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Show Rodt - Rörchingen. beiden getheilt. Später, durch einen nicht bekannten Vertrag, hatte (1742) die Probstei Busendorf die Hochgerichtsbarkeit von der Abtei Villers-Bettnach erworben. Rodt, Df. (Ka. Saarburg [1790 Ka. Freiburg, 1802-1820 Ka. Lörchingen], Kr. Saarburg, L.). 190 E. 51 Hsr. (10 GRe.) - 259 m. - AG. Saarburg (15,2); HSt. Azoudange (4,9). - Rode 1305; Royde 1315; Roden 1376; Rhodes 1869. - Die Gde. umfasst den HO. R. (163 E. 48 Hsr.), den AO. Ba-chats und die verschw. O. Adelhousen, Freiche-Poull und Ste. Croix. - StEBez. Saarburg I. Armr. (s. 14. Febr. 1817). Fw. (s. 1877, 1 Spritze). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Saarburg (s. 1802). Kirche zu Ehren Maria Himmelfahrt (15. Aug.). Die Reformirten gehören zur Pfarrei Saarburg. - Hausindustrie: Weissstickerei, für Firmen in Lörchingen, Bisping und Saarburg. R. gehörte vom 16. Jhdt. an zu der bischöflichen Kastellanei Freiburg (s. d.). Es erscheint zuerst (1305) als Lehen der Metzer Kirche, in Händen des Johannes von Rode. 1315 rever-sirte Rudolph von Royde, Bellis (Bailly) des Bisthums, für seine Mühle, Scheuer und Weiher von R., wohl das spätere Lehen «Bachats» (s. d.). Sein Sohn Heinrich, welcher sich indessen von Germingen benannte, verkaufte 135S allodialc Güter und andere, die er von den Herren von Rixingen zu Lehen trug, an die Herren von Finstingen (s. Langd). 1398 wird ein Paschalis de Rhodes erwähnt, der die Kastellanei Freiburg im Pfandbesitz hielt. 1419 waren zwei Drittel des Dorfes in Händen des Härtung von Wangen. Von ihm verpfändet, kamen diese 1438 an die Rathsamhausen zum Stein, 1485 an die von Holzapfel, später an die von Pfaffenhofen. Ein Drittel war den von Germingen geblieben, die dafür 1422 reversirten. Mit diesem Antheile hatten die von Germingen den Kirchensatz und das spätere Lehen les Bachats inne. Das übrige wurde Sept. 1506 von den Rathsamhausen durch den Bischof von Metz, Johann von Lothringen, zurückgekauft und mit der Kastellanei Freiburg vereinigt. Nachfolger der Germingen in R. wurden die von Custine zu Germingen, welche schon 1561 dafür reversirten. Es scheint, da^s die von Germingen nur Grundherren in R. waren. - R. war Pfarrei des Archipr. Vergaville, zu der im 18. Jhdt. auch der Hof Alberschhofen mit der St. Annakapelle (Gde.Frei-burgtund der Hof Ste.Croix (dgl.) gehörten. Den Kirchensatz hatten die Herren von Germingen, später die von Custine. - Archäologisches. Zahlreiche Mardellen. Römerstrasse Mctz-Strassburg und römische Reste (s. Bachats). Die Kirche, ohne kunsthistorische Bedeutung, scheint auf der Stelle eines alten, durch Feuer zerstörten Gebäudes erbaut worden zu sein (Schlosses der von Rode?). Der Thurm ist in seinem unteren Stockwerke alt. Gemeinde wald (Oberförsterei Saarburg) 22,8 ha. Rodtbach s. Stockweiher 3. Röchling, Arb.-Hsr. etc. (Gde. Algringen, Ka. Hayingen, Kr. Diedenhofen-West, L.). 305 E. 10 Hsr. 1883/84 erbaut. Rödelbach s. Saar 18. Rödelen, Sennh. (Gde. Murbach, Ka. u. Kr. Gebweiler, O.-E). 1 Hs. Redel 1775. Rödorer Schloss, Hf. (Gde. Hatten, Ka. Sulz u. W., Kr. Weissenburg, U.-E.). 8 E. 1 Hs. War bis 1710 im Besitz der Herren von Fleckenst ein und zwar zu zwei Drittel als Lehen von Kurpfalz. Das letzte Drittel war Allod und wurde 1316 von den Fleekenstein den Grafen von Sponheim aufgetragen. Als Erben der Sponheim besassen die Pfalzgrafen und die Markgrafen von Baden das dominium directum gemeinsam. 1710 wurde der allodiale Theil des Schlosses an C. von Hatzel verkauft, der nach dem Aussterben der Fleckenstein 1720 auch die pfälzischen Lehen erhielt und 1732 auf den Trümmern des alten das jetzt noch bestehende Schloss erbaute. Nach Hatzels Tode 1762 kam es an Herzog Maximilian von Zweibrücken, den nachherigen König von Bavern, der es bis zur Revolution besass. Während dieser als Nationalgut verkauft, gelangte es an die Familie Lehmann, die es noch heute besitzt. Rödergraben s. Lauter 8. Roedermühle, ehem. M. (Gde. Lubeln, Ka. Falkenberg, Kr. Bolchen, L.i. U m 1855 niedergerissen; das zugehörige Wohnhaus steht noch, gehört aber zur Gde. St. Avold. Die Mühle lag an einem Weiher und wurde nach dessen Trockenlegung abgerissen. War Besitz der Abtei Longeville. Rödern S. Nieder-, Oberrödern. Rödern, Amt der Herrschaft Fleckenstein, auch Kellerei Niederrödern genannt. Der grösste Theil des Amtes, nämlich die Dörfer Niederrödern, Eberbach, Kröttweiler, Oberlauterbach, Winzenbach, war ursprünglich Eigenthum der Reichsabtei Selz. Die Fleckenstein besassen dieses Gebiet theils als Lehen von Kurpfalz, theils als Lehen der Markgrafen von Baden, die von Alters her Vögte der Abtei waren. Ausser den genannten gehörten noch die Dörfer Niederseebach und Trimbach zum Amte R. Nach R. nannte sich eine Linie der Herren von Fleckenstein (Fleckenstein-Rödern), die, schon 1312 erwähnt, 1637 ausstarb. Nach Aussterben der letzten Fleckensteinischen Linie kam auch das Amt R. an die Rohan-Soubise. Röderweiher (Redder weiher), 2 Weiher im Saar gebiet in Münzthal, - Oberer 0,88 h a - Unterer 0,2 ha. Fischerei. Werden nicht abgelassen. Eigenthum der Aktiengesellschaft Verreries et Crystalleries de St. Louis; Zu- und Abfluss s. Spiegelbach. Röhrenthal, verschw. Df. (Gde. Lembach, Ka. u. Kr. Weissenburg, U.-E.). Im 30jährigen Kriege zerstört. Lag in der Nähe der Burg Fleckenstein (s. d.), sowie des Hofes G im bei (s. d.). Flurname Röhrenthal erhalten. Römerberg am Linderweiher s. Romersberg. Römerhof, Hf. (Gde. Azoudange [s 1880], Ka. Rixingen, Kr. Saarburg, L.). 25 E. 6 Hsr. - K i m haus 1564; Kint-haus ou Romecourt 1584; RomeAourt ou Kindhaus 1681. - War bis 1880 selbständige Gemeinde und als solche seit 1790 dem Ka. Freiburg, seit 1802 dem Ka. Rixingen zugehörig. Hat seinen besonderen Bann behalten. War Lehen der Kastellanei Freiburg (s. d.). Es ist nicht das Dorf Romuicort, das 1152 mit Kirchensatz dem Kloster Flavigny geschenkt wurde. A m 5. Juni 1564 wurde durch das Bisthum Metz zu Gunsten des Michel l'Enfant das Lehen R. errichtet und zuerst nach dem Besitzer Kindhaus» genannt. 1599 hat die Wittwe de Combles, 1681 Philippe Can-dot de Romecourt, 1701 der Graf de Martinprey de Rome-j court für das Lehen gehuldigt. R. wurde 16. Juni 1701 durch den Bischof de Coislin von Azoudange abgetrennt und zur selbständigen Pfarrei erhoben. Kapelle zum hl. Lucas. Den Kirchensatz hatten die Herren von Romecourt - Seit Anfang des 19. Jhdts. Annexe der Pfarrei Azoudange. Römerhof, verschw. Hf. (Gde. Fixem, Ka. Kattenhofen, Kr. Diedenhofen-Ost, L.i. Römeur 1685. - War Lehen von Rode m achern, noch 1685 erwähnt. Der Lehensträger war verpflichtet jährlich sechs Wochen und drei Tage Burghut im Schlosse Rodemachern zu leisten. Lehensträger waren 1681 Johann Schräm und Johann Bernard Huart. Römerschanze oder Schanzbuckel nennt das j Volk den mächtigen, 12 m hohen Erdwall, der das kreisrunde Plateau mit dem Dorf Haselburg, Ka. Pfalzburg, gegen die Hochebene im Norden ahschliesst ; die - jedenfalls sehr unsichere - Ueberlieferung sieht hier ein Römerlager. Rörchingen, Df. (Ka. Metzerwiese [1790-1802 Ka. Lüttingen], Kr. Diedenhofen-Ost, L.). 330 E. 100 Hsr. (10 GRe.) - 205 m. - AG. Diedenhofen (12,9); Bhf. Hagendingen (7,3). - Ruranges 1278; Rurekange de les Winesberg 1294; Reurekanges sur Moselle 1310; i Rurange 1869. - Die Gde. umfasst den HO. R. (142 E. |