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Show Saales - Saar. 933 blieb in ihrem Besitz bis ins Ib. Jhdt. hinein. 1262 wurde es von bischöflich strassburgischen Truppen verbrannt. Im 30 jährigen Kriege litt es so stark, dass es eine Zeit lang last unbewohnt blieb. S. bildete mit Bruche zusammen ein Gericht, das aus dem Schultheiss und b Schöffen bestand. - In der Nähe von S., an der Strasse befand sich früher ein dreieckiger Grenzstein zwischen Lothringen, Salm und Herrschaft Weilerthal (Elsass), Treffpunkt der Bittgänge (rogationes) der Pfarreien der drei Länder. - Kirchlich gehörte S. zum Landkapitel Schlettstadt und ursprünglich zur Pfarrei Bruche. Seit dem 18. Jhdt. jedoch selbständige Pfarrei mit Bourg-Bruche. Das Patronatsrecht besass die Herrschaft. Nach dem Konkordat gehörte S. bis 1823 zum Bisthum Nancy, dann bis 1*70 zum Bisthum St. Die, von da ab zum Bisthum Strassburg. Gemeindewald (Oberförsterei Rothau; 534,9 ha. 500 bis 835 m über dem Meere. Buntsandstein, Grauwacke, Granit, Steiger, Schiefer und Rothliegendes. (Tanne, Fichte, Kiefer, Buche.) 1840 wurde dem Wald fast sämmtliches Weideland einverleibt. Ursprung des Besitzes unbekannt. Cro visier, J., Saales. (Essai g£ogr. et hist.) Extr. de la Soc. philomat. Vosgienne 1897-98. St. Die 1897. Saales, Kanton (Kr. Molsheim, U.-E.). Umfasst die Gden. Bourg-Bruche*. Colroy-la-Roche*, Plaine, Ranrupt*, Saales*, St. Blaise*, Saulxures und enthält auf 86,0468 qkm 1292 bewohnte Hsr. etc. mit 5214 Einwohnern. Der Ka. S., 1790 im Distrikt St. Die des Vogesendepartements gebildet (1800-1870 Arrondissement St. Die [Vosges]), erhielt damals ausser den oben mit Sternchen bezeichneten Gden. Col-roy- la-Grande, La Grande-Fosse, Lubine. Dazu kamen 1802 noch Lusse, Petite-Fosse, Plaine, Provencheres und Saulxures, von denen Plaine und Saulxures vorher zum Ka. Plaine, die anderen zum Ka. Bertrimoutier gehört hatten. Colroy-la-Grande, La Grande-Fosse, Lubine, Lusse, Petite- Fosse und Provencheres blieben 1871 französisch. Saalhof, Hf. (Gde. Kiffis, Ka. Pfirt, Kr. Altkirch, O.-E.). 23 E. 4 Hsr. Sallguet 1567; Saalhof 1570; des Gottes Haus Lützel Sahlhoff 1628. Saar, Die [Saravus 4. Jhdt.; Sara, Sarra desgl.; Sarvus, Sahr, Tsar 504; Serra 699; Sarova 864; Sar-va 715; Sarowe 7b4; Sare 1186; La Saire 1490; Sorr 1576; Saarre 177b; Saare 1768], entsteht aus Zusammen-tluss von Rother und Weisser Saar (s. d.) bei Hermelingen (Brücke, M.) - unterkreuzt westl. Hessen (Brücke, M.i den Rhein-Marne-Kanal, Oberhammer (Brücke), Imlingen (Brücke, M.i, Saarburg (Brücke, 3 M., Mühlkan.), kreuzt die Eisenb. Zabern-Avricourt, Hof (Brücke, M., Mühlkan. - 0,4 km, 2 Brücken), Saaraltdorf (Brücke, 2 M.), Saareck (2 Brücken, M.), Oberstinzel (M.i, Gosselmingen (Brücke, M.), kreuzt die Eisenb. Saarburg-Metz, Berthelmingen i Brücke, M), Rommelfingen 'Brücke, M.i, Finstingen, Niederstinzel, Diedendorf (Brücke), Pisdorf (Brücke, M.), Zollingen (Brücke), Saarwerden (Brücke, 2 M., Mühlkan.), Saarunion (Brücke, M.), Willer (M.), Harskirchen, Keskastel (Brücke, M.), Saaralben (Brücke, M.i, Herbitzheim (Brücke, M ), Wittringen (Brücke), Diedingen, Settingcn (2 Brücken), Saareinsmingen (Brücke, M.), Steinbach, kreuzt die Eisenb. Saargemünd-Zweibrücken, ist von hier ab kanalisirt i s. Saar-Kanal), kreuzt die Eisenb. Saarburg-Saarbrücken (2 Brücken). Wölferdingen (M.), Gross-Blittersdorf (Brücke), bildet von Saargemünd ab - 11 km - die Grenze zwischen Lothringen und Preussen, tritt nördl. Gross-Blittersdorf ganz auf preussisches Gebiet und mündet nördl. Konz in die Mosel, recht. Uf. - von Hermelingen bis zur Grenze 96,5 km, Hauptrichtung S.-N. [Ent- und Bewässerungsgenossenschaft Hermelingen, staatlich genehmigt 188b, 16 Betheiligte, dgl. im Ka. Noir-Gu<* freie, 1886, 10 Betheiligte. - Die untere Saar ist (und war schon zur Römerzeit) schiffbar; das Projekt, die obere, auf der bereits Anfang des 16. Jhdts. bis Saarburg geflösst wurde, schiffbar zu machen und mit der Zorn durch Kanal zu verbinden, s. u Rhein-Marne-Kanal; 24. Mai 1623 Vertrag zwischen Herzog Heinrich von Lothringen und Graf Ludwig von Nassau-Saarbrücken-Saarwerden betr. Schiffbarmachung der Saar von Herbitzheim bis Saarbrücken, Regulirung des Flussbettes, Herstellung eines Leinpfades, Unterhaltung des Wasserlaufes u. s. w ist nicht ausgeführt worden. In den ersten Jahren des 19. Jhdts. begann man den Bau eines Kanals von Dieuze nach Mittersheim, zur Verbindung von Seille und Saar (Transport der Saarkohlen nach Dieuze; derselbe wurde jedoch nicht vollendet und etwa 1814 ganz aufgegeben. 1873 wurden aufs Neue Studien wegen seiner Ausführung unternommen, doch wurde die Sache durch den Bau der Eisenbahn Saarburg-Remilly überholt. Auch ein Projekt, die Saar mit dem Rhein zu verbinden (1810», blieb unausgeführt. Zuflüsse: 1. Rothe Saar (s. d.). 2. Weisse Saar (s. d.i. 3. Hessener bach, recht. Uf., mündet westl. Hessen - unterkreuzt den Speisekanal - 3,1 km, 2 Brücken. 4. Gondr ex angerb ach, link. Uf., mündet südl. Imlingen, Abfls. des Weihers von Gondrexange - kreuzt viermal die Avrieourter Eisenb., Herzing, Heming, Schweixingen - 11 km, 11 Brücken. - (Zufl.: Her z in gerb ach, kreuzt die Eisenb. - 3,5 km, 3 Brücken; Barchingerbach in Heming. entspringt südl. Kirchberg am Wald-Barchingen - 3.5 km, 1 Brücke [Zufl.: Wald w eiherbac h-Bebing - 2,8 km, 4 Brücken]; Asp ach er bach [rivus Aspach 1196], im oberen Lauf St. Martinsbach, mündet südöstl. Schweixingen, entspringt nördl. Aspach-Landingen (M.), Neufmoulins, unterkreuzt den Kanal - 8,5 km, 4 Brücken. (Staudamm mit Schleuse südl. Landingen, zur Bewässerung der Wiesenthäler von Hattigny, Aspach und St. Georg, deren Bäche hier zusammenkommen; Rin tingerb a c h, mündet östl. Bebing - kreuzt die Eisenb. - 4 km, 5 Brücken. [Zufl.: La Folie w eiherbac h, mündet östl. St. Georg - 2 km. 1 Brücke.]) [Ent- und Bewässerungsgenossenschaften des Hattignybaches Aspach (5 Betheiligte, frei, s. 1887) und des St. Martinbaches Aspach (11 Betheiligte, staatlich genehmigt 1887).] 5. Biber (s. d.). 6. Rosmannsbach, recht. Uf., mündet südl. Saaraltdorf, kreuzt die Eisenb. Saarburg- Diedenhofen - 1 km. 2 Brücken. 7. Weiherwald-bach. recht. Uf., mündet in Saaraltdorf, kreuzt die Eisenb. - 2 km, 2 Brücken. 8. Saarwaldbach, link. Uf., mündet in Saareck - 2 km, 1 Brücke. 9. Stock-, im unteren Lauf L an g d b a c h (L a n d b a ch),link.Uf.,mündet in Gosselmingen, Abfls. des Stockweiher - Langd, Zittersdorf (2M.), Dol-vingen - 9 km, 5 Brücken. - (Zufl.: Hariatte, im oberen Lauf Peclattebach, mündet nördl. Kirchberg a. W., Abfls. des Gross-Creusi er e weiher - 3 km, 2 Brücken [Zufl.. Dreifrankenbrunnen - 3,1 km, 1 Brücke; Steinbrunnen-, im oberen Lauf Goulottebach, mündet in Kirchberg - 2,5 km, 2 Brücken]; E r m i n g e r m a 11 g r a b e n, I mündet westl. Langd - 1,5 km, 1 Brücke; Speehbach, I im oberen Lauf Breitmattgraben, mündet in Langd - 2,5 km, 2 Brücken; Er z wasch grab e n , mündet westl. | Zittersdorf - 2 km, 1 Brücke; Herr en wal d bach - 2 km, 2 Brücken; Diedersbach, mündet nördl. Dolvingen - 1,5 km.) 10. G ossel mi ng er ba ch, link. Uf. - 2,5 km, 2 Brücken. 11. Grumbirnenmühlbach, recht. Vf.. mündet westl. Bettborn (M.i, kreuzt die Eisenb. - 1,3 km, 2 Brücken. 12. Voge lweiherbach, link. Uf., mündet nördl. Gosselmingen, Abfls. des Vogel weih er östl. Alzing - 3 km, 4 Brücken. 13. Nieder forstgraben, recht. Uf., mündet westl. Bettborn, kreuzt die Eisenb. - 2 km, 2 Brücken. 14. Pulmattgraben, link. Uf., mündet in Berthelmingen, entspringt südl. Alzing im Lohwald - St. Johann von Bassel - kreuzt die Saarburg-Diedenhofener Eisenb. - 7,5 km, 3 Brücken. - (Zufl.: Ludwigsweiherbach - 3 km, 1 Brücke; Bambachweih erbach, nordwestl. St. Johann - 1,8 km.) 15. Schermattgraben, link. Uf., mündet nördl. |