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Show 766 Niederdaunthal - Nieder-Gentringen. Niederdaunthal, ehemalige Bezeichnung des Forst-hatises Daunthal (Gde. Sturzelbronn, Ka. Bitsch, Kr. Saargemünd, L.i. Niederdorf, abg. Ort bei Grenzingen (Ka. Hirsingen, Kr. Altkirch, O.-E.). - N y d e r n d o r f f 1420; Niederstorff bach 1671. - 1420 Dinghof des Klosters St. Morand bei Altkirch. Mit Grenzingen vereinigt. N i e d e r d o r f (St. Moritz) bildet mit Oberdorf (St. Afra) zusammen die Gde. H i r z b a c h (s. iL), Ka. Hirsingen, Kr. Altkirch, O.-E. N i e d e r e c k , Einsattlung, 770 m, westl. über Hof Hin-tergoutte, Gde. Weiler, Ka. u. Kr. Thann. N i e d e r e G r a m b ä c h l e , Hf. Gde. u. Ka. Masmünster, Kr. Thann, O.-E.). (> E. 1 Hs. Soll seit 1750 bestehen. N i e d e r e h n h e i m , Df. (Ka. Oberehnheim [s. 1790], Kr. Erstein, U.-E ). 905 E. 240 Hsr. (12 GRe.) - 165 m. - AG. Oberehnheim (3,8); Bhf. Oberehnheim (3,5). - E h e n h e im 1050; E h e n h e i m inferior 1181; Niedcrnai 1869; ma. Nidernah(n). - Die Gde. umfasst den HO. X. (885 E. 242 Hsr.), die AO. Grossbreitel, Mittelmühle, Obermühle, Riedhof, Todtenbreitel und die verschw. O. Feldkirch, Ober-binn. - P. F. StEBez. Oberehnheim. Armr. (s. 1876). Station der Schulschwestern der göttlichen Vorsehung von Rappoltsweiler. - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Oberehnheim (s. 1802). Schutzheiliger hl. Maximin (29. Mai.) Filiale der prot. Pfarrei Augsb. Konf. in Klingenthal. Die Israeliten gehören zum Rabbinat Oberehnheim (s. 1871, vorher war N. selbst Rabbinatssitz). Betsaal. Jüd. Friedhof in Rosenweiler. - Zwei Ziegelstein- und Kalkbrennereien. Kreissäge (Jac. Schneebele). Getreidemühle. Hausindustrie : Sockenstrickerei, Wollwaarenhäkelci, für Firmen. Handel: Wolle. Tabakbau. Tabak bau verein. N. wird schon in der ersten Hälfte des 8. Jhdts. erwähnt. Die Abtei Moyenmoutier erlangte damals durch Schenkung Besitz daselbst. Kloster Feldkirch (s. d.) ist auf diesem Besitz ntstanden. 1114 bestätigte Heinrich V. die Güter der Abtei zu N. 1181 erscheint Kloster Truttenhausen daselbst begütert. 1050 und 1257 auch die Abtei Hohenburg. Bannherren von X. waren im 13. Jhdt. anscheinend die Abtei Moyenmoutier, die Herren von Ochsenstein und die Landsberg. 1256 traten die Ochsenstein alle ihre Rechte zu N. an die Landsberg ab. Diese trugen 1284 ihr gesammtes Eigengut, das wahrscheinlich damals schon fast den ganzen Ort umfasste, dem Strassburger Bisthum auf und erhielten es als bischöfliches Lehen zurück. Sie ummauerten N., wie es denn auch in den Urkunden häufig als Stadt bezeichnet wird. Seitdem blieb X. bis zur Revolution im Besitz der Landsberg und gehörte zum Territorium der Reichsritterschaft. 1440 Okt. wurde N. sammt dem Schloss von den Armagnaken genommen. 1592-93 war das Schloss Hauptquartier des Markgrafen von Baden-Durlach im Bischofskrieg, 1622 wurde es sammt dem Ort von den Truppen Mansfelds geplündert, 1636 Juli 4 den Schweden übergeben und b>74 Okt. zweimal u m den Kaiserlichen geplündert. Im Dez. 1680 wurde der Sitz des Direktoriums der unterelsässi-schen Reichsritterschaft durch Ludwig XIV. von Strassburg nach dem Schloss zu X. verlegt. Erst nach der Kapitulation von Strassburg, im Juli 1682 kam das Direktorium wieder dorthin. - Kirchlich gehört. \ /um Landkapitel Oberehnheim. Eine Kapelle St. Maria ULI erwähnt, von der Maximinuskirche zu Feldkirch, welche Pfarrkirche von X. war, abhängig, mit welcher si. 1332 dei Vbtei Moyenmoutier In-korporin wurde. 1314 ein. Barbarakapelle mit Kaplanei gegründet, 1464 Rektorat, Primissariat und Kaplanei St. Barbara. 1666 war die Kapelle zerstört, die Dotation von den Landsbcrg eingezogen. 1763 erscheint die BarharakO i h. als Pfarrkirche. Las Patronatsrecht besass die Abtei Moyenmoutier. Von dem 16. Jhdt bis 1871 war X. der Sitz des jetzt in Oberehnheim befindlichen Rabbinates. - N. liegt am Hauptkeltenwege von Beifort nach Selz. Tumuli der Hall statt-La Tene-Zeit und römische Funde. Reste mittelalterlicher Befestigung und des Schlosses aus dem 14. Jhdt. Ring, M a x de, Les tombes celtiques des bois de Nieder-nai. (Bull, de la Soc. p. la cons. des mon. hist. d'Als. 3, 1858-60, 2, S. 59-62.) N i e d e r e Höfle, W . (Gde. Pfetterhausen, Ka. Hirsingen, Kr. Altkirch, O.-E.i. 1 Hs. Soll seit Mitte der 60er Jahre bestehen. N i e d e r - E i c h w a l d . Wir. (Gde. Eichwald, Ka. Habsheim, Kr. Mülhausen, O.-E.). 56 E. 12 Hsr. Theilte die Schicksale von Eichwald (s. d.). N i e d e r e M ü h l e , M. (Gde. Kappeln, Ka. Landser, Kr. Mülhausen, O.-E.i. 6 E. 1 Hs. Getreidemühle mit Wasserkraft. Soll seit K.91 bestehen. N i e d e r e n z e n , Df. (Ka. Ensisheim [1790-1802 Ka. Rufach], Kr. Gebweiler, O.-E.). 289 E. 76 Hsr. (10 GRe.) - 205 m. - AG. Ensisheim (10,8); Hp. Oberenzen (0,3). - Niedern Eishein 1250 (?); ma. Nideranze. - Zwischen N. und Oberenzen lag der verschw. O. Mittelenzen. - StEBez. Ruf ach I. Fw. (s. 1842, 1 Spritze). - 1802-08 und seit 1845 kath. Hilfspfarrei des Dekanats Ensisheim (1808-45 Filiale von Oberenzen). Schutzheilige hl. Agatha (5. Febr.). Die Protestanten werden von Algolsheim pastorirt. W a r theils m u rba c hi s ch e s, theils h a b s burgisches Lehen; grösstentheils in Händen der Hattstatt bis 1585, von da ab der Truchsess von Rheinfelden. Nach Schöpflin soll es zu dem mittleren Egisheimer Schloss Unterburg, später zur Grafschaft Horburg gehört haben. Noch 1648 war es österreichisches Sasslehen der Truchsess. 1310 Dinghof der Aebtissin von St. Stephan in Strassburg. 1276 erwarb Kloster Klingenthal hier Besitz, 1325 Joh. von Rappoltstein. 1648 zur Vogtei Ensisheim gehörig, in franz. Zeit zum A m t Ensisheim und Heilig-Kreuz. Gehörte zum Baseler Landkapitel Citra Ottensbühl; den Kirchensatz hatten die Truchsess von Rheinfelden. - N. liegt an einem Keltenwege von Baigau nach Rufach. Der untere Theil des Kirchthurms j ist noch gothisch, aus dem 15. Jhdt, drei gute Rococoaltäre. Im Chor und auf dem Kirchhof Grabsteine aus dem 17. Jhdt. G e m e i n d c w a l d Oberförsterei Rufachi 53.2 ha. Niederer Bettelsbach s. Thalbach 11. Nieder-Fillen, Df. (Gde. Ober-Fillen [s. 1810], Ka. Falkenberg, Kr. Bolchen L.). 117 E. 45 Hsr. - Nidrevilla 1121; X y der fy eilen 15. Jhdt.; Basse-Vigneulle 1441; Vigneulles-Basse 18ol». - Vor 1S10 selbständig und seit 1790 zum Ka Lubeln, seit 1792 zum Ka. Rollingen, seit 1795 wieder zum Ka. Lubeln und seit 1802 zum Ka. Falkenberg gehörig. - Kapelle zum hl. Kreuz. Gehörte /um Theil zu der Herrschaft Homburg- St. A v o l d (s. d.); der Grundbesitz sowie die ganze Gerichtsbarkeit waren zwischen derselben und der Lehensherr seh alt Helflingen getheilt. Letzterer Theil war ehemaliger Besitz der Abtei Longeville (Ban-St. Martin), 1121 wurde dieser dort ein Frohnhof mit 6 Hüben bestätigt. Die ganze Gerichtsbarkeit auf diesem Bann, welche der Abtei zustand, wurde, wie später der Grundbesitz, an die Herrschaft Helfiingcn überlassen. Diese hatte früher in N. nur die Vogtei. Dieser Antheil wurde dann verpfändet und war 1725 mit Dorweiler (Gde. Fletringen) im Besitz der Joly ans Met/. Einen bedeutenden Freihof hatten dort die Herren von Krii chiiigen, wohl wegen Helflingen, bei welcher Herrschaft das Dorf z. Th. noch 1728 aufgeführt wird. - Annexe der Hilfspfarrei Oberhllen, vorh. der Pfarrei Dorweiler. Orts w a l d (Oberförsterei Falkenberg) 57,6 ha. Niederforstgraben s, Saar 13. Nieder-Gemeindeweiher s. Gemeindeweiher. N i e d e r - G e n t r i n g e n , Wir. (Gde. u. Ka. Diedenhofen, Kr. Diedenhofen-Ost, L. . 161 E. 46 Hsr. Zur kath. Hilfspfarrei Ober-Gentringen gehörig. (Ortseinn. Gentringen vgl. Gde. Diedenhofen.. Ende des 18. Jhdts. entstanden. |