| OCR Text |
Show Nieder-Gerschweiler Weiher - Niederhaslach. 767 Nieder-Gerschweiler W e i h e r s. Gerschweiler Weiher. Niederginingen, Df. (Ka. Metzerwiese [1790-1802 Ka. Lüttingen], Kr. Diedenhofen-Ost, L.). 542 E. 145 Hsr. (12 GRe.) - 15.5 m. - A G . Diedenhofen (8.6); Bhf. Ueckingen (3,6). - franz. G u c n a n g e -B as se. - Die Gde. umfasst den HO. N. (201 E. 63 Hsr.), die A O . Gelingen (s. 1S10, vorher selbst.) und Oberginingen und den verschw. Hf. St. Anton. - P. Oherginingen. StEBez. Metzerwiese. Institut für verwahrloste Kinder in Oberginingen (s. iL). Wasserltg. (im AO. Oberginingen, s. 1892). Fw. (s. 1855, 1 Spritze). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Metzerwiese (s. 1304). Kirche des hl. Matthäus (21. Sept.). Die Reformirten gehören zur Pfarrei Diedenhofen. - Kleine Kunstschreinerei. Zeitung: Das Waisenkind von Elsass-Lothringen. (L'Orphelin d'Alsace- Lorraine.) 3 mal monatl. (seit 1898); erscheint in Oherginingen. Wegen des Geschichtlichen sieheOberginingen.-X. war vor 1802 Pfarrei des Archipr. Diedenhofen, zu welcher Blct-tingen gehörte. Kirche 1607 und (zuletzt) 1862 umgebaut. Den Kirchensatz hatte schon 1157 die Abtei St. Martin bei Metz is. d.), dann die Primatialkirche in X'ancy. G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Kedingen) 77,5 ha. N i e d e r h a g e n t h a l , Df. (Ka. Hüningen [s. 1790], Kr. Mülhausen, O.-E.). 726 E. 148 Hsr. (12 GRe.) - 360 m. - AG. Hüningen (12,7); Bhf. St. Ludwig (10,7). - De A g o na valle 1105; H a g e n d a l inferior 1290; H a g e n t h a l - le-bas 1869. ma. Hagrtl; - Die Gde. umfasst den HO. X. (710 E. 145 Hsr.), die A O . Alte-Ziegelscheuer, Klcpferhof, Schönenbuchmühle, den unbew. O. Kreuzkapelle und den verschw. O. Kehlberg. - P. F. Oeff. Fernsprechstelle (s. 1S98). S. 1893 Gerichtstage. Gendarmeriestat. Ortseinn. StEBez. für die Gden. Buschweiler, Leimen, Liebenzweiler, Neuweiler, Niederhagenthal, Oberhagenthal, Volkensberg. WTenzweiler. Armr. (s. 25. Febr. 1868; Grundbesitz 0,75 ha). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Hüningen (s. 1802 . Schutzheilige hl. Peter und Paul (29. Juni». Die Lutheraner gehören zur Pfarrei Colmar. Rabbinat .s. 1840); Sprengel: Nieder- und Oberhagenthal. Synagoge (s. 1804); jüdischer Friedhof (s. 1803). - Gipsmühle. Ursprünglich Allod der Grafen von Thierstein. Von diesen erwarben es die Herren von Eptingen. die es 1465 dem Hause Oesterreich auftrugen und als Lehen desselben (der Grafschaft Pfirt) zurückerhielten. Den Eptingen folgten Mitte des 18. Jhdts. bis zur Revolution die Reich von Reichenstein im Lehensbesitz von X. u. Oberhagenthal (s. d.). Ein adliges Geschlecht von Hagenthal im 13. Jhdt. erwähnt. - Kirchlich gehörte XT. zum Landkapitel Leimenthal des Bisthums Basel. 1441 Rektorat. Das Patronatsrecht besass das Baseler Domkapitel. Eine von den Israeliten eigenmächtig erbaute Synagoge zu X. wurde 1726 auf Befehl des Conseil souverain zu Colmar zerstört. G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Mülhausen) 9,7 ha. N i e d e r h a m , Df. (Ka. Metzerwiese [1790-1802 Ka. Königsmachern], Kr. Diedenhofen-Ost, L.i. 681 E. 169 Hsr. (12 GRe.) - 150 m. - AG. Diedenhofen (7,0); Hp. N. (0,8). - Xiederhaim an der Mosel 1400; X d e d h e r h a m 1469. - Die Gde. umfasst den HO. X. (431 E. 105 Hsr.) und den A O . Oberham. (Der frühere A O . Folie zählt jetzt zur ESt. Niederham.) Hp. (s. 189.5). StEBez. Diedenhofen. Fw. is. 1859, 2 Spritzen). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Metzerwiese (s. 1802, vorher Annexe der Pfarrei Hüssingen). Kirche des hl. Willibrord (7. Nov.), 1S93restaurirt. Muttergotteskapelle. Die Reformirten gehören zur Pfarrei Diedenhofen. Ober- und Xiede'rham gehörten zum Schultheissenamte Ham. Sie scheinen ursprünglich Bestandtheil der Herrschalt Meilberg und zeitweise Sitz einer besondern Lehens-Herrschaft des Bisthums Metz wegen des Besitzes des Stiftes St. Sauveur in Metz - Sprengel der Pfarrei Hüssingen - gewesen zu sein, vielleicht durch Lehensauftragung der Besitzer. 1400 reversirte Thielman von Lüttingen an das Bisthum Mei/ für den -.Thurm von Niederheim an der Mosel mit Depen-denzen in Oberhem-Nerdorf und Vualmesdorf»; 1506 that Heinrich Fouck (von Ellentz ?) dasselbe. 1624 waren beide Orte Dörfer des Schultheissenamts Ham. Die Grund- Herrschaft scheint früh schon getheilt gewesen zu sein. 1721 werden als Besitzer erwähnt: die Staudt von Limburg, die Kilburger, die de Maigret, de La Margelle ; auch die Herrschaften Meilberg und Buschbach hatten dort Rechte und Antheile. Ober- und Niederham, im 30jährigen Krieg zerstört, waren noch loSl unbewohnt. G e m e i n d c w a l d (Oberförsterei Kedingen; 122 ha. (Eichen-Mittelwald.) Alter Besitz der Gemeinde. Niederhaslach, Df. (Ka. [s. 1790] u. Kr. Molsheim, U.-E.). 826 E. 180 Hsr. (12 GRe.) - 2.55 m. - A G . Molsheim (14,8); Bhf. Urmatt (2,6). - Haseiahe inferior 1290; ma. Ingerhosle. - Die Gde. umfasst den HO. X. (315 E. 178 Hsr.), den A O . Schweizerhof und die verschw. O. Marxhof und Marxweiler. - P. T. Oeffentl. Fernsprechstelle. Oberförsterei (Forstaufsichtsbez. Strassburg-Strassburg). | Ortseinn. StEBez. Mut/ig. Armr. (s. 1830). Wasserltg. (s. 1897). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Molsheim (s. 1802). Schutzheiliger Johannes der Täufer (24. Juni). Filiale der prot. Pfarrei Augsb. Konf. in Dorlisheim. - Steinbruch (Delcominete; 1894: 25 Arbeiten; Ziegelstein- und Kalkfabrik (Schweizerhof); Oelmühle; 2 Bürstenholzfahriken; Getreidemühle. N. verdankt seinen Ursprung dem vom hl. Florentius im 7. Jhdt. gegründeten Kloster Haslach (s. d.), dessen Stiftskirche (vgl. u.), nach einem Brande der alten (1287 der Ueberlieferung nach durch einen Sohn Erwins von Steinbach u m 1300 erbaut (gothisch), 13S5 vollendet, noch heute als Pfarrkirche des Dorfes dient. Die Stiftsgebäude selbst, die sich auch im Orte befanden, wurden lo33 a m 6. Juni von den Schweden zerstört. N. gehörte zum B i s t h u m Strassburg und zwar zum Amte Schirmeck (s. d.) und zur Vogtei Ochsenstein (s. d.), deren Schicksale es thcilte. Auch der Dinghof gehörte zur Vogtei Ochsenstein (Weisthum von 1336); Gerichtssitz. Im 30jährigen Kriege wurde N. sehr stark mitgenommen. 1630 zählte es 35 Bürger, 1660 nur noch 13. 17ö0 hatte es 80 Familien. - Kirchlich gehörte X. zum Landkapitel Molsheim. Die Pfarrei, der Abtei Haslach in-korporirt, wurde von dieser versehen, und hatte als Filialen Urmatt, Oberhaslach, Gensburg und Münchhof. Im Xorden von N. liegt die Marxkapelle, der Mutter Gottes geweiht. Sie steht auf dem Gewann Marxhof, w o sich früher ein Hof der Marx von Eckwersheim befand, der im 13. Jhdt. zerstört worden ist. (Vgl. auch Marxweiler.) Die Kapelle, in der sich die Familienbegräbnissstätte befand, erhielt sich bis zur 2. Hälfte des 18. Jhdts., fiel dann in Trümmer und wurde durch die Bemühungen des Propstes von Haslach, Schupp, wiederhergestellt. Während der Revolution abermals verwüstet, wurde Ac 1804 restaurirt, doch ist das alte Muttergottesbild verschwunden. Xach der Revolution Privateigen-thum, gehört die Kapelle jetzt der Pfarrei X. - N. liegt an einem Keltenwege in's Haselthal. - Flor e ntiuskir che, hervorragendes mittelalterliches Bauwerk aus dem 13.-14. Jhdt. Im Innern, neben eleganten Bauformen s;hr schöne Glasfenster aus dem 14. Jhdt. Heiliges Grab aus dem 14. Jhdt. in eii.er Südkapelle; das Hauptportal mit seinen Architekturgliedern an das Strassburger Münster erinnernd. , Viele alte Grabsteine aus dem 14. Jhdt., darunter einer von Erwin's Sohn. Auch viele Steinsärge aus dem 6.-8. Jhdt. befanden sich auf dem alten Kirchhofe, sind aber jetzt meistens verschwunden. V o m romanischen Bau findet sich nichts mehr vor als ein Hautrelief aus dem 10.-11. Jhdt., den heiligen Florentius darstellend. G e m e i n d e wald i Oberförsterei Lützelhausen) 371,2 ha. [ (Tannenhochwald . Im Besitz der Gemeinde seit 1833, durch . Theilung (s. a. Heiligenberg). |