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Show 848 Prinzengrah - Puche. Prinzengrab, A m , s. Schindereck. Prinzenmühle, ehem. M. (Gde, Mandern, Ka. Sierck, Kr. Diedenhofen-Ost, L). Jetzt nur noch Wohnhaus, zur Fek mühle (s. d.) gehörig. Prinzenwald, bewaldeter Bergrücken mit zwei Gipfeln 593,8 und 531,6 m, zwischen dem Klein-Ru bachthal und dem Leberthal bei Markirch. Prinzenweg, alter, jetzt nur noch theilweise vorhandener Weg, der von Dagsburg über Walscheid nach dem Jagdschlösse der Dagsburger Grafen auf dem Schlossfelsen im Streitwalde führte (s. a. Schlossfelsen). Princesse, Sgm. (Gde. Plaine, Ka. Saales, Kr. Molsheim, L'.-E.'. S. Prinzessinsäge. Princesse, Sgm. Gde. Türkstein, Ka. Lörchingen, Kr. Saarburg, L.). 1891 erbaut. Nur Betriebsstätte. Prinz August von Württemberg, Fort, s. Fort Prinz August von Württemberg. Prinzessinquelle, franz. Fontaine de la Princesse, im Rothen Saarthal, bei der am östlichen Ausgang von Alberschweiler gelegenen Wirthschaft Barth. S. Stöber, El-ääss Sagen. Neue Ausg., II, S. 80 und 310. Prinzessinsäge, Sgm. Gde. Plaine, Ka. Saales, Kr. Molsheim. U.-E.). 4 E. 1 Hs. Hiess vor 1893 Princesse. Soll um 1630 entstanden sein; jedenfalls 1710 schon erwähnt. Prinzheim, 10. Ka. [s. 1790] u. Kr. Zabern, U.-E.). 316 E. 60 Hsr 10 GRe.). - 205 m. - A.- u. LG. Zabern 1 ; i ; Bhf. Dettweiler 5,2).- Brunisheim 1308; Brü-ningesheim 1381; Brunszheim 1414; ma. Prinze. - Ortseinn StEBez. Dettweiler. Armr. (s. 1828). - Filiale der kath. Pfarrei Buchs-iveiler. Prot. Pfarrei Augsb. Koni s 1570), s. 1802 zu Konsistorium und Inspektion Buchsweiler gehörig. Filiale: Gottesheim. P. war Allodialbesitz der Herren von Lichtenberg i schon im 14. Jhdt.j und gehörte zum Amte Buchsweiler. Mit diesem kam es hei der lichtenhergischen Erbtheilung von 1480 an Hanau-Lichtenberg, 1736 an Hessen-Darmstadt. O m - e Güter zu Pr. besassen die Llerren von Ettendorf; sie waren 1308 an die Winstein verlehnt. Nach Aussterben der Ettendorf (1409) erhielten die Winstein die Belehnung von deren Erben, dem Bischof von Strassburg. Diese ettendor-lischen. später bischöflich strassburgischen Güter zu Pr., zu denen auch der Zehnte und das Patronatsrecht gehörten, n später an Hanau-Lichtenberg über 1255 war die Deutschordenskomthurei Dahn in Pr. begütert. Ein adeliges Geschlecht von Pr. im II. und 15. Jhdt. erwähnt. - Den Kir-chi nsatz hatten im 15. Jhdt. zuerst die Winstein, später die Lichtenberg. - 1570 wurde die Reformation in Pr. eingeführt. Seitdem protestantische Pfarrei mit den Filialen Geisweiler bis 1852) und Gottesheim. Das Patronatsrecht besass Hanau-Lichtenberg. Die Kirchenbücher gehen bis 1o7J zurück. Die Katholiken geholten schon damals zur Pfarrei Buchsweiler. Prinzheimerbächel s Zorn 35 Priorei, Hf. (Gde. Bollweiler, Ka. Sulz, Kr. Geb-weiler, O.-E.). Früher AO., jetzt Theil des Ho. der Gde. Bollweiler. Soll schon mehrere hundert Jahre bestehen. Probstweiher.ini illgebiet, 3 km südwestl. Hirzbach - 1,21 ha. Fischerei. Wird alle 6-10 Jahre abgelassen und bebaut. Besitzer Baron von Reinach. Abfluss zum Oberen Gemeindeweiher iHirzbach). Probst weiher [Probstholz w e i h e r 1658] oder Ober-Gemeindeweiher im Illgebiet 0,7 km nordwestl. Lar-gitzen - 0.8 ha. Fischerei. Wird alle 6-10 Jahre abgela und bebaut. Kirchenbesitz Abfluss /um Mittler-Gemeindeweiher. Probstweiher in Mörnaeh - 0,1 ha, Dorfteich. Prommeisweiher .-.. Brommeisweiher. Promont, Hl Gde. Colroy-la-Roche, Ka. Saales, Kr. Molsheim, U.-E.). 3 E. 1 II- 1838 entstanden, Promont, M i Gde. Ranrupt. Ka. Saale-, Kr. Molsheim, U.-E.). Früher besonderer AO. der Gde. Ranrupt, jetzt zum AC). Hauts-Bois derselben Gde. gehörig. Providence, Hf. (Gde. Biedesdorf, Ka. Dieuze, Kr. Chäteau-Salins, L.). 0 E. 1 Hs., um 1735 entstanden. Provinz der drei Bisthümer s. Bisthümer. Psicourt, verschw. Hf. (Gde. Fresnes-en-Saulnois, Ka. u. Kr. Chäteau-Salins, L.). Wahrscheinlich im 30 jährigen Kriege zerstört. In der Nähe der Hofstelle römische Reste. Puberg, Df. (Ka. Lützelstein [s. 1790], Kr. Zabern, U.-E.). 409 E. 78 Hsr. (10 GRe.) - 375 m. - AG. Lützelstein 7 - ; HSt. P. (2,8). - Bou kbert (?) 1084; Buchberg 1382; ma. dr Bubrt. - Die Gde. umfasst den HO. P. (379. E. 74 Hsr.' und den AO. Sandthal. - HSt. (s. 1895). StEBez. Lützelstein. Armr. (s. 1866). - Filiale der kath. Pfarrei | Tieffenbach (s. 1S08, vorher von Lützelstein), und der prot. Pfarrei Augsb. Konf. von Zittersheim (s. 1853. vorher von Lützelstein). 1084 war (falls die Namensdeutung richtig ist) die Abtei Selz laut Bestätigung des Papstes Clemens III. in P. begütert. Das Dorf gehörte zur Grafschaft Lützelstein (s. d.), Stabhalterei Lohr. P. war der Ausgangspunkt des Geleitsrechts der Grafen von Lützelstein auf den Vogesenpässen zwischen P. und St. Quirin. 1382 ist das Dorf als verwüstet bezeichnet (die Stätte des alten Dorfes wahrscheinlich in dem jetzigen Walde «Alt-P.»), später neu erbaut an anderer Stelle. 1559 bestand es nur erst aus einigen Höfen nebst einer Glashütte. - Nach Einführung der Reformation ica. 1560) war P. zunächst Filiale von Lützelstein, seit 1858 von i Zittersheim. Die Katholiken waren bis 1808 nach Lützelstein eingepfarrt. Puberg, Staatswald (Gde. Puberg, Ka. Lützelstein, Kr. j Zabern, U.-E.). 393ha. OberförstereiLützelstein-Nord. (Buche, Eiche, Hainbuche, Birke, Kiefer, Fichte, Tanne, Lärche). | Vogesen- und Buntsandstein. Bis 1452 Domäne der Grafen von Lützelstein, dann von Kurpfalz, Veldenz u. s. w. (s. Lützelstein); 1792 vom Staat eingezogen. 1895 an die Reichseisenbahn 2,4 ha abgetreten. Die Holzrechte der Gde. P. in den Staatswaldungen des Puberger und des Hinsburger Bannes sind geregelt worden durch Urtheile des Appellhofes zu Colmar vom 27. Januar 183S und vom 30. Mai 1850. Puberg, Alter, B.. 396,1 m, nördl. Dorf Puberg, Ka. Lützelstein. Pucelles (des) s. Mosel. Puche, Ulf. (Gde. u. Ka. Markirch, Kr. Rappoltsweiler, O.-E. . 5 E. 1 Hs. A la Pouxe 17. Jhdt. (Flurname). Puche, Wir. (Gde. Ogy, Ka. Pange, Kr. Metz, L.). 20 E.9 Hsr. Puteos 1005; Puisl241; Puxl404; ma.Püche (ch = deutsch ch). - War Df. des Pays Messin (Haut- Chemin) und Sitz einerHerrschaft, auch St. Agnan genannt, mit ganzer (rcrichtsbarkeit, zu welcher Puche, St. Agnan mit Kirchensatz und Zehnten, Sillers z. Th., Ogy z. Th., und der Ban Aubriat in Scy gehörten. Diese Herrschaft war ehemaliger Besitz des Bisthums Metz und war durch Bischof Adalhero II. an die Abtei Neumünster in der Pfalz bei deren < Gründung geschenkt worden. Die Vogtei, welche die Herren von Vry vom Bisthum zu Lehen trugen, wurde mit Genehmigung des Bischofs Jacob von Lothringen von der Abtei 1241 erworben. 1404 war das Dorf mit St. Agnan vollständig zerstört worden. Die Abtei hat dann diese Besitzung mit den Zehnten der Pfarrei St. Agnan wiederholt als Pachtlehen vergeben, so 1491 dem Jacob von Anlange, später den Baudoche und de Heu 11537 . Nach Auflösung des Klosters wurde durch die letzte Aebtissin dem Grafen Albert von Nassau als Protector der Abtei 1572 der ge-s. immte Besitz der Abtei überlassen. Dieser verkaufte P. 2--. Mai 1577 den Erben der de Heu für 20000 fr. Da die Abtretung an Nassau ohne päpstliche Genehmigung geschehen war, wandte sich der Komthur der Malteser in Metz nach Rom mit der Bitte um Vereinigung dieses Besitzes mit seiner Komthurei, was er durch Bulle, gegeben |