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Show 996 Schiltigheim - Schinbühl. 1849 gegründet, seit 1889 Akt.-Ges.. etwa 80 Arbeiter). Möbelfabrik ijacquemiu, 30 Arbeiter.). Dreherei. 2 Bauhöfe mit mechanischen Schreinereien. Bierbrauereien: Adelshofen, zum weissen Hahn, zur Perle, zur Axt zur Hoffnung, zum Fischer, Schützenberger u. a., meist mit Mälzereien verbunden, doch lindet sich die Mälzerei auch als selbständiger Betrieb, z. B. Aktiengesellschaft für Malzfabrikation, vormals Treyens I s. 1899). Eisfabrik (Gesellschaft Eis. Eiswerke). Wein-essigfabrik. Schaumweinfabrik (Vix-Bara, 18 Arbeiter; bezieht das Rohmaterial aus der Champagne). Fleisch - und Gemüsekonservenfabrik (Elsass. Gesellschaft für Konserven und Import. 50 Arbeiten. Gänseleberpasteten-und Pasteten-fabrik .Michel). Sauerkrautfabrik. Wurstfabrik. 2 Cigarrenfa-briken. Schuhfabrik. Kittfabrik. 2Kreidesägereien.Druckerei. Hausindustrie: Gänsemästerei, Strohfiechterei, auf eigene Rechnung. H a n d e l : Bauholz. Getreide. Wein, Branntwein, Schinken und Wurst, Taback, Papier. Buchhandlung (s. 1888). - Strassenbahn (Strassb.-)Steinstrasse-Sch.-BischheimHön-heim (s. Strassburg). Ztg.: Strassburger Landblatt, 2 mal wöchentlich. Seh. wird urkundlich zuerst **4 erwähnt; laut Bestätigungsurkunde Kaiser Karls des Dicken war damals die Abtei Honau daselbst begütert. Im 11. Jhdt. hatte auch die Abtei St. Stephan zu Strassburg Besitz in Seh. und Bischof Wilhelm von Strassburg (1028-47) schenkte der Abtei Eschau die Kirche Rothenkirchen mit der dazu gehörigen Pfarrei Seh. 1143 hatte das Strassburger Spital Besitz in Seh.; das Domkapitel besass daselbst einen Hof, der 1227 verkauft wurde. Seh. war ursprünglich im Besitz der Abtei St. Stephan, wahrscheinlich durch eine Schenkung Kaiser Lothars, deren Urkunde uns zwar nur in gefälschtem Zustande erhalten ist, aber unzweifelhaft einen echten Kern enthält. Mit der Vogtei zu Seh. waren 1255 die von Wangen belehnt. Später wurde das Dorf von der Abtei den Herren von Ochsenstein verliehen, die es bis zu ihrem Aussterben 1 !*"• besassen. Sie hatten es jedoch nicht selbst behalten, sondern elen von Hohenstein verliehen. Auch diese gaben es weiter, und zwar zu einem Drittel an die Armbruster von Strassburg, zu zwei Drittel an die Kageneck und nach Verzicht derselben an die Völseh. Nach dem Aussterben der Ochsenstein wollte die Abtei Seh. als erledigtes Lehen einziehen, wogegen jedoch die Unterlehner und die Grafen von Zweibrücken als Erben der Ochsenstein protestirten. Nach langem Streit, in welchen 1492 auchKaiserFriedrich III. zu Gunsten der Unterlehner eingriff, kam 1501 durch Bischof Albrecht von Strassburg ein Vergleich zustande, in welchem die Abtei ihre sämmtlichen Hoheitsrechte zu Seh. an die Völseh verkaufte, welche sich jedoch verpflichten mussten, auch das Armbrustersche Drittel zu erwerben. Die Völseh behielten jedoch das Dorf nicht, sondern verkauften es noch in demselben Jahre an die Stadt Strassburg. die es ihrem Amte Illkirch zutheilte und bis zur Revolution im Besitz blieb. Mit Seh. vereinigt wurde schon u m das Jahr 1000 der schon im 9. Jhdt. erwähnte Ort Botebur (Bottehurg) und im 16. Jhdt. das alte Bisthumslehen Adelshofen. Das feste Schloss zu Seh. gehörte im 14. Jhdt. den Herren von Lichtenberg und scheint ihnen als Schutz für ihr Geleit- und Zollrecht von Rothenkirchen bis zum Breitenstein gedient zu haben. Später kam es an die Völseh, endlich an die Flach; 1676 wurde es von den Strassburgern zerstört und dem Erdboden gleich gemacht, aus Furcht, der Feind könne sich dort zum Schaden der Stadt festsetzen. Ein adliges Geschlecht von Seh., im 13. Jhdt. zuerst erwähnt, zum Strassburger Stadtadel gehörig, u m 1470 ausgestorben. 1389 wurde Seh. durch Graf Emich von Leiningen verbrannt, 1429 fast ganz zerstört im Kriege des Bischofs Wilhelm mit der Stadt Strassburg. 1507 äscherte eine durch den Blitz entstandene Feuersbrunst die Hälfte des Dorfes ein. 1793 war Seh. das Hauptquartier von Pichegru; 1814 wurde es von den Alliir-ten besetzt und seh wer geschädigt 1870 'Aug. 18) Vorpostengefecht bei Seh. - Vor der Reformation hatte Seh. ein Rektorat; das Patronatsrecht besass die Abtei Eschau, seit der Reformation die Stadt Strassburg. 1528 wurde Seh. protestantisch; evang. Pfarrei seit 1530. Die Kirchenbücher gehen bis 1575 zurück. Aelteste Pfarrkirche von Seh. war liie St. Helenenkirche zu Rothenkirchen (s. d.), schon ca. 1040 erwähnt. In Seh. selbst befand sich nur eine Kapelle. Diese wurde 1698 Pfarrkirche, nachdem von 1531 - 1698 die bei der abgebrochenen Helenenkirche stehende Kapelle St. Sophien als 'solche gedient hatte. 1738 wurde das Simultaneum eingeführt (das bis 1899 bestand), die Katholiken der Pfarrei Bischheim unterstellt. 1763 wurde Seh. eine selbständige kath. (königl.) Pfarrei. Die Pfarrkirche wurde 1763-65 neu erbaut, 1865 restaurirt. Die jetzige kath. Kirche ist 1897-99 erbaut worden. - Seh. liegt an der Römerstrasse von Strassburg nach Brumath. Neolithische, Bronze- und römische Funde. - [Lange, K. Chr. E.], Die erste Säcularfeier der Simultankirche in Seh. a m 26. Nov. 1865, nebst geschichtl. Notizen. Strassb. 1866. Schiltigheim, Kanton. (Ldkr. Strassburg, U.-E.). Der Ka Seh. umfasst die Gden. Achenheim, Bischheim, Breusehwickersheim, Eckbolsheim, Hangenbieten, Hönheim, Itten-heim. Kolbsheim, Lampertheim, Mittelhausbergen, Mundols-heim, Niederhausbergen, Oberhausbergen, Oberschäflolsheim, Reichstett, Schiltigheim, Suffelweversheim und Wolfisheim und enthält auf 91,5378 q k m 3993 bewohnte Häuser etc. mit 30635 Einwohnern. Der Ka. Seh. besteht erst seit 1832, wo Seh. zum HO. des Ka. Oberhausbergen (s. d.) erhoben wurde ; er umfasste damals schon dieselben Gden. wie heutzutage. Einen Gebietsverlust erfuhr der Ka. 1882, indem ein zur Umwallung von Strassburg gezogener Theil der Gde. Seh. mit dem Xordkanton des Stadtkreises Strassburg vereinigt wurde. S c h i m b e r g , Staatswald (Gde. Reyersweiler.Ka. Bitsch, Kr. Saargemünd, L.i. 106 ha. Oberförsterei Lemberg. Forsthaus Reyersweiler. (Rothbuche, Eiche, "Weissbuche, Erle, Esche. Ahorn, Rüster, Espe, Birke, Pyramidenpappel, Kiefer, Fichte, Tanne, Lärche.) Vogesensandstein. Domanial-wald der Herrschaft Bitsch d6*l Schomberg). S c h i m b e r g auch (amtlich) S e h önberg,{Höhe, 405[m, südwestl. Bitsch, während der Belagerung der Festung im Jahre 1870 vom 11. Sept. ab Standpunkt einer aus 4 zwölfem Geschützen bestehenden Batterie der bayerischen Belagerungsartillerie. S c h i m b e r g auch S c h ö n e n b e r g oder Schönberg, Bergrücken ca. 570 m, zwischen Orschweier und Bühl bei Gebweiler. [An d e m schuneberge 1250; an d e m Schun-berg 1314; an d e m schuneberge 1341; an den schu-nenberg 1388; S c h e i n b e r g 1445; a m Schünberg 1453; an d e m Schuneberge 1453; a m schinberg 1506; jm schuienberg 1511; den Schinnenberg 1592; a m seh einher g, schimberg 18. Jhdt.]. A m Osthang über Orschweier die H e i den w a n d , Felsparthie ; s. Bleicher et Faudel. Muteriaux IV, 170. S c h i m m e l , Hf., Hotel u. Luftkurort (Gde. u. Ka. Masmünster. Kr. Thann, O.-E.). 12 E. 3 Hsr. Besteht seit 1812. Luftkurort (1899). Besuch (1. Mai-4. Aug. 1899): 81 Personen. S c h i m m e l e c k , Schi. (Gde. u. Ka. Masmünster, Kr. Thann, O.-E.). 12 E. 2 Hsr. 1872/73 erbaut durch die Grälin de Vendal, Tochter des verst. Barons von Heckeren. S c h i m m e l r a i n , Ausläufer bei Hartmannsweiler. Reste einer römischen Villa. - Ring, M a x de, Le Seh. pres de Hartmannswiller. (Bull, de la Soc. p. la cons. des mon. hist. d'Als. 2. ser. I, 1862-63, 2, S. 134-137). Schimmenbächlein s. Larg 14. Schinbrüserbach s. Deutsche Nied 17. Schinbühl, bewaldete Erhebung im Forstbezirk Schwanhals, 260,5 m, südl. Wiebersweiler, Ka. Albesdorf, i Kr. Chäteau-Salins. |