 1380 erwarb das Bisthum von der Collegiale St. Gangulf und das Priorat St. Piant und liess gleich darauf die Gebäude und die Kirche abbrechen, u m die Befestigungswerke zu erweitern (1380-1334). 1404 erwarb Bischof Raoul de Coucy den Besitz der Abtei la Crete in Movenvic und Xanrey. U m diese Zeit war das bischöfliche Schloss bei M. (Chatrv s. o.) dem Jacob von Amance verpfändet worden. Die Auslösung erfolgte 1135 durch Bischof Conrad Beyer von Boppart. Die Stadt soll u m diese Zeit abermals zerstört worden sein. 1422 kaufte Bischof Conrad die Mühle der Abtei Vaux en Ornois in M. für das Bisthum an. 1526 ist M. von Neuem befestigt worden. Durch Vertrag vom 22. Okt. 1571 haben der Kardinal von Guise, Bischof von Metz, und der Kardinal von Lothringen, Administrator des weltlichen Besitzes des Bisthums, mit Zustimmung des Domkapitels die Salinen des Bisthums, darunter die von M., an Lothringen gegen Leistungen an Geld und Salz als Erblehen vergeben (s. Marsal, bischöfi. Vogteii. l'm die Zustimmung der Kurie zu erhalten wurde die Form der Erbpachl gewählt. Das Bisthum hat sich auch die Genehmigung des Reichs gesichert. 1580 wurden zwei Drittel der Zölle von M. zur Ausbessi rung dei Befestigungs-werke- durch das Bisthum angewiesen. - 1590 sliessen lothringische und französische Truppen aus Metz bei M. zusammen. 1025 wurden Vic und M. durch kaiserliche Truppen be-etzt. 1627 wurden die Befestigungen verstärkt, wobei die an Lothringen 1571 abgi tri tene Saline in die Befestigung einbezogen wurde. V o m französischen Marschall de la Force ', belagert, musste sich die v o m kaiserlichen Obersten Baron de Mercy befehligte Festung nach heldenmüthigem Widerstand am 27. Dez. 1631 ergeben. - 1634, als das bischöfliche Bail- | läge Vic aufgehoben wurde, war der Metzer Bischof durch das Metzer Parlament ermächtigt worden, für die Dörfer der ehemaligen Kastellanei Vic eine neue Kastellanei in M. zu errichten. Durch den Vertrag von Münster 24. Okt. 1648 hat das Reich M. an Frankreich abgetreten. Die Verträge ; der Pyrenäen 1569 und von Vincennes haben diese Abtretung bestätigt. Erst durch den Vertrag von Ryswyk 1697 hat Lothringen sein 1571 erworbenes Lehen von M. erhalten. Inzwischen waren die Befestigungen von M., die 1587 wiederholt ausgebessert worden waren, geschleift worden, nachdem Frankreich lö32 die Festung Marsal erworben hatte. - Die Stadt wurde 1509 ermächtigt, einen Wochenmarkt, 1553, einen Jahrmarkt zu halten. Die Abtei (Priorat) St. Piant (s. o.) stand auf der Stelle des alten Kirchhofes (s. u.). - M. war ehemals Enclave des alten Touler Bisthums in dem Bisthum Metz und alte Pfarrei des Landkapitels Port, zu welcher Xanrey gehörte. Kirche zu Ehren des hl. Pient '13. Märzi. Den Kirchensatz hatte die Abtei St. Mansuetus bei Toul. - Ueber neolithische Reste s. bei Morville, über das Briquetage s. den Art. Marsal. A m Kirchhofe wurde 1901 das Briquetage erst in einer Tiefe von 3,50 m unter dem aufgeschütteten Boden festgestellt. Die genauere Untersuchung dieser wie anderer Stellen in M. mit Hilfe einer Pumpe musste auf spätere Zeit verschoben werden. Nach örtlichen Ueberlieferungen sollten sich auf dem Kirchhofe noch Gewölbe, Treppen u. dergl. unter der Erde befinden. Dies ist durch Nachgrabungen als unrichtig erwiesen worden. Es fanden sich nur Mauerwerk und 2 Steinsärge, von denen einer merowingische Verzierungen trug. Dieser ist ,' jetzt im Museum der Stadt Metz. Ein broncener Armring und gallische sowie römische Münzen sind in M. gefunden worden. Hier wurden auch in merovingischer Zeit Münzen geprägt. V o m Thurm der Pfarrkirche ist der unlere Theil alt, ein hoch interessanter gothischer Bau des 14. Jhdts. von reizvollen Formen. Die Orgelbühne zeigt eine in Holz geschnitzte Brüstung, eine vortreffliche Arbeit der Frührenaissance mit spätgothischen Motiven. Benoit, A., Le Haut de St. Jean. - (Commune de M.i. (Journ. de la Soc. d'arch. lorr. 38. 1889, S. 92-95 Vgl. auch die Litter. zu Marsal. M o y e u v r e s. a. Gross-, Klein-Moyeuvre. M o y e u v r e . Staatswald .Gde. Neunhäuser, Ka. Hayingen, Kr. Diedenhofen-West, L. . 1872 ha. Oberförsterei Rombach. Forsthäuser Triftberg und Neunhäuser. (Buche, Eiche, Hainbuche, Ahorn, Weichhölzer, Tanne. Fichte, Lärche, Kiefer. Lias, Jura. W a r E>"mäne des Herzogthums Lothringen, früher von Bar. Moyeuvre-Mühle (Moulin-de-Moyeuvre).Hf. Gde. Bollingen, Ka. Fentsch, Kr. Diedenhofen-West, L, - I 2 IFr. Erbauungszeil unbekannt. W a r bis gegen 1S50 Mühle. M u c h e n t h a l , Wir. Gde. Murbach, Ka. u. Kr. Geb-weiler O.-E.). 20 E. 2 Hsr. M u c h e n Thall, Muckhen-thall im 18. Jhdt. M u c k e n b a o h , Hfe. (Gde. Grendelbruch, Ka. Rosheim, Kr. Molsheim, U.-E.). 15 E. 4 Hsr. - Rest des ehemaligen ' Dorfes M. ( M a c k e n b a c h 1366), das sich im Besitz des Bis-t h u m sStras s b u r g befand und 13oo mit dem Amte Schirmeck (s. d.i vom Bischof dem Grafen von Salm verpfändet wurde. Bei der Einlösung der Pfandschaft im Anfang des lo. Jhdts. nicht mehr erwähnt, schon 1535 nur noch als bischöfi. Hof genannt. Eine alte Kapelle ist heute noch vorhanden. Den Zehnten zu M. besass die Abtei Altdorf. M u c k e n b e r g , 360.6 m, westl. Ellbach, Ka. Dammerkirch. Kr. Altkirch. M u c k e n k o p f . Osthang westl. Lützelstein. |