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Show Mooschbach - Morlingen. 705 beiter und verfügt über 90 Pferdekräfte. Die Spinnerei ist 1826 von Bernaud erbaut und 1842 von Koechlin übernommen, die Weberei 1839 erbaut worden. Sägemühle mit Wasser-und Dampfkraft. 2 Sägemühlen mit Wasserkraft. Steinbruch. M. gehörte zum murbachischen Amte St. Amarin, Meierthum des unteren Thaies, und zinste in den murbachischen Dinghof zu St. Amarin. Mit Mooschbach und dem einstigen Dorfe Werschholz bildete M. eine Mark- und Waldgenossenschaft. Wurde 1376 durch die Engländer verbrannt. Im 30jährigen Kriege verödet, zählte es 16.50 mit Mooschbach und Werschholz 16 Bürger und 36 Kinder. - Die ehern Eisen-Bergwerke am Rucheruntz (Runsche) oder Glau-steg waren seit dem 16. Jhdt. im Betriebe; die 1568 eröffneten Silbergruben standen anfangs des 17. Jhdts. im Rufe, die ergiebigsten in deutschen Landen zu sein. 1650 betrug die Produktion 4495 Reichsthaler. 1891 wurde bei M. ein Bergwerk «Aurora» durch die Gewerkschaft Neue Kirche in Goslar in Betrieb gesetzt, dasselbe ist jedoch im August 1901 wieder eingegangen. Gemeinde wald (Oberförsterei Thann) 742,6 ha. Grauwacke, etwas Granit. (Tannen- und Buchenhochwald.) In Besitz der Gde. gelangt durch Schiedsspruch vom 10 Messi-dor III (28. Juni 1795). Mooschbach, früher AO. (Wir.), jetzt Theil der Gde. Moosch 'Ka. St. Amarin. Kr. Thann, O.-E.i. Muos-pach 1394; Muschbach 1550. Gehörte zum murbachischen Amte St. Amarin in das Meierthum des unteren Thaies und bildete mit Moosch und Werschholz eine Mark- und Waldgenossenschaft. Begütert daselbst war das Kloster Murbach; die demselben gehörigen Lehen erhielt 1429 Konrad von Schvveighausen, 1529 Hans von Rodenbach, 1586 die Familie von Neuenstein. Moosenberg, verschw. Hs. (Gde. Nieder-Rentgen, Ka. Kattenhofen, Kr. Diedenhofen-Ost, L.). 1887 abgerissen. Moosfelsen, F. auf dem südl. Ausläufer der Hohen Schwärz bei Kaysersberg, südwestl. unter dem TP. 474,1 m. Moosgraben s. 111 46. Mooslochgraben s. Rohrbach (Zorn) 6. Moranville. Ehemalige Bezeichnung des Schönhofes is. d.), Gde. Rimlingen. Moraux, Hf. (Gde. Rangwall, Ka. Hayingen, Kr. Diedenhofen- West, L.i. 12 E. 3 Hsr. 1817 zuerst erwähnt. Morbach s. Mossig 13. Morchenmattenbach s. 111 24. Mordfeld, Sennh. (Gde. Lautenbach-Zell, Ka. u. Kr. Gebweiler, O.-E.). 1 Hs. Besteht schon über 150 Jahre. Erbauungsjahr unbekannt. 1161 m. Vgl. Mordfeld, Waidefläche. Mordfeld, richtiger Moor feld, Waidefläche zwischen Storkenkopf (östl.) und Hundskopf (westl.) (s. d.), mit Melkerei (Sennhütte) gl. N. (s. d.) [an ein felldt, liggt in aller h "he, nennt man das Morchenfelldt 1550 ; Morfeld 1775]. Hier wurden der Sage nach im Jahre 926 7 Murbacher Mönche von den Ungarn erschlagen. Mordfeldrunz s. Thur 22. Morenbach "der -bachgraben s. Doller 23. Morenbächel s. Rohrbach (Zorn) 7. Moreyfontaine, Hf. (Gde. Zell, Ka. Schnierlach, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 13 E. 2 Hsr. Entstand ungefähr 1790. Lepreix et le champs Mo rev 1636. Morrey fon-taine 1664 (wo Ackerland, Gärten, Scheune). Morey ist Personenname. Morfort, verschw. Sgm. (Gde. Lubeln, Ka. Falkenberg, Kr. Bolchen, L.t. Ehemaliger Besitz der Abtei Longeville, 1581 erwähnt. Morimont, Hf. (Gde. Oberlarg, Ka. Pfirt, Kr. Altkirch, O.-E.). 8 E. 1 Hs. Alter Hof, 5 Minuten von den Ruinen der Burg M. oder Mörsberg, wahrscheinlich das von den Grafen von Vignacourt 1755 erbaute neue Schloss Mörsberg. Morimont, Burgruine s. Mörsberg. Morimont. B., s. Mörsberg. Morinville, zerstörtes Schloss (Gde. Silbernachen, i Ka. Pange, Kr, Metz, L.). Ehemaliger Sitz einer Lehens- I herrschaft des Bisthums Metz, später des Pays Messin (Saulnois , zu welcher Silbernachen (Servigm und die Hälfte von Frecourt gehünen, später Herrschaft Silbernachen (Ser-vignj - genannt (s. d.i. Im 12. und 13. Jhdt. durch ein gleichnamiges Geschlecht getragen. 1232 wurde das Schloss durch den Grafen von Bar im Bunde mit der Stadt Metz genommen und zerstört. Im 13.-14. Jhdt. war die Herrschalt in Händen der lalle, Sau vage, von Hennamenil, Truand, de Lattre, im 15. der Jalle, Groignat, Bugley. Das Schloss v\ ird 1592 als zerstört bezeichnet. Morlingen, Wir. (Gde. Bingen [s. 1812], Ka. u. Kr. Bolchen, L.). 112 E. 39 Hsr. Morldingen 1240; M e langen 1594; Morlange 1869. - Vor 1812 selbständig und s. 17'iit zum Ka. Waibelskirchen, s. 1802 zum Ka. Bolchen gehörig. Wasserltg. (s. 1897). - M. war Df. des Marquisats Falkenberg (s. d.). 1240 erscheint es zuerst und war damals : Lehen der Finstingen zu Falkenberg. In M. hatte die Abtei St. Vincenz Güter. 1258 (?) vermachte Konrad (von Remeringen?) bei seinem Eintritt in den Deutschherren-Orden der Metzer Ordenskomthurei seinen Besitz (Ackerland, Wiesen, Häuser, Scheuern) in M. Die Schenkung wurde 1301 von Herbord und Sophie von Remeringen bestätigt. - M. war abwechselnd Annexe der Pfarreien Bingen und Waibelskirchen. Gegenwärtig gehört es zu der Hilfspfarrei Bingen; es besitzt eine einfache Kapelle zu Ehren des hl. Petrus, einen romanischen Bau der ersten Hälfte des 11. Jhdts. (Gesch. Dkm.) Darin eine Glocke aus dem Jahre 1599. Orts wald 'Oberförsterei Bolchen) 30,3 ha. Boulange;, G., Note sur Morlange. 'Mem. de l'Ac. de Metz 1853-54, Ire ptie. p. 315.i Morlingen, Wir. Gde. Fameck [s. 1810], Ka. Havingen, Kr. Diedenhofen-West, L.). 231 E. 48 Hsr. - Morlin-gias959; Morlingen 1327; Morlange 1340; Morlange 1869. - Vor 1.810 selbständig, mit Remelingen als AO.; 1790- 1802 zum Ka. Flörchingen, dann zum Ka. Diedenhofen gehörig. - M. gehörte der Probstei Briey. - Es wird schon sehr früh erwähnt. 959 schenkte Grälin Hildegunde dem Stifte Amelle eine Hube in M. Ihr Sohn, Graf Konrad, überliess durch Testament (982) den Ort der Abtei Gorze. Vögte der Abtei waren die Grafen von Bar, welche allmählich sich in den Besitz der hohen und mittleren Gerichtsbarkeit setzten und in M. eine Meierei der Kastellanei (später Probstei) Briev mit Edingcn, Ober- und Nieder-Remelingen und dem Barischen Antheil an Fameck bildeten. Gorze blieb bis zur Revolution in Besitz der Grundherrschaft. Auch das Kapitel von Briey war in M. begütert. Es scheint, dass früher ein Theil von M. zu Luxemburg gehörte; denn durch Urkunde von 1040 überliess Kaiser Heinrich III. der Abenza von Luxemburg das Gut, das er in M. besass (wohl Erbstück von seiner Mutter). Das Gut ist später mit den Besitzungen von Gorze vereinigt worden. 1602 bei den i Konferenzen von Marville wird noch M. als gemeinschaftlich mit Lothringen-Bar bezeichnet und ist seitdem, obwohl I von Luxemburg damals nicht ausdrücklich an Lothringen ] abgetreten, doch im 17. Jhdt. thatsächlich als Dorf des | Herzogthums Bar anerkannt worden. Die Herrschaft wurde ] 1324 den Griffoncl von Metz zu Lehen gegeben, 1327 den Herren von Oettingen, 1340 den Roucel aus Metz mit der | Vogtei über den Besitz von Gorze. 1415 wurde die Meierei i an die Herren von Flörchingen verpfändet. 1497 verzichtete zu Gunsten Lothringens Robert de la Mark, Herr zu Flör- ' chingen, auf seine Ansprüche. - Die Kapelle von M., einer der interessantesten Bauten des 12. Jhdt. war Besitz der Abtei Gorze. Der Kirchensatz, welcher ursprünglich, vv. gen der Pfarrei Fameck, zur Abtei St. Martin bei Metz gehörte, wurde 1219 durch Probst Honorius 111. der Abtei Gorze mit den Zehnten zugesprochen. Die Abtei hatte dort ein Priorat 45f |