| OCR Text |
Show 863 Regisheimer Mühle - Reich. Ensisheim (3,8); Hp. R. (0.7). - Regenesheim 817; ma. Ri use. - Die Gde. umfasst den HO. R. (1615 E. 338 Hsr.) und den AO. Regisheimer Mühle; ferner die unbew. O. Kastelgraben, Sermersheimer Kapelle und die verschw. O. Busweiler und Sermersheim. - P. F. Oeff. Fernsprcchstelle is. Okt. 1900). Hp. der schmalspurigen Nebenbahn Colmar- Ensisheim-Bollweiler (s. 24. Okt. 1901). Ortseinn. StEBez. Ensisheim. Armr. (s. 7. Sept. 1839; Grundbesitz 18,67 ha). Schlachths. (s. 1863). Fw. (s. 1878, 2 Spritzen). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Ensisheim (s. 1802). Schutzheiliger hl. Stephan (26. Dez.). Die Protestanten werden von Algolsheim pastorirt. - Baumwollweberei der Firma F. und Th. Frei in Gebweiler, gekauft 1881, früher im Besitz der Firma Goetz, dann bis 1902 der Firma Frey, Witz &Co.; 400 Webstühle, Wasser- und Dampfkraft, im Ganzen ca. ISO Pferdekräfte, 245 Arbeiter. Viehhandel. R. ging 817 als Hof aus Murbacher Besitz in da* Eigenthum der Habsburger über. Die Einkünfte waren 1303 z. Th. den Brüdern von Ratolzdorf als Burglehen für Ensisheim verpfändet; der Rest war früher vor 1303 Eigenthum der Pfirter Grafen. 1303 habsburgischer Dinghof zu 20 Hüben errichtet. 1361 wurden die Masmünster mit R. belehnt, von denen es an die Staufen überging; 147* wurde es an Haman von Reinach verpfändet, 1497 war Konrad vonMörsperg damit belehnt, 1555 kam es an die Bollweiler. In früherer Zeit gehörte es zum Amt Bollweiler. Begütert waren die Klöster Ebersmünster 680, 817, Hohenburg, St. Stephan in Strassburg 1003, Heiligkreuz (Woffenheim) 1090, Goldbach 1191, Johanniterkomthurei Sulz 1416. Aus dem Geschlecht von R. wird 1196 Hesso von R. erwähnt, als Letzter des Geschlechts 1587 Albrecht von R. Die R. wohnten in Mülhausen. Peter von R. wird im Sechsplappertkriege erwähnt (s. Mülhausen). - 1141 war R. Pfarrei des Baseler Landkapitels Citra Colles Ottonis. - R. liegt an einem Keltenwege von Burgfelden über Habsheim nach Battenheim. Hallstatt-La Tene-Tumuli. Romanischer Kirchthurm aus dem 12. Jhdt., mit ziemlich reicher Architektur (gesch. Dkm.). Gemeinde wald (Oberförsterei Sulz) 31c»,2 ha. Mittel wald aus Eichen, Hainbuchen und Weichholz. Im Besitze der Gde. seit vielen Jahrhunderten. Der Forstort Rothleible gehörte früher dem seit Anfang des 14. Jhdts. verödeten Dorfe Sermersheim (Schermany), dessen Bann mit dem von R. vereinigt wurde. Knoll, Ch., Essai sur la bataille livree en Alsace par Arioviste ä Jules CCsar. Rev. d'Als. 1864. S. 63-70.) [Nimmt an, dass die Schlacht bei R. geliefert worden sei.] Ring, Max de, Les tombes celtiques situees pres de R. (Bull, de la Soc. p. la cons. des mon. hist. d'Als. III, 1858-60, 2, S. 145-149). Regisheimer Mühle, Hs. (Gde. Regisheim, Ka. Ensisheim, Kr. Gebweiler, O.-E.). 6 E. 1 Hs. Soll seit dem 17. Jhdt. bestehen und war bis 1888 Mühle. Regnier, M. (Gde. Nouilly, Ka. Vigy, Kr. Metz, L.i. 5 E. 1 Hs. - An der Strasse nach Bolchen, war Sitz einer Herrschaft mit ganzer Gerichtsbarkeit, des Pays Messin (Haut-Chemin). Besitzer waren 1665-16S1 die Legoullon, 1720 die du Plessis, 1754 Le Paige, 1781 Lamv. Regula s. Bleiche (Regula). Rehbach s. Isch 7, Kannerbach 3, Zinsel 6. Rehbächel s. Zinzel 7. Rehberg, Staatswald (in den Gden. Zinsweiler und Oberbronn, Ka. Niederbronn, Kr. Hagenau, U.-E.). 23S ha. Oberförsterei Niederbronn. (Eiche, Buche, Hainbuche Esche, Bergulmc, Rotherle. Espe. Birke, Kastanie, Kiefer, Fichte, Weisstanne. Lärche, Weymouthskiefer.' Buntsandstein. Scheint früher zur Herrschaft Oberbronn gehört zu haben, als Nationalgut eingezogen und verkauft worden zu sein. 1888 vom Staat angekauft. Rehberg, 1140,5 m, Kopf in dem Brezouardkamm, südl. Eckerich bei Markirch. Rehberg, im Volksmunde R e i b e r g, 407 m, westl. Zins-weilcr. Ka. Niederbronn. Rehberg, 432,5 m, am rechten Ufer des Zornthalcs, nordöstl. Haselburg, Ka. Pfalzburg. Rehberg, Höhenrücken, 267,3 m, TP., nördl. Bisping, Ka. Finstingen, Kr. Saarburg. Rehbergergraben s. 111 87. Rehbockbach s. Kleine Seille 2. Rehbrunnenkopf, 632 m (TP. unterhalb des Gipfels bei 611.6 m), auf dem MB. als Lindkopf bezeichnet (s. d.), in dem Bergrücken zwischen Gebweiler und Rimbach-Zell. Rehfelsen am Osthang des Hartmannswcilerkopfes (s. d.). Rehgraben s. Lauch 2. Rehhof, Hf. (Gde. Feldbach, Ka. Hirsingen, Kr. Altkirch, O.E.). 9 E. 1 Us. Erbaut zwischen 1860 und 65. Rehköpfel, 326 m, östl. Haspelscheid, Ka. Bitsch. Rehkopf, 365 m, östl. Fsths. Sprung, Gde. Neuweiler. Ka. Lützelstein, nördl. der Strasse Neuweiler-Lützelstein. Rehkopf, 380 m, Westhang gegen das Rehbachthal; auch der gegenüberliegende Osthang bei Schönburg, Ka. Lützelstein, führt diesen Namen. Rehlegerbach s. Mossig 13. R e h m ü h l e s. Rennmühle (Rchmühle). Rehthal, Wir. (Gde. Hochwalsch, Ka. u. Kr. Saarburg, L.i. 19 E. 3 Hsr. Das erste Haus 1S68 erbaut; der Wir. i hiess bis 1893 Haut-de-Schla g. Rehthalbach s. Zorn 7. Rehthalbächel s. Zinzel 7. R e h w a n d k o p f oder Hinter-Rehwändelkopf, 1136 m, im Grenzkamm zwischen Bussang- und Bramont-sattcl, westl. Wildenstein, im obern Thurthal. A m Südwesthang, zwischen Grenzstein 3003 und 3004 geringe Spuren einer alten Redoute. Reiberg, bei Zinsweiler s. Rehberg. Reich, Df. (Ka. Chäteau-Salins [1790-1802 Ka. ConthilJ, Kr. Chäteau-Salins, L.i. 246 E. 63 Hsr. (10 GRe.) - 220 m. - AG. Chäteau-Salins (14,8); HSt. Habudingen (1,9). - Rihe 117'); Rieh 1202; R y c h 1416; Richc 1537; Riche 1869. - Die Gde. umfasst den HO. R. (146 E. 32 Hsr.) und die AO. Metzing und Niverlach. - StEBez. Chäteau-Salins. Wasserltg. (s. 1892). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Chäteau- Salins is. 1870; vorher (seit 1802) Filiale der Hilfspfarrei Habudingen. Kirche des hl. Stephan (26. Dez.). Geschäftssprache franz. R. war Sitz einer Meierei der Herrschaft Mörc h i n g e n (s. d.), zu welcher Dorf R. mit dem Orte Metzing und die Gden. Linderchen und Sotzeling gehörten. Diese Orte wurden Anfang des 18. Jhdts. zu einer selbständigen Lehensherrschaft erhoben. - 1179 hat Papst Alexander III. der Abtei Weissenburg das Allodium R. bestätigt. 1215 war es noch im Besitz der Abtei. Dieses Gut scheint später Bischof Jacob von Lothringen erworben und dem Collegial-kapitel von Vic überlassen zu haben. Dort scheinen auch, sowie in Hampont und Sotzeling, die Herren von Blämont begütert gewesen zu sein. Ihr Besitz, wahrscheinlich Lehen von Lothringen, wurde 1420 an Heinrich Haze von Dieve-lich verpfändet und scheint seitdem bei der Herrschaft Dürkastel geblieben zu sein. Mit dem Antheil von Salm waren die Herren von Bacourt im 14. Jhdt. belehnt, die u m 1460 von den Kriechingen beerbt wurden. 1497 und 1518 sind die Kriechingen von Salm mit der Hälfte des Dorfes R. belehnt worden. Nach dem Erlöschen der Kriechingen im Mannes-stamme scheint das Lehen von Mörchingen eingezogen worden zu sein. U m 1707 hat die Wittwe des Rheingrafen Johann X. von Salm, Pfalzgräfin Elisabeth von Veldenz- I Lützelstein, R., Metzing, Sotzeling und Linderchen der Wittwe des Luc Le Roy, Herren von Monlluc, mit der Hoch-, Mittel- und Grundgerichtsbarkeit verkauft. Die Familie, welche Habudingen vom Bisthum zu Lehen trug, |