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Show 1188 Weier im Thal - Weiher. kraft, von Jakob Immer in Metzeral seit 1895. 312 W e b stühle, 150 Arbeiter. Sägemühle mit Wasserkraft. W . i. Th. war 896 Eigenthum der Abtei Münster und kam später mit derselben und dem ganzen MUnsterthale an das Bisthum Basel. Dieses behielt bei der definitiven Rückgabe des Gregorienthaies an das Reich unter König Rudolf die Oberhoheit über W . i. Th., welches 1279 als oppidum erscheint. 1293 wird castrum atque castellum, 130b Burg und Stadt W . i. Th. genannt. A m Anfange des 14. Jhdts. belehnte das Bisthum Basel die Herren von Rappoltstein mit W . i. Th., welche es wieder an die Nortgassen und 134b-1440 an die Hattstatt zu Afterlehen gaben. Es wurde dann der Sitz eines rappoltsteinischen Amtes (s. d.). Der Dinghof zu W . i. Th., vermuthlich Eigengut, wurde 1410 von Hans Wilhelm von Girsberg den Rappoltstein verpfändet, die ihn 1422 ganz zu eigen bekamen und 1507 der Abtei Murbach zu Mannlehen auftrugen. Ordnungen aus dem 15. Jhdt. s. bei Stoffel, Wreisthümer S. 181 ff. W . i. Th. wurde 1279 durch die Herren von Girsberg verbrannt, 1293 in dem Kriege gegen Anselm von Rappoltstein von dem Heere König Adolfs von Nassau genommen und zerstört, 1303 von Heinrich von Rappoltstein wieder aufgebaut. - Die Pfarrei an St. Martin mit den Filialen Walbach und Zimmerbach gehörte zum Landkapitel Ultra Colles Ottonis des Bisthums Basel. Das Patronatsrecht hatten die Herren von Rappoltstein, dann die Herzoge von Zweibrücken-Birkenfeld als Erben von Rappoltstein. Auf dem Sonnenberge (s. d.) bei W . i. Th. liegt die Heilig-Kreuz-Kapelle, welche von den Girsberg gestiftet und 1234 den Johannitern in Colmar geschenkt wurde. In der 2. Hälfte des lS.Jhdts. lag sie in Trümmern, wurde aber dann von der Gde. wieder hergestellt. 1793 abermals zerstört, wurde sie nach 1802 von neuem erbaut. Seit 184b ist sie auch Wallfahrtsort der Mutter Gottes (Hauptfeste 2. Febr., 3. Mai und 14. Sept.). - Die alte Kirche von W . i. Th. ist verschwunden. Auf dem Kirchhofe eine St. Michaelskapelle mit einem Kärner im Erdgeschosse und einer Kapelle im ersten Stocke aus dem 14. Jhdt., erneuert resp. umgebaut im 15 Jhdt. Der Kirchhof war anscheinend befestigt. Im Orte die St. Barbarakapelle aus dem 15. Jhdt. Jetzt Magazin. A n vielen Stellen sind noch Reste der Ortsbefestigung sichtbar; auch alte Privathäuser in Stein und in Holz finden sich. G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Colmar-West) 711,4 ha. 420-900 m über dem Meere. \Togesensandstein, Grauwacke, Granit. (Tanne, Kiefer, Eiche, Buche, Kastanie.) Ursprünglich Besitz der Herren von Rappoltstein, seit 1688 des Hauses Pfalz-Zweibrücken, wurde in der französischen Revolution Eigenthum der Gde. Weier im Thal. (Der Wanderer im Elsass 3, 1890, S. 219, 225-227 ff.) W e i e r i m Thal, Amt. Das rappoltsteinische A mt W . i. Th. umfasste gegen Ende des 17. Jhdts.: 1. Stadt Weier im Thal (s. d.) mit herrschaftlichem Schloss; 2. Bann und Meierei Girsberg; 3. Dorf Griesbach und Dorf Günsbach mit der verfallenen Burg Plixburg; 4. Dorf Walbach; 5. Dorf Wasserburg; b. Dorf Zimmerbach zur Hälfte. S. die einzelnen Artikel. Welerer Kreuz s. Wüst. Weierlekopf, ca <JMI rn, östliche, in das obere Thur-thal vorspringende Fortsetzung des im Grenzkamm gelegenen Hasenlocher Kopfes, westl. über Wildenstein. Ka. St. Amarin. Weierleskopf, 480 m, östl. des Hofes Gimbel, Gde. Lembach, Ka. Weissenburg, unweit der elsässisch-pfälzischen Grenze. Weiersburg (Wiegersburg), ehemal. Burg (Gde. Kestenholz, Ka. u. Kr. Schlettstadt, U.-E.). A m Eingang des Leberthaies, von der Leber umflossen. Gehörte 1359 zu den bischöflich-strassburgischen Lehen, welche die Landgrafen dem Bisthum Strassburg zurückverkauften. 1389 von Rein- ( hard von Frankenburg an Johann von Kageneck verkauft, I von dem W . an die Zorn-Lappe, 143b durch Kauf an die Grafen von Lützelstein, dann 1449 an die Uttenheim zum Ramstein und die Bock von Bläsheim, später an die Zorn kam welche die Burg 1499 den Rappoltstein aufgaben und mit deren Bewilligung 1728 dem Strassburger Domstift verkauften. Bis dahin war die Burg reichsritters chaft-lich gewesen. Eine Nebenlinie der Zorn gen. Schultheiss, nannte sich von W., erloschen 1525. Weiersburg, ehem. Burg (Gde. u. Ka. Maursmünster, Kr. Zabern, U.-E.). Unweit des Klosters Maursmünster von den Besitzern der Mark Maursmünster zu gemeinsamen Zwecken erbaut und urkundlich als castellum Maurimonas-terii genannt, 1391 vom Grafen von Lützelstein dem Bischof Friedrich von Strassburg, durch diesen dem Siegfried von Oberkirch verpfändet, 1456 an den Bischof zurückgefallen, in der zweiten Hälfte des 18. Jhdts. auf Anordnung des Abtes von Maursmünster niedergelegt. Weiglenbächlein s. Zorn 39. W e i h e r , Df. (Ka. Lörchingen [s. 1790], Kr. Saarburg, I L.). 41b E. 97 Hsr. (10 GRe.) - 300 m. - A G . Lörchingen | (7,2); HSt. Unter-Barville (2,8). - Veiher 1671; V o y e r en I allemand W e y e r 1751; V o y e r 18b9. - Die Gde. umfasst ! den H O . W . (411 E. 96 Hsr.), den A O . Ziegelei und den verschw. O. Haute-Bourdonnne (Zum hohen Thurm). - | StEBez. Lörchingen. Wasserltg. (s. 1897). F w . (s. 1889, 2 Spritzen). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Lörchingen (s. 1802). Kirche zu Ehren Maria Geburt (8. Sept.). 183b erbaut. Kapelle des 1897 heilig gesprochenen Peter Fourier. Die Reformirten gehören zur Pfarrei Saarburg. - Sandsteinbruch (4 Arbeiter). W . gehörte zu der ehemaligen Grafschaft Dagsburg, zuerst 15b9 erwähnt. Der Ort ist oft mit Weyersheim zum Thurm (s. d.) im Elsass verwechselt worden, das zur Hälfte den Grafen von Leiningen-Dagsburg, als Lehen des Bisthums Strassburg, gehörte. - W . war bis 1739 Annexe der Pfarrei Walscheid, dann bis 1785 von Alberschweiler. Der Ort ist 178b zum Pfarrsitz des Archipr. Saarburg erhoben worden. Den Kirchensatz hatte der Bischof von Metz. - In _den WTäldern Steinwälle aus unbestimmbarer Zeit. Römische Reste. A m Wege nach Walscheid sind Münzen, Substruktionen, Skulpturen, Fragmente, Bas-Reliefs und dgl. gefunden worden. G e m e i n d e wald (Oberförsterei Alberschweiler) 168,4 ha. 335-560 m über dem Meere. Vogesensandstein, Buntsandstein. (Buche, Kiefer, Tanne, Birke.) Der W a l d bildete einen Theil der ehemaligen Grafschaft Dagsburg, welche vor der französischen Revolution Eigenthum der Fürsten von Leiningen war, und im Jahre 1793 sequestrirt wurde; (die Entschädigung wurde durch Dekret v o m 10. Febr. 1804 geregelt) durch Kaiserliches Dekret vom 2. Juli 1864 wurde ! die oben erwähnte Fläche an die Gde. W . gegen deren Verzicht auf die Holzrechtc abgetreten. •Weiher, Fsths. (Gde. Langenberg, Ka. Rixingen, Kr. Saarburg, L.). 4 E. 1 Hs. 1882 erbaut. W e i h e r , Geh. (Gde. Willerwald, Ka. Saaralben, Kr. Forbach, L.). 5 E. 1 Hs. Soll schon vor dem 30jährigen Kriege bestanden haben. 'Weiher, Hsr. (Gde. Hohrod [7 Hsr.] u. Münster [1 Hs.], , Ka. Münster, Kr. Colmar, O.-E.). 62 E. 8 Hsr. - Der Wie-landishof zu W i e r e im 13. Jhdt. erwähnt. Z e W i g e r 1339. Haus, Hof und Scheuer zu W . 1553. Die jetzigen Häuser wurden 1787, das auf der Gemarkung von Münster 1820 erbaut. Dabei eine kleine Sägemühle mit Wasserkraft. 'Weiher, Wir. (Gde. Mitzach, Ka. St. Amarin, Kr. Thann, O.-E.). Frühere Bezeichnung des A O . Stürenburg (s. d.) derselben Gde. W e i h e r , verschw. Df. zwischen Biningen und Rah-j lingen iKa. Rohrbach. Kr. Saargemünd, L.). W y h e r 1424; V a y e r metairie 1730. - Lag auf der durch die söge- |