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Show Uettingen - Uftried. 1129 gehörte. In Ue. waren die Abteien Justberg, Villers-Bettnach, sowie die Johanniter und später die Jesuiten aus Trier begütert. - 1106 soll hier zwischen Lothringen und Luxemburg eine Schlacht stattgefunden haben, in welcher letzteres Sieger blieb. - Ue. w ar von jeher Pfarrei des Archipr. Diedenhofen. Den Kirchensatz hatten abwechselnd die Herren von Reichersberg-Pepinville und die von Meilberg. Die jetzige Kirche stammt von 1868, die frühere war 1747 erbaut worden. Uettingen, abgeg. Ort (zwischen Mittelkurz, Zeinheim und Hohengöft, s. Uttingen. Uetweiler, abgeg. Ort bei Balschweilcr, Ka. Dammerkirch, Kr. Altkirch, O.-E.). - Utwilr 14. Jhdt.; allmend ze utwilr 1421; üttweylcr allmend 157o; Buetwiller allmend 18. Jhdt. - 14. Jhdt. Katharina, Brigitta von Ue. Uflheim, Df. (Ka. Landser [s. 1790], Kr. Mülhausen, O.-E). 599 E. 125 Hsr. (12 GRe.) - 270 m. - A G . Sierenz (1,2); Bhf. Sierenz (1,8). - U f e h e i m 110113; Ufhein 1341; ma. üffe. - Die Gde. umfasst den H O . U. (579 E. 122 Hsr.) und die A O Mattenmühle, Obere-Mühle, Werbenmühle. - StEBez. Sierenz. F w . (s. 1889, 1 Spritze). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Landser (s. 1802-s und s. 1820, dazwischen Filiale von Sierenz). Schutzheiliger hl. Michael (29. Sept. Die Lutheraner gehören zur Pfarrei Colmar. - 4 Getreidemühlen: 3 mit Wasserkraft, eine mit Wasserkraft und Petroleummotor (davon 2 ausserhalb des Ortes, vgl. die A O. Mattenmühle und Werbenmühle). 2 Oelmühlen. Viehhandel. U. war habsburgischer Besitz; Lehen der österreichischen Herrschaft L a n d s e r (s. d.). Lehensträger mögen ursprünglich die nach U. benannten Herren von U. gewesen sein, die ca. 1170 zuerst erwähnt werden, im 13. Jhdt. in Basel ansässig erscheinen und im 14. erloschen sind. Später (seit Anfang des 16. Jhdts. i und bis zur Revolution waren die Waldner von Freundstein Lehensinhaber des Dorfes. Begütert zu U. erscheinen 1101/3 Kloster St. Alban (Basel), 1194 Kloster Beinwyl (Solothurni, 1235 Deutschordenskomthurei Sundheim-Rufach. - 1270 ist das Dorf durch Ueber-schwemmung fast ganz zerstört, 1445 von den Baselern verbrannt worden. - Kirchlich gehörte U. mit Bartenheim, Geispitzen und Kembs zur Hochkirche (s. d.) und wurde erst ca. 1782 zur Pfarrei erhoben (Landkapitel Inter Colles des Bisthums Basel). Das Patronatsrecht besassen die Waldner. - U. liegt an einem Keltenwege von Hausgauen nach Sierenz u. s. w. Der Kirchthurm ist frühgothisch ; der Kirchhof war früher befestigt. Uffholz, Df. (Ka. Sennheim [s. 1790], Kr. Thann, O.-E.). 142«:) E. 270 Hsr. (12 GRe.) - 320 m. - AG. Sennheim (1,7); Bhf. Sennheim (2,5'. - Aufoldus 769; Uffholtz 823; ma. Uffholz. - Die Gde. umfasst den H O . U. (1394 E. 266 Hsr.), die AO. Heuchel, Mannheimer und den verschw. O. St. An-toni; auf der Grenze zwischen U. und Watt weiler liegt die Ruine Herrenfluh. - P. F. Oeff. Fernsprechstelle 's. 1. Okt. 1900). Ortseinn. StEBez. Sennheim. Armr. (s. 1S71). Verbds.- Fw. (s. 1S66, 3 Spritzen). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Sennheim (s. 1802); Schutzheiliger hl. Erasmus (2. Juni). Die Reformirten gehören zur Pfarrei Sennheim. Rabbinat Senn-heim- Uffholz (s. Sennheim). Synagoge (s. 1750). U. gehörte zu dem m u r b a c h i s c h e n Amte W a t t weiler. Die Vogtei in U. war als murbachisches Lehen in den Händen der Habsburger, wurde von diesen als Afterlehen an die Edlen von Horburg gegeben und gelangte von denselben durch Kauf an die Grafen von Pfirt. Nach dem Tode der Wittwe des letzten Grafen von Pfirt, welcher U. als Leibgeding verschrieben war, k a m es wieder in den Besitz von Murbach. Begütert in U. waren die Klöster Münster im Gregorienthaie (769), Masmünster (823), Eschau (1180), Luders und Lützel, sowie das Stift St. Amarin, ferner (1313) die Johanniterkomthurei Sulz und (1364) die Johanniterkomthurei Mülhausen; ausserdem die Deutschordenskomthurei Mülhausen. Die Abtei Murbach vermehrte ihren , Besitz durch Kauf und umgab ihn 1423 mit einem Graben. | Murbachische Lehensmänner waren die Hungerstein, Pfirt, 1 Wattweiler, Wigenheim. 1423 verkaufte die Abtei Haus und Hof an Ulrich Stör 1651 errichteten Rudolf von Neuenstein und Maria Ursula von Flachslanden in U. einen Meierhof. Aus dem Ministerialengeschlechte derer von U. werden Lud-frid, Kuno, Rudeger 1194-1214, Härtung 1347 erwähnt. - U. wurde wiederholt zerstört: 1376 durch die Engländer, 1468 im Sechsplappertkriege durch die Schweizer, 1525 durch die aufständischen Bauern. 1634 wurde es von den Schweden besetzt und 1730 plünderten die rebellischen Unterthanen der Abtei Murbach die Häuser der ludin,sowie die Synagoge. 1665 zählte U. 45 Bürger und Hintersassen. - Die Pfarrei gehörte bis 1801 zum Landkapitel Citra Colles Ottonis des Bisthums Basel; den Kirchensat/ hatte die Abtei Murbach. Der dem hl. Erasmus geweihten Kirche wurde 1604 ein Ab-lass von 40 Tagen verliehen für die zu ihr Wallfahrenden. - U. liegt a m Hauptkeltenwege von Beifort nach Brumath und Selz u. s. w. Hallstatt-Tumulus. Moderne Kirche. Ehemalige Burg der Grafen von Plirt. ein spätgothischer Bau. Einige alte Häuser des 16. Jhdts. und ein Brunnen von 1468. G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Thann 591,8 ha. Porphyr, Grauwacke, Sandstein. (Tannen- und Buchenhochwald, Eichenniederwald.) In den Besitz der Gde. gelangt vermuthlich durch Schiedsspruch vom 10, Messidor III (28. Juni 1795). Litter: Le siege de Wattwiller et le sac d'Uffholtz par les Rustands, en 1525, par un contemporain. [Publ. p. Ingold.] [Aus: Journal de Mulh.] Mulhouse 1872. Uffried, auch Riedgau gen., N a m e eines aus den 11 Orten Auenheim. Dalhunden, Forstfeld, Kauffenheim, Röschwoog, Giesenheim, Roppenheim, Runzenheim, Sesen-heim mit Dengeisheim und Statt matten (zu denen ursprünglich als Hauptort das 1402 abgetrennte Beinheim [s. d.] gehörte) bestehenden Gebietes, das in ein «oberes» 'Auenheim. Dalhunden, Dengeisheim, Runzenheim, Sesenheim. Stattmatten) und ein «unteres» 'die übrigen Gemeinden) Ried zerfiel und wohl auch Grafschaft (graveschaft ime Riet 1265 genannt wurde, ein Name, der wie beim Hattgau wohl bloss einen Gerichtsbezirk bezeichnet. Das U., wohl aus einer alten Hundertschaft hervorgegangen, gehörte ursprünglich zu den Reichslehnsbesitzungen der Landgrafen im Unter- Elsass, deren Gerichtsort im Uftried Röschwoog war. Doch erscheinen schon 1265 die Herren von Fleckenstein als Mitbesitzer. Im 14. Jhdt. hatten dieselben das ganze U. als landgräfliches Lehen (Landgrafen waren u m 1350 die Grafen von Oettingen) inne. Doch besassen auch die Herren von Lichtenberg Rechte im U., die sie zum Theil 1450 an die Fleckenstein verkauften. 1516 einigte man sich dahin, dass die Gerichtsbarkeit im U ausschliesslich den Fleckenstein verbleiben solle und dass die Grafen von Hanau-Lichtenberg nur den Vogt zu ernennen hätten. 1537 kauften die Fleckenstein die noch im Besitze der Hanau-Lichtenberg befindlichen kaiserlichen Landvogteirechte für 1000 Gulden. Seit 1571 erfolgte die Belehnung mit dem Ried durch den Kaiser. Das U. mit seinen 11 Ortschaften bildete ein eigenes A mt der Herrschaft Fleckenstein, das A m t Riedgau, auch A m t R o p p e n h e i m genannt, nach dem Hauptsitz desselben. Nach Aussterben der Fleckenstein (1720) k a m es an die Fürsten von Rohan-Soubi,e, denen Ludwig XIV. schon 1706 die Anwartschaft auf die Fleckensteiner Lehen gegeben hat. Gegen diese Belehnung protestirten die Grafen von Oettingen-Wallerstein. Sie hatten den Fleckenstein seit 1348 ununterbrochen bis ins 17. Jhdt. Lehnsbriefe über das U. gegeben und stammten ausserdem in weiblicher Linie von den Herren von Dagstuhl ab, deren Herrschaft in den Händen der danach benannten Fleckenstein-Dagstuhl gewesen war. Aber die Oettingen'schen Ansprüche drangen nicht durch und die Rohan-Soubise blieben bis zur Revolution , im Besitz des U. Auch beim Reichsdeputationshauptschluss |