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Show Thedingcrbach - Thimbach. 1115 gipsfabrik mit unterirdischer (,ipsgrube (17 Arbeiter) von Heymes im A O . Kronenmühle (s. d.i. Dampfsägemühle mit Bauschreinerei von Hasdenteufel (1* Arbeiten. Hausindustrie: Seidenweberei, für eine Firma in Saargemünd; Leinen-weberei, für eigene Rechnung; Strohhutflechterei, für eine Firma in Saaralben. Handel mit Bauholz. Buchhandlung (s. 1872). Th. gehörte zu der Kastellanei B o l c h e n (s. d.), ursprünglich jedoch zu der Kastellanei Homburg-St. Avold und der Vogtei St. Avold. Th. bildete mit Pfarrebersweiler, Rossbrücken und dem verschwundenen Dorfe Girlingen ein Vogteilehen der Grafen von Saarbrücken für St. Avold und wurde von diesen im 14. Jhdt. als Burglehen weiter vergeben. Lothringen scheint das Lehen nach der Erwerbung von St. Avold eingezogen zu haben und hat dasselbe lbl4 bei Bildung der Grafschaft Bolchen für Ludwig von Guise- Ancerville mit Bolchen vereinigt und nach dem Heimfalle dieses Lehens Th. und Pfarrebersweiler bei der daraus gebildeten Prevöte Bolchen belassen. 1523 war die Deutschordenskomthurei Saarbrücken in Th. begütert. - Ortsadel: Heinrich von Th.. 1275 saarbrückischer Burgmann. - Th. war alte Pfarrei des Metzer Archipr. St. Arnuald. Kirche zuletzt 1765 erbaut. Den Kirchensatz hatte schon im 12. Jhdt. das Collegiatsstift St. Arnuald inne. Nach dessen Aufhebung ging er (1569) zunächst an Saarbrücken über. Saarbrücken hat seine Zehntrechte in Th. durch Vertrag vom 15. Febr. 176b an Lothringen (Frankreich) abgetreten. - Römische Reste (s. Herapel). G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Saargemünd) 50,1ha. Thedingerbach s. Rössel 11. Thedinger Berg, 373 m, TP., zwischen Thedingen und Folklingen, Ka. und Kr. Forbach. Theilung, ehem. Fsths. (Gde. Berthelmingen, Ka. Finstingen, Kr. Saarburg, L.i. War Besitz der Herrschaft Finstingen-S chwanhals, 1858 abgebrannt. Seit 1860 im Besitze der Forstverwaltung. 1888 wurde an der Stelle das Forsthaus Husarenhof <s. d.) erbaut. Theimbach oder Thimbach s. Leber 17. Thermes, Les, Arm der Mosel (s. d.), welcher beim Durchgang durch Metz mit dem Hauptflusse die Insel Saulcy bildet. Thiaville, verschw. Ort (Gde. Moussey, Ka. Rixingen, Kr. Saarburg, L.). 1754 nur noch als getrennter Bann in der Gemarkung von Moussey erwähnt. Thicourt s. Diedersdorf. Thierenbach (Thierbach), Fsths. (Gde. u. Ka. Sulz. Kr. Gebweiler, O.-Ej. 3 E. 1 Hs. 13b2 erbaut. Thierenbach (Thierbach). K. u. Hf. (Gde. Jungholz, Ka. Sulz, Kr. Gebweiler, O.-E.). 11 E. 2 Hsr. Bis 1880 AO. von Sulz. Abgegangener Ort, theils bischöflich, theils habsburgisch, der 1201 in Besitz des Bischofs von Strass- * bürg überging. Kluniacenserkloster (zuerst Doppelkloster, für Männer und Frauen; letzteres ging aber bald ein» um 1135 gegründet. Sulz und Rufach hatten ihre Gelübdetage für die Wallfahrt (4. Mai, Kreuzertindung), die schon im 8. Jhdt. bestanden haben soll. 1525 wurde es von den Bauern verwüstet, im Schwedenkrieg verbrannt, (die Mönche waren von 1631 - lb92 fort), später stand es unter der Leitung der Jesuiten, in der Revolution aufgehoben. Die jetzige Kirche stammt aus dem Anfang des 18. Jhdts.; sie wurde während der französischen Revolution Eigenthum der Stadt Sulz, 1881 der Gde. Jungholz. 1884 wurde der Dachstuhl durch Brand zerstört, 1892 die Kirche re-staurirt. Der darin befindliche Gnadenaltar ist 1727 durch die Pfarrer des Dekanats diesseits Ottensbühl (citra colles Ottonis) gestiftet worden; Kanzel mit Holzschnitzerei.-Von der früheren, romanischen Kirche aus dem 12. Jhdt. sind Theile beim Abbruch des Klostergebäudes aufgefunden und ins Mauerwerk des neuen Pfarrhauses sichtbar eingesetzt worden. Her t zog, A., Der Wallfahrtsort Th. (Vogcscn-Blatt, Beil. d. Strassb. Post , 1898, Nr. 6). Ingold, Thierenbach, peTerinage de la Haute-Alsace. [Aus : Journ. de Mulh.] Mulhouse 1872. Schloesser, K., Geschichte der Wallfahrt und des Klosters von Thierenbach. Mülhausen 1893. [Spahr, Jos.], Kurzer Bericht über den Wallfahrtsort von Marien Thierenbach (beiSultz, Oberrhein). Thierenbach 1850, 2. Aufl. Sultz 1862. Der Wallfahrtsort Thierbach. Ein Wort der Aufklärung gegen die Abtretung dieses Gnadenortes an Jungholz. Gebweilcr 1878. Thierenbacher Weiher, im Lauchgebiet, 0,5 km südwestl. Jungholz - 0,15 ha. Fischerei und Feuerlösch-zwecke. Gemeindebesitz. Zu- und Abfls. s. W u n a c h 10. T h i e r e n b a c h - MB. Thierbach- k ö p f , ,*34,7 m, westl. über Jungholz bei Sulz, O.-E. Thiergarten, Gipsm. (Gde. Püttlingen, Ka. Saaralben, Kr. Forbach, L.i. 10 E. 1 Hs. 1853 auf ehemaligem Gemeindeeigenthum erbaut. Ein < Diergarten» wird schon 1400 in einem Burgfrieden für Schloss Püttlingen erwähnt. Thiergarten, Hf. (Gde. u, Ka. Buchsweiler, Kr. Zabern, U.-E.). 5 E. 1 Hs. 1*5* entstanden. Thiergartenbächel s. Zorn 13. Thiergartengraben -. Zinzel 21. Thierhurst, Kap. iGde. Heiteren, Ka. Neubreisach, Kr. Colmar, O.-E.). 1 Hs. Muttergotteskapelle. Soll seit dem 15. Jhdt. bestehen und ihre Erbauung der Auffindung eines Marienbildes unter einem verbrannten Nussbaum verdanken. Nach Schöpflin soll sie aber ein Rest des verschwundenen Ortes Thiernheim (s. d.) sein. Bis 1744 bestand das Heilig-thum in einer einfachen Hütte, dann liess die Frau von Chatillon anlässlich eines Gelübdes an ihrer Stelle eine Kirche erbauen. W'ährend der französischen Revolution wurde dieselbe zerstört; bis 1S70 befand sich dann wieder nur eine Pfahlhütte an der Stelle, worauf die Kapelle wieder hergestellt und den Pilgern eröffnet wurde. Die Kapelle ist auf einem Tumulus der Hallstatt-La Tene-Zeit erbaut. Thierkirch, Kirchenruinc, etwa 4 k m von Lichtenberg (Ka. Niederbronn, Kr. Hagenau, U.-E.), auf einem Felsen im Walde. Soll früher Wallfahrtsort und Frauenkloster gewesen sein und scheint, nach den Trümmern zu urtheilen, aus dem 14. Jhdt. zu stammen. Ueber die Zerstörungszeit ist nichts bekannt. - Siffer, J.. Note sur les anciens monas-ttbres de Frauenkirch et de Th. Bull, de la Soc. pour la cons. des mon. hist. d'Als. 2e ser. 3, 1864/5. M e m . p. 150 etc.) Thierlache s. Rhein 5. Thiermattgraben s. Moder 9. T h i e r n h e i m , abgeg. Ort bei Heiteren (Ka. Neubreisach, Kr. Colmar, O.-E.>. Tier n h e i m 1240. - Habsburgisches Burglehen, 1201 an Joh. Schultheiss von Colmar gegeben. Begütert war 1241 der Deutschorden. Zerstört 1391 und 1394 durch Hochwasser des Rheins; nach anderer Ueberlieferung 1391 anlässlich des kriegerischen Vorgehens verbündeter Fürsten und Herren gegen die mit der Reichsacht belegte Stadt Strassburg. - Ueberrest (nach Schöpflin) die Wallfahrtskapelle Thierhurst (s. d.). T h i m b a c h , Fsths. (Gde. St. Kreuz im Leberthal, Ka. Markirch, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 9 E. 1 Hs. Soll schon Ende des 18. Jhdts. bestanden haben. Ueber den Namen vgl. Thimbach (oberer Theil). Thimbach (oberer Theil), Hsr. (Gde. St. Kreuz im Leberthal, Ka. Markirch, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 41 E. 6 Hsr. - L a t e m b a c h 17bb. - Hiess jedenfalls ursprünglich Lattenbach, was von den französisch Redenden als La Thimbach aufgefasst wurde. Im 17. Jhdt. wurde dort eine Bleigrube (St. Jean) betrieben. Thimbach (unterer Theil), Hsr. (Gde. St. Kreuz im Leberthal, Ka. Markirch, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 65 E. 10 Hsr. Handziegelei mit 2 Arbeitern. Im Uebrigen vgl. Thimbach oberer Theil . T h i m b a c h oder Theimbach s. Leber 17. |