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Show 968 St. Hubertus-Quelle - St. Johann. St. Hubertus-Quelle, im Volksmunde «Pompös e I Bronn genannt, im Waldbezirk «Schlossberg , unter einer mit römischen Skulpturen bedeckten Felswand entspringend, nördl. Lemberg, Ka. Bitsch. Die Bezeichnung St. Hubcrtus- Ouelle ist erst jüngsten Datums. Ueber das Relief (Jagd-scene mit Diana) s. Michaelis im Jahrb. der Gesellsch. für lothr. Gesch. und Alterthumsk. 7. Jahrg. 1895, S. 128 f. St. Immersberg, ein hinter dem Dorfe Günsbach, Ka. Münster, gelegener, mit Wald, Weide und Wiesen bestockter Westhang, ca. 520 m. St. Jacques, verschw. Kap. (Gde. u Ka. Gorze, Kr. Metz. L.). Lag nördlich von Gorze am Wege nach Ancy. Zur Erinnerung wurde 1840 ein Steinkreuz an der Stelle errichtet. Die Stelle wird »St. Jacques en Boguette» genannt. Diese Kapelle welche im dreissigjährigen Kriege verwüstet worden war, scheint gleich nach lb48 erneuert worden zu sein. St. Jacques, verschw. Kap. südl. von Volmeringen (Ka. u. Kr. Bolchen, L.i. Soll um 1830 verfallen sein; die Steine sind etwa 1833 zum Bau eines Hauses verwendet worden. St. Jakob, Arbeiter-Hsr., s. St. Bertha und St. Jakob. St. Jakob, Bleigrube (Gde. Hargarten, Ka Busendorf, Kr. Bolchen, L). S. Hargarten. St. Jakob, Kap. südl. von (Gde. Charleville, Ka. Vig\ .Kr. Metz, L.). Dem hl. Jakobus und dem hl. Christoph geweiht. Wallfahrtsort (25. Juli). Gehört erst seit 1623 zu Charleville, vorher zur Herrschaft Nicdbrücken (Gde. Contchen). St. Jakob, Kap. (Gde. Mutzig, Ka. u. Kr. Molsheim, U.-E.i. 1626 durch die Zuckmantel errichtet, an Stelle des verschwundenen Dorfes Wege v d.i. - Meyer, Ch., La chapelle St. Jacques, pres Mutzig. (Bull, de la Soc. p. la cons. des mon. hist. d'Als. 2e ser. 17, 1895, S. 26-28.) St. Jakob, Kap. südsüdwestl. von St. Nabor (Ka. Ros-heim, Kr. Molsheim, U.-E.). Romanischer Bau, 1359-bO re-staurirt. In der Mitte ein künstlich bearbeiteter Stein der Bronze-Hallstatt-Zeit. - Geschichtliches Denkmal. St. Jakob, 1343 Vorstadt der Gde. Thann (Ka. u. Kr. gl. N., O.E. . S. Thann. St. Jean s. a. St. Johannhof (Gde. Dalem). St. Jean, Hs. (Gde. Movenvic, Ka Vic, Kr. Chäteau- Salins, L.). 1 Hs. - Verlassenes Haus auf der Höhe nördlich von Marsal, auf der Stelle einer römischen Niederlassung und wahrscheinlich des späteren Castrum Salli (s. Salli castrum). - Römische Reste aller Art, besonders gallische und römische Münzen. ('.allo-römisches Bas-Relief (s. Morville b. Vic). Im 18. Jhdt. stand an der Stelle eine Einsiedelei (Kapelle nebst Wohnung). St. Jean, Kap. (Gde. Marthil, Ka. Delme, Kr. Chäteau- Salins, L.). Ehemalige Einsiedelei, Besitz der Abtei St. Arnulf in Metz. St. Jean aux Bois, ehemalige Kapelle und Einsiedelei bei Gondreville (Gde. Vry, Ka.Vigy, Kr. Metz, L.); war Bestandtheil der Herrschaft Vr\ (s d.). Unbedeutende Ruinen. östl. von Gondreville, sind noch vorhanden. St. Jean b. Chanville, Gipsm. (Gde. Chanville, Ka. Range, Kr. Metz, L.). l) E. 1 Hs. In Betrieb seit 1852, wird durch Pferde beirieben. St. Jean-Courtzerode s. St. Johann-Kurzerode. St. Jean-des-Choux s. St. Johann bei Zabern. St. Jean-Rohrbach s Johanns-Rohrbach. St. Jeanweiher, 3 Weiher im Scillegebiet 1,5 km nördl. Gisselfingen - zusammen 3 ha. Fischerei. Privatbesitz. Werden nicht abgelassen. Abfluss zum Lindersec östl. Tarquinpol. St. Johann, Bleigrube (Gde. Hargarten, Ka. Busendorf, Kr. Bolchen, L.). St. Johann, Hf. (Gde. Bischdorf, Ka. Grosstänchen, Kr. Forbach, L... 10 E. 1 Hs. 1344 auf einer Rodung im Bischwald entstanden. St. Johann, Hf. (Gde. u. Ka. Ensisheim, Kr. Gebweiler, O.-E.i. 14 E. 1 Hs. Rest des Dorfes Machto'.sheim, in sant Johansfeld 1507. Gehörte vor der Revolution der Deutschordenskomthurei von Rufach. Dabei eine Kapelle, in der der Deutsche Orden bis 1670 einen Priester unterhielt. Nachher wurde sie von den Kapuzinern in Ensisheim pastorirt. St. Johann, Hf. (Gde. Gertingen, Ka. u. Kr. Bolchen, I L.). 8 E. 1 Hs. Soll um die Mitte des 19. Jhdts. erbaut worden sein. St. Johann, Hf. (Gde. u. Ka. Kaysersberg, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 13 E. 2 Hsr. Wahrscheinlich entstanden im Anschluss an eine Kapelle St. Johann, die 1441 dort er- 1 wähnt wird. In der Nähe war ein kleines Minoritenkloster, das 14*2 nach Kaysersberg verlegt wurde. Im 17. Jhdt. als Wallfahrtsort genannt; 1775 Einsiedelei. St. Johann b. Zabern, Df. (Ka. [s. 1790] u. Kr. Zabern, U.-E.). 730 E. lbb Hsr. (12 GRe.) - 280 m. - A.- u. LG. Zabern (4,9); HSt. Zornhof (3,12). - Mayenheims-willer 1126; Cell a S. Joh an n is 1138; St. Jean-des- Choux 1869. - Die Gde. umfasst den HO. St. J., die unbew. O. St. Michael, u. Wendelinskapelle, die verschw.O. Egeheims-weiler und Volkersweiler. - StEBez. Zabern. Armr. (s. 1840). Wasserltg. (s. 1893). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Zabern (s. 1802). Schutzheiliger der Kirche Johannes der Täufer (24. Juni), der Gde. die hl. Agatha. Ausserdem die Wendelinskapelle. Filiale Ernolsheim. Filiale der prot. j Pfarrei Augsb. Konf. in Ernolsheim. - 2 Steinbrüche. Gelb-i giesserei und Messingstanz werk Zwiebel, (19 Arbeiter). St.J. b. Z., ursprünglich Meyenheimsweiler ' Mevenhaims-viller, Meyenhelmswiller) genannt, war Anfang des 12. Jhdts. im Besitz des Grafen Peter von Lützelburg, der dort ca. ' 1130 das Frauenkloster St. Johann stiftete (s. d.) und demselben das Dorf zur Ausstattung schenkte. Unter der Herrschaft dieses Klosters-verschw and allmählich der alte Name des Dorfes, und der Name des Klosters trat an dessen Stelle. Oberherr von St. Johann war die Abtei St. Georgen i im Schwarzwald, der das Kloster bei der Gründung unterstellt worden war. Ihr huldigte das Dorf; doch besass das Kloster St. J. die Gerichtsbarkeit daselbst und ernannte den Schultheissen. Im 17. Jhdt. beanspruchte der Bischof von Strassburg gewisse Hoheitsrechte über St. J„ musste aber 17ol laut Spruch des Conseil souverain darauf verzichten. So blieb das Dorf bis zur Revolution im Besitz des Klosters. - Im 30jährigen Kriege hat St. J. sehr stark gelitten, besonders 1622 durch die Truppen Mansfelds. - Die prächtige Klosterkirche (mittelromansiche Pfeilerbasilika, gesch. Dkm.) dient als Pfarrkirche (ehemaliges Landkapitel Betbur). Berühmte Wallfahrtskapelle St. Michael i s. d.), auf dem Berge oberhalb des Dories. Dabei eine fränkische Beerdigungsstätte. Im 17. Jhdt. ferner eine Agathenkapelle, im 18. eine Wendelinskapelle erwähnt. - Bronzefunde. Gemeinde wald (Oberförsterei Buchsweiler) 94,b ha. Der Gemeindewald war bis 1808 im ungeteilten Besitze von Dossenheim, Ernolsheim, Steinburg und St. Johann. S. a. darüber nächsten Artikel. Michel, Eug., Kirche in St. Johann im Elsass. (Zschr. f. Bauwesen 47, 1897, S. 27-32.) St. Johann b. Zabern, Benediktiner Frauenkloster (cella S. Johannis 1133), als Filiale der Abtei St. Georgen im Schwarzwald auf einem 112b von Graf Peter von Lützelburg aus dem Hause Bar-Mümpelgard geschenkten Gebiete in dem Dorfe Meyenheimsweiler (s. d.) gegründet. Die Kirche, älter als das Kloster, wurde schon 1127 durch den Bischof von Metz eingeweiht; sie ist eine dreischillige romanische Pfeilerbasilika ohne Querhaus, mit 3 Apsiden. Das Kloster unterstand der Oberherrschaft der Abtei St. Georgen. Im 17. Jhdt. beanspruchte auch der Bischof Hoheitsrechte über das Kloster und dessen Gebiet, musste jedoch 1701 laut Spruch des Conseil souverain darauf verzichten. Von den ehemals reichen Besitz- |