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Show 81S Osenbach - Ostheim. künfle zu 0. hatte seit 1291 das Kloster Klingenlhal (Basel}. IUI war ein Rektor in O., später war die Pfarrkirche von 0. bis 1771 Annexe von Sulzmatt, wurde dann abgetrennt und gehörte bis 1801 zum Landkapitel Citra Colles des Bisthums Basel. Den Kirchensatz, hatte das Stift Lautenbach. Zur Pfarrei gehörte 1808-1858 der AO. Winzfelden der Gde. Sulzmatt. - Bei O. hatte der Strassburger Bischof, als Herr der Mundat, Mctallbergwerkc. Die Schächte führten die Namen: Goldener Esel, Silberrain und Osberggasse, letztere erst 1850 zugeschüttet. Noch im 18. Jhdt. hatte ein Herr aus Besancon die Ausbeute in Pacht. Gegenwärtig wird geplant, die Bergwerke wieder in Angriff zu nehmen. - Romanischer Kirchthurm aus dem 12. Jhdt. und die Sakristei aus derselben Zeit. Gemeindcwald (Oberförsterei Rufach) 24129 ha. 326-740 m über dem Meere. Granit, Kalk, Buntsandstein. (Weisstannen, Buchen, Eichen, Fichten, Kiefern, Ahorn, Espen, Mehlbeere.) Im alleinigen Besitz der Gde. seit 1816 durch Theilung der früher mit Sulzmatt gemeinschaftlichen Waldungen. Osenbach, Wlf., s. Ombach 3. Osieres, Uf. (Gde. Dcutsch-Rumbach, Ka. Markirch, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 6 E. 1 Hs. aux Zossieres 1775. Osieres, Hf. (Gde. Urbeis, Ka. Weiler, Kr. Schlettstadt, U.-E). 4 E. 1 Hs. Soll schon Ende des Mittelalters vorhanden gewesen sein. Ospenkopf, 879 m, nordöstl. Ausläufer des Judenhutes, südwestl. Lautenbach bei Gebweiler. Ossenbühr, Hf. u. Fsths. (Gde. Pfaffenheim, Ka. Rufach, Kr. Gebweiler, O.-E.). 13 E. 2 Hsr. Ochsenburc 1200; Osenbyr 1258. Ehemaliges Dorf der Mundat Rufach, an die Hattstatt versetzt, 1295 wieder eingelöst. Ossonbach s. Seille 19. Ostburg oder Oschburg, plateauförmiger Vorberg mit steilabfallendem Ostrand, 550 m, über (nordwestl.) Geberschweier, Ka. Rufach. Kr. Gebweiler, [die halle de am morsperg 1200 (M. Berler 19).] Im Jahre 1887 wurden bei der Eröffnung eines neuen Steinbruches am Ausgang des kleinen Thaies, in dem der Hof Lengenberg liegt, in Felsspalten eine grosse Menge Knochen von z. Th. ausgestorbenen oder in unsern Gegenden nicht mehr vorhandenen Thieren, sowie Steingeräthe und einige Scherben gefunden. S. Bleicher et Faudel, Materiaux V, 19 f. Ostein, Mei. (Gde. Weiler, Ka. u. Kr. Thann, O.-E.). 2 E. 1 Hs. 1849 entstanden. Ostein, Fels, 870 m, südöstl. über Meierei Ostein, Gde. Weiler, ka. u. Kr. Thann. Osteinrunz s. Thur 27. Osterbächlein s. Larg 13. Thalbach 18. Osterberg, 241,5 m, rebenbewachsener Vorhügel südl. Wangen, Ka. Wasselnheim. Osterberg, H., östl. Littenheim, Ka. Zabern. Ostergraben s. Rohrbach (Zorn 9. Osterndorf, abgeg. Ort (Gde. Niederbetschdorf, ka. Sulz u. W., Kr. Weissenburg, U.-E.). Austondorph 693; Osterendorf 808.- Früher selbständiges Dorf im Banne von Niederbetschdorf, dessen östlichen Theil es heute bildet. Schon 808 erwähnt (wenn Austondorph sich auf O. bezieht, schon 693). Die Abtei Weissenburg war damals dort begütert. 1187 bestätigte Kaiser Friedrich I. der Abtei Königsbrück den Hof in O. 1226 wird o. als o n desHattgaues (s.d.) genannt, dessen Schicksale es theilte, 1370 als lichten-bergischer Hol bezeichnet. Zuletzt erwähnt 13,83. Beider Theilung zwischen den lichtenbergischen Brüdern 1440 wird O. schon nicht mehr erwähnt. 1480 heisst es ; «am Oster Ende von Niederbetschdorl . Osterweiher im Seillegebiet 2 km südwestl. Lindrc- Basse, 8,80 ha. karpfcn-Fischerei. Wird regelmässig abgelassen und bebaut. 1616 Eigenthum des Herzogs von Lothringen. Die Bewohner von Tarquinpol hatten die Verpflichtung die Netze und Kähne für den Fischfang zum Osterweiher zu fahren, die Mutterfische einzusetzen und Fischbrut zum Linderweiher zurückzubringen. Privatbesitz. Abfls. zur Seille westl. Lindre-Basse. Osthausen, Df. (Ka. [s. 1790] u. Kr. Erstein, U.-E.). 840 E. 174 Hsr. (12 GRe.) - 155 m. - AG. Erstein (3,2); HSt. Matzenheim (2,3). - Ossinhuus 735; Hosthusen 1085; Osthus 1248; ma. Orcht. - P. T. Oeff". Fernsprechstelle (s. 1902). StEBez. Erstein. Armr. (s. 1360). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Erstein (s. 1802). Schutzheiliger hl. Bartholomäus (24. Aug.). Kapelle des hl. Wolfgang. Die Protestanten gehören zur Pfarrei Erstein (s. 1884, vorher zu Gerstheim), die Israeliten zum Rabbinat Oberehnheim. Synagoge (s. 1867), die auch von Matzenheim besucht wird. Jüd. Friedhof in Schlettstadt. - Hanfreibemühle. Getreidemühle. Hausindustrie: Weberei auf eigene Rechnung. Kartoffelhandel. Erheblicher Tabackbau. Tabackbauverein. O. wird schon 736 als Ort erwähnt, in welchem die Abtei Murbach begütert war. Im 12. und 13. Jhdt. hatten auch das Domkapitel und die Kirche St. Xikolaus in Strassburg dort Besitzungen. Auch die Landgrafen im L'nterelsass hatten bedeutende Güter zu O., von denen sie einen Theil 1315 an die Schaup, einen andern (Hof mit Zubehör) 1358 an das Bisthum Strassburg verkauften. O. war altes Reichsgut und seit 1349 (z. Th. auch schon frühen als Reichslehen im i Besitz der Zorn von Bulach, die das im 16. Jhdt. erbaute , Schloss daselbst (Allodialgut; noch heute besitzen: das Dorf gehörte zum Territorium der Reichsritterschaft. Den j Dinghof besassen die Johanniter zu Strassburg. Weisthum. - Kirchlich gehörte O. zum Landkapitel Benfeld. Schon 1464 Pfarrei. 1570 durch Sebast. Zorn von Bulach die Reformation eingeführt (protest. Pfarrei). Nach dessen Tode 1616 wurde O. durch den Johanniter-Komthur. der das Patronatsrecht und die Hälfte des Zehnten besass (seit 1338 durch Verkauf der Zorn), mit Hilfe des Bischofs von Strassburg wieder katholisch. Simultaneum bis 1693. Seitdem nur noch kath. Pfarrei. Eine Kapelle St. Nicolaus, die 1666 noch vorhanden war, später zerstört. Kapelle St. Wolfgang heute noch vorhanden, Begräbnisstätte einiger Zorn. 1 Viertel des Zehnten besassen die Zorn, 1 Viertel als bischöfl. Lehen die Wickersheim, seit 1441 die Zuckmantel. - O. liegt an der Konsularstrasse von Basel-Augst nach Selz etc. Neolithische Funde. Der untere Theil des Kirchthurms aus dem lo.-13. Jhdt., der obere aus dem 15. Jhdt.. die Spitze aus dem 17. Jhdt. Umfassungsmauern des Kirchhofes anscheinend I Befestigungsanlage. An dem grösstcntheils im 16. Jhdt. erbauten Schlosse vgl. o.) sind noch Spuren viel älterer mittelalterlicher Anlagen vorhanden. Im Schlosse mehrere Grabsteine der Familie Zorn aus dem 14. und 15. Jhdt. und I andere historisch interessante Gegenstände. Gemeindewald (Oberförsterei Ersteini 65,5 ha. Ostheim, Df. (Ka. Kaysersberg [1790-1802 Ka. Reichenweier |, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 1205 E. 260 Hsr. 12 GRe.) - 182 m. - A C Kaysersbergjll,2); Bhf. O. (0,S). - Osthaim 785; Ost he in 1341; ma. Oschde.Üschde - Die Gde. umfasst den HO. O, (1139 E. 251 Hsr.i, den A0. Schoppenweier und den verschw. O. Schoppenweier. - P-III. Kl, T. Oeff. Fernsprechstelle. Bhf. (s. 1840). Ortseinn. StEBez. Reichenweier. Armr. (s. 20. Febr. 186S). Verbds.-Fw. (s. 1888, i Spritzen). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Kaysersberg (s. 1802). Schutzheiliger, hl. Nikolaus (6. Dez.). Prot. Pfarrei Augsb. Konf., s. 1802 zum Konsistorium Rer-ehenweier, Inspektion Colmar, gehörig. Sprengel: O., Gemar, Illhäusern. Die Reformirten gehören zur Pfarrei Markirch. Steinbruch. Sägemühle. Kleine Getreidemühle. Altes Dorf, schon 785 war die Abtei Fulda daselbst begütert. Im;i3. Jhdt. hatte auch Kloster Ebersmünster, 1463 Kloster Etival Besitzungen zu O. Auch die Deutschordenskomthurei Kaysersberg hatte dort Besitz. Das Dorf gehörte I zu der mit der württembergisehen Grafschaft Horburg |