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Show 903 Rohrbach - Rollenberg. Lützelbach - 1 km, 1 Brücke). 11. Gingsheimer-bächel oder Dürrmattgraben, recht. Uf., 2,7 km, 2 Brücken. - (Zufl. Hofgraben mündet in Gingsheim - 1,8 km, 3 Brücken.) 12. Lorbeeralmendgraben, link. Li . mündet östl. Dunzenheim - 1,9 km, 1 Brücke. 13. Garbach. link. Uf., mündet südl. Schaffhausen - 2,6 km, 2 Brücken. 14. Tod t e n gra be n , link. Uf., mündet südl. Schaff hausen - 0,8 km. 15. Scher almendgraben, recht. Uf., mündet nordöstl. Schaff hausen - Mutzenhausen - 2,8 km, 3 Brücken. 16. Na ch talmen d grabe n , mündet nördl. Sehaff hausen - 2 km, 2 Brücken. Rohrbach, Weiher von (Gde. Rohrbach, Ka. Dieuze, Kr. Chäteau-Salins, L.i. 8 ha. Karpfentischerei. Privatbesitz. Rohrbächel s. Andlau 1. Rohrberg, H. ostsüdöstl. Prinzheim, Ka. Zabern. Rohrbuschbach s. Anzelingerbach 4. Rohrgraben s. Wunach 10, Zorn 50. Rohrmatterberg, 321,1 m, nördl. über dem Hammerwerk Neuhammer, Gde. Mutterhausen, Ka. Bitsch. Rohrmattgraben s. Moder 18. Rohrschluth s. Sauer 26. Rohrschweier, Df. (Ka. [s. 1790] u. Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 386 E. 90 Hsr. (10 GRe.) - 240 m. - AG. Rappoltsweiler (5,3); Bhf. Rappoltsweiler (4,6). - Rodaldi ciliare 1114; Roleswilre 1183; Rorswilre 1282; Rorschwir 1666; ma. Rorschwir. - Oeff. Fernsprech-stclle (s. 1901). Ortseinn. StEBez. Rappoltsweiler. Verbds.- Fw. (s. 1880, 1 Spritze.) - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Rappoltsweiler (s. 1802, vorher Filiale von Rodern); Schutzheiliger hl. Michael (29. Sept.). Die Reformirten gehören zur Pfarrei Markirch. Das Dorf R. gehörte zu Ende des 13. Jhdts. der Herrschaft Rappoltstein, wurde 1313 mit der Stadt Bergheim an Oesterreich verkauft und theilte vermuthlich alle Schicksale der Pfandschaft ßergheiin. Begütert waren daselbst die Klöster Ebersmünster (987-1224 nachweislich) und Moyenmoutier (1114 - 1793 nachweislich). Der Besitz des letzteren bestand in einem Freihof, dem heutigen «Meierhof», schon im 8. Jhdt. erwähnt, urkundlich 1140, 1282-1284 (Vogtei lothringisches Lehen der Rappoltsteiner) und 175b, zur Zeit der Revolution veräussert. Der Meier dieses Hofes beanspruchte im 17. Jhdt. Antheil an der Gemeinmark, wurde aber aus der Gemeinschaft der Huber ausgestossen (1666 Februar 25). - Die Gemeinde, 1361 an der Einlösung der Plandschaft Bergheim nachweislich betheiligl, hatte im Jahre 143b durch die Feinde des Herzogs Friedrich IV. von Oesterreich schwer zu leiden, die Einwohner wurden nächtlicher Weile überfallen, geplündert und theilweise als Gefangene hinweggeführt. - Pfarrkirche. Als Annexe von Rodern gehörte die Pfarrei (seit 1744 residirendes Vikariat) bis zum Konkordat von 1801 zum Landkapitel Ultra Colles Ottonis. - Folko lutpriester ze Rorswilr 1328; vicarius in Rorswilr, primissarius ibidem. - Der Kirchensatz war vermuthlich zu aller Zeit mit der Herrschaft Bergheim verknüpft, also 1679-1789 in den Händen der Pfalzgrafen von Birkenfeld bezw. der Herzoge von Zweibrücken. - R. liegt am Hauptkeltenwege längs des Vogesenfusses von Beifort nach Brumath. Hallstatt - Tumulus genannt «Galgenberg ». Römische Funde. Der Kirchthurm stammt aus dem 13. Jhdt., sein unterer Theil diente früher als Chor. Kleine einfache Custodia daselbst. Steinkreuz und alte Brücke beim Gal-gi nberg. Gemeindewald (Oberförsterei Rappoltsweiler) 169,9 h.i. 100-950 m über dem Meere. Granit- und Vogcsen-Sand-stein. 141,3 ha Hochwald (Tannen, Kiefern, Eschen, Buchen), 28,6 ha Eichen-Schälwald. Der Wald ist ein Theil des früher ungetheilten Waldes der Gden. Bergheim, Rodern und Rohrschweier, welche ihre Anrechte örtlich festlegten und den Theilungsrezess am 7. Mai 1807 vollzogen. Rohrweiher im Saargebiet (268 m ü. M.) 5,5 km, nordwestl. Gondrexange - 15 ha ; hängt seit der Erhöhung des Gondrexanger Weihers (1882) mit diesem zusammen. Rohrweiler, Df. (Ka. Bischweiler [s. 1790], Kr. Hagenau, U.-E.). 933 E. 162 Hsr. (12 GRe.) -| 120 m. - AG. Bischweiler (4,3); Bhf. Herlisheim a. d. Zorn (4,2). - Ror-heim 2. Hälfte des 8. Jhdts. (Trad. Wiz.); ma. Rohrwill e r. - StEBez. Bischweiler. Armr. (s. 1862). Wasserwerk der Stadt Hagenau (s. 1884). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Bischweiler (s. 1802); Schutzheiliger Wendelin I (20. Okt.). - Autorisirte Fischereigenossenschaft (s. 1895) i für die Moder und den Eichgraben. R. wird schon in der 2. Hälfte des 8. Jhdts. erwähnt, wo die Abtei Weissenburg daselbst begütert erscheint. Ursprünglich im Besitz der unterelsässischen Landgrafen, Von diesen als Allodialgut 1332 den Herren von Lichtenberg verkauft. Von diesen erbten es mit dem Amte Offendorf (s. d.), dem es zugehörte, 1480 die Grafen von Bitsch- Zweibrücken, 1570 die von Han au-Li c ht e nber g , 1736 Hessen-Darmstadt. - Kirchlich gehörte R. zum Landkapitel 1 Unter-Hagenau. 1570 wurde es protestantisch, 1687 wieder katholisch; doch soll noch 1703 ein protestantischer Pfarrer vorhanden gewesen sein. Seit 1761 eigene kath. Pfarrei mit Filiale Oberhofen. Das Patronatsrecht besass der Bischof von Strassburg, den Zehnten der Hohe Chor daselbst. Gemeindewald (Oberförsterei Bischweilen 13 ha. Rohrweilerstrasse, A n der, Fbr. (Gde. und Ka. Bischweiler, Kr. Hagenau, U.-E.). 6 E. 1 Hs. 18öl erbaut. Tuchfabrik. Rohrweisergraben s. Mutterbach 6. Rohrzembs s. Kraft 1. Roi de Pologne s. Polnischer König (Gde. Hagenau). Roitelet (Zaunkönig), B. 854 m, aus dem Grenzkamm gegen O. hervortretend, westl. Plaine im oberen Breuschthal. Rolbingen, Df. (Ka. Wolmünster [1790 bis 1802 Ka. Breidenbach], Kr. Saargemünd, L.). 479 E. 103 Hsr. (10 GRe.) - 260 m. - AG. Bitsch (18,4); Bhf. Bitsch (19,1). - Rolbinga 1305; Rolving 1751. - Die Gde. umfasst den HO. R. (87 E. 10 Hsr.), die AO. Obere-Ecke, Ohrenthal (s. 1813, vorher, s. 1811, AO. von Opperdingen, vor 1811 selbständig), Opperdingen (s. 1813, vorher selbständig), Rol-binger- Hof und den verschw. O. Hartzberg. - StEBez. Wolmünster. - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Wolmünster j (s. 1856, vorher zur Pfarrei Lutzweiler gehörig). Kirche des hl. Vinccntius von Paula (19. Juli). 1874 erbaut. Die Protestanten gehören zur Pfarrei Bitsch. - 3 Kalkbrennereien. Hausindustrie : Verfertigung von Pirmasenser Schuhen und Stroh-hutllechterei, beides auf eigene Rechnung. R. gehörte zu der H e r r scha f t Bi t sc h (s. d.) (Probstei Rimlingen). Die Gde. bestand im 18. Jhdt. aus Untereck, Rolbinger-Hof, R., Oberecke und Hartzberg. - R. scheint ursprünglich Lehen von Zweibrücken-Bitsch gewesen zu sein. 1305 wird ein Eckhard von Rolbinga erwähnt. Das Lehen, welches bedeutend war, befand sich 1750 in Händen der Familie von Zoller. - Im 18. Jhdt. umfasste R. auch einen Theil des Bannes des ehem. Dorfes Dorst (s. d.). Rolbingerhof, Hf. (Gde. Rolbingen, Ka. Wolmünster, Kr. Saargemünd, L.), 16 E. 1 Hs. - Schon 1750 als Wir. der Gde. Rolbingen aufgeführt. W ar Sitz eines bedeutenden Lehens der Herrschaft Bitsch in Händen der Familie von Zoller. Roll, Fsths. u. W . (Gde. Lautenbach-Zell, Ka. und Kr. Gebweiler, O.-E.). 4 E. 2 Hsr. Rool 18. Jhdt. War früher eine Melkerei, seit 1880 Fsths. Rollenberg, Südhang gegen die Doller, nördl. Sent-heim, Ka. Masmünster. |