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Show Neufvillage - Neuhof. 753 Neufvillage, Df. (Ka. Albcsdorf [1790 Ka. Altdorf, dann Ka. Albesdorf], Kr. Chäteau-Salins, L.). 114 E. 31 Hsr. (10 GRe.) - 230 m. - AG. Albesdorf (8,9); HSt. Leiningen (5,1). - Neufville 1616; Le Neuf-village 1783. - StEBez. Bensdorf. - Annexe der kath. Hilfspfarrei Altdorf (s. 1807). Kapelle des hl. Aloysius von Gonzaga. War Theil der lothringischen Lehensherrschaft Vahl (s. d.) in der Probstei Dieuze. N. soll Anfangs des 17. Jhdts. auf dem Banne von Vahl entstanden sein. 1613 reversirte Didier von Marimont für Marimont, Nebing, Vahl und Neuville, lb69 und 1681 die Familie Fremin für Vahl, Neufvillage und Valhettse (Waldhaus) mit ganzer Gerichtsbarkeit, 1701 Christophe von Hausen für dieselben Orte. N. wurde 1635 zerstört und erst nach 1660 wieder bevölkert. - N. war vor 1807 Filiale der Pfarrei Vahl. Gemeinde wald (Oberförsterei Albesdorf) 22,6 ha. Neugartenhof, Hf. (Gde. Niederrödern, Ka. Selz, Kr. Weissenburg, LT.-E.>. 6 E. 1 Hs. Soll um 1800 entstanden sein. Neugartheim, Df. (Ka. Truchtersheim [s. 1790], Ldkr. Strassburg, U.-E.). 220 E. 50 Hsr. (10 GRe.) - 240 m. - AG. Truchtersheim (5,9); Strbst. Truchtersheim (6,3). - No-gerthe 1166; Nugerte 1233; Nugerde 14. Jhdt; ma. Neierte. - Im Gebiet der Gde. liegt die Schlossruine Kochersberg. - StEBez. Truchtersheim. Armr. (Gründungsjahr unbekannt). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Truchtersheim (s. 1802). Schutzheiliger hl. Remigius (1. Okt.). N. gehörte zu den 28 Dörfern der sogen. «Grafschaft» (s. d.), in deren Besitz sich das Reich und das Bisthum Strassburg 1236 nach langem Streite so theilten, dass beide die Hoheitsrechte gemeinsam ausübten. Doch verkaufte schon Karl IV. 1357 die dem Reich zustehende Hälfte von N. an den Bischof. Seitdem blieb das ganze Dorf im Besitz des Bisthums und gehörte zum Amte Kochersberg. 1446 vorübergehend an die Lupstein verpfändet, 1452 ausgelöst. Der Dinghof zu N. war alter Besitz der Abtei Honau und ging mit dieser später an das Stift Alt St. Peter zu Strassburg über. - Ein adeliges Geschlecht von N., Lehcnsleute des Bischofs, der Finstingen (1240), der Ettendorf, 1223 zuerst erwähnt, 1542 ausgestorben. - Kirchlich gehörte N. zum Landkapitel Betbur. Alte Pfarrei, die 1407 dem Hohen Chor des Strassburger Domstifts incorporirt wurde; dieselbe muss jedoch in der Folge untergegangen sein, denn 1698 wurde zu N. eine Pfarrei neu errichtet, mit Filiale Avenheim (bis 1787). Das Patronatsrecht hatte der Hohe Chor. Neuglashüttenbach s. Rössel 13. Neugraben (Dichele), Fsths. (Gde. Wettolsheim, Ka. Winzenheim, Kr. Colmar, O.-E). 3 E. 1 Hs. Als im 17. Jhdt. der Neugraben angelegt wurde, errichtete man das Schleussenwärterhaus Dichele, welches später als Forsthaus benutzt wurde und noch als solches dient. Neugraben s. Altenbach, Blind 9, 111 46, 54, 75, Mossel o, Wunach 10. Neugrünrain, verschw. Fsths. (Gde. Ottrott, Ka. Rosheim, Kr. Molsheim, U.-E.). U m 1881 abgebrochen. Neugrünrain, Matte, 700 m, am Westhang des Kien-berges, am linken Ufer des Kirneckthaies bei Barr; das Fsths. gl. N. ist abgerissen. Neuhäusel, Df. (Ka. Bischweiler [1700-1802 Ka. Fort- Louis], Kr. Hagenau, U.-E.). 241 E. 4.5 Hsr. (10 GRe.) - 119,5 m. - AG. Bischweiler (22,8); Hp. Roppenheim (4,5). - Bis 1700 N e u h o f genannt; ma. N e i h i s e 1. - Ein Theil der Gde.-Gemarkung liegt im Amtsbezirk Rastatt (bad. Gde. Hügelsheim). - StEBez. Röschwoog. Armr. (s. 1852). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Bischweiler (s. 1857, vorher AO. der Pfarrei Röschwoog). Schutzheiliger St. Lukas (18. Okt.); AO. Roppenheim (s. 1857, vorher AO. der Pfarrei Röschwoog). Die Protestanten gehören zur Pfarrei Roppenheim. - Fischerei. N. gehörte zur Herrschaft Beinheim (s. d. , die | 1359 von dem Landgrafen an die Fleckenstcin verliehen, von diesen 1402-1404 an die Markgrafen von Baden veräussert wurde, in deren Besitz sie bis zur Revolution verblieb. - Kirchlich gehörte N. zum Landkapitel Unter-Hagenau, und war seit 1751 Filiale der Pfarrei Beinheim, 1802-57 der Pfarrei Röschwoog, seitdem selbständig. Hatte in der Kirche des hl. Lukas eine Kaplanei der hl. Katharina, deren Patronatsrecht dem Rektor von Beinheim zustand. Neuhäusel, LIf. (Gde. Mollkirch, Ka. Rosheim, Kr. Molsheim, U.-E.). 5 E. 1 Hs. U m 1840 entstanden. N e u h a m m e r , Hammerw. (Gde. Mutterhausen, Ka. Bitsch, Kr. Saargemünd, L.). 74 E. 9 Hsr. Franz. Martinet. Besteht seit 1846. Neuhammerweiher, im Modergebiet, 2,3 km nordwestl. Mutterhausen - 2,96 ha. Fischerei. Wird nicht abgelassen. Besitzer Baron von Dietrich. Zu- und Abfluss s. Zinsel 1. Neuhaus, Hf. (Gde. Lützel, Ka. Plirt. Kr. Altkirch, O.-E.). S. Pfaffenloch. Neuhaus (Maison-Neuve), Hsr. (Gde.Flörchingen, Ka. Hayingen, Kr. Diedenhofen-West L.). 22 E. 1 Hs. (1895). J.-tzt 3 Hsr. Neuhausen, Wir. (Gde. Goldbach, Ka. St. Amarin, Kr. Thann, O.-E.j. 46 E. 10 Hsr. Gehörte zum murbachischen Amte St. Amarin. Zählte 1650 mit Goldbach und Altenbach 5 Bürger und 15 Kinder. 17.57 wurde das Vikariat | Goldbach-Neuhausen errichtet, nachdem letzteres seit b.47 i kirchlich zu WTeiler gehört hatte. Neuhausen, verschw. Ortschaft bei Mandern, (Ka. Sierck, Kr. Diedenhofen-Ost, L.). (Neuhausen «im Mander-thaL) Besitz der Karthäuser von Rettel, 1414 den Herren von Sierck verpfändet, mit der Verpflichtung zum Wiederaufbau der damals zerstörten Ortschaft; 1437 den Herren von Sierck unter Vorbehalt des Zehnten verkauft; seitdem zur Sierck'schen Herrschaft Mensberg gehörig; in einer Lehensbeschreibung von 1613 nicht mehr erwähnt. Vielleicht ist der Hof Neudorf (s. d.) bei Merschweiler ein Rest des Ortes. Neuheuscheuer, Fsths. (Gde., Ka. u. Kr. Hagenau, U.-E.). Frühere (vor 1888) Bezeichnung des AO. Heuscheuer (s. d.) derselben Gde. Neuhof s. auch Neuhäusel. Neuhof, Df. (Gde. Strassburg, Ka. Süd (extra muros), Stdtkr. Strassburg, U.-E.). 2243 E. 268 Hsr. - ma. Neihof, Nöuhoft. - Hat s. 1895 sein besonderes Kataster neuerer Art. P. F. Oeff. Fernsprechstelle (s. 1898). Kloster zum heil. Kreuz (Privatbesserungsanstalt, gegründet 1S52 durch die Stifterinnen der Kongregation der Schwestern vom heil. Kreuz. Wird geleitet durch Schwestern genannter Kongregation und durch einen Anstaltsgeistlichen; kath. Schule). Prot. Anstalt zur Erziehung armer Kinder (1825 von einigen christlichen Männern in Strassburg gegründet, wird von einem Verwaltungsrathe geleitet ; erhält Zuschuss vom Bezirk). Besserungs-Anstalt für prot. Knaben auf dem Marschallhofe (s. 1892, Zweiganstalt der vorgenannten, nimmt meist Kinder auf, welche ihr infolge der Zwangsi t Ziehungsgesetze zugewiesen werden). Ev. Erziehungs- und j Besserungs-Anstalt des Magdalenenstifts (gegründet 1876 I als Refuge in Ruprechtsau [s. d.] durch Wwe. Gand und Frl. Heyl nebst einem Comite mit dem ref. Pfarrer Röhrich an der Spitze; 1889 nach N. verlegt; von einem Verwaltungs-rath geleitet). - Kath. Pfarrei IL Kl. (s. u.). Zu derselben gehören auch die AO. Altenheimerhof, Beim Entenfang und Ganzau. Prot. Pfarrei Augsb. Konf. (Konsistorium und Inspektion St. Wilhelm in Strassburg), vgl. u. Zur Pfarrei gehören ausser N. auch die Häusergruppen Altenheimerhof, Beim Entenfang (Meinau), Colmarerstrasse, Ganzau, Hohwarth, Oberjägerhof, Porzellanmühle. Krg.- u. Ldw.-Verein Neudorf-Neuhof (s. 1887). Strassenbahn (Strassburg-) Metzgerplatz- Neudorf-Neuhof (s. Strassburg). Leimfabrik (Herrenschmidt i. 48f |