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Show Strassburg. 1087 drale de Strasbourg pendant la revolution. Paris 1888. Ders., Vieux noms et rues nouvelles. Strasbourg 18S3. Ders., L'Alsace au 17e siecle. 2 Bde. Paris 1897. 1898. Ferner viele andere Schriften desselben Verfassers. R ö h r ich, T. W., Geschichte der Reformation im Elsass und besonders in Strassburg. 3 Theile. Strassburg 1830/2. Schmidt, Ch., Histoire du chapitre de St. Thomas. Strasbourg 1860. Ders., Strassburger Gassen- und Häusernamen. 2. Aufl. Strassburg 1888. Schmoller, G., Strassburgs Blüthe und die volkswirtschaftliche Revolution im 13. Jhdt. Strassburg 1875. Ders., Strassburg zur Zeit der Zunftkämpfe und die Reform seiner Verfassung und Verwaltung im 15. Jhdt. Strassburg 1875. Ders., Die Strassburger Tucher- und Weberzunft. Urkunden und Darstellung nebst Regesten undGlossen. Strassburg 1870. Schoepflin, J. D., Alsatia diplomatica. 2 voll. Mannheim 1772/5. Ders., Alsatia illustrata. 2 voll. Colmar 1751. Schumacher, E., Topographische Karte der Umgegend von Strassburg. Strassburg 1884. Fol. Sey-both, A.. Das alte Strassburg vom 13. Jhdt. bis zum Jahre 1870. Geschichtliche Topographie. Strassburg 1890. Ders., Strasbourg historique et pittoresque depuis son ori-gine jusqu'en 1870. Strasbourg 1894. Silbermann, J. A., Lokalgeschichte der Stadt Strassburg. Strassburg 1775. Strassburg und seine Bauten. Herausgegeben vom Architekten- und Ingenieur-Verein für Elsass-Lothringen. Strassburg 1894. Strobel, A. W., Vaterländische Geschichte des Elsasses. 6 Bände. Strassburg 1*44/0. U r k u n d e n und A k t e n der Stadt Strassburg. A. Urkundenbuch der Stadt Strassburg. I, 1879, Wiegand. II, 1886, Wiegand. 111, 1884, Schulte. IV', 1895, IV», 1888, Wolfram und Schulte. V, 1896. Hans Witte und Wolfram. VI. 1S99, Fritz. VII, 1900, Hans Witte. B. Politische Korrespondenz der Stadt Strassburg im Zeitalter der Reformation. I, 1882, Virck. II, 1887. III, 1898, Winckelmann. W a g n e r , R., Geschichte der Belagerung von Strassburg im Jahre 1870. Auf Befehl der königl. General-Inspektion des Ing.-Corps und der Festungen nach amtlichen Quellen bearbeitet. Berlin 1S7S. W o l t m a n n , A., Geschichte der deutschen Kunst im Elsass. Strassburg 1876. Ferner sind die durch die neuerdings gemachten zahlreichen Funde veranlassten, zum Theil in den Tagesblättern geführten ergebnissreichen Erörterungen über die Anfänge Strassburgs zu erwähnen, an denen haupsächlich v. Apell, Forrer, H e n n i n g und T h r ä m e r betheiligt sind. Im Uebrigen wird auf die S. 257 und 258 des III. Theiles namhaft gemachten Bibliographien verwiesen. Strassburg, Territorium der Reichsstadt Strassburg. Dasselbe umfasste erstens Strassburg mit den zum Gemeindebezirk gehörigen Dürfern Königshofen, Kronenburg, Neuhof, Neudorf und Ruprechtsau (siehe diese Artikel), zweitens die 5 Aemter: A m t Illkirch (s. d.), Herrschaft Barr (s. d), HerrschaftMarlenheim (s.d.), Herrschaft Wasselnheim (s.d.), Herrschaft Herrenstein (s. d.). Ausserdem befanden sich im Theilbesitz der Stadt: Blienschweiler (s. d.) und Nothalten (s. d.). - Strassburg, als Kaufmannsstadt, besass ursprünglich wohl keine eigentliche Feldmark, kein Stadtgebiet. Wie die spätere Erwerbung desselben vor sich gegangen ist, ist nicht ganz klar. Vielleicht umfasste der in ältester Zeit den Bischöfen von Strassburg gewährte Immunitätsbezirk diese Gegend mit als suburbium und ward so die Ursache der Zugehörigkeit der Stadt auch für die spätere Zeit, als dieselbe sich (1262) von der bischöflichen Gewalt völlig befreit hatte und Reichsstadt geworden war. Ursprüngliche Grundherren in dem rings die Stadt umgebenden Gebiete scheinen die Eticho'sche Herzogs- und Grafenfamilie und besonders der königliche Fiskus gewesen zu sein. Strassburg, Bisthum(geistlich). [Vgl. auch Strassburg, Stadt, Kirchliches]. Die Legende setzt die Begründung des Bisthums, als dessen hervorragendste Verwalter sie die Heiligen Arbogast und Florentius (im 6. oder 7. Jhdt.) bezeichnet, in das 3. oder 4. Jhdt. Neben dem Erkanbald'schen Bischofskatalog, der vor dem u m 750 lebenden Bischof Eddo oder Heddo 24 Bischöfe aufzählt, also nach gewöhnlicher Berechnung etwa auf das Jahr 400 als Gründungsjahr hinführen würde, hat sich durch das ganze Mittelalter bis in die neue Zeit die Ueberlieferung erhalten, dass der in der kirchlichen Tradition beliebte König Dagobert, eine sagenhafte Gestalt, in die die drei historischen Dagoberte (628- 638, 673-678, 711-715) zusammengeflossen sind, das Bisthum begründet habe. Diese Ueberlieferung findet sich noch 1681 in der bekannten Ansprache, mit der Bischof Franz Egon den König Ludwig XIV. begrüsste. w o Chlodwig und Dagobert genannt werden, «desquels l'un a place la premiere pierre de ce somptueux vaisseau (des Münsters) et l'autre l'a fait griger en eveche.» Der erste sicher bezeugte Bischof von Strassburg ist Ansoald, der die Akten des Pariser Kon- I zils von 614 mitunterzeichnet hat: Ex civitate Stratoburgo Ansoaldus episcopus (Mon. Germaniae historica, Legum I Sectio III: Concilia I. 192, 30). - Mehrere Umstände sprechen dafür, dass der Sprengel des Strassburger Bischofs bis zur Ordnung der fränkischen Kirche durch Bonifatius das Ober- Elsass mitbegriffen hat. In diesem Falle musste man annehmen, dass der grosse Organisator mit Bewusstsein auf die römische Verwaltungseintheilung zurückgegangen sei; denn seit etwa 750 deckt sich die Diözese Strassburg, mit deren mittelalterlichen Grenzen sich merkwürdiger Weise keiner der zahlreichen neueren Strassburger Kirchenhistoriker eingehend beschäftigt hat. so weit sie linksrheinisch ist, mit dem Gebiete der römischen Civitas Argentoratensium. Das rechtsrheinische Gebiet schloss sich als östliche Fortsetzung genau an das linksrheinische an und reichte bis auf den K a m m des Schwarzwaldes, der im grossen und ganzen die östliche Grenze war, wie der K a m m der Vogesen die westliche. Nord- und Südgrenze wurden durch kleine Fluss-i laufe gebildet, die nur an einzelnen Stellen u m ein Geringes I überschritten wurden. Links des Rheins war die Nordgrenze der Selzbach und dann ein linkes Nebenbächlein desselben, der Breitenbach ; die nördlich des Selzbachs gelegenen Pfarreien, die zur Diözese Strassburg gehörten, wie Schaffhausen, Münchhausen, Winzenbach, Eherbach, Niederrödern u. s. w., | liegen alle im Gebiete des Selzbachs oder des sich mit diesem bei seiner Mündung in den Rhein vereinigenden Sauerbachs und standen in früherer Zeit zum Theil im Abhängigkeitsverhältnis zu südlicher gelegenen Gden. Von der Quelle des Breitenbachs griff die Diözese etwas nach Norden aus, um das ganze Gebiet des Sauerbachs und seiner Nebenbäche mit Klimbach, Wingen, Schönau (jetzt bayr. Rheinpfalz), Ober- und Niedersteinbach einzuschliessen. Von den Quellen der Sauer lief die Diözesangrenze mit Ausschliessung des alten Klosters Stürzelhronn auf der Wasserscheide zwischen Rhein und Mosel entlang, umschloss das ganze Gebiet der Moder mit allen ihren Nebenflüssen, griff auf diese Weise einerseits bei Philippsburg, andererseits bei Pfalzburg und j Dagsburg in das Gebiet des heutigen Bezirks Lothringen ein, schloss dagegen den Theil des heutigen Unterelsass, der im Saargebiet liegt, aus. Sodann begriff sie das ganze Gebiet der Breusch, des Giessen und der Leber, und zwar diesen Bach bis Markirch aufwärts, dessen lothringischer Antheil zur Diözese Strassburg gehörte, verliess unterhalb Markirch die Leber, um, den Höhenrücken, der den Tännchel und die Hohkönigsburg trägt, überquerend, die Quelle des Eckenbachs zu erreichen, begleitete diesen, St. Pilt einschliessend, und dann den Landgraben bis zur 111, folgte dann dieser abwärts bis zur Einmündung der Blind, dann dieser aufwärts bis zu ihrer Quelle unweit Andolsheim und lief von dort zum Rhein. Die südlichsten Dörfer dieses weit in den heutigen Bezirk Oberelsäss hineinreichenden Zipfels zwischen Blind und Rhein sind Jebsheim, Munzenheim, Fortschweier, Dürrenenzen, Urschenheim. Widensolen und Künheim. Exklaven des Sprengeis waren die Probstei St. Marx bei Rufach und Lautenbach im Gebweilerthal mit seiner Kollegiatkirche |