| OCR Text |
Show 1214 Wilshausen - Windeckthalbach. Kauf von den Münch von W . Theile erworben. Ein Drittel des Waldes war bei der Herrschaft Lützelstein verblieben. Nach einem Schiedsspruch von 1529 sollte der Wald vom Pfalzgrafen und vom Bischöfe ein Jahr um das andere «benagt und bejagt» werden. Der pfälzische Theil scheint beim Verkaufe von Pfalzburg an Lothringen (1584) einbegriffen gewesen zu sein. [dPr.] "Wilshausen, Df. (Ka. Hochfelden [s. 1790], Ldkr. Strassburg, U.-E.). 130 E. 23 Hsr. (10 GRe.) - 275 m. - A G . Hochfelden (2,9); Bhf. Hochfelden (3,2). - Willingis-husen Ki77; W i l g e s h u s e n 1325; W i 1 g o t h a u s e n ; ma. Wilshüse. - StEBez. Hochfelden I. Armr. (s. 1866). - Filiale der prot. Pfarrei Augsb. Konf. in Wickersheim (s. 1853, vorher von Ringendorf) und der kath. Pfarrei in Bossendorf (s. 1802, vorher von Hochfelden). W . wird 1077 zuerst erwähnt; die Abtei Selz erhielt damals durch Schenkung Kaiser Heinrichs IV. Besitz daselbst. Später scheint der Ort im Besitz der Herrschaft Lichtenberg und kam mit dem lichtenbergischen Amte Buchsweiler, zu dem es gehörte, 1480 an H a n a u - L i c h t e n b e r g , 1736 an Hessen-Darmstadt. - 1545 wurde die Reformation in W . eingeführt; es wurde Filiale der prot. Pfarrei Ringendorf. Den Zehnten in W . besass das Stift Weissenburg. Die Katholiken waren nach Hochfelden eingepfarrt. W i l s h a u s e r H ö h e , H„ s. Wilshausen, Ka. Hochfelden, Ldkr. Strassburg. "Wilwisheim, Df. 'Ka. Hochfelden [s. 1790], Ldkr. Strassburg, U.-E.). 491 E. 96 Hsr. (10 GRe.) - 170 m. - AG. Hochfelden (4,,s); HSt. W . (0,5). - V u l v e n e s h e i m 1077; ma. Wilse. - Die Gde. umfasst den H O . W . (475 E., 93 Hsr.) und den A O Untermühle. - P. T. HSt. (s. 1851). Ortseinn. StEBez. Hochfelden I. Armr. (s. 1866). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Hochfelden (s. 1802). Schutzheiliger hl. Martin (11. Nov.). Filialen Gottesheim (s. 1802, vorher zu Buchsweiler) und Meisheim. Ausserdem wird seit 1866 Ingenheim, das eigentlich zu Littenheim gehört, durch W . pastorirt. Filiale der prot. Pfarrei Augsb. Konf. in Dettweiler i s. 1795, vorher von Ingweiler. - Oelmühle, Getreidemühle. W . wird 1077 zuerst erwähnt; die Abtei Selz erhielt damals durch Schenkung Kaiser Heinrichs IV. Besitz daselbst. Das Dorf gehörte zum Territorium der unterelsäs-sischen Reichsritterschaft und war Allod seiner Besitzer. 1651 werden als solche die von Lützelburg genannt. Ib75 erscheinen die von Neuenstein und von Wangen als Mitbesitzer. Später, u m die Mitte des 18. Jhdts. waren die Wangen alleinige Herren von W., mussten jedoch u m 1770- 1780 ein Viertel des Dorfes an den Baron von Fage abtreten. Das Schloss zu W . wurde Ende des 17. Jhdts. von den Wangen erbaut. - Kirchlich gehörte W . zum Landkapitel Ober-Ha-genau. 14b3 wurde die Kirche erbaut. Die Pfarrei hatte Meisheim und 1808-64 auch Scherlenheim als Filialen. Das Patronatsrecht stand den Besitzern des Dorfes zu. Früher eine St. Wolfgangskapelle im Felde vorhanden. In den Zehnten theilten sich 5 verschiedene Besitzer. Die Protestanten waren vor der Revolution nach Ingenheim eingepfarrt. - Spätgothischer Kirchthurm. - W . ist Geburtsort von Friedrich Freiherrn von W a n g e n von Geroldseck (12. März 1727), 1775-1782 Fürstbischof von Basel. A d a m , A., die Glocke von W., anno 1634. (Archivalische Beilage zum Ecclesiasticum Arg. XI, S. 1-2). W i m m e n a u , Df., (Ka. Lützelstein [1790-1801 Ka. Ingweiler], Kr. Zabern, U.-E.). 681 E. 129 Hsr. (12 GRe.) - 210 m. - A G Lützelstein (13,9); HSt. W . (0,9). - W i m e n a w e 9. Jhdt; W i m i n o v a 1205; W y m m e n o w e 1378. - Die Gde. umfasst den HO. W . (609 E. 117 Hsr.), die A O . Horstberg, Kaminthalerhof, Kienberg, Kindsbrunnen und den verschw. O. Weinburg. - Oeff. Fernsprechstelle. HSt. (s. 1S95). Ortseinn. StEBez. Ingweiler. Armr. (Gründungsjahr unbekannt). - Filiale der kath. Pfarrei Wingen. Prot. Pfarrei Augsb. Konf. (s. 1803, vorher Filiale von Ingweiler), s. 1863 zum Konsisto- 1 rium Ingweiler, Inspektion Buchsweiler, gehörig. Filiale: Wingen (s. 1803, vorher zu Ingweiler gehörig). Filiale der | reformirten Pfarrei in Assweiler <s. 1822, vorher von der I Pfalz aus bedient). .Simultankirche für Augsb. Beker.ntniss und Reformirte. - Steinbruch. - Fischereigenossenschaft für die Moder. W . wird schon im 9. Jhdt. erwähnt. Es scheint im 12. Jhdt. (wenigstens zum Theil) staufischer oder Reichsbesitz gewesen zu sein, denn die Herren von Ettendorf und die von Schillersdorf hatten vom Kaiser Friedrich I. Lehen zu W., die u m 1200 (Urkde. Philipps von Schwaben von 1205) zum Theil an Kloster Neuburg verkauft wurden. Später war W . Allod der Herren von Lichtenberg. Nach deren Aussterben (1480) k a m es mit dem Amte Ingweiler, zu dem es gehörte, an Zweibrücken-Bitsch, 1570 an H a n a u - L i c h tenberg, 1736 an Hessen-Darmstadt. 1577 besass die Deutschordenskomthuiei Dahn den hl. Kreuzzehnten in W . Im 30jährigen Kriege wurde W . 1636 so stark verwüstet, dass es von 1637-1655 völlig unbewohnt blieb. In dieser Zeit wurde der Wimmenauer Dorfwald von Hanau-Lichtenberg eingezogen. Erst zwischen 1655 und 1680 wurde das Dorf durch einwandernde Schweizer, Calvinisten, wieder besiedelt. - Vor der Reformation scheint W . selbständige Pfarrei gewesen zu sein, mit Erkartsweiler als Filiale; nach Einführung der Reformation (1570) war es bis zum 30jähri-gen Kriege selbständige Pfarrei, dann Filiale der prot. Pfarrei Ingweiler. Erst seit 1803 wieder eigene Pfarrei und bis 1863 zum Konsistorium Lützelstein, dann zum Konsistorium Ingweiler gehörig. Seine Filialen waren bis 1866: Lichtenberg, das dann selbständige Pfarrei wurde, Reipertsweiler, das zu Lichtenberg, und Rosteig, das zu Volksberg kam. Die Katholiken waren nach Wingen eingepfarrt. - W . liegt a m Keltenwege von Hagenau nach Saarunion. Romanischer Kirchthurm mit Satteldach a. d. 12. Jhdt. Das Schiff der Kirche ist 1878 erneuert worden. " W i m m e n a u , Staatswald (Gden.Wimmenau und Lichtenberg. Ka. Lützelstein, Kr. Zabern, U.-E.). 2365 ha. Oberförsterei Ingweiler. Forsthsr. Seiberg (zum HO. Wimmenau ! gehörig) und Horstberg. (Buche, Eiche, Kiefer, Tanne, Fichte, | Hainbuche, Ahorn, Esche, Rüster, Erle, Lärche, Weymouths- I kiefer.) Vogesensandstein. Domäne der Herrschaft Lichten- | berg; scheint zum ältesten allodialen Besitze des Hauses gehört zu haben (s. Lichtenberg;; 1792 vom Staate einge-j zogen; 1895 sind 7,2 ha an die Reichseisenbahnverwaltung j abgetreten worden. Wimmersbach. s. Saar 47. Winberg, Windberg, s. Climonc. Windbronnbach s. Rössel 11. W i n d e c k , Fsths. (Gde. Grandfontaine, Ka. Schirmeck, Kr. Molsheim, U.-E.). 4 E. 1 Hs. 1874 erbaut, bis 1876 Cha-rail 1 e genannt. W i n d e c k , Burgruine, s. Wittschloss. W i n d e c k , zerstörtes Bergschloss, s. Weineck. W i n d e c k , Herrschaft, eine noch im 18. Jhdt. gebräuchliche Bezeichnung für einen Theil des früheren Reichslehens Nieder -Ottrot t, das u m die Mitte des 14. Jhdts. im Besitze der Herren von Rathsamhausen zum Stein war und später mit der Linie Rathsamhausen-Ehenweyer getheilt wurde. W . (ein Viertel von Nieder-Ottrott) scheint der frühere Hohenstein'sche Antheil zu sein, der 1463 an die von Müllenheim zur Brandgasse und von diesen 1557 an die Rathsamhausen-Ehenweyer verkauft wurde. Dieser Antheil kam durch Heirath zu Anfang des 18. Jhdts. an die Familie de Fougere de Mormont und vererbte von dieser an die Grafen von Pascalis-Engien, welchen im 19. Jhdt. die Familien de Dartein, dann de Bussiere im Besitze folgten. [dPr.] W i n d e c k e r B e r g , franz. Charaille, mit drei Gipfeln von 774,8, 750 und 757,3 m, westl. von Forsthaus Windeck, am rechten Ufer des Plainethales, hart an der franz. Grenze. Windeckthalbach, s. Plaine, Die. |