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Show St. Pilt - St. Quirin. 981 mauern sind theilweise noch erhalten; im Orte viele Häuser, auch ein öffentlicher Brunnen aus spätgothischer- und aus der Renaissancezeit; zwei gothische Stadtthore sind 1863 beseitigt worden. G e m e i n d e w a l d , 821,1 ha; davon 807,5 ha in der Oberförsterei Markirch und 13,6 ha. in der Oberförsterei Rappoltsweiler. (Hochwald: Tanne, Birke, Kiefer; Niederwald: Eiche und Kastanie). Ursprünglich ungetheilt mit Bergheim. Orschweiler und Leberau Eine Theilung erfolgte 1430 und endgültig 1791. Besitzbestätigungen: 1555, 171*, 1828. Benoit, A., La ville de St. Hippolyte de 1555 ä 1616. . . (Revue nouv. d'Als.-Lorr. 7, S. 1-7). [Auch bes.:] Colmar [1886]. Colonge de St. Hippolyte. 1660 (Revue d'Als. V, 1854, S. 137-141). D e g e r m a n n , J., Etat du temporel de quelques paroisses situees en Alsace et autrefois depen-dantes du duche" de Lorraine. (Bull. d. 1. Soc. p. 1. conserv. d. monum. histor. d'Alsace. 18. Jhrg. 1S06'7). Notice historique sur la commune de St. Hypolite, canton de Ribeau-vilie. [Communiciue par J. J Dietrich.] (Revue d'Als. 1SS0, S. 282-2*0). St. Pilt, Benediktinerkloster. Durch Schenkung des Edlen W i d o kam vor 7o* Andaldovillare in den Besitz des Abtes Fulrad von St. Denis, der dann u m 774 daselbst ein Kloster gründete und in diesem die 7b 1 erworbenen Reliejuien des heiligen Hippolvtus niederlegte. Daher der spätere Name des Orts (die Reliquien selbst wurden 835 nach St. Denis verbracht). Das Kloster stand lange Zeit unter St. Denis und wurde (vielleicht erst im 15. Jhdt.) mit dem Kloster Leberau vereinigt; die Einkünfte und Rechte beider Klöster kamen 1502 an das Collegiatstift St. Georgen in Nancy und mit diesem 1742 an die Primatialkirche daselbst. St. Pilt, Probstei, Prevöte. Herzoglich lothringisches A m t beschränkt auf die Stadt St. P. und deren Bann, bis 1751 als prevöte bailliagere unmittelbar der Cour Sou-veraine in Nancy unterstellt, an welche die Berufungen gingen; durch Edikt vom Juni 1751 als einfache prevöte dem Bailliage St. Die zugetheilt, das durch Edikt vom Juni 1772 zum Siege Presidial erhoben wurde. St. Pol, Grafschaft, s. R ü t t g e n , Grafschaft. St. Privat, Df. (Ka. Metz [1790 Ka. Jouaville, 1795 Ka. Rombach, 1802-1S70 Ka. Briey], Kr. Metz, L.i. 455 E. 131 Hsr. (10 GRe.) - 330 m. - A.-, L.- und SchwG. Metz (14,3); Bhf. Amanweiler (2,8). - St. P r i v a t u m 113S; Sainct Prevez 1290; St. Privez la Montaigne 1324; St. Privat-la-m o n t a g n e 1869; ma. St. Pro v eye. - Die Gde. umfasst den H O . St. P. (381 E. 110 Hsr.i und den AO. Jerusalem. - P. F. StEBez. Rombach. - Kath. Hilfspfarrei des Metzer Archipr. St. Vincenz (s. 1802), die Gden. St. Pr. und Roncourt umfassend. Kirche des hl. Privatus (21. Aug.). - Geschäftssprache französisch. - Mitte Juli Ellenwaarenmarkt. St. Pr. gehörte zu der Probstei Briey des Herzogthums Bar und war, wie es scheint, alter Besitz des Domkapitels von Metz. Z u m Theil war es auch Lehen, mit Kirchensatz und Zehnten, der Herren von Aspremont (wohl ehemalige Vogteirechte). Bar hat das Dorf fast immer an Metzer Familien verpfänder: 1320 und noch 130* an die Le Hungre, 1436 an die Desch, 1456 an die Gour-nai. x, 1481 die Serriere, 1498-1504 die Baudoche, dann die Chätelet, de Savigny, de Lenoncourt. 1674 wurde es an die regulirten Chorherren von Pont-ä-Mousson verkauft, mit dem Kirchensatz und Zehnten, welche damals im Besitze von Lothringen waren. Auch die Abtei St. Pierremont und die Johanniter waren zu St. Pr. begütert. 1324 war St. Pr. marche d'Estault zwischen dem Pays Messin und Bar. - Bei St. Pr. fand in der Schlacht bei Gravelotte (18. Aug. 1870) der Entscheidungskampf statt: das Dorf wurde durch einen konzentrirten Angriff des Gardekorps und des XII. sächsischen Korps genommen und die Franzosen auf Metz zurückgeworfen. - St. Pr. war bis 1802 Pfarrei des Metzer Archipr. Hatrize, mit Filiale Roncourt. Ueber Kirchensatz und Zehnten siehe oben. - Bedeutendes fränkisches Grabfeld, darin Scramasaxe, Lanzenspitzen, Francisken, Gold- und Bronzefibeln (darunter eine mit Email, vier Adler darstellend), Halsband aus Glasperlen nebst einem Bernsteinkorn, Schlüssel, Thon- und Glasgefässe. - Denkmal des 12. Armeekorps, des 4. Garde-R. z. F., des 4. Garde-Gren.-R. Kön. Augusta, des Garde-Korps, und 73 Kriegergräber von 1*70171. Duquet, Alfred, L a bataillc de St. Privat. (La nouvelle | revue 1885. 15 juin, 1 juillet). St. Privat, Wir. Gde. Montigny h. Metz [s. 1809], Ka.u. Kr. Metz, L.;. 103 E. 16 Hsr. - Garnisonlazareth Metz II-Montigny. - Privat 893; St. Privatus 1128; St. Prive 1339. - Vor 1800 selbständig (mit den AO. Blory, Grange-le- Mercier und Horgne-au-Sab]on, die dann gleichfalls zu Montigny b. Metz kamen) und seit 1700 zum Ka. Augnv, dann 1802-1870 zum Ka. Metz III gehörten. St. Pr. gehörte zu dem Pays Messin 'Isle) und war Sitz einer Herrschaft mit ganzer Gerichtsbarkeit. St. Pr., welches früher ein grösseres Dorf gewesen zu sein scheint, wird im Mittelalter als Pfarrei mit Pfarrkirche erwähnt; möglicherweise ist es 1444 oder 1552 zerstört worden ; es wird 16ö5 als Hof aufgeführt; die Pfarrei war im 17. Jhdt. verwaist. 1728 zählte es nur 8 Wohnungen. Es war alter Besitz der Abtei St. Clemens und lag in deren Banne. - St. Pr., das jetzt Annexe der Pfarrei Montigny ist, war früher Pfarrkirche derselben [Archipresbyterat Noisseville], zu welcher früher Magny (wo der Pfarrer von St. Pr. gewöhnlich wohnte), Peltre und Crepy gehörten, die aber schon vor der Revolution abgetrennt wurden, dann noch bis zur Revolution Montigny, Haut-St. Ladre, Le Sablon, Grange-le-Mercier, Horgne-au-Sablon, Fristot, Frescaty, Frescatellv, Tournebride und Blory. Anfangs des 18. Jhdts. war St. Pr. Annexe der Pfarrei Magny, 1756 aber wieder selbständige Pfarrei mit den erwähnten Annexen. Die Kirche zu Ehren des hl. Privatus (21. Aug.) wurde 1810 abgebrochen. Sie war 1194 durch Bischof Bertram mit der Abtei St. Clemens, deren alter Besitz sie war, vereinigt worden. St. Quentin, Fort, s. Fort Veste Prinz Friedrich Karl. St. Quentin, Bergrücken, 357,7 m, TP., a m linken Moselufer, westl. über Metz, gekrönt von der Veste Prinz Friedrich Karl und F or t M a n s t ei n. Auf dem Berge eine B i s m a r c k e ich e (s. Th.I, S. 211) und ein a m 1. April 1902 eingeweihter B i s m a r c k stein. St. Quirin, Df. (Ka. Lörchingen [s. 1790], Kr. Saarburg, L.). 1071 E. 27b Hsr. (12 GRe.) - 300 m. - AG. Lörchingen (10,1); HSt. Wasperweiler-St.Qu.(4,2>. - Cella Godelsadis 1120; Cella Beati Quirini 1172; Saint Kurin 147b.- | Die Gde. umfasst den HO. St. Qu. (848 E. 216 Hsr.) und die AO. Bourguignon mit Fsths. Rheinskopf, Frentzel, Hautes- Fanges, Lampertstein, Langschicss, Leidenstein 'früher Sgm. Charmüle gen.), Lettenbach, Meierei (Fsths., früher Macarerie gen.), Meierei (Sgm., früher Courrier gen.), Niederkurlot, Schönfels, Tanne (früher Gross-Sapin gen.), Teufelsloch; ferner die unbew. O. Alt-Teufelsloch, St. Clara und die verschw. O. Charmille (Hf.), Maison-Rouge, Weiler. - P. F. (HSt. Wasperweiler-St. Qu. [s. 1802], gehört zur Gde. Nitting). Gendarmeriestat. StEBez. Lörchingen. Armr. (s. 1839). Wasserltg. 's. 1889). Sparkasse (s. 1890). Met. St. II. O. und Regenstat. Lettenbach. Verbds.-Fw. (s. 1881, 2 Spritzen). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Lörchingen (s. 1*02), die Gden. St. Qu., Metairies-St. Quirin, Türkstein und Wasperweiler umfassend. Kirche des hl. Quirinus (30. Märzi. Die Reformirten gehören zur Pfarrei Saarburg. - Geschäftssprache französisch. - 8 kleine Sagemühlen. (Ueber die frühere Spiegelfabrikation vgl. Lettenbach.) Hausindustrie: Stickerei, für eine Firma im Orte. Mitte Mai Krammarkt. Ehemaliges Priorat der Benediktinerabtei Maursmünster. Es soll angeblich im Jahre 966 durch den Grafen Ludwig von Dagsburg (?) a m Abhänge des Donon, an Stelle der alten Kapelle gestiftet worden sein. Es trug zuerst den |