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Show 990 Schaffhausen Schalenberg. Schafhaus, Hf. (Gde. u. Ka. Markirch, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 5 E. 1 Hs. - Schaffhaus 1642. - War Besitz der Herrschaft Rappoltstein, später der Gewerkschaft der Markircher Bergwerke. 1835 verkauft. Dabei die Villa Blech. Schaf hof, Hf. (Gde. Riedselz, Ka. u. Kr. Weissenburg, U.-E.). 7 E. 1 Hs. Entstehungszeit unbekannt. Schaftstein, 780 m, ein gegen das Kirneckthal steil abstürzender Felsvorsprung in der Heidenmauer auf dem Odilienberg (Südseite) s. d. Schafweg, llsr. (Gde., Ka. u. Kr. Hagenau, U.-E.). 84 E. 15 Hsr. 1867 erbaut. Hierzu zählt jetzt auch der früher besonders aufgeführte AO. Bisch weiler st rasse. Schagrikopf, 847,2 m, am oberen Ende des Brücken-bachthalcs und des Grünwascnrunz, südwestl. Urbis, Ka. St. Amarin. Schaiderbach s. Nied 8. Schalbach. Df. (Ka. Finstingen [1790-1802 Ka. Lixheim], Kr. Saarburg, L.). 656 E. 156 Hsr. (12 GRe.) - 295m. - AG. Finstingen (13.2); Hp. Saaraltdorf (11,4). - Elenbach (?) 847; Schal he n bach 1050; Schalkenbach 1240; Scholbach 1380; früher Oberschalkenbach genannt im Gegensatze zu dem vor 1518 eingegangenen Niederschalkenbach. - Die Gde umfasst den HO. Seh. (644 E. 154 Hsr.); den AO. Schalbacherhof und die verschw. 0. Butzel, NiederschaKkenibach. - P. F. Der Amtsrichter von Finstingen beraumt 3 bis 4 mal im Jahre Termin an behufs Abhaltung von Familienrathssitzungen und anderen vormundschaftlichen Angelegenheiten. StEBez. Finstingen. Sparkasse (s. 1. Apr. 1898). Oeff. Vorschusskasse (s. 1897). Wasserltg. (s. 1896). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Finstingen (s. 1802). Kirche des hl. Gallus (16. Okt.), 1760 erbaut, 1829 erweitert. Die Reformirten gehören zur Pfarrei Lixheim (s. 1*05), die Lutheraner zur Pfarrei Wintersburg. Die prot. Kirche ist 1893 erneuert worden. Die Israeliten gehören zum Rabbinat Pfalzburg. - 6 Kalksteinbrüche. Hausindustrie: Strohhut- und (wenig) Haarnetzflechtcrei, für Firmen in Saarunion und Saaralben. Getreide-, Mehl- und Viehhandel. - 1897 keltische Gräber aufgedeckt. Seh. war Dorf der Gemeinherrschaft Finstingen (s. d.). Dort war die Abtei Hessen schon 1050 begütert. 1240 trug hier ein Burgmann der Herren von Finstingen von diesen Güter zu Lehen. - Seh. war Pfarrei (schon 1360) des ehemaligen Metzer Archipresbyterats Bockenheim. Der Protestantismus wurde durch die Rheingrafen zu Finstingen um 1563 eingeführt. 1584 verpflichtete sich Diana von Dommartin, Frau zu Finstingen, neben der von den Reformirten besetzten Kirche (die 1585 auf Befehl Frankreichs abgetragen wurde) eine andere für die Katholiken zu bauen, was sie 1604 ausführen liess. Die prot. Pfarrei wurde 1631 aufgehoben. Den Kirchensatz hatten die Herren von Finstingen. - Im Walde zahlreiche Hügelgräber; einige sind noch nicht untersucht worden. A m Kirchhof» Fund des oberen Theils eines antiken Viergötteraltars mit Reliefdarstellungen, von welchen Apollo, Juno und Merkur noch zu erkennen sind. Gemeindewald (Oberförsterei Pfalzburg) 17,8 ha. S chlosser, Notice sur les tumulus de Seh. (Bull, de la soc. p la cons. des mon. hist. d'Als. 2e s£r. 12, S. 1-18.) Schalbacherhof, Hf. (Gde. Sehalbach, Ka. Finstingen, Kr. Saarburg, L.). 12 E. 2 Hsr. Ortsüblich Butzel oder Butzler Hof genannt. Im 18. Jhdt. bestand hier eine Ziegel-und Kalkbrennerei. Dieselbe ist Anfang der 40er Jahre des 19. Jhdts. eingegangen. Anfang der 50er Jahre wurde ein Pachtgut daraus gemacht, dessen Hof 1880 niederbrannte. Gegenwärtig nur 2 Hsr., die Butzel oder Butzlerhof genannt werden, weil sie sich in der Nähe des verschw. Dorfes Butzel (s. d.) befinden. Schalenberg, franz. Chalemont, 703,6 m, TP., nach drei Seiten steil abfallender Bergvorsprung mit aussichtsreichen Felsgruppen über Leberau im Leberthal. S. die Mutzenhausen s. l*L'o, vorher zu Hochfelden). Die Israeliten g( hören zum Rabbinat «.Hiatzenheim. - Hausindustrie: Gänsemästerei, Leineweberei, auf eigene Rechnung. Geflügelhandel. Seh. gehörte zum Territorium der unterelsässiseheii Reichsritterschaft und war Allod der Besitzer, der Herren von Flachslanden, seit Anfang des 17. Jhdts. bis zur Revolution. Ursprünglich scheint es jedoch Reichsgut gewesen zu sein, denn Kaiser Ludwig der Baier verlieh den Bogener von Hagenau einen Theil der Vogtei zu Seh., Kaiser Karl IV. 1347 die ganze Vogtei, womit herrschaftliche Rechte im Dorfe verbunden waren. Vorübergehend erwarben auch die Lichtenberg Schutzrechte über Seh. Später kam das Dorf an die Königspach gen. Xagel. Von diesen erwarben es um 1630 die Flachslanden. Der Dinghof gehörte dem Stift Alt-St. Peter zu Strassburg, Weisthum von 1474 und 1507. - Kirchlich gehörte Seh. zum Landkapitel Ober-Hagenau und zur Pfarrei Hochfelden. 1802 wurde es selbständige Pfarrei, 1808 wieder Filiale von Hochfelden und 1820 wieder selbständig. Der Zehnte von Seh. war Reichslehen und 1441 im Besitz der Landolt, 1490 der Wurm. Schaffhausen, Df. (Ka. Selz. [1790-1802 Ka. Lauterburg |, Kr. Weissenburg, U.-E.). 426 E. 84 Hsr. (10 GRe.) - 125 m. - AG. Lauterburg (10,7); Bhf. Selz (2,8). - ma. Schoffhause. - Die Gde. umfasst den HO. Seh. (414 E. 82 Hsr.) und den A<>. Mühlhard. - StEBez. Selz. Armr. (Gründungsjahr unbekannt). - Filiale der kath. Pfarrei Selz. Schutzheiliger hl. Martin (11. Nov.). Die Protestanten gehören zur Pfarrei Niederrödern. - 2 Branntweinfabriken. Hausindustrie: Haarnetzstrickerei, für Firmen. Seh., ursprünglich zum Gebiete der auf Reichsgut im 10. Jhdt. gegründeten Reichsabtei Selz gehörig, wurde wahrscheinlich 1410 kurpfälziseh, kam aber später ans Bisthum Speier (Amt Lauterburg). - Kirchlich gehörte Seh. zum Landkapitel Unter-Hagenau und zur Pfarrei Selz. Schaffhausen, abg. Ort in der Mark Maursmünster. U m 1120 war Kloster Maursmünster begütert in Soaphusa. Schaffnatt a m Weiher, Df. (Ka. Dammerkirch (s. 1*7:;, 17oo Ka. Beifort, 1795-1870 Ka. Fontaine, 1870-1*73 vom Ka. Altkirch verwaltet], Kr. Altkirch, O.-E.). 378E.74Hsr. (10 GRe.) - 3o() m. - AG. Dammerkirch (8,4); Bhf. Alt-münsterol (2,1). - Seh af na t W i h er 1576: Chavannes-sur- 1'Etang 18ö9; volksth. Chavanne, C ha van je. - Nebenzollamt II. StEBez. Dammerkirch. - 1802-1874 kath. Hilfspfarrei des Dek. Fontaine, dann des Dek. Dammerkirch. Schutzheiliger hl. Matthäus (21. Sept.). Bis 1820 war Alt-münsterol Filiale von Seh. Die Lutheraner gehören zum Vikariat Mulhausen, die Reformirten zur Pfarrei Altkirch. - Neutral (hinsichtlich des Zollverkehrs) erklärter Grenz-weg zwischen Grenzstein 3812 und 3:>r> Länge 130 m). Angrenzende franz. Gde. ist Foussemagne. Die eine Hälfte der Wegelänge hat Frank-reich, die andere die Landesverwaltung von Elsass-Lothringen zu unterhalten. Seh. gehörte zur Herrschaft Münsterol. - Kirchlich war es Filiale von Jungmünsterol. Die Kirche wurde in der zweiten Hallte des 18.Jhdts. errichtet; gehörte zum Dekanat Masmünster bis 177o, nachher zum Bisthum Besancon. Die Collation hatte Graf von Reinach-Grand volle, Kanonikus von St. Claude. Gerne ind e wald (Oberförsterei Allkirch) 102,4 ha. (Eiche, Buche, Hainbuche und viel Weichholz; gruppenweise Esche, Ahorn, Fichte. Mittelwaldbetrieb.) Alter Besitz der | .' meinde. Schaffnatter "Weiher, [Etang des bois] im Doubs-gebiet (350 m über dem Meer', I km nordöstl. Schaffnatt am Weiher - 6,7 ha, zum grossen Theil versumpft. Fischerei. Privatbesitz. Zu- und Abfls. s. Loutre 2. Schafhardt, Hf. (Gde.IUkirch-Grafenstaden, Ka. Geis-polsheim, Kr. Erstein, U.-E.i. 10 E. 1 Hs. |