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Show 1154 Vierwinden - Vigy. V i e r w i n d e n . Hs. M,de. u. Ka. Lörchingen, Kr. Saarburg, L. . o E. 1 Hs. Besteht seit 1780. V i e r w i n d e n , Hf. iGde. Lauterfangen, Ka. Falkenberg, Kr. Bolchen, L.). S. Auf dem Streiffei (Vierwinden). V i e r w i n d e n , Wir. (Gde Dann u. Vierwinden, Ka. Pfalzburg, Kr. Saarhurg, L.). Der den nördlichen Theil des Dorfes Dann bildende Weiler Vierwinden ist erst nach 1680 entstanden; 175b zählte er schon 19 Häuser. V i e r w i n d s h o f , Hfe (Gde., Ka. u. Kr. Hagenau, U.-E.). 45 E 5 Hsi-. Anfang des 1°). Jhdts. entstanden. V i e u x - B o i s , S u r le, Höhe. 540,5 m, nördl. Diespach, Gde. Plaine, im obern Breuschthal. V i e u x - C h a m p s , Wir. (Gde. Zell, Ka. Schnierlach, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 20 E. 4 Hsr. Entstanden ungefähr 1790. - U n c h a m p d i t E s v i e u x c h a m p s 1721; A u x v i c u s c h a m p s mit 1 Hause 17b0. - Herrschaft Rappoltstein. V i e u x - C h ä t e a u , Name zweier Häuser der Gde. Beux (Ka. Pange, Kr. Metz, L.i. A n der Stelle, die früher ausserhalb des Dorfes lag, hat wahrscheinlich früher ein altes Schlnss gestanden. V i e u x - C h ä t e a u , im Streitwalde bei Alberschweiler, s. Schlossfelsen. Vieux-Ferrette s. Alt-Pfirt. Vieux-Fourneau s. Altschmelz (Gde. Mutterhausen). Vieux-Moulin, Hf. (Gde. Lach, Ka. Weiler, Kr. Schlettstadt. U.-E.). 6 E. 1 Hs. Bestand schon Anfang des 19. Jhdts. Vieux-Moulin, Wir. (Gde. Fossieux, Ka. Delme, Kr. Chäteau-Salins, L.). 13 E. 4 Hsr. Ursprünglich nur Mühle, die schon im 15. Jhdt. Lehen des Bisthums Metz war. Sie wurde 1589 neu erbaut. Vieux-Thann s. Alt-Thann. Vignes, Aux, ehem. AO. der Gde. Manhou£, Ka. u. Kr. Chäteau-Salins, L. Vigneulles, Wir. (Gde. Lorry b. Metz [s. 1809], Ka. u. Kr. Metz. L.i. 59 E. 19 Hsr. - Vinealis 1157; Vig-nuelle 1237. - Vor 1809 selbstdg. und s. 1790 zum Ka. Maizieres, s. 1795 zum Ka. Lorry b. Metz und s. 1802 zum Ka. Metz I gehörig. - Pflegeanstalt der Schwestern der*hl. Christiana (s. 1897, 12 Betten) für unbemittelte, arbeitsunfähige Frauen und Mädchen. V. war Dorf des Pays Messin (Val de Metz) und Herrschaft mit ganzer Gerichtsbarkeit, deren Vogtei zur Herrschaft Lorry b. Metz gehörte. V. war alter Besitz der Abtei St. Martin bei Metz, welcher 1605 durch Tausch an die Abtei St. Clemens kam. Die Vogtei war im 13. Jhdt. in Händen der Herren von Chambley, welche sie den Bau-doche zu Lorry zuerst zu Lehen überliessen, später endgültig verkauften. Diese haben sie mit der Herrschaft Lorry verbunden, bei welcher sie bis zur Revolution verblieb. Das Deutschordenshaus in Saarbrücken hatte dort Weinberge, welche es 1325 durch Tausch an die Abtei Longeville abtrat. - Ehemalige Annexe der Pfarrei Saulny, seit 1802 zur Hilfspfarrei Lorry b. Metz gehörig. - Geburtsort des Philippe von Vigneulles, Kaufmann in Metz und Verfasser einer ausgedehnten Chronik des Metzer Landes und anderer Werke; er starb um 1525, Vigneulles-Basse s. Nieder-Fillen (Gde. Ober- Fillen l. V i g n e u l l e s - H a u t e s. Ober-Fillen. Vigne-fiere, B. im obern Breuschthal, s. Grand- Pacquis. V i g n y , Df. (Ka. Verny [1790-1802 Ka. Goin], Kr. Metz, L.). 333 E. 107 Hsr. (10 GRe.) - 275 m. - A G . Remilly (14,1); Bhf. Remilly (14,3). - Vignei 121b; ma. W'ni. - StEBez. Solgne. F w . (s. 1882, 1 Spritze). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Pournoy-la-Grasse (s. 1802, vorher Filiale von Ale"- mont>, die Gden. Vigny, Lie"hon und Silly-en-Saulnois umfassend. Kirche (Neubau 18b4) des hl. Germanus (31. Juli). - Geschäftssprache franz. V. gehörte zum P a y s Messi n (Saulnois) und war Herrschaft mit ganzer Gerichtsbarkeit. - V. mit dem festen Hause war schon 121b Lehen des Bisthums, durch ein Rittergeschlecht dieses Namens getragen. Noch 1350 bestätigte Bischof Adhemar als Lehensherr die durch Beurcoux de Vigny an Poince de Gournay gemachte Ueberlassung eines Antheils an dem festen Hause und der Herrschaft V., 1404 war V. dreiherrig und in drei getrennte Banne geschieden:'Ban Drouin mit vier, B a n de G o u r n a y mit drei, und B a n Roillena t-Marcou lt mit dreizehn Feuerstellen. Als spätere Besitzer sind zu erwähnen : 1600 de Marcossey, de Villers (Gournay), 1636 de Goz, de Genel, lbb5 de Serrieres, 1681 de Flavigny, 1665-1748 Malchar, 1715-1751 Le Bachele\ 177(i Jobal, 1782 de Bonniot. - V. war bis 1802 Annexe der Pfarrei Alömont. die dann selbst bis 1826 Annexe von V. war; 1802-1808 war auch St. Jure Filiale von V. V i g n y b a c h s. Seille 21. Vigy, Df. (Ka. gl. N. [1790 Ka. Haiss, 1792-1802 Ka. Vry], Kr. Metz, L.). 656 E. 202 Hsr. (12 GRe.) - 260 m. - A.-, L.- u. SchwG. Metz (15,2); Bhf. Maizieres b. Metz (14,0). - V i d i a c u m 691 (?); V i g i a c u m 715; V i g e y 1200; Vi-geium 1205; ma. W'gi. - Die Gde. umfasst den HO. V. (544 E. 166 Hsr.) und die AO.Hessange(s. 1810, vorher selbstdg.) und St. Joseph ferner die verschw. O. Blanchard, Blancrupt und Gendarmerie de Vigy. - P. T. S. 1879 Gerichtstage. Notar. Gendarmeriestat. Kantonalarzt. Ortseinn. Verkehrs- StA. StEBez. für die Gden. Antillv, Argancy, Ay, Britten-dorf, Chailly bei Ennery, Charle ville, Charly, Ennery, Failly, FleAy, Glatigny, Haiss, Malroy, Noisseville, Nouilly, Ste. Barbe, Sanry b. Vigy, Servigny b. Ste. Barbe, Tremery, Vigy, Villers-Bettnach, Vr£my, Vry. Armr. (s. 1824). Sparkasse (s. 1890). - Oeff. Vorschusskasse (s. 1889). - Kath. Pfarrei II. Kl. (s. 1802). Sitz eines Archipr. des Bisthums Metz, umfassend die Pfarrei V. und die Hilfspfarreien Antillv, Argancy, Ay, Brittendorf, Charleville, Charly, Ennery, Failly, Flevy, Haiss, Malroy, Noisseville, Nouilly, Sainte- Barbe, Sanry b. Vigy, Servigny b. Ste. Barbe, Tennschen, Tremery, Vry. Die Pfarrei V. umfasst die Gde. V. (ausser Hessange, das zur Pfarrei Bettsdorf gehört), den A O . Champion der Gde. Chailly b. Ennery und die A O . Beley und Rabas der Gde. Villers-Bettnach. Kirche des hl. Leodegar (2. Okt.). - Geschäftssprache franz. - Weinhandel. Mitte März Viehmarkt. V. gehörte zum P a y s Messin (Haut-Chemin) und war Sitz einer grösseren Herrschaft mit ganzer Gerichtsbarkeit, zu welcher Dorf V. mit befestigtem Schlosse, Dorf Sanry b. Vigy, Befey, BeA-otte und Rabas gehörten. Diese Herrschaft, zu welcher wohl ursprünglich noch andere Orte gehört haben, soll mit ausgedehnten Waldungen durch Schenkung von Hugo, dem Sohne des Drogo, aus dem Pipin'schen Geschlechte, im Jahre b91 (?) an die Abtei St. Arnulf b. Metz gekommen sein. - Das Gut, welches vom Bisthum eingezogen worden war, wurde 964 durch den damaligen Herzog von Lotharingien, Erzbischof Bruno von Köln, der Abtei zurückgegeben, aber nicht für lange Zeit, denn 9b5 bis 978 war V. wieder im Besitze des Bisthums. Die Herren von Vry, welche ihre Herrschaft wohl auf Kosten der Abtei erworben hatten, deren Vögte sie gewesen waren, verkauften 1213 ihre Rechte an den Waldungen der Abtei, was Kaiser Friedrich 1215 bestätigte. Mit Ausnahme einer kurzen, im Jahre 1424 geschehenen Pfandschaft blieb die ge-sammte Herrschaft im Besitze der Abtei St. Arnulf bis zur Revolution. 1365 haben sich die Einwohner von V. unter den Schutz von Luxemburg gestellt. - V. war früher Pfarrei des Archipr. Kedingen ; zu derselben gehörten ausser den heutigen Annexen noch Mechy und Sanry bei Vigy, welche 1802 abgetrennt wurden. Kirche 1868 erbaut. Kirchensatz und Zehnten hatte die Abtei St. Arnulf. - V. |