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Show 756 Neumühle - Neunkirchen. Neumühle (Beting), M. (Gde. Zimmingen, Ka. u. Kr. Bolchen, L.i. 5 E. 1 Hs. Wahrscheinlich ein Rest des alten Dorfes Bettingen (s.d.). Die Mühle gehörte zur Abtei Longeville und wurde zur Zeit der französischen Revolution als Staatseigentum veräussert. Neumühle (Fraulobmühle), Schnellkugelm. (Gde. u. Ka. Oberehnheim, Kr. Erstein, U.-E.). 4 E. 1 Hs. Stellt Schnellkugeln (Klicker) her. Soll schon Ende des 17. Jhdts. bestanden haben. Neumühle (Kembsermühle), M. und Sgm. (Gde. Kembs, Ka. Landser, Kr. Mülhausen. O.-E.). 5 E. 1 Hs. Getreidemühle mit Wasserkraft. Soll seit 1732 bestehen. N e u m ü h l w e i h e r , im Seillegebiet, 1,8 k m südöstl. Mörchingen und 1,2 k m nördl. Conthil - 34,5 ha. Fischerei. Wird 3 Jahre unter Wasser gehalten und 3 Jahre bebaut. Privatbesitz. Zu- und Abfluss. s. Kleine Seille. N e u n e i c h , Hf. (Gde. Kiffis, Ka. Plirt, Kr. Altkirch, O.-E.). Frühere Benennung des A O . Hornishof (s d.) derselben Gde. N e u n e i c h , verschw. Hf. (Gde. Lüxdorf, Ka. Plirt, Kr. Altkirch, O.-E.). S. Neuhof (Neuneich). N e u n h ä u s e r , Df. (Ka. Hayingen [1790 Ka. Hayingen, 1795 Ka. Sancy, 1801 Ka. Diedenhofen, 1802 Ka. Audun-le- Roman, 1871-1901 Ka. Fentsch], Kr. Diedenhofen-West, L.). 596 E. 149 Hsr. (12 GRe.) - 310 m. - AG. Hayingen (3,7); Bhf. Hayingen (4,4). - Neufchiefs 1183: Neuvechief 1329; N e u n h e u s e r Nieuchi 1605; Neufchef 1869. - Die Gde. umfasst den H O . N. (590 E. 148 Hsr.), die A O . Fentsch-thal und Perotin und den verschw. O. Hamevillers. - Nebenzollamt II. StEBez. Fentsch. - Kath. Hilfspfarrei (s. 1826, vorher seit 1802 Annexe der Hilfspfarrei Rangwall) des Archipr. Hayingen (s. 1902, vorher des Archipr. Aumetz, vor 1871 Archipr. Audun-le-Roman). Kirche des hl. Dion.i-sius (9. Okt.), 1862 erbaut. Die Reformirten gehören zur Pfarrei Havingen. - 12 Jaumontsteinbrüche (zusammen 31 Arbeiter). Eisenerzbergwerk «NeufcheL und «Les Tillots» der Firma de Wendel (1873 eröffnet) mit 94 Arbeitern und einer Erzförderung von (1899) 124507 t. Kleine Getreidemühle. Gehörte zu der Prevöte Sancy, ehemals zur Herrschaft Sancy. 1183 schenkte Robert von Sancy den Kirchensatz von Neufchief an die Abtei St. Hubert in den Ardennen. - 1281 verkaufte Erard von Briey an Ancelin von Bouconville das Gut, Lehen, Afterlehen, Bann und Gericht von Neufchef. - N. war bis zum Konkordat Pfarrei des Archipr. Rombach. Den Kirchensatz (s.o.) behielt die Abtei St. Hubert. Die u m 1860 abgebrochene alte Kirche stammte aus dem 12.-13. Jhdt. G e m e i n d c w a l d (Oberförsterei Rombach) 56,4 ha. N e u n h o f e n , Df. (Gde. Dambach, Ka. Niederbronn, Kr. Hagenau, U.-E.). 264 E. 59 Hsr. - ma. Ninhoffe. - Hilfskapelle s. 1.837. Schutzheiliger Joh. der Täufer. N. gehörte vor 1802 kirchlich zu Obersteinbach. - Seit 1856 bestand hier ein Waisenhaus der barmherzigen Schwestern vom göttlichen Erlöser, welches 1870 nach Niederbronn verlegt wurde. Vgl. Niederbronn. N. wird schon 1196 als Grenzort der Herrschaft Bitsch bezeichnet. Von dieser hallen es im 14. Jhdt, die Herren von Ettendorf zu Lehen (Herrschaft H ö h enfels s.d.); Unterlehner derselben wurden 1300 die Herren von Thann. Nach Aussterben der Ettendori (1409) scheint N. von Bitsch <in- L'. /..gen worden zu sein; die i.rafcn von Bitsch-Zwcibrücken vereinigten es dann mit dem nicht /um Llsass gehörigen, sondern dem späteren oberrheinischen Kreise zugetheilten Amte Lemberg (s. d.i, mit welchem es 1570 an H a n a u - Lichtenberg, 173o an Hessen-Darmstadt kam. Erst 1793 wurde N. mit Frankreich vereinigt. - Gefälle zu N. verlieh 1336 das Hochstift Speier an die Herren von Wasichenstein; sie kamen 1520 durch Kauf an die Fleckenstein, 1711 an Hanau-Lichtenberg. - Kirchlich gehörte N. zum Landkapitel Ober-Hagenau und war vielleicht ehemals selbständige Pfarrei, sicher aber eine Pfründe, deren Kollatur den Eckbrecht von Dürekheim zustand. Im 18. Jhdt. war es Filiale der Pfarrei Obersteinbach. N e u n k i r c h , Wir. (Gde. Friesenheim, Ka. Benfeld, Kr. Erstein, U.-E.). 27 E. 4 Hsr. - Hilfskapelle (s. 1865), residiren-der Vikar der kath. Pfarrei Friesenheim, pastorirt auch Zelsheim (AO. von Friesenheim). - N. wird schon 1290 erwähnt. Es gehörte, wie Friesenheim, zum Territorium des B i s t h u m s Stra ssburg (Amt Benfeld). Alter Wallfahrtsort mit einem elfenbeinernen Bilde der hl. Jungfrau. Die Pfarrei N., zu der bis 1802 die Orte Friesenheim, Witternheim und Zelsheim gehörten, schon 1290 als solche erwähnt, wurde 142.5 von Bischof Wilhelm dem Spital zu Molsheim inkor-porirt; sie k a m 1590 an das Jesuitenkollegium daselbst, und wurde 1590-1702 von dem Pfarrer zu Diebolsheim, 1702-1714 i von den Jesuiten, von da ab von einem Weltgeistlichen versehen. Die Kirche (zu Ehren Maria Geburt) wurde 1455gebaut, das Pfarrhaus 1761. - N. liegt a m Keltenwege von Rheinau I in's Leberthal Tumulus der La Tene-Zeit. Spätmittelalter- [ liehe Wallfahrtskirche, jetzt stark modernisirt. Litter.: Geschichte der Wallfahrt zu unserer Lieben Frau von Neun kirch. Colmar 1371. N e u n k i r c h e n , Df. Ka. Busendorf [1790 Ka. Rehlingen, 1795 Ka. Gross-Hemmersdorf, 1802-1815 Ka. Rehlingen], erst 1828 definitiv zum Ka. Busendorf, aber schon 1817 unter dessen Gden. aufgeführt, Kr. Bolchen, L.). 240 E. 83 Hsr. (10 GRe.) - 220 m. - A G . Busendorf (10,0); BSt. Gerstiingen (4,7). - Nunkircha 12. Jhdt., N u n k r i c h 1303. 1811- 1837 A O . von Schwerdorf. Die Gde. umfasst den HO. X. i (161 E. 56 Hsr.) und den AO. Remeldorf (s. 1837, vorher selbstdg.). - Ortseinn. Uebergangssteuerstelle. StEBez. Busendorf II. - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Busendorf (s. 1804), die Gden. N. und Colmen (bis 1870 auch Flasdorf) i umfassend. Kirche der hl. A n n a (26. Juli). Die Protestanten gehören zur Pfarrei Augsb. Konf. in St. Avold. - Kleine Ziegelei, kleine Getreidemühle. W a r Dorf und Lehensherrschaft mit ganzer Gerichtsbarkeit in der alten Probstei Sierck. 1293 war N. im Lehensbesitze der Herren von Bolchen und der von Fels ; im 14. Jhdt. war das Geschlecht von Sierck ebenda begütert. 1591 war die Herrschaft an die Familie von Henning gekommen. Stephan Xaver von Henning überliess es dann an Lothringen. Spätere Lehensträger waren die de Haen von Burg-Esch. X. war alte Pfarrei des Trierischen Landkapitels Perl. Kirche 1750 zuletzt umgebaut. Den Kirchensatz hatten . die Ortsherren. < > e m e i n d e w a 1 d l Oberförsterei Busendort) 26,8 ha. N e u n k i r c h e n , Df. (Ka. |s. 1790] u Kr. Saargemünd, L.i. 1900 E. 245 Hs,- is,,Ke. - 220 m. - A.- und LG. Saargemünd (2,2); Bhf. Saargemünd (2,4). - Noukirke 1281; Neukirk 1316; Neuföglise 1681. Die Gde. umfasst den H O . N. (1844 E. 235 Hsr.), die AO. Bliesmühle, Triesch und den verschw. O. Longprey (?). - P. F. StEBez. Saargemünd 11 Armr. (Gründungsjahr unbekannt). Privathospital mit 2o Betten, 1894 gegründet durch die Familie Utzschneider in X Verbds.-Fw. (s. 1836, 3 Spritzen). Krgv. (S. 2. (»Ut. 1893). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Saargemünd (s. 1804). Kirche des hl. Dionysius (9. Okt.). Die Prostanten gehören zur Pfarrei Saargemünd. - Steinbruch (16 Arbeiter). Wackenmühle (vgl. Bliesmühle) mit Holzschnei-derci, zur Porzellan- und Fayencefabrik von Utzschneider u. Co. in Saargemünd gehörig. (129 Arbeiten; Zinngiesserei (12 Arbeiter), Cementröhrenfabrik (4 Arbeiter). Hausin-dustrie: Perlkranzfabrikation, auf eigene Rechnung. N. gehörte zu der Kastellanei S a a r g e m ü n d (s. d.), es scheint ursprünglich zum Besitz der Abtei St. Denis in Saargemünd gehört zu haben (s. d.i, später an das Haus der Grafen von Sponheim gelangt zu sein, welche 1128 daselbst die Abtei Disibodenberg mit Gütern beschenkten. - Im 12. und 13. Jhdt. wird N. vielfach in Zusammenhang |