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Show St. Petersholz - St. Pilt. 979 weiler, Kleinhunschweiler, Neumatten, Ungersberg und die verschw. O. Gundersweiler, Lattenrain. - Ortseinn. StEBez. Weiler I. Armr. (s. 1878). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Weiler (s. 1802). Schutzheiliger hl. Aegidius (1. Sept.). (Die Kirche liegt beim AO. Hohwarth und ist Wallfahrtsort). - Branntweinbrennerei. Hausindustrie: Weberei, für Firmen. St. P. wird schon im 8. Jhdt. erwähnt. Altes Eigengut des Strassburger Bisthums. Das Bisthum trat den Ort 1269 gegen Verzicht auf die Vogtei im Mundat Rufach an Rudolf von Habsburg ab ; es gehörte seitdem zur österreichischen Herrschaft Weilerthal (s. d.). (Hiter und Rechte zu St. P. besass schon seit dem 8. Jhdt. die Abtei Moyenmoutier, die hier sogar eine klösterliche Zweigniederlassung gehabt haben soll. Diese Besitzungen kamen mit der Vogtei über Moyenmoulier an Lothringen, in dessen Hand sie sich noch 1648 befanden. 1751 kamen sie zum Bailliage St. Die. Was die Abtei noch an Gütern besass, verkaufte sie 1601 an Frau von Grammont in Thannweiler; die ihr noch gebliebenen Rechte veräusserte sie 1605 an Lothringen. Im 30jährigen Kriege wurde St. P. von den Schweden geplündert und theilweise zerstört. - Kirchlich gehörte St. P. zum Landkapitel Schlettstadt, und im 17. Jhdt. zur Pfarrei Thannweiler, im 1*. Jhdt. zur Pfarrei Hohwarth. Ausser dem schon erwähnten von Moyenmoutier abhängigen Benediktiner-priorat, soll St. P. noch ein Kloster gehabt haben, das im Bauernkrieg eingegangen sei. Ein Hof der Tempelherrn zu St. P. bestand bis 1312. G e m e i n d e w a 1 d (Oberförsterei Weiler) 108,4 ha. (Kiefer, Eiche, Buche.) Ende des 17. Jhdts. bereits im Besitz der Gde. St. Petersholz, Bei, Wir. (Gde. Thannweiler, Ka. Weiler, Kr. Schlettstadt, U.-E.). 52 E. 13 Hsr. Wahrscheinlich gleichen Alters wie das Dorf St. P., mit dem der Wir. auch zusammenhängt. St. Philipp, Wir. (Gde. u. Ka. .Markirch, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 74 E. 13 Hsr. - Auch Reinenthai (17. Jhdt.) oder Rinnenthal genannt, franz. Brehagoutte (Birrhägout 1441), nach dem gleichnamigen Bache, der jetzt Goutte St. Philippe heisst. - Steinbruch (körniger Kalk). - Der Wir. ist im 16. Jhdt. entstanden und meist von deutschen Bergleuten besiedelt. Dort wurde 1524 die Silber- und Kobaltgrube St. Ph. durch Bernhard Pfeffinger aus Strassburg eröffnet; weitere Gruben bei St. Ph. am Altenberge waren St. Martin, im Ib. Jhdt. eingegangen, Grünthann noch zu Ende des 16. Jhdts. ergiebig, Alt St. Wilhelm, Berg Armo (später Berg Armuth genannt). St. Phlin, ehem. Hf. (Gde. Diedersdorf, Ka. Falkenberg, Kr. Bolchen, L.). 16S1 erwähnt, war Besitz der Herrschaft Diedersdorf. St. Piant, ehem. Abtei, dann Priorat in Movenvic (Ka. Vic, Kr. Chäteau-Salins, L.). S. Movenvic. St. Piant (seigneurie, mairie de), Bezeichnung für den mit Grundherrlichkeit verbundenen Besitz, welcher dem gleichnamigen Kloster zu Movenvic im Val de Vaxy und insbesondere in den Gden. Lubgcourt und Morville gehörte. Dieser Besitz kam später an die Abtei Gorze und wurde von dieser dem Vogteilehen zugetheilt (s. Val de Vaxy). St. Piantbach s. Seille 9. St. Pierre s. a. St. Peter, Wir. b. Diedenhofen. St. Pierre, Fsths. iGde. Grandfontaine, Ka. Schirmeck-, Kr. Molsheim, U.-E.). Frühere (bis 1888) Bezeichnung des AO. Petersberg (s. d.) derselben Gde. St. Pierre, Kap. Gde. Klein-Bessingen, Ka. Vic, Kr. Chäteau-Salins, L.). An der Landesgrenze gelegen. Vielleicht Rest des verschw. O. Lachieres (s. d.). St. Pierre. Frühere Bezeichnung der AO. Petersäge (s. d.) und Petersberg (s. d.) der Gde. Grandfontaine (Ka. Schirmeck, Kr. Molsheim, U.-E.). S. a. Cense St. Pierre. St. Pierre, Bourg, ehem. Vorstadt von Metz. 1552 auf Befehl des Herzogs von Guise abgerissen. An ihrcr Stelle entstand das Dorf Sablon (s. d.). St. Pierre, verschw. Hf. (Gde. Magny, Ka. Vertu, Kr. Metz, L.). La Grainge St. Pierre 1348. - War Besitz der Abtei St. Pierre in Magny (s. d ) an dem St. Petersbach gelegen; noch 1660 erwähnt. St. Pierre-Bois s. Petersholz. St. Pierrefontaine, verschw. Klosterhof (Gde. Baudrecourt, Ka. Delme, Kr. Chäteau-Salins, L.). St. Petri fons (Grangia de) gegen Hol. - In einer Bestätigungsurkunde des Bischofs von Metz, Stephan von Bar (1120 bis 1163), an die Abtei St. Eloy bei Metz heisst es, dass das Gut von St. Petrifonte der Abtei durch Herzog Ma-thaeus von Lothringen geschenkt worden sei, mit Einwilligung des Grafen Sigebcrt vom Elsass (von Werden), des Cuno von Malberg (Finstingen), des Cuno von Kriechingen, des Andreas und Richard von Monsterol, endlich des bischöflichen Senechals Arnold, welche alle das Gut nach einander zu Lehen trugen. 1130 hatte die Aebtissin in St. Peter in Metz die Zehnten von St. P. an die Brüder von Justemont geschenkt. Die Hofgüter scheinen später mit Outremont (s. d.i vereinigt worden zu sein. St. Pierre-sur-1'Häte s. Zillhart (Gde. Markirch i. St. Pilt, St. (Ka. [s. 1790] u. Kr. Rappoltsweiler, O.-E I. 1771 E. 3b3 Hsr. 118 GRe.) - 250 m. - AG. Rappoltsweiler (7,3); Bhf. St. P. (2,0). - Audaldouillare 768 und 777; Audald ovillare, tibi sanetus Ipolitus requiescit 777; Sanetus Hippolitus 1250; St. Pult 1310; St. Polten und St. Pulten 1324; St. Bilt 16. Jhdt.; St. Hippo-lyte 1869, - Die Gde. umfasst den HO. St. P. (1691 E. 353 Hsr.) und die AO. Bruchmühle, Hirtengarten, Kochersberg (früher Kohlwerk gen.), Schweinsbach (früher Reincorne gen.), Teufelsloch, Vorder-Mollenbach; frühere AO. waren noch: Eisenbahnvorstadt, auch Forst genannt (zählt jetzt zum HO.), Zimmerplatz (dgl.), Mühlthal (auch Dürrenbach gen., abgebrannt), Hinter-Mollenbach (dgl.). - P. III. Kl. T. Oeff. Fernsprechstelle (s. 1002). Bhf. (s. 1S40). Ortseinn. StEBez. Rappoltsweiler. Gde.-Fassaichungsamt. Hospital (s. 1862 mit Ordensschwestern, bestand aber schon vorher; 28 Betten davon 25 für Kranke und Sieche, 3 für Waisen; Grundbesitz 0,81 ha). Armr. (s. 1843, bildet seit 1844 mit dem Hospitalrath eine Verwaltung). Elisabethaverein (Wohlthätigkeitsverein i. Schlachths. (1812 erbaut, für 1899 Erneuerung beabsichtigt). Wasserltg. (neue s. 1898). Verbds-Fw. (s. 1879, 4 Spritze-IT. Schulbrüder des Vereins Maria, z. Z. ruhend. Erholungs-ln im für 0 Brüder aus Beifort. - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Rappoltsweiler (s. 1802). Schutzheiliger hl. Hippolytus (13. Aug.). Die Reformirten gehören zur Pfarrei Markirch. - Sandsteinbruch. Kleine Ziegelei. Ztg.: Die heilige Familie, 1 mal wöchentlich. Urkundlich 1287 noch als Dorf, 1316 zum ersten Male als Stadt bezeichnet. Es gehörte schon im 11. Jhdt. den Herzogen von Lothringen: 1052 bestätigte Papst Leo IX. dem Grafen Gerhard vom Elsass, Herzog von Lothringen, die Vogtei über das Kloster St. P., und sein Enkel, Herzog Simon I., erhielt vom Kaiser Lothar Bestätigung der Herzogswürde und der von seinem Vater verwalteten Klostervogteien. Seitdem blieb der Ort, abgesehen von wiederholten Besetzungen durch Frankreich im 17. Jhdt., ununterbrochen im Besitze der lothringischen Herzoge bis zur Abtretung von Lothringen an Frankreich (1766). St. P. war der cour souveraine de Nancy unterstellt und wurde 1751 (als preA'öte royalei dem Amt St. Die zugewiesen, 1790 dem Departement Haut- Rhin zugetheilt und gehört seitdem zum Ka. Rappoltsweiler. St. P. und die damit verbundene Hohkönigsburg bildeten zu Ende des 12. oder zu Anfang des 13. Jhdts. ein lothringisches Lehen der Landgrafen des Unter-Elsasses: der erste urkundlich nachweisbare Inhaber war Graf Heinrich von Wörth. Als dieser starb (1238), zog Herzog Matthias II. es an sich und gab es 12.50 an Kuno von Bergheim, bis Heinrichs naebgeborener Sohn, Heinrich Sigbert, volljährig geworden sei. Letzterer belehnte damit 1269 seinen Schwiegervater |