| OCR Text |
Show Usenbach - Uttweiler. 1139 Usenbach s. Hornbach b. Usselskirch, K. u. Schulhs. (Gde. Bust, Ka. Kattenhofen, Kr. Diedenhofen-Ost, L.). 4 E. 1 Hs. - Lützelen-kiricha 1023. - Einzelstehende Pfarrkirche der Hilfspfarrei Bust, Archipr. Kattenhofen. Vor 1802 Pfarrei des Archipr. Diedenhofen, deren Sprengel Boler, Breisdorf, Esingen (bei Rodemachern), Ewingen, Bust, Ober- und Nieder-Parth, Dorf und Burg Rüttgen und Hof Burnen umfasste. 1023 wird sie schon erwähnt. Der Kirchensatz ist 1141 der Abtei St. Maximin bei Trier bestätigt worden. Die Kirche (gesch. Dkm.) zu Ehren des hl. Maximin (29. Mai) hat einen schönen sechseckigen romanischen Thurm des 11. Jhdts., welcher 1824 erniedrigt wurde. Schiff 1711 erbaut. Chor ursprünglich romanisch. 188b-S8 mit Transept neugebaut. In der Nähe haben sich spanische und brabantischc Münzen gefunden. Ussingen, verschw. O. u. Kap., an der Grenze der Gden. Lubeln (Ka. Falkenberg, Kr. Bolchen) u. St. Avold (Ka. St. Avold, Kr. Forbach, L.). Uttingen 1152; ca-pellania Bti. Stephani de Usinga 1350; Usselange 1414; Ussange 1480; Estang d'Essing 1704. - Ueber die Kapelle siehe «St. Etienne». U. scheint die Ortschaft Uttingen zu sein, welche 1152 mit Alingen als Besitz der Abtei Senones bestätigt wurde. Der Ort scheint schon früh eingegangen zu sein. Der Weiher von U. (s. Oderfanger Weiher) ist 1414 durch Bischof Adhemar von Metz zur Hälfte dem Ewrard Haze von Divelich verpfändet und 14S0 durch Bischof Georg von Baden aus den Händen der Erben der Haze, der Herren von Rathsamhausen, ausgelöst worden. Ussweiler, abg. Ort bei Bernweiler (Ka. Sennheim, Kr. Thann, O.-E.). Uzwilr 1283. 1483 bereits abgegangen. Erhalten die Flurnamen Usswillerfeld, -länder, -matten, -wasen. Im Banne des Ortes lag der Limbergwald, der, im Besitze von Oelenberg, 1283 an St. Peter in Basel vertauscht wurde. Als später der Bann von U. zwischen den Nachbarorten vertheilt wurde, fiel der Wald den damaligen 12 Hofbesitzern in Bernweiler zu und vererbte seitdem unter ihren Nachkommen, die ihre Antheile Hüben oder Kuxen nennen. Uttenheim (Utenheim) s. a. Ittenheim. Uttenheim, Df. iKa. [s. 1790] u. Kr. Erstein, U.-E.). 557 E. 112 Hsr. (12 GRe.) - 155 m. - AG. Erstein (6,4); HSt. Matzenheim (3,3;. - Ottinghaim 788; Ousenheim 1156; ma. Oadne, Uadne. - StEBez. Erstein. Armr. (soll seit 1725 bestehen). Fw. (s. 1S90, 1 Spritze). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Erstein (s. 1802). Schutzheilige Peter und Paul (29. Juni). Die Israeliten gehören zum Rabbinat Oberehnheim. Synagoge (angeblich seit Ende des 17. Jhdts.). Jüd. Friedhof in Schlettstadt. - Erheblicher Tabackbau. Tabackbau-verein. U. wird schon im 9. Jhdt. erwähnt; die Abtei Ebersmünster hatte damals dort Güter, die noch Anfang des 13. Jhdts. in ihrem Besitz erscheinen. 1156 erscheint das Strassburger Domkapitel zu U. begütert, 1163 laut Bestätigung Friedrichs I. auch das St. Thomasstift. Der Ort selbst war bischöflich-strassburgisch, gehörte jedoch z. Th. den Landgrafen von Werd, die ihren dortigen Hof 1232 dem Bisthum Strassburg auftrugen und als Lehen zurückerhielten. 1358 kam er ans Bisthum zurück. 1485 wurde U. vom Bischof Albrecht dem Probst von St. Thomas. Christoph von Uttenheim, verkauft, gelangte jedoch 1502 wieder ans Bisthum. wurde dann in der ersten Hälfte des 16. Jhdts. der aus Thüringen eingewanderten freiherrlichen Familie von Seebach verpfändet und 1550 derselben förmlich verliehen. U. war reichsritterschaftlich und blieb es bis zur Revolution. Nach dem Aussterben der Seebach (1653) wurde U. den Herren von Reinach-Werd verliehen, die es bis 1790 besassen. - Adliges Geschlecht von U. schon im 12. Jhdt. erwähnt, seit dem 15. Jhdt. mit dem Beinamen «zum Ramstein », 1676 ausgestorben. Ein Fürstbischof von Basel, I Christoph von U., 1502-27, entstammt diesem Geschlecht. Daneben die Schenk von U. und die Klatte von U. (ein Strassburger Rathsgeschlecht). - Kirchlich gehörte U. zum Landkapitel Benfeld. Die Kirche schon im 9. Jhdt. erwähnt. 14b4 Rektorat, Plebanat und 2 Kaplaneien, von denen die eine im 17. Jhdt. nicht mehr vorhanden war, die andere lb69 mit der Pfarrpfründe Osthausen vereinigt wurde. Die Pfarrei, 1402 von Bonifaz IX. der Abtei Ebers-münstcr inkorporirt, wurde von da ab bis 1749 von Mönchen versehen, erst seitdem wieder durch einen Wckgeistlichen, und umfasste 166b auch Bolsenheim. Zehnten und Patronat besass die Abtei Ebersmünster. Seit 1749 hatte der Bischof von Strassburg das Patronatsrecht dreimal, die Abtei nur einmal. Gemeinde wald (Oberförsterei Erstein) 19,8 ha Uttenhofen, Df. (Ka. Niederbronn [s. 17901, Kr. Hagenau, U.-E.). Ib7 E. 33 Hsr. (10 GRe.) - 170 m. - AG. Niederbronn (8,1); Bhf. Gundershofen (1,6). - Utenhouen 1366; ma. Uedehoffc. - StEBez. Walk. Armr. (s. 1S69).- Filiale der kath. Pfarrei in Gumbrechtshofen (s. 1855, vorher von Gundershofen). Schutzheiliger Johannes der Täufer. Auch Filiale der prot. Pfarrei Augsb. Konf. ebd. (vorher gleichfalls zu Gundershofen gehörig). Simultankirche. U. war im 14. Jhdt. im Besitz der Herren von Ochsenstein, die es mit dem Amte Niederbronn (s. d.) vereinigten, das nach ihrem Aussterben 1485 an Zweibrücken-Bitsch, 1570 an Hanau-Lichtenberg, 1707 an die Erben der Grafen von Leiningen kam. Die Herren von Fleckenstein besassen in U. Eigengut, das sie 1237 dem Reiche auftrugen und als Lehen zurückempfingen. Im 18. Jhdt. bildeten die Höfe Scheuerlenhof und Höllenhof (Gde. Gundershofen) und Reisackerhof (Gde. Niederbronn) einen Theil der Gde. U. - Vor der Reformation gehörte U. zur Pfarrei Mietesheim. 147s Kaplanei. 1552 wurde die Reformation eingeführt; U. wurde Filiale der prot. Pfarrei Gundershofen. Seit dem 17. Jhdt. Simultaneum. Auch die Katholiken gehörten seitdem zur Pfarrei Gundershofen. - Neolithische, Hallstatt- und römische Funde. Gemeindewald (Oberförsterei Niederbronn) 37,7 ha. Uttingen, abg. Ort zwischen Zeinheim u. Hohengöft (Ka. Maursmünster, Kr. Zabern, U.-E.). Ouhtingun 1070; Uettingen Mitte des 14. Jhdts. - 1199 Konrad von Ü. - Begütert war 1070 in U. die Kirche von Strassburg. Gehörte zu den Dörfern der sogen. < Grafschaft» (s. d.), in deren Besitz sich Reich und Bisthum Strassburg 1236 so theilten, dass beide die Hoheitsrechte gemeinsam ausübten. Bestand noch im 14. Jhdt. Der Bann der bischöflichen Hälfte wurde 1486 von Bischof Ruprecht unter die Gden. Rangen und Zeinheim aufgetheilt. Der Bann der im leiningenschen Besitz befindlichen Reichshälfte von U. wurde Hohengöft einverleibt. Uttweiler, Df. (Ka. Buchsweiler [1790-1802 Ka. Ingweiler], Kr. Zabern, U.-E.). 284 E. 52 Hsr. (10 GRe.) - 190 m. - AG. Buchs weiler (3,0); Hp. Obersulzbach (3,1). - Outo-nis villare id est O uter wilre 1. Hälfte des 12. Jhdts; Ütwilre 1272; ma. Uetwiller. - Ortseinn. StEBez. Ingweiler. Armr. <Gründungsjahr unbekannt). Fw. (s. 1871, 2 Spritzen). - Filiale der kath. und der prot. Pfarrei Buchsweiler. U. war als Lehen des Metzer Bisthums (wahrscheinlich aus dem alten Gut der Abtei Neuweiler herrührend) im Besitz der Herren von Lichtenberg, deren Unterlehner die im 16. Jhdt. ausgestorbenen Herren von U. waren. Bei derlichten-bergischen Erbtheilung von 1480 kam U. an Hanau-Lichtenberg, Amt Buchsweilcr, 1736 an Hessen-Darmstadt. Nach andern Angaben soll ein Viertel von U. Allod gewesen und 1342 von den Lichtenberg erworben worden sein. Begütert zu U. war im 12. Jhdt. Kloster Sindeisberg, 1236 die Strassburger Kirche durch Schenkung der Kunigunde von Fleckenstein. Ein adliges Geschlecht von U. (Lichtenbergische Le- |