| OCR Text |
Show 1230 Wolsthof - Wüstenberg. Hause Luxemburg erhalten. Er hatte in W . ein Haus, das zur Komthurei Pierrevillers gehörte und in W., Rexingen und Stückingen begütert war. Die Pfarrei wurde durch ein Ordensmitglied versehen. 1137 wird ein Edelgeschlecht von Voltorf genannt, das sehr früh ausgestorben zu sein scheint. - In älteren Zeiten scheint der Ort Bestandtheil der Herrschaft Diesdorf gewesen zu sein. Diese hatte noch 1632 einen Hof dort. W. war vor 1802 Pfarrei des Archipr. Kedingen. Den Kirchensatz hatte die Johanniterkomthurei vcn Metz seit 12b3 (s. d.). Gemeinde wald Oberförsterei Kedingen), 35,2 ha. Wolsthof, Wir. (Gde. Berg, Ka. Drulingen, Kr. Zabern, U.-E.). 28 E. 5 Hsr. U m 1840 entstanden. Wolwesklafterberg, bewaldeter H. (Gemeindewald Walmen), 385,5 m, westnordwestl. Walmen, Ka. St. Avold, Kr. Forbach. Wolxheim, Df. (Ka. [s. 1700] u. Kr. Molsheim, U.-E.). 943 E. 244 Hsr. (12 GRe. - 165 m. - AG. Molsheim (4.3); Hp. Avolsheim (1,9).- Folcolfesheim 742; Volkoldes-heim 1089; Wolfga ng e s he im 1271 und 1440; Wolxheim 1453; ma. W o 1 i x e. - Die Gde. umfasst den HO. W. (799 E. 205 Hsr.), die AO. Bad-Sulz, Kanal, St. Armuth und den verschw. O. Dionysiuskapelle; zwischen W., Dorlisheim und Kolbsheim lag der verschw. O. Bodenheim. - P. F. Ortseinn. StEBez. Molsheim. Armr. (s. 1843). Verbds.-Fw. (s. 1889, 1 Spritze. - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Molsheim (s. 1802). Kirchenfest 3. August (Inv. S. Stephanii. Filiale der prot. Pfarrei Augsb. Konf. in Scharrachbergheim. - Kanalschifferei. Steinbruch; Ziegelstein- und Kalkfabrik; Getreidemühle. Weinhandel. Altes Dorf; 742 war die Abtei Weissenburg daselbst begütert, 1070 die Strassburger Kirche, 1089 das Strassburger Domstift, 1178 Kloster St. Gorgon. Einen Dinghof zu W. besass die Abtei Leberau (später Kloster Altdorfi. W . gehörte zum Bisthum S tr as sburg (Amt Dachstein). Schon anfangs des 14. Jhdts. war es im Lehensbesitz der Herren von Finstingen. Diese veräusserten 1387 die Hälfte des Dfs. an die von Hohenstein, welche dieselbe von da ab als bischöfliches Lehen besassen, seit 1480 unter Mitbelehnung der Müllenheim, die jedoch 1519 auf ihre Ansprüche vor Gericht verzichten mussten. Nach Aussterben der Hohenstein (1540) fiel diese Hälfte ans Bisthum zurück. Die andere Hälfte blieb im Besitz der Finstingen, kam um 14b0 an deren Erben, die Grafen von Mörs-Saarwerden, die sie noch 1487 besassen, wurde jedoch auch bald darauf vom Bisthum zurückerworben, das nun im Besitz des ganzen Dfs. bis zur Revolution blieb. - Einen Hof zu W . hatten die Geroldseck, seit 1390 die Lützelstein; Lehnsträger desselben waren im 15. Jhdr. die Dett-lingen. - 1262 wurde W. von den Strassburgern verheert. August 1744 vier Scharmützel {bei W . zwischen Oester-reichern und Franzosen; letztere geschlagen. - Ein Ministerialengeschlecht von W . 1199 zuerst erwähnt, im 13. und 14. Jhdt. zum strassburgischen Stadtadel gehörig, anfangs des 15. Jhdts. erloschen. - Kirchlich gehörte W . zum Landkapitel Molsheim. 14b3 Rektorat, Plebanat, Primissariat. St. Dionysiuskapelle, schon 1666, St. Armuthkapelle 1763 erwähnt. Das Patronatsrecht besass der Bischof von Strassburg Vom Zehnten hatten der Bischof ein Drittel, der Hohe Chor des Domstifts ein Neuntel, die Jesuiten von Molsheim ein Neuntel, die Herren von Kageneck (schon 14,80) vier Neuntel. - Neolithische Funde. - W . ist der Geburtsort des Bildhauers Phil. Grass, geboren 1801, gestorben 1876 in Strassburg. Mühl, G., Die Dionysenkapelle bei W . (Als. 3, S. 161 bis 188.) W o o g , W. (Gde. Ostwald, Ka. Geispolsheim, Kr. Erstein, U.-E.i. 4 E. 1 Hs. Besteht s. 1SS5. Gehörte bis 1887 zur Gde. Illkirch-Grafenstaden. Der ortsübliche Name ist Fischerinsel. Woppenberg. Eingegangener Ort in der Nähe von [ Lützelburg (Ka. Pfalzburg, Kr. Saarburg, L.). 1240 wohl , mit Lützelburg in Händen der von Finstingen, und von den Wilsberg zu Lehen getragen. 1327 verschrieb Heinrich von j Finstingen denselben 50 Pfund auf Güter in Woppenberg. Genauere Lage unbekannt. W o r m s e l auf MB. Worspel, auf französ. Generalstabskarte Wormspiel), Kopf 1307 in, in dem Grenzkamm zwischen Hohneck und Kastelberg (s. d.). Wormspel, Sennh. (Gde. Metzeral, Ka. Münster, Kr. Colmar, O.-E.'. 1 Hs. Entstehungsjahr unbekannt. "Worspel s. Wormsel. Wrecourt s. Wacroncourt. W reut hingen, verschw. O. (Gde. Udern, Ka. Metzerwiese, Kr. Diedenhofen-Ost, L.i. f>32 schon als Annexe der Pfarrei Udern erwähnt, scheint sehr früh eingegangen zu sein. - Zuletzt im 11. Jhdt. als Besitz der Abtei Mettlach l aufgeführt. W ü n h e i m . Df. (Ka. Sulz [s. 1790], Kr. Gebweiler, O.-E.). 1013 E. 174 Hsr. (12 GRe.) - 310 m. - AG. Sulz (2,2); Bhf. Sulz (2,6). - Vuna 1271; ma. Wuene. Bis 1832 AO. von Sulz. Die Gde. umfasst den HO. W . (974 E. 168 Hsr.) und den AO. Ollweiler (Olweiler). - Oeff. Fernsprechstelle < (s. 1901). Ortseinn. StEBez. Sulz. Wasserltg. (1884 erweitert). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Sulz (s. 1827, vorher Filiale von Sulz). Schutzheiliger hl. Aegidius (1. Febr.). Die Lutheraner gehören zur Pfarrei Colmar. - Eisengiesserei Gebr. Haren, 70 Arbeiter. W. gehörte zum oberenMundat des Bisthums Strassburg ; hier soll 1477 Pfalzgraf Ruprecht, Bischof von Strassburg, ein Franziskanerkloster gegründet haben. Begütert j waren die Klöster St. Leonhard in Basel, Lieu Croissant, St. Ursitz, sowie (1304» die Johanniterkomthurei Sulz. - Vi-karius von W . schon 1284 erwähnt; kirchlich gehörte W. bis 1827 zu Sulz. - Das alte Schloss W., wohl während des Interregnums erbaut, war 1297 im Besitz eines Herrn von Erenberg, der es damals dem Bischof Konrad von Strassburg verkaufte. Es ist wahrscheinlich im Bauernkriege zerstört worden. Gemeinde wald (Oberförsterei Sulzi, 292,b ha. 340 bis 95b m über dem Meer. Syenit.' (Tanne, Eiche, Buche.) Der Wald gehörte bis 1832 der Gde. Sulz und wurde bei der Trennung von dieser Gde. getheilt. Knoll, Ch., Deux chäteaus ine"dits, celui de Wuenheim et celui de Hartfelsen. (Rev. d'Als. 18b2. S. 436-437., W ü n h e i m e r Bach s. Wunach; Zwölfmühlenkanal 4. Wünschburger Kopf s. Windsburger Kopf. Würschingen, verschw. Df. (Gde. Rimlingen, Ka. i Wolmünster, Kr. Saargemünd, L.). Gehörte wohl zur Herr-i schalt Bitsch (s. d.). Schon 1150 erwähnt; in den Kriegen j des Ib. und 17. Jhdts. zerstört. Seitdem nur noch Hof. W. I lag 1200 m von Rimlingen entfernt, südlich von Moranville. Der Hof selbst wurde erst 1S09 abgerissen. 1553 wird eine Kapelle von W . erwähnt. 1574 war die Deutschordenkom-thurei Saarbrücken in W . Zehntherrin. Würschweiler, verschw. O. (Gde. u. Ka. Bitsch, Kr. Saargemünd, L.). Auch W u s t wei ler genannt, lag in der Nähe der Ochsenmühle (s. d), die auch Würschweilermühle genannt wird. Nach der Ueberlieferung soll der Ort im 30jährigen Kriege zerstört worden sein. 1758 waren schon keine Spuren mehr übrig. Der Bann von W . scheint theilweise zu Hanweiler gezogen worden zu sein. (S. Schwingmühle i [dPr.]. "Würschweilermühle s. Ochsenmühle, M. (Gde. u. Ka. Bitsch, Kr. Saargemünd, L.). W üst, Sattel,893,2 m, westl. unter dem Grossen Hohnack; auch nach dem dort stehenden Kreuz < das Weierer Kreuz genannt. Wüstenberg, Bergrücken, ca. 535 m, zwischen dem Lüffelthal und Kaltenthai, zwei Seitenthälern desBärenbach-thales, s. Wir. Stambach bei Zabern. A m Südrand der |