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Show Stephansthalbach - Stieringcr.-Wendel. 1055 berg (und deren Rechtsnachfolger, s. Brumath), in deren Gebiet das Kloster lag. 1365 wurde es durch die Engländer, 1430 von den Armagnaken verheert, 1.525 im Bauernkriege zerstört, 1632 in ein schwedisches Reiterquartier verwandelt. Das bedeutendste unter den Gütern des Spitals war der Hördter Wald, dessen Besitz ihm 1467 von Kaiser Friedrich III. bestätigt wurde. 1378 erhielt es von Simon von Lichtenberg das Patronatsrecht und den Zehnten zu Brumath. 1775 wurde St. säkularisirt, 1777 zum Findelhaus eingerichtet. (Das Findelhaus von Strassburg befand sich bis 1821 dort). Seit 1835 Irrenanstalt, zunächst nur für die Geisteskranken aus dem U.-E. (Departement Niederrhein), s< it 1*42 aber auch für die aus dem O.-E. Pflegerinnen sind die Allerheiligen-Schwestern. - St. liegt a m Römerwege von Strassburg nach Brumath. Bronze-, L a Tenc- und spät-römische Funde. Es ist wohl auf der Stelle einer zu dem römischen Brocomagus (= Brumath) gehörenden römischen Villa erbaut. Reste einer Kirche aus dem 12.-13. Jhdt. Litter.: Bericht über die Verwaltung der vereinigten Bezirks-Irren-Anstalten St.-Hördt. 1*41 ff. Stark, Geschichte der unterelsässischen Bezirks-Irrcn-Anstalt St. (Separatab-druck aus dem Jahresberichte der Anstalt für 1885/86.) Strassburg 1886. K., Ein Besuch in St.-Hördt. (Allgemeine Zeitschrift für Psychiatrie XLIII, S. 172-174.) Vgl. auch Archiv f. off. Gesundheitspflege in E.-L. 12, S. 19 ff. u. Jahrbuch der Medizinalverwaltung in E.-L. 1, S. 155 ff. Stephansthalbach s. Breusch 7. Sternberg, H., 2o3,2 m, TP., nördl. Friedolsheim, Ka. Hochfelden, Ldkr. Strassburg. Sternberg, 306 m, nördl. über Fsths. Rauschenburg bei Ingweiler. Sternekopf, H., 36.5 m, westsüdwestl. Lützelstein. Sternenberg, Df. (Ka. Dammerkirch [s. 1790], Kr. Altkirch, O.-E.). 11'» E. 31 Hsr. (10 GRe.) - 335 m. - AG. Dammerkirch (8,9); HSt. Burnhaupt (8,2). - Sternenberg 1394; ma. Star nebarg. - StEBez. Obertraubach. - Gehört zur kath. Hilfspfarrei Bretten (s. 1808, vorher s. 1802 zu Niedersulzbach, noch früher zu Gildweiler gehörig). Die Lutheraner gehören zur Pfarrei Colmar. St. gehörte zum Meierthum Falkweiler, Herrschaft Thann. Das dortige Schloss war Lehen der Grafen von Thierstein, nach Erlöschen dieser Familie um 1400 derer von Roseck. Gemeinde wald (Oberförsterei Altkirch) 50,3 ha. Sternenmühle, M. u. Sgm. (Gde. u. Ka. Rufach, Kr. Gebweiler, O.-E.). 9 E. 1 Hs. - Bey der sternenmühl 1710. - Der Sägemühlenbetrieb ist 1897 eingeführt worden. Sterngraben s. Thur 17. S t e r n m a t t e , Fabrik (Gde. Aue, Ka. Masmünster, Kr. Thann, O.-E.). 8 E. 1 Hs. Wird 1609 als Sternenberg im Bruderschaftsbuch von Sewen erwähnt. Jetzt Baumwollspinnerei und -Weberei von Berger-Andre mit Wasser- und Dampfkraft (310 Pferdekräfte), ca. 200 Arbeiter, 6000 Spindeln und 330 Webstühle. Die Fabrik wurde 1860 von Bontcmps als Weberei gegründet und Ende der 60er Jahre von der Firma Andre, jetzt Berger-Andre, in Alt-Thann übernommen. Die Wohngehäude befinden sich im AO. Stiftssäge (s. d.). S t e r n s e e s. Stauseen 10. S t e r n s e e k o p f , Kopf, eigentlich nur zwei Felszacken, deshalb von den Umwohnern auch kurz die «Seefelsen» genannt, 1220 m, in dem Grenzkamm oberhalb des Sternsees, nordwestl. Rimbach, Ka. Masmünster. [«Ein berg oder köpft" T e m e n see" köpf f. Daselbst stossen drei fürstliche Oberkaiten nämlich Stiftt Murbach, Herrschaft Maszmünster, hertzogthumb Lothringen mit iren dreien ortmareken vnd Gränitzen zusammen» 1550; Terense"ekopff, T e m e n s e e - kopff 1731.] Sternseejoch oder Sternseesattel, ca. 1070 m, nördl. über dem Sternsee, zwischen östl. Rimbachkopf (1194,7 m ) und westl. Sternseekopf im Grcnzkamm (1220 m ) , nordwestl. Rimbach, Ka. Masmünster. Sternthalbächel s. Zinzel 8. Sterpois s. Grand-Sterpois. Stetten, Df. (Ka. Landser [1790-1795 Ka. Hüningen], Kr. Mülhausen, O.-E.). 286 E. 65 Hsr. (10 GRe.) - 340 m. - A G . Sierenz (4,7); Bhf. Sierenz (5,2). - Stetten 973 ; Steten 127o. - StEBez. Sierenz. Wasserltg. (s. 1*04). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Landser (s. 1802). Schutzheilige hl. Peter und Paul (29. Juni). Die Lutheraner gehören zur Pfarrei Colmar. St. war habsburgischer Besitz, gehörte zur österreichischen Herrschaft L a n d s e r (s. d.), A m t Ober-Landser. Begütert daselbst waren 973 Kloster Einsiedeln (Schweiz), 1196 Kloster St. Leonhard (Basel). - Kirchlich bildete St. eine Pfarrei mit Kappeln. 1441 Vikariat. Die Kirche von St. gehörte bereits 1196 dem Kloster St. Leonhard in Basel. G e m e i n de w a l d (Oberförsterei Mülhausen) 12 ha. Steye, Hsr. (Gde. Kirchberg, Ka. Masmünster, Kr. Thann, O.-E.). 24 E. 4 Hsr. - By der stigel 1488; uff der steig 1567 (wohl Flurnamen). S t i c h m ü h l b a c h s. Rhein 2. S t i c h m ü h l e , M. u. Sgm. (Gde. Kembs. Ka. Landser, Kr. Mülhausen, O.-E.i. 7 E. 1 Hs. Getreide- und Sägemühle mit Wasserkraft. Wurde Anfang des 17. Jhdts., ungefähr gleichzeitig mit dem Augraben (s. Rhein 2) durch die österreichische Regierung zu Ensisheim angelegt. Stickelrain, Wir. (Gde. Felleringen, Ka. St. Amarin, Kr. Thann, O.-E.). 22 E. 5 Hsr. Entstehungszeit unbekannt , der Wir. soll so alt sein wie Felleringen selbst. Stiefelhardt, Fsths (Gde., Ka. u. Kr. Hagenau, U.-E.). 4 E. 1 Hs. 1843 erbaut. Stiefelsberg, 188,3 m, westl. Kleeburg, Ka. Weissenburg. S t i e g e l m a n n , Hs. (Gde. Oberbronn, Ka. Niederbronn, Kr. Hagenau, U.-E.). S. L a n g e s t r ä n g (Stiegelmann) AO. derselben Gde. Stiegelweg, Hs. (Gde. Dambach, Ka. Barr, Kr. Schlettstadt, U.-E.i. 4 E. 1 Hs. 1875 erbaut. Stieringen s. Alt-Stieringen. S t i e r i n g e n - W e n d e l , DI. (Ka. [s. 1837] u. Kr. Forbach. L ) . 3646 E. (Sterbf. 21,4, leb. Geb. 32,9 auf 1000) 608 Hsr. (24 GRe.) Serv.-Kl. IV. - 240 m. - A G . Forbach (2,7); Bhf. St.-W. (0,6). - Stiri n g - W e n d e l . - Selbständige Gde. s. 1857; umfasst den H O . St.-W. (2301 E. 395 Hsr.) und die A O. Alte-Bremm, Alt-Stieringen (einschliesslich St. Stephanie, vorher A O . von Forbach), Neue-Glashütte (Glashütte Sophie, s. 1S57; vorher, s. 1812, A O . von Forbach, 1802-1811 selbstständig), Tannenwald. - P. III. Kl. T. Bhf. (s. 1852). Ueber-gangssteuerstelle. StEBez. Forbach I. Oktroi (s. 17. Apr. 1886, durch Dekret vom 18. März 1886). Krankenhaus (s. 1891, 10 Betten). Wasserltg. - Kath. Pfarrei II. Kl. des Archipr. Forbach (s. 1884. vorher seit 1860 Hilfspfarrei). Kirche des hl. Franz von Assisi (4. Okt.). Die Protestanten gehören zur Pfarrei Augsb. Konf. in Forbach. - Schlackenbrech-anlage der Kunststeinfabrik-Gesellschaft, 35 Arbeiter. H a n del: Brenn- und Bauholz. Das Dorf verdankt seinen Ursprung der Gründung eines Hochofen-, Puddel-, Walz- und Hammerwerkes, das 1846-53 durch Karl von Wendel in Hayingen (s. d.) und dessen Schwager Baron de Gargan errichtet wurde. Von den 4 Hochöfen wurden die letzten 2 den 3. Jan. 1877 ausgeblasen. Die letzten 23 Puddelöfen wurden je zur Hälfte 1894 und 1895 ausser Betrieb gesetzt und, wie früher die Hochöfen, abgetragen, so dass nur noch das Walz- und Hammerwerk mit 711 Arbeitern übrig blieb. Auch dieses letzte Ueber-bleibsel der früher in der Eisenindustrie sehr bedeutenden Werke ist im Januar 1898 eingegangen und mit den Betrieben derselben Firma in Hayingen und Gross-Moyeuvre verbunden worden. Das Dorf erhielt 1856 eine Kirche und wurde |