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Show Schindberg - Schirmeck. 997 Schindberg, H., 239,5 m. westl. Hassenburg, Ka. Saaralhen, Kr. Forbach. Schindelbach s. Lauch 9. Schindelbachgraben s. Selzbach 8. Schindelberg, Staatswald (Gde. Egelshardt, Ka. Bitsch, Kr. Saargemünd, L.). 4.3 ha. Oberförsterei Bitsch- Süd. (Eiche, Buche, Hainbuche). Vogesensandstein. Doma-nialwald der Herrschaft Bitsch (s. d.). Schindelmühle, Hs. (Gde. Ersdorf, Ka. Grosstänchen, Kr. Forbach, L.). La Chendel 1869. - 1 Hs. Anfang des 19. Jhdts. erbaut. Ursprünglich eine Mühle und 2 Häuser. Die Mühle ist seit 1870 nicht mehr im Betrieh und 1883 abgerissen worden; das eine der beiden Häuser wurde 1896 gleichfalls abgebrochen. Sohindelrüoken, ein von dem Klein-Winterung (s. Winterung) im Grenzkamm in das obere St Amarinthal herabziehender Felsgrat, westl. über Schloss Wildenstein. Schindelthal, Hsr. (Gde. Mutterhausen, Ka. Bitsch, Kr. Saargemünd L.). 13 E. 3 Hsr. Entstehungszeit unbekannt. Schindelthal, Hs. (Gde. Dreibrunnen, Ka. u. Kr. Saarburg, L ). Erbauungszeit unbekannt. War bis gegen Ende des 19. Jhdts. Schmiede. Schindelthalbach s. Biber 7. Schinderberg, franz. la Chi n de, bewaldeter Kopf, 500 m, westl. über Lach, Ka. Weiler, Kr. Schlettstadt. Schindereck, amtlich Herzogskörper genannt, B , 416,2 m. TP, nördl. der Strasse Stürzelbronn-Bitsch, nordöstl. Forsthaus Herzogshand, Gde. Bitsch; auf dem Gipfel, Herzogsblick genannt, eine Aussichtskanzel des Vog.-Cl. Südl. unterhalb des Gipfels im Walde, von Anlagen der Forstverwaltung umgeben, eine Skulptur wahrscheinlich ein Grabstein vom Klosterkirchhof in Stürzelbronn, vielleicht auch ein gallisch-römischer Grabstein (auf MB. «Am Prinzengrah"). Schinderthalbächel s. Zorn 23. Schindlach s. Lauch. Schipianer Kopf, fr. Tete du Chipian, 993,6 m, TP, im Grenzkamm, westsüdwestl. Eckerich hei Markirch. Schiracker, Hsr. (Gde. Wasserburg, Ka. Münster, Kr. Colmar, O.-E.i. 7 E. 3 Hsr. Entstehungszeit unbekannt. Schirbach, Wir. (Gde. Sulzern. Ka. Münster, Kr. Colmar, O.-E.i. 19 E. 3 Hsr. Acker, Matten, Scheuer im Schye-bach 1571; im Scheurbach 1607. Schirgoutte, verschw. Sgm. (Gde. Belmont, Ka. Schirmeck, Kr. Molsheim, U.-E.). 1852 entstanden, 1897 abgerissen. Schirlematt. Hf. (Gde. Storkensauen, Ka. St. Amarin, Kr. Thann, O.-E). 3 E. 1 Hs. Entstanden um 1800. Schirlenhof (Gde. Gundershofen, Ka. Niederbronn, Kr. Hagenau, U.-E.). S. Scheuerlenhof. Schiriewaldkopf, 865 m, zwischen Brückenbachthal und Grünwasenrunz, südwestl. Urbis, Ka. St. Amarin. Schirly, Hf. (Gde u. Ka. Markirch. Kr. Rappoltsweiler, O.-E.e 8 E. 1 H*. Erbauungszeit unbekannt. Schirm s. a. Obere-, Untere-Schirm. Schirm. Sattel, 603,1 m, TP, Uebergang von Masmünster- Huppach nach Oberburbach. Schirmeck, St. (Ka. gl. N. [1790 Ka. Rosheim, 1795 Ka. Rothau, Distrikt Senones, Departement Vosges, 1800 derselbe Ka. im Arrondissement St. Die (Vosges), 1802-1870 KHO. in demselben Arrondissementl, Kr. Molsheim, U.-E.). 1598 E. 278 Hsr. (18 GRe.) Serv.-Kl. IV. - An der Breusch 315,5 m. - KrHO. Molsheim (24,7;; Bhf. Seh. (0,3). - Schirmegg, Schirmecke 1389. - Die Gde. umfasst den HO. Seh. (1202 E. 196 Hsr.) und die AO. Framont, Grande-Roche, Jacquel, Jacquot, Mühlmatt (Haus Pabst), Sayer, Scierie- Communale, Steinbruch, Wackenbach; der frühere AO. An der Strasse nach Lützelhausen zählt jetzt zum HO.; ferner der verschw. O. Störbach (im Breuschthal, linkes Ufer). - P. II. Kl. T. Oeff. Fernsprechstelle. Stadtfernsprechein-richtung (s. 1897.. Bhf. (s. 1377, s. 1892 zugleich Bhf. der Waldbahn Seh.-Salm, 32 km). AG., umfasst die Ka. Saales und Seh. Gerichtsvollz. .Notar. Kantonal-Polizeikommissar für die Ka. Seh. und Saales. Gendarmeriestat. Oberförsterei (Forstaufsichtsbez. Strassburg-Schlettstadt). Hauptzollamt. Obergrenzktr. VerkehrsStA. StEBez. für die Gden. Baren-bach, Grandfontaine, Natzweiler, Neuweiler, Rothau, Russ, Seh., Vorbruck, Waldersbach, Wildersbach. Wisch, lm-prägniranstalt (s. l*93i auf dem Bhfe. der Waldbahn Sch.- j Salm. Streutorffahrik (s. 1*93) ebenda. Kantonalarzt. Armr. | (s. 1848). Filiale der Sparkasse zu Strassburg: s. 1882. vorher Zweiganstalt der Kasse von St. Die . Oeff. Vorschusskasse, (s. 1888). Wasserltg. (s. 1888). Fw. (s. 1875, 4 Spritzen'. Krgv. (s. 22. März 1882). Sektion Seh.-Vorbruck iLabroquei des Vog.-Cl. (s. 1879). Luftkurort. Besuch (1899, bis in. Aug.) 30 Personen. - Kath. Pfarrei II. Kl., Sitz des Dekanats (s. 1802), umfasst die Pfarrei Seh. und die Hilfspfarreien Barenbach, Grandfontaine, Hersbach, Natzweiler, Rothau, Russ, Vorbruck. Wisch. Schutzheiliger der Pfarrei der hl. Georg (23. Apr.), der Gde. der hl. Antonius. Die Pfarrei gehörte bis 1802 dem Bisthum Strassburg. 1802-23 der Diözese Nancy, dann der Diözese St. Die, s, 1874 wieder der Diözese Strassburg an. Selbständiges Vikariat der prot. Pfarrei Augsb. Konf. in Rothau (s. 1393), zu dem die Protestanten in Barenbach, Grandfontaine, Lützelhausen, Mühlbach, Russ, Vorbruck und Wisch (nebst Hersbach) gehören. Die Israeliten gehören zum Rabbinat Mutzig; jüdischer Friedhof in Rosenweiler. Steinbruch (fiskalisch, im AO. Wackenbach [s. d. 1894 140 Arbeiter, Drahtseilhahn nach Bhf. Seh.). Ziegelstein- und Kalkbrennerei. Kunstwollfabrik. 4 Webereien und Spinnereien von Brossard (1894 69 Arbeiter), Marchai & Cie. (in Wackenbach, 1894 92 Arbeiter). Scheidecker (1894 13822 Spindeln, 200 Webstühle), und Heumann (1894 300 Arbeiter, 300 Webstühle, Filiale von Göppingen in Württemberg). Lohgerberei. Sägewerk von Vohwinkel (1894 36 Sägeblätter, 63 Arbeiter) und 5 Sägereien. - Handel: Wein, Bauholz. 2 Buchhandlungen, davon 1 seit 1871. Ende Jan., Ende März, Anfang Juni und Anfang Nov. je 2 Tage Jahrmarkt Ausserdem am 1. Mittwoch jeden Monats Viehmarkt. - Elektr. Stras-senbeleuchtung. Seh. gehörte ursprünglich zum Bann von Barenbach und ist wahrscheinlich erst nach der Zerstörung der Burg Seh entstanden; die neue Siedelung, schon unter Bischof Johann I. (1306-1328) mit Mauern versehen, wurde 132* in einer Grenzbeschreibung der Abtei Senones »La Neufville en Barembac» genannt, ein Name, den die Franzosen bis ins 18. Jhdt. hinein gebraucht haben. Seh. gehörte zum Bisthum Strassburg und zwar zu demjenigen Bezirk, der nicht vor 1059, wahrscheinlich erst 1225 aus der dagsburgi-schen Erbschaft erworben worden ist. Sitz eines bischöflichen Amtes (s. d.i. mit welchem es 1366 verpfändet, erst 1503 bis 1510 wieder eingelöst wurde. Das bischöfliche Schloss zu Seh., 1547 neu erbaut, wurde im Juni 1633 von den Schweden zerstört. Unbedeutende Reste erhalten. Auch die Stadt hat damals sehr stark gelitten; noch 1660 zählte man 26 unbewohnte Höfe. A m 25. Nov. 1601 übertrug der strassburger Bischof Karl von Lothringen dem Münzmeister von Nancy Gennettairc die Schirmecker Eisenwerke. Diese Eisenwerke haben bis 1872 bestanden. - Kirchlich gehörte Seh. zum Landkapitel Oberehnheim; ursprünglich Filiale von Barenbach, wo die Mutterkirche war. Im 17. Jhdt. nur Sebastianskapelle in Seh. Erst im 18. Jhdt. wurde Seh. Sitz der Pfarrei Barenbach-Sch. 1754 Bau der Kirche an Stelle der alten Sebastianskapelle. Filialen waren Wackenbach und Strut-hof. Das Patronat und der Zehnte zu Seh. gehörte der Abtei Altdorf, die den Zehnten jedoch 1660 der Gde. gegen Ueher-nahme der Kirchcnbaulast abgetreten hat. - Seh. liegt am Keltenwege von Strassburg nach Saales. |