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Show Wick - Wiebersweiler. lli IV Mitherren waren die Rathsamhausen. Weisthum aus dem 13. Jhdt. - Kirchlich gehörte Wr. zur Pfarrei Eschau (s. d.). Wick. Fsths. (Gde. Kinzheim, Ka. u. Kr. Schlettstadt, U.-E.). 4 E. 1 Hs. Das Fsths. steht vielleicht an der Stelle eines alten Einsiedlerhauses, das um 1500 erwähnt wird. Wickenbächle, verschw. Hf. (Gde. Bitschweiler, Ka. u. Kr. Thann. O.-E.). 1550 im St. Amariner Urbar «Wickenbechlin kopff» als Flurbezeichnung erwähnt; wahrscheinlich wurde der Hof am Anfange des 18. Jhdts. errichtet, als aus der Grube Wickenbächle zuerst Erze gefördert wurden. 1S95 abgebrannt. W ickershei m , s. Breusehwickersheim und Illwickers-heim. Adliges Geschlecht v. W . s. Breusehwickersheim. Wickersheim, Df. (Ka. Hochfelden [s. 1790], Ldkr. Strassburg, U.-E.). 381 E. bb Hsr. (10 GRe.) - 185 m. - AG. Hochfelden (4,8); Bhf. Hochfelden (5,1). - Wicchersheim 1077; ma. Wick er sehe. - P. T. Oeff. Fernsprechstelle (s. 1901). Ortseinn. StEBez. Hochfelden I. Armr. (s. 1850). Fw. (s. 1882, 1 Spritze). - Prot. Pfarrei Augsb. Konf. (s. 1853, vorher Filiale von Prinzheim und Ringendorf), Konsistorium und Inspektion Buchsweiler. Filialen: Geisweiler (s. 1853, vorher zu Prinzheim> und Wilshausen (s. 1853, vorher zu Ringendorf). Filiale der kath. Pfarrei Bossendorf (s. 1808). - Oelmühle. 1077 zuerst erwähnt, als Kaiser Heinrich IV. der Abtei Selz Güter daselbst schenkte. Ist in älteren Urkunden schwer von Illwickersheim und Breusehwickersheim zu unterscheiden, da auch diese letzteren anfangs nur als W . bezeichnet werden. Später erscheint W . im Besitz der Herrschaft Lichtenberg und kam mit dem Amte Buchsweiler, zu dem es gehörte, 1480 an Hanau-Lichtenberg, 1736 an Hessen-Darmstadt. - 1545 wurde die Reformation in W. eingeführt; es wurde Filiale der prot. Pfarrei Ringendorf. Die Zehnten von W . besass bis 1525 Stift Weissenburg. Die jetzige Kirche ist 1804 erbaut worden. Wickerschweier, Df. (Ka. Andolsheim [1700-1S02 Ka. Horburg], Kr. Colmar, O.-E.). 202 E. 40 Hsr. (10 GRe.) - 183 m. - A.-, L.- u. SchwG. Colmar (8,4); Hp. Bischweier (1,7). - Wich eres wiler 728; Wick er s ch wihr 1869; ma. Wick erschwir. - Bis 1837 AO. von Holzweier. - StEBez. Colmar II. Fw. (s. 1845, 1 Spritze). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Holzweier (s. 1865, vorher s. 1808 Filiale von Holzweier; 1859-65 residirendes Vikariati. Schutzheiliger früher der hl. Jakob (25. Juli), jetzt der hl. Ferdinand (30. Mai). Die Reformirten gehören zur Pfarrei Markirch. W. theilte die Schicksale von Holzweier (s. d.). Die Abtei Murbach besass in W . einen Hof, den 1245 Andreas von Giersberg zu Lehen erhielt. Begütert daselbst war auch Kloster Maursmünster, sowie 1347 die Johanniterkomthurei Colmar. - 1859 wurde in W . ein Vikariat errichtet; vorher war W . Filiale der Pfarrei Holzweier. Gemeinde wald (Oberförsterei Colmar-Ost) 12,9 ha. Wida s. a. Ober-, Unterwida. Wida, Sennh. (Gde. Stossweier, Ka. Münster, Kr. Colmar, O.-E.). 1 Hs. Soll mehrere Jhdte. all sein. Wlden, Hs. (Gde. Franken, Ka. u. Kr. Altkirch, O.-E.). 7 E. 1 Hs. 1864 erbaut. Widenhof. verschw. Hf. (Gde. Kcrbach, Ka. u. Kr Forbach. L.i. Gehörte dem Stifte Ober-Homburg. 1743 mit dessen Gütern an das Priester-Seminar St. Simon in Metz übergegangen. Der Hof scheint schon im 17. Jhdt. eingegangen zu sein. Widenpuhlbach s. Deutsche Nied 11. Widensolen, Df. (Ka. Andolsheim [1790-1802 Ka. Horburg], Kr. Colmar, O.-E.). 532 E. 122 Hsr. (12 GRe.) - 188 m. - AG. Neubreisach (8,0); Hp. Munzenheim (5,7). - Widensole C>S7(?>; ma. Widsole. - Im Gebiete der Gde. liegt das Germanuskapellchen. - Ortseinn. StEBez. Munzenheim. Fw. (s. 1887, 2 Spritzen). Ein Armr. bestand s. 1879, aufgehoben durch Verfügung des Bezirks-Präsidenten vom 18. Febr. 1883. - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Holzweier (s. 1802); Schutzheiliger hl. Nikolaus ii, Dez.). Hatte bis 1804 Urschenheim (dann selbständig) und Dürrenenzen (dann Filiale von Urschenheim) zu Filialen. Die Lutheraner gehören zur Pfarrei Fortschweier, die Reformirten zur Pfarrei Markirch. - Sägemühle mit 25 Dampfpferdekräften. Mahlmühle mit 6-12 Wasserpferdeki alten. Als Lehen der Grafschaft Horburg war W. 1374 im Besitz der Herren von Rappoltstein, 1387 (zur Hälfte i des Ritters Johann Böcklin, 1390 und noch 1474 der Herren von Müllenheim. Der Landvogt Peter von Hagenbach machte 1469 den Müllenheim den Besitz des Dorfes streitig, weil es angeblich zur österreichischen Landgrafschaft des Ober- Elsass gehörte. Begütert in W . waren Kloster Ebersmünster und bis U56 das Domstift zu Worms, sowie 1318 die Johanniterkomthurei Colmar. Inhaber des Dinghofs mit der Kirche und dem Kirchensatz waren die von Reichenberg, von Hochberg, von Fürstenberg, von Horburg, Bischof Berthold von Strassburg (1341) und schliesslich die Abtei Pairis. Die Ordnungen des Dinghofes von 1364 s. Stoffel, Wcisthümer S. 159-163. - Die kath. Pfarrei mit den Annexen Dürrenenzen und Urschenheim gehörte zum Landkapitel Markols-heim des Bisthums Strassburg. Das Patronatsrecht hatte der Abt von Pairis. Die prot. Einwohner gehören von jeher zur Pfarrei Fortschweier. - W. liegt an einem Kelten-, nachmaligen Römerwege von Hirzfelden über Hettenschlag nach der Römerstation (Argentovaria, Argentuaria) bei Grussenheim. Bronze-Funde ausGrabhügeln. Westlich davon zwei grosse Tumuli. Gemein de wald (Kastenwald) (Oberförsterei Colmar- Ost) 418,1 ha. (Hainbuchen, Eichen, Ulmen, Dornen-Strauch-hülzer.) Widensolenergraben s. Quatelbach, Rhein-Rhonekanal 11. Widenthal, Hs. (Gde. u. Ka. Münster, Kr. Colmar, O.-E.). 6 E. 1 Hs. Im Widenthal 13. Jhdt., 1339, 1407 und häufiger erwähnt. Das Haus bestand schon vor 1812. Widenthalbach s. Kleine Fecht 10. Widerbach s. Larg 22. Widersbach s. Lauch 13. Widerschall, Bergrücken, 335 m, nördl. über Hof Peterphilippsgarten, Gde. Mutterhausen, Ka. Bitsch. Widersdorf s. Vergaville. Wiebersweiler, Df. (Ka. Albesdorf [s. 1790], Kr. Chäteau-Salins, L.). 505 E. 131 Hsr. (12 GRe.) - 225 m. - AG. Albesdorf (7,5); Bhf. Insmingen (11,1). - In Weviris-marca (?) 737; V erebre chtes wilre 1135; Wybers-willer 1252; Wiebersweiler 1338; Vibersviller 1S69. - Die Gde. umfasst den HO. W . (475 E. 126 Hsr.) und den AO. St. Elisabeth. - P. F. StEBez. Albesdorf. Fw. (s. 1849, 1 Spritze). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Albesdorf (s. 1802). Kirche der hl. Barbara (4. Dez.), 1SS0 erbaut. Schutzheiliger der kath. Gde. der hl. Dionysius. Prot. Pfarrei Augsb. Konf. (s. 1847, vorher Filiale von Altweiler) des Konsistoriums Saarunion, Inspektion Lützelstein. Kirche 1888erbaut. Die Reformirten sind nach Altweiler eingepfarrt. - Hausindustrie : Stickerei und Hutflechterei, für Firmen. W. gehörte zu der Herrschaft Finstingen-Schwanhals (s. d.). Unter den Gütern der Abtei Weissenburg wird 737 ein Weviris Marca, und 1135 unter den der Abtei Hugshofen im Elsasse ein Verebrechteswilre aufgeführt, die sich auf Wibersweiler beziehen könnten. In W . sowie in Lohr und Insweiler scheint ursprünglich Saarwerden begütert gewesen zu sein. 133S stellte Peter von Dorsweiler dem Johann, Grafen von Saarwerden und dem Grafen Walram von Zweibrücken einen Trostbrief für W . aus. Das Dorf wurde im dreissigjährigen Kriege zerstört und verlassen. - W. war vor 1802 Pfarrei des Archipr. Bockenheim. Den Kirchensatz hatten die Herren von Finstingen. 1565 wurde ;n W. |