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Show 054 Salenthal - Salm. Schaden des l-'iscus, die Bewohner der Umgegend dort Salz gewinnen wollten. Die heutige Saline ist seit 1843 im Betrieb. und erzeugte 1899 mit 12 Arbeitern 1670 t Siedesalz. Die Quelle ist die salzreichste des ganzen Seillethals. Salenthal, Df. (Ka. Maursmünster [s. 1790], Kr. Zabern, U.-E.i. 103 E. 44 Hsr. (10 GRe.) - 280 m. - A.- und LG. Zabern (10,1); Bhf. Romansweiler (4,1). - Sa Iahen dal um 1120; Salhental 1278. - StEBez. Maursmünster II. Armr. is. 1865). - Filiale der kath. Pfarrei Alienweiler (s. 1808, vorher von Maursmünster). Die Protestanten gehören zur prot. Pfarrei Allenweiler. S. gehörte zur M a r k M a u r s m ü n s t e r (s.d.). - Kirch-" lieh war das Dorf bis 1808 Filiale der Pfarrei Maursmünster. 115* wurde das Primissariat und 1402 die St. Moritzkapelle zu S. durch den Bischof von Strassburg der Abtei Maursmünster inkorporirt. G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Wasselnheim) 19,4 ha. Saliere, L a , Felsen, s. Salzbüchsel. Saline, Hsr. .Gde. u. Ka. Vic, Kr. Chäteau-Salins, L.). S. Mine (Saline). Saline u. Sodafabrik, W . iGde. Willerwald, Ka. Saaralben, Kr. Forbach, L.). 4 E. 1 Hs. Hängt zusammen mit den deutschen Solvay werken in Saaralben (s. d.). Salinenbach -. Seille 9. Salinenflösskanal s. Seille 9. Salinenkanal, sollte zur besseren Ausbeutung der Salinen von Dieuze dienen und wurde 1800-1814 bis Lauterfingen ausgeführt, blieb aber unvollendet, (nicht schiffbar, theilweise zugeschüttet'. Zugleich wurde wahrscheinlich der obere R o t h b a c h kanalisirt, welcher als Verbindung mit der S a a r dienen sollte. Zugleich mit dem Bau des S a a r k a n a l s 186S wurde auch der Bau der Strecke Lauterringen-Mittersheim - 5,9 k m - in Angriff genommen und bis 1875 beendet. Der vollständige Ausbau der Strecke Lauterfingen-Dieuze unterblieb dann aber, weil die Kosten zu dem zu erwartenden Vortheile nicht im Vergleich standen. Der K a n a l beginnt in Dieuze, folgt dem Laufe des V e r b a c h s. d.i bis Kuttingen, kreuzt östl. Losdorf die Saarburg-Metzer Eisenb. und mündet westl. Mittersheim in den S a a r k o h l e n k a n a l - 1* km, 9 Brücken, 3 Aquäductc. Salinis, ehem. Abtei, s Movenvic, (Ka. Vic, Kr. Chä-teau- Sa!ins, L. . Salins-libre, 17c"3-1*14 amtliche Benennung für Chäteau- Salins (s. d.). Salival, Wir. (Gde. Morville b. Vic [s. 1*8*], Ka u- Kr. Chäteau-Salins, L.). 44. E. 10 Hsr. Wasserltg. (Anlagejahr unbekannt). W a r bis 31. März 1SSS selbständige Gde-und gehörte als solche 1700-1802 zum Ka. Vic, dann zum Ka. Chäteau-Salins. Hat auch nach 1S88 seinen gesonderten Bann behalten. - Sali w a s Willis 1107; Salin w a s 1252. - Ehemalige Prämonstratenser Abtei, Kirchengut mit ganzer Gerichtsbarkeit in der bischöflichen Kastellanei Vic. Die Abtei soll 1157 durch eine nicht genau bekannte Gräfin Mathilde von Homburg gegründet und schon 1162 durch kaiserliche Urkunde bestätigt worden sein. Sie wurde mit Religiösen aus Justemont besetzt und mit Gütern in der Nähe der Abtei ausgestattet. Wegen einigen dieser Güter brach zwischen der Abtei und Ludwig von Gerbeviller, als Erbe der Mathilde, 1197 ein Streit aus. Derselbe wurde zu Gunsten der Abtei entschieden. Vögte des Klosters waren damals die Grafen von Dagsburg. dann die Bischöfe von Metz, welche sie später mit ihrer Kastellanei Vic vereinigt haben. Nur als Vögte von Vic waren die Salm-Blämont Vögte von S. Die Geschichte der Abtei ist wenig bekannt. Es wäre nicht unmöglich, dass S. auf der Stelle der unbekannten Abtei Salinis (s. bei Movenvic) entstanden ist. 1316 wurde dort auf der Stelle einer dem hl. Fiacre gewidmeten alten Kirche durch Erzbischof Theoderich von Trier eine neue eingeweiht. Im Jahre 1500 zerstörten protestantische Truppen einen Theil der Abtei ; ein Ereigniss, dessen Erinnerung die a m Eingang angebrachte Inschrift des Thores bezeugt, wie auch die 1591 schon begonnene Restaurirung. Seit 1506 wurden die vom Kapitel gewählten Aebte von Justemont bestätigt. Durch Bulle vom 12. Juni 1617 wurde in S. die Ordensreform eingeführt. Das Kloster hatte in S., Berupt (s. d.) und Berange (s. d.) die ganze Gerichtsbarkeit, sowie bedeutende Güter und Rechte in 56 meist in der Nachbarschaft gelegenen Ortschaften. Auch Belle-Tanche bei Metz war früher von der Abtei abhängig (s. d.). Nachdem in der Revolution die Abtei aufgehoben, wurden die Gebäulich-keiten, Gärten, Weinberge etc. als Nationalgut eingezogen und für 22 980 Franken verkauft. Pierson, L'abbaye de S. (Bull, el Mem. de la Soc. d'arch. lorr. 18, 1868, S. 170.) Schmit, J. A., Une rclique bi-bliographique de l'abbaye de S. (Journ. de la Soc. d'arch. 1 lorr. 17, 1868, S. 82-87.) Wiener, L., Note sur les sculp-tures attribu^es ä l'abbaye de Salival. (Journ. de la Soc. d'arch. lorr. 44, 1895, S. 99-105.) Salival, ehem. Bann in den Gden. Jussy, Ste. Ruftine, Vaux (Ka. Gorze, Kr. Metz, L.). Wahrscheinlich alter Besitz der Abtei Salival. Salli c a s t r u m , verschw. Schloss. (Gde. Movenvic. Ka. Vic, Kr. Chäteau-Salins, L.). - Salli castrum 1180; castrum Salli 12. Jhdt. - Ehemaliges Schloss der Vögte von Marsal, stand auf der Höhe St. Jean bei Marsal, auf der Stelle einer alten römischen Niederlassung. Zuerst in der Bestätigungsurkunde der Abtei Salival genannt, wurde es in dem zweiten Viertel des 12. Jhdts. durch Bischof Stephan von Bar zerstört. (S. St. Jean, Gde. Movenvic.) S a l m , Burgruine Gde. Vorbruck [La Broque], Ka. j Schirmeck, Kr. Molsheim, U.-E.). - *09 m. - Auch Ober- Salm zum Unterschiede von der Stammburg des Hauses S. im Oisling genannt, vom Grafen Heinrich von S. aus einer jüngeren Linie des Hauses, welches die Vogtei über die Abtei Senones erworben hatte, u m 1190 erbaut; scheint von geringer Bedeutung gewesen zu sein ; war nicht Residenz der Grafen, sondern nur Amtssitz für die vordere Grafschaft Salm (s. d.). Es war auf dem Gebiete der Abtei Senones cr-j baut, und noch 1550 wurde dafür Grundrente an die Abtei entrichtet. Zerstört in der Zeit von 1675-1690. (Gesch. Dkm.). S a l m , Fsths. (Gde. Vorbruck [La Broque], Ka. Schirm- ! eck. Kr. Molsheim, U.-E.). 5 E. 1 Hs. U m 1865 erbaut. Torf-gräberei. S a l m , Sgm. (Gde. Grandfontaine, Ka. Schirmeck, Kr. Molsheim, U.-E.). 7 E. 1 Hs. 1882 erbaut. Waldbahnhof is. 1886). S a l m , Wir. iGde. Vorbruck [La Broque], Ka. Schirm- I eck, Kr. Molsheim, U.-E.). 44 E. b Hsr. Gehörte zur Grafschaft Salm (s. d.) und war Sitz einer \Togtei (Amt) der- I selben; s. a. Salm, Schloss. Wiedertäuferkolonie. Luftkurort. Besuch (1899 bis zum 10. Aug.) 34 Personen. S a l m , gefürstete Reichsgrafschaft (auch Obersalm genannt). Diese umfasste auf deutschem Gebiete: 1. Grand-f 0 n t a i n c. 2. Plaine. 3. Saulxures. 4. V o r b r u c k. Zur Grafschaft gehörten auch die durch die Zusatzconvention vom 12. Okt. 1871 wieder an Frankreich abgetretenen Dörfer Raon-sur-Plaine und Raon-lesTEau. Die auf beiden Dorfbännen gelegenen, bei Deutschland verbliebenen Waldungen sind 18S4 der Gde. Grandfontaine zugewiesen worden. Auf Iranzösischem Gebiete liegen folgende 18 frühere Grafschaftsdörfer : Allarmont, Belval, Celles, Chatas, Grand-rupt, La petite Raon, Le M6nil, Le Mont, Le Puid, Le Saulcy, Lc Vermont, Luvigny, Moussey, Raon-sur-Plaine, Senones, Saint-Stail, Vexaincourt und Vieux-Moulin. Dieses östlich von der Breusch, westlich von der Plaine begrenzte Gesammtgebiet bildete indessen nur denjenigen Theil der alten Grafschaft Salm, welcher dem fürstlichen Hause Salm verblieb, nachdem durch Vertrag v o m 21. Dez. 1751 die seit 1709 bestandene ungetheiltc Gemeinschaft der Häuser Salm |