| OCR Text |
Show Nidange - Nied. 761 Nidange, Wir. (Gde. Charleville [s. 1810], Ka. Vigy, Kr. Metz, L.). 41 E. 10 LLr,-Xydenges 1031; N y den gen 1137; Petite Villers 1602. - Vor 1810 selbständig und s. 1790-1802 zum Ka. Brittendorf, dann zum Ka. Vigy gehörig. - Fischweiher, 1S97 angelegt. - X. war Df. der Probstei Sierck. zu welcher die hohe Gerichtsbarkeit gehörte. Mittel-, Nieder-, und Grundgerichtsbarkeit waren Besitz der Abtei Villers-Bettnach. Der Ort wird schon 1031 erwähnt und war damals Besitz der Abtei Lubeln, welche ihn 1147 an Villers- Bettnach überliess. Er scheint früh eingegangen zu sein; 1499 ist nur die Rede von Bann von Nidengen; ein Flurkanton heisst noch heute <=la ville». 1602 wurde das Dorf wieder erbaut unter dem Namen Nidange oder Petite-Villers. Es gehörte damals zu Villers-Bettnach, wurde erst 1623 AO. von Charleville; später war es wieder selbständig (s. o.). Es zählte 1742 30 Feuerstellen. Der Bann, welcher vor 30 Jahren 250 ha Ackerland umfasste, hat jetzt deren nur noch 25. Das Uebrige ist aufgeforstet worden. Nideck, Burgruine Gde. Oberhaslach, Ka. u. Kr. Molsheim, U.-E.). Nidecke 1264. - Die noch vorhandenen Burgrcste (Thürme, Ringmauern und Wohngebäude) stammen aus dem 10.-13. Jhdt. und sind auf Anlagen der Bronzezeit erbaut (Gesch. Dkm.). Bischöflich strassburgisches Eigengut, ursprünglich aus 2 Burgen, Ober (Gross)- und Unter-N., bestehend. 1336 genannt unter den dem Landgrafen Ulrich überlassenen bischöflichen Lehen. Afterlehensträger : 1 193 Johann von Schäffolsheim, Thomas von Endingen, Nikolaus Richter und Friedrich Stahel von Westhofen; 1436 Thomas zu der Megde, mit welchem Bischof Wilhelm IL wegen verweigerter Oeffnung in Zwist gerieth; 1448 Andreas Wirich, der, am •Wasselnheimer Krieg' betheiligt, im genannten Jahre von den Strassburgern in der Burg belagert und bezwungen wurde und dann, in der leiningisch-lichten-bergischen Fehde, 1454 abermals in N. eingeschlossen und gezwungen, sich zu ergeben, nur dem Fussfall seiner Gemahlin vor Ludwig von Lichtenberg das Leben verdankte. 1491 kam die Hälfte von N. pfandweise an die Müllenheim. 1636 wurde die Burg durch eine Feuersbrunst zerstört und nicht mehr aufgebaut. Theil an N. haben ferner kürzer oder länger gehabt: die Dutschmann (1414-1441), die Landsberg (1496-1715), die Flachslanden (1715-1790), die Ocahan (1716 bis 1790), die Grostein '1432), die Bock und die Kageneck (1432). - Ein adliges Geschlecht von N. schon 1264 mit Bur-kard Burggraf von N. erwähnt; ein Rudolf von N. 1322 im Strassburger Rath. X". ist durch Chamissos Gedicht «Das Riesenspielzeug» allgemein bekannt. Vgl. X., Fsths. und N., Sgm. Alsaticus, J. M., Die Burg X". und der Wasserfall. (Stimmen aus dem Elsass I [1893], S. 42-44, 50-52, 58-59.) Levrault, L., La vallge de la Bruche, Haslach, N. et le Donon. Colmar 1859. Ders., Das Breuschthal, Haslach, Girbaden, N und der Donon. (Wanderer 7, 1894/95, S. 313ff.) Nideck, Fsths. (Gde. Oberhaslach, Ka. u. Kr. Molsheim, U.-E.). 4 E. 1 Hs. Soll schon vor 1791 bestanden haben. Nideck, Sgm. (Gde. Oberhaslach, Ka. u. Kr. Molsheim, U.-E.). 10 E. 1 Hs. Soll die älteste Sägemühle des Haselthaies sein und bis in die Mitte des 18. Jhdts. zurückreichen. Nideck, verschw. Hf. (Gde. u. Ka. Saaralben, Kr. Forbach, L.i, gehörte früher zum Banne von Herbitzheim. Im Vertrage vom 23. Aug. 1581 ist der Platz Nydeck , welcher unter der Hoheit von Nassau-Saarbrücken stand, dem Herzoge von Lothringen überlassen und dem Banne von Saaralben einverleibt worden. Er war seit 1581 Wir. der Herrschaft Saaralben (s. d.i und bestand lo25 aus 13 Häusern, welche alle im 30jährigen Kriege zerstört wurden. Nideck, Staatswald (Gde. Oberhaslach, Ka u. Kr. Molsheim, U.-E. . 760 ha. Oberförsterei Haslach. Forsthaus Nideck. tBuche, Eiche, Tanne, Kiefer, Fichte.. Buntsandstein, Porphyr. Kaiserliches Jagdrevier. Früher Besitz des lhs-thums Strassburg. 2. Nov. 1789 zum Staatseigenthum erklärt. 7. Nov. 1891 20 ha zugekauft (Gensburg). Ruine Xi-deck mit Wasserfall. Nideckerbach s. Breusch 29, Doller 6. Niederchen, verschw. Wir. (Gde. Langenberg, Ka Rixingen. Kr. Saarburg, L... Xiederquin 1701; la Tour de Niedrequin 1711. - Gehörte zu der Kastellanei Frei- I bürg und lag 2 km nordwestl. vom Dorfe Langenberg. : 1701 als verlassen- bezeichnet, Spuren noch vorhanden. Im 30jährigen Kriege eingegangen. Soll ehemals Pfarrdorf gewesen sein. Ob auf der Stelleder verschwundenen Ortschaft Neunkirchen und nach deren Zerstörung erbaut? Oder mit dem verschw. O. Müterchingen identisch ? Nied, Die [Neda 1121, Rivulus Nidden 1200, Ri-vulus Xithen 1364, La Niet 1404, La Xiez 1409, La Xiedz 1491, La riviere de Niez 1686, Nidda, Xide, Nita, Xida], oder Untere Nied entsteht aus Zusammen-fluss der Deutschen und Französischen Nied s. d.) südl. Northen (Brücke) - Volmeringen (2 Brücken, M., Mühlkan. - O,o km. 1 Brücke), Brechungen (Brücke1. Heinkingen (Brücke), Gehnkirchen (M., Mühlkan, Furt , Ruplingen (Brücke, M., Mühlkan.), Girlingen, Eblingen, Colmin-gen, Bettingen (Brücke), Gelmingen (Brücke, M. . Hollingen (Brücke, M., Mühlkan.), Anzelingen, Freisdorf Brücke., | Didingen M. Mühlkan.) kreuzt die Eisenb. Diedenhofen-j Teterchen, Busendorf (Brücke. M., Mühlkan. - 1 km, 1 Brücke 1. J Bentingen, Hecklingen, Filsdorf (M.. Brücke) - tritt nordöstl. Gerstlingen-Xiedwellingen (M., Brücke) auf Preuss. Gebiet (0,5 km Grenze 1 und mündet südl. Fickingen in die ! Saar (1.). - Von Xorthen bis zur Grenze 34,5 km. Hauptrichtung SW.-NO., vielfache Windungen. Syndikat der unteren (vereinigten. Nied. - Zuflüsse: 1. Deutsche Nied is. d.. 2. Französische Nied (s. d.). 3. Do-retzelbach oder Neuwiesgraben, recht. Uf, mündet in Volmeringen, entspringt westl. Hallingen - Macher, kreuzt die Eisenb. Courcelles-Hargarten - 5,6 km, 3 Brücken. 4. Kalt-, Katz- oder Grossbach, i. o. Lf. Buchgraben, recht. Uf., mündet nördl. Brechungen (M.i, entspringt ; nordöstl. Momersdorf - Bolchen (Fbrk., M., Mühlkan.), kreuzt die Eisenb., Heinkingen (M.) - 6 km, 7 Brücken. [Entwässerungsgenossenschaft Grossbach Bolchen, 69 Betheiligte, 1893 staatlich genehmigt]. (Zufl.- Giess-, Nieder-wieser- oder Mühlenbach, mündet westl. Bolchen, entspringt in Xiederwiese - Oberwiese, Kuhmcn, (2 M.. 2 Mühlteiche), Dentingen iOel-M.,M., Fbrk. mit Mühlkan. u. M-Teich 1, kreuzt zweimal die Eisenb. - 11,5 km, 14 Brücken. [Zufl.: Putenbach- 1,5 km;Kuhmenb ach- 1,8 km, 2 Brücken]). 5. Pätural- oder Pasturellenbach (W ei d bach), link. Uf., mündet östl. Heinkingen (M.), entspringt nord-j westl. Xidange - Epange, Renange (M.) - 6 km, 4 Brücken. j (Zufl.: Charle villerba ch, entspringt in Charleville - 2 km, 3 Brücken). 6. Mengener- oder Ranachbach, link. Uf., mündet nördl. Gehnkirchen, entspringt in Mengen - 2,5 km. 2 Brücken. 7. B ritten dorferb ach, link. LTf., mündet in Girlingen, entspringt westl. Brittendorf - Re- . derchen (2 M., 2 Mühlkan. 1, Eblingen - 6,5 km, 7 Brücken. 8. Schwel-, i. o. Lf. Klusborn- oder Mühlen-, i. m. Lf. Mai r ei bach, recht. Uf., mündet in Eblingen, entspringt in Teterchen i.M., Mühlkan) - Welwingen (M.), Ottendorf (2 M.) - 7,5 km, 7 Brücken. 'Zufl.: Schai der bach - 2 km, 1 Brücke; Rick ringerbach. mündet nordöstl. Ottendorf, ! entspringt nördl. Kuhmen - Teterchen, kreuzt die Eisenb. ! - 3 km, 3 Brücken; Schwarzbach, mündet in Eblingen - 1,8 km, 1 Brücke:. 9. Ravinbach, recht. Uf., mündet j nordwestl. Bettingen (M.i, entspringt südl. Remelfangen - Valmünster - 6 km, 4 Brücken. 10. Berenbach, link. . Uf., mündet nördl. Gelmingen, entspringt westl. Gelmingen - Buchingen - 4 km. 2 Brücken. 11. Anzelingerbach (s. d.i. 12. Strassengraben, recht. Uf., mündet westl. |