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Show Oberfeldgraben Oberfeldgraben s. Liesbach 1. Ober-Fillen, Df. (Ka. Falkenberg [1790 Ka. Lubeln, 1792 Ka. Rollingen, 1795-1802 wieder Ka. Lubeln], Kr. Bolchen L.). 384 E . 117 Hsr. (10 GRe.) - 270 m. - A G . und Bhf. Falkenberg (10,9). - Vila 1282; O b e r v i l e n 1325; Ober-ville 136.5; Villers sur le H a u t 1420; A l t a Villa vulgo flaute Vigneulle 1606; Vigneulles H a u te 1869. - Die Gde. umfasst den H O . 0.-F.(258 E. 71 Hsr.) und die AO. Xieder-Fillen (s. 1810, vorher selbständig) und Un-tere- Mühle. - Ortseinn. StEBez. Falkenberg II. - Kath Hilfspfarrei des Archipr. Falkenbcrg (s. 1804). Kirche zur Auffindung des hl. Stephanus (3. Aug.). Die Protestanten gehören zur Pfarrei Augsb. Konf. in St. Avold. - 2 kleine Getreidemühlen. O.-F. gehörte zu der Herrschaft Homburg-St. Avold und ZW ar hauptsächlich als Lehen derselben (s.d.). Es war Anfang des 17. Jhdts. zwischen dem Bisthum und Lothringen w i gen St. Avold streitig. 1718 wurde es von den Lothringischen Kommissaren beansprucht und behauptet. - Ober-Fillen scheint altes Lehen der Metzer Kirche gewesen zu sein. 1272 verkauften die Erben des Johannes von Hennamenil dem Jakob von Warsberg ihren Besitz in Vigneulles (Ober oder Nieder-fillen ? i; 1282 verkaufte Jutta, Tochter des Conrad genannt Kolb von Butreville (Baumbiedersdorf), ihren Besitz an Heinrich den Sohn Johanns des Langen von Warsberg. Die Herrschaften Helflingen und Kriechingen, sowie die Abtei Longeville hatten in O. auch Besitz. 1325 war die Deutschordenskomthurei Saarbrücken dort begütert. O.-F. war 1599 den von Henningen zu Lehen gegeben worden, was auch früher (aber an andere Familien) oft der Fall gewesen war. Der Kirchensatz sowie die Zehnten gehörten zuletzt zur Herrschaft. G e m e i n d e w a l d 51,3 ha, davon 42 ha in der Oberförsterei Falkenberg und 9,3 ha in der Oberförsterei St. Avold. Der Wald gehört nur dem Hauptorte. Oberfillenweg, A m , verschw. Hs. (Gde. Zimmingen, Ka. u. Kr. Bolchen, L.i. 1881 abgerissen. Oberflossgraben s. Mossig 18. Obergailbach, Df. (Ka. Wolmünster [s. 1790], Kr. Saargemünd. L.). 363 E. 119 Hsr. (10 GRe.) - 260 m. - A G. Rohrbach d4,3); Bhf. Wölflingen (5,5). - Gelbach 1150; i, u e I e m bach su p e r i o r 1331; O b e r - G u e l b a c h 1544. - Im Gebiete der Gde. lag früher noch die verschw. Mühle Löehershach. - StEBez. Wolmünster. - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Wolmünster (s. 1804). Kirche des hl. Mauritius (22. Sept.). Kleine Getreidemühle. O. gehörte zu der Herrschaft Bitsch (s.d.), und war Sitz einer Meierei derselben. Der Ort war ursprünglich Besitz des Bisthums Verdun, im 12. Jhdt. von den Grafen von Blieskastel als Lehen getragen. Dorf und Vogtei kamen wohl nach Aussterben des Hauses Blieskastel an die Saarbrücken- Zweibrücken, die es als Lehen ihrer Herrschaft Mörsberg oder Saargemünd 1302 an die von Dorsweiler als Pfandlehen vergeben haben. Das Auslösungs-Recht war damals Lothringen zugesichert worden. O., das zuerst an den Walramischen Theil der Grafschaft Zweibrücken gekommen war, ist durch Vertrag von 1493 tauschweise von Pfalz- Zweibrücken an Zweibrücken-Bitsch gekommen und mit der Herrschaft Bitsch vereinigt worden. Dort war auch das Priorat Zellen (Zell) is. d i begütert, über welches die Herren von Mörsberg, später die Zweibrücken-Bitsch (bis 1570), dann Lothringen die Vogtei übten. - O. war Pfarrei des Archipr. Hornbach. Den Kirchensatz hatte im 18. Jhdt. der < iraf von der Leyen. O b e r - G e i s s e , Wir. (Gde. Metairies-St. Quirin, Ka. Lörchingen, Kr. Saarburg, L.i. 38 E. 8 Hsr. - H a u t e Geis oujardinot 1776. - Ehemaliger Besitz des Benediktiner- Priorats St. Quirin (s. d.). Zuerst 1756 unter dem Doppelnamen Haute Geis ou Jardinot erwähnt. Ob er mit dem verschwundenen Hofe Gersingen (s. d.) identisch ist, der auch zum Besitze des Priorats gehörte, ist unsicher. - Ober-Hagenau. 791 Obergeiswasser, Wir. Gde. Geiswasser, Ka. Neu- [ breisach, Kr. Colmar, O.-E.). 30 E. 10 Hsr. Soll so alt sein wie der PIO. Geiswasser. O b e r - G e m e i n d e w e i h e r s. < •* meindi weiher. O b e r - G e n t r i n g e n , Wir. (Gde. u, Ka. Diedenhofen, Kr. Diedenhofen-Ost, L.) 144 E. 43 Hsr. - Guntringas 1147; Guintringen 1575; G u n t r a n g e 1622. -(Ortseinn. Gentringen, vgl. Gde. Diedenhofen i. - Kath. Hilfspfarrei, des Archidiakonats Diedenhofen, den westlichen Theil der Gde. Diedenhofen (d. h. die AO. Ober-Gentringen, Nieder- Gentringen und Briquerie) umfassend, si it 1880, vorher auch kirchlich zu Diedenhofen gehörig. Kirche u m 1867 erbaut zu Ehren des hl. Urbanus, 25. Mai, darin ein Barockaltar aus dem ehemaligen Kapuziner Kloster von Diedenhofen, schöne Arbeit. Der Weiler gehörte von jeher zur Stadt Diedenhofen. Die Herrschaften Volkringen und Bertringen, sowie die Abtei Villers-Bettnach, hatten dort Grundbesitz. S( hr schöne Sammlung des um die lothringische Geschichte und AlterthumsUunilc sehr verdienten verstorbenen Herrn Abel. Zwischen Diedenhofen und Gentringen Römerstrasse Metz-Trier, sowie römische Reste. Gallischer und römischer i Münzfund. Ober-Gerschweiler Weiber s. Gerschweiler Weiher. O b e r g e r s t e n b a c h , Hsr. (Gde. Wildenstein, Ka. St. Amarin, Kr. Thann, O.-E.). 12 E. 3 Hsr. Soll in der zweiten Hälfte des 18. Jhdts. entstanden sein. O b e r g i n i n g e n , Df. (Gde. Niederginingen, Ka. Metzerwiese, Kr. Diedenhofen-Ost, L. . 273 E. 53 Hsr. - G a u n i - g a s 791 ; G e i n a n g e s 1157; G a n a n g e s 12o9; Ober- und Ni eder-Giningen 1511. - Institut für verwahrlost' Kinder (kath. Privat-Knaben-Besserungsanstalt), gegründet 1892 durch Pfarrer Karl Thilmont; geleitet bis 1895 unter Beihilfe der Matzenheimer Schulbrüder, dann der Gininger Kleinen Schwestern (Franziskanerinnen aus Laon-les-Saul-niers in Frankreich), seit 1901 dir Schulbrüder des J. B. de j la Salle. Hervorragende Wohlthäter der Anstalt waren Wiitwe Baronesse Gargan zu Schloss Bettingen (Gde. Flörchingen) und Baumeister E. Muscat in Metz. Der Bezirk i gibt einen jährlichen Zuschuss. Wasserltg. s. 1892). - In O. erscheint die Zeitung: Das Waisenkind v. E.-L. (L'Or-phelin d'Als.-Lorr. i; 3 mal monatlich. Ober- und Niederginingen gehörten zu den Herrschaften Reicher sbe r g s.d.) und Bertri n g e n i s. d. I. Beide werden zur ersteren schon 1323 gerechnet. 701 war die Abtei Gorze, 1157 die Abtei St. Martin bei Metz, 13ö3 die Tempelherren dort begütert. 1269 verkaufte Johann von Aspelt an die Abtei Villers-Bettnach seinen Besitz in Giningen, Ueckingen und Daspich. Zur Herrschaft Bertringen gehörten die Vogti ien von Cronenburg |s. Cronenburger Vogteien] und dem Pullerhof » (s. d.) Im 17. Jhdt. hatten hier die Antoniter aus Pont-ä-Mousson Besitz, der mit der Johanniter-Komthurei Metz vereinigt wurde. (Siehe St. Anton). O b e r g o l d e n w e i h e r 2 Weiher im Illgebiet, 0,5 km nördl. Largitzen - zusammen 1,64 ha. Fischerei. Werden alle 6-10 Jahre abgelassen und bebaut. Privatbesitz. Abfluss /um Forellenw eihet bach s. 111 33. O b e r - G r a t z e n , Sennh. (Gde. Oberbruck. Ka. Masmünster, Kr. Thann, O.-E.'. 1 Hs. Soll seit dem 13. oder 11. Jhdt. bestehen. O b e r - H a g e n a u , ehemaliges Landkapitel des Bisthums Strassburg, umfasste folgende Pfarreien: Batzendorf, Bernolsheim, Berstheim, Bitschhofen, Bossendorf, Buchsweiler, Dauendorf, Dürrenbach, Eschbach, Ettendorf, Gras-sendorf, Gundershofen, Hagenau (St. Georg), Hochfelden, Hohatzenheim, Hüttendorf, Ingweiler, Kaltenhausen, Kirweiler, Lembach, Lichtenberg, Lützelstein, Merzweiler Minwersheim, Mommenheim, Morsbronn, Morschweiler, Neuburg, Neun eiler, Niederschäffolsheim. Oberbronn, Oberstein- |