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Show Wörth - Woippy. 1225 Ka. Sulz u. Wald, die anderen zum Ka. Niederbronn. Eine Gebietsänderung erfuhr der Ka. 1S59, indem die bis dahin zur Gde. Langensulzbach gehörigen A O . Birkenschloss und Günsthal der Gde. Windstein (Ka. Niederbronn) abgetreten und dagegen der A O . Judenberg der letzteren der Gde. Nehweiler b. Wörth zugewiesen wurde. "Wörth, Wir. (Gde. Matzenheim, Kanton Benfeld, Kr. Erstein, U.-E.). 46 E., 12 Hsr. 1185 zuerst genannt. Es war Eigengut der nach ihm benannten Grafen von W . (Werd), die u m 119b Landgrafen von Elsass wurden (s. u.), und bestand ursprünglich aus zwei Burgen, dem oberen und dem unteren Schloss. Ersteres wurde 1232 von dem Landgrafen dem Bisthum Strassburg aufgetragen und als Lehen zurückgenommen. 130S erscheint der Bischof auch als Eigentümer von Niedernwerd, die Landgrafen nur im Lehnsbesitz. 1358 gelangte W . durch Kauf von den Landgrafen an das Bisthum zurück und war dann als bischöfliches Pfandlehen nacheinander im Pfandbesitz des Dekans Joh. von Ochsenstein (13öb), der Geroldseck (1368), des Herzogs Wla-dislaus von Polen (zur Hälfte), der seinen Theil 13S5 dem Reimbold Müllnheim verkaufte, der Andlau (1418), deren Mitbesitzer 1534 die Landsberg (zu 2 Sechstel) und die Wilsperg (zu 1 Sechstel) waren. 1549 wurde W . von Bischof Erasmus eingelöst und 1550 den Edlen von Seebach verliehen, nach deren Aussterben 1656 den Herren von Reinach, die sich danach Reinach-Werd benannten und es bis 1789 inne hatten. - Die Burg W., 1293 von dem Landvogt Otto von Ochsenstein im Interesse König Adolfs von Nassau belagert und erobert, u m 1395 von ihrem Pfandinhaber Reimb. von Müllnheim baulich bedeutend verändert, ist heute verschwunden. Im 18. Jhdt. war nur noch die schon 1464 erwähnte Burgkapelle des hl. Antonius vorhanden. Nach W . (Werd i nannte sich ein Grafengeschlecht (Nebenlinie der Grafen von Saarbrücken), das zuerst 1109 mit Graf Siegbert erwähnt wird und ursprünglich den N a m en von Frankenburg (nach seiner Hauptbesitzung), erst zu Ende des 12. Jhdts., urkundlich zuerst 1185, den Namen von W . führte. Unter Kaiser Heinrich V T (ca. 1190-1197) erwarben die Grafen von W . die Landgrafschaft im Unterelsass, die sie bis 1340 behielten. Die Besitzungen der Landgrafen im Unterelsass waren: 1. Die Burgen in Werd, ein Hofgut in Ehl und in Hüttenheim. 2. Die Stadt Erstein. 3. Die Frankenburg mit dem aus 7 Ortschaften bestehenden Grafenbann. 4. Die Dörfer Walf, Düppigheim, Flexburg, Bergbieten, Hipsheim, Geispolsheim und Osthausen. 5. Das sog. «Uffried», oder die Grafschaft im Ried mit 11 Dörfern. 6. Der Hattgau mit 7 Dörfern. 7. Die Burg Gross-Arnsberg mit dem Dorfe Mietesheim. 8. Das v o m Erzbisthum Mainz zu Lehen gehende Amt Brumath mit zahlreichen Dörfern. 9. Das Dorf Gemar, 10. Hoh-Königsburg mit St. Pilt. Dazu eine Reihe von kleineren Gütern, Renten und Rechten an zahlreichen anderen Orten. Einen Theil dieser Besitzungen, vor allem W e r d und den Grafenbann hatten die Landgrafen schon 1232 dem Bisthum Strassburg aufgetragen und als Lehen desselben zurückempfangen. Der letzte Landgraf, Ulrich, der ausser einem schwachsinnigen Sohne Johann (f 1376) keine männlichen Nachkommen besass, verkaufte den grössten Theil seiner Besitzungen. Das Uffried erhielten die Fleckenstein, den Hattgau, Brumath und Gross-Arnsberg mit Zubehör erwarben die Herren von Lichtenberg (1332) und die bischöflichen Lehen kamen 1336 ans Bisthum zurück. Die Landgrafschaft ging 1340 an Ulrichs Schwiegersöhne, 2 Grafen von Oettingen, über und diese verkauften sie 1359 sammt der Stadt Erstein, d e m letzten Rest des landgräflichen Territorialbesitzes, an das Bisthum Strassburg. Seitdem blieb die Landgrafschaft im Unter-Elsass mit dem Bisthum Strassburg verbunden; seit 1384 führten die Bischöfe auf Grund kaiserlicher Verleihung, den Titel Landgrafen. Vgl. auch Th. I, S. 272 ff. Litter.: K r e m e r , Gesch. des alten Ardennischen Ge- ! schlechts. Frankf. u. Leipz. 1785. [Darin S. 99-119: Char- I tularium Werdense et Ochsensteinense]. "Wörth, Wir. (Gde. Wanzenau, Ka. Brumath, Ldkr. Strassburg, U.-E.). 95 E. 19 Hsr. U m 1680 entstanden. "Wörth, verschw. Hf. (Gde. Stattmatten, Ka. Bischweiler, Kr. Hagenau, U.-E.). Zwischen 1828 und 1832 abgebrochen. Woffenheim, abgeg. Ort im Banne von Heilig-Kreuz (Ka. u. Kr. Colmar, O.-E.) gelegen. Woffenheim 1050; Wohferneheim 1192; Wuoffenhein 1433. - Gehörte als Dependenz des Schlosses Wahlenburg den Grafen von Egisheim-Dagsburg. Graf Hugo im Nordgau errichtete in der 1. Hälfte des 11. Jhdts. in der Nähe des Ortes das Kloster Heilig-Kreuz. Mit der Dagsburger Erbschaft kam W . 122b an das Bisthum Strassburg; zu dessen Gunsten 1251 Graf Ulrich von Pfirt auf seine Erbansprüche verzichtete. Als Strassburger Lehen waren Dorfschaft und Dinghof im Besitze der Herren von Hattstatt, von denen sie 1344 Bischof Berthold II. zurückkaufte. - Begütert in W . waren Kloster Pairis 1240. Kloster Murbach 1250, die Deutschordenskomthurei Sundheim-Rufach im 14. Jhdt. - Nachdem der Ort 1444 durch die Armagnaken zerstört worden war, zogen die Einwohner nach der Stadt Heilig-Kreuz, welcher auch der Bann einverleibt wurde. Der Name existirte als Flurname weiter: Woffenheim 1547; Wolfenen 1576.- Die Pfarrkirche zu St. Bartholomäus, zum Landkapitel Citra Rhenum des Bisthums Basel gehörig, überlebte die Zerstörung des Ortes; eine Kapelle und eine Waldbruderei an ihrer Stelle bestanden bis zur Revolution. Ein Kreuz mit Inschrift, 1829 errichtet, erinnert daran. - Ein nach W . benanntes Adelsgeschlecht ist vom 13.-15. Jhdt. nachweisbar. H., E., Woffenheim, vicus destruetus. (Archivalische Beilage zum Ecclesiasticum Arg. 11, S. 25-30.) Woggraben s. Zinzel 20. Wohlfahrtshofen, Kap. (Gde. Reichshofen, Ka. Niederbronn, Kr. Hagenau, U.-E.). 5 E. 1 Hs. Stammt aus dem 13. Jhdt. und ist der Ueberrest eines verschwundenen Dorfes. Die Kapelle wurde 1851 wieder aufgebaut und gehört zur Pfarrei Reichshofen; alte Wallfahrtskapelle, der Mutter Gottes und dem hl. Wolfgang geweiht. Der Chor des Heiligthums ist noch der des 13. Jhdts., der Altar ist 1690 erneuert worden. Gegenwärtig bildet die Kapelle zusammen mit der in der Nähe befindlichen Papiermühle und einer Ziegelhütte den Weiler Wohlfahrtshofen (s. d.). "Wohlfahrtshofen, Wir. (Gde. Reichshofen, Ka. Niederbronn, Kr. Hagenau, U.-E.). Unter diesem Namen werden seit 1903 die Kapelle Wohlfahrtshofen (s. d.), die in der Nähe befindliche Papiermühle und eine Ziegelhütte zu-sammengefasst (s. Reichshofen). Wohlhausen, abgeg. Ort nördl. von der Engelburg bei Thann (Ka. u. Kr. Thann, O.-E.-. W o hl hausen 1532. - Erhalten Flurname Waldhusen und Walhusenweg. Woigotbach s. Mosel 5. "Woippy, Df. (Ka. u. Kr. Metz, L. [1790 Ka. Maizieres, i 1795 Ka. Lorry bei Metz, 1802 Ka. Metz II). 1261 E. 225 Hsr. j (12 GRe.i - 175 m. - A.-, L.- u. SchwG. Metz (4,7); Hp. W . I (1,0). - G u a p e i u m 1128; W a p e y 1300; ma. Ueppi. - Die Gde. umfasst den H O . W . (1005 E. 173 Hsr.), die A O . Fort Hindersin, Fort Kameke, Grandes-Tappes, Ladon-champs (s. 1810, vorher selbstdg.), Maison-Neuve, Maison- Rouge, Petites-Tappes, Ste. Adele, Ste. Agathe, St. Eloy, St. R e m y und den verschw. O. Acey. - P. T. Hp. (s. 1. Mai 1901). Ortseinn. StEBez. Metz II. Armr. (s. 1S53). F w . (s. 1861, 1 Spritze). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. St. Vincenz in Metz is. 1802). Kirche zu Ehren der hl. Herzen Jesu und Maria (Kirchenfest a m 2. Sonntag nach Maria Himmelfahrt). Die AO. Grandes- und Petites-Tappes gehören jedoch zur Pfarrei Thury (Maxe). Die Protestanten gehören zur Pfarrei Metz, die Israeliten zum Rabbinat Metz. - Konservenfabrik |