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Show 113H Ufheim - Umleitungskanal. wurden die Ansprüche der Oettingen nicht berücksichtigt. - Weisthum f. d. U. v. 1528. Litter. Schöpflin, Alsatia illustrata I, S. b63|4; II, S. 126, 243-245. - Sehr ick er, Aelteste Grenzen und Gaue im Elsass (Strassb. Studien 2, 1884, S. 367). Die alten Territorien des Elsass (Statist. Mitth. über E.-L. Heft 27). v, 1 JO, 147-150. U f h e i m , abg. Ort, vermuthlich bei Durstel Ka. Drulingen. Kr Zabern, U.-E.i. Wird 1335 mit Durstel zusammen genannt. Vor dem 30jährigen Kriege zerstört. Uhlengriedbach s Nied 18. Uhligasse, Hsr. Theil des H O . der Gde. Sondernach, Ka. Münster, Kr. Colmar, O.-E., früher als A O . der Gde. bezeichnet. U hl weiler. Df. (Ka. [s. 1790] u. Kr. Hagenau, U.-E.). 658 E. 137 Hsr. (12 GRe.) - 195 m. - A G . Hagenau (10,2); Hp. Neuburg (3,4). - Olenchaim 742; Ilunuuilare 784; 1*1 wilre 1321; ma. U e hl willer. - Die Gde. umfasst den HO. U. (505 E. 107 Hsr.) und die A O . Niederaltdorf und Uhr-brückermühle. - Ortseinn. StEBez. Hagenaul. Armr. (s. 18b6). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Hagenau (s. 1802); Schutzheilige Peter und Paul (29. Juni). Filiale Niederaltdorf, früher auch Ohlungen is. 1820 selbständigi. - Hanfreibemühle. Getreidemühle (vgl. Uhrbrückermühle). U. wird 742 zum ersten Male erwähnt; damals, sowie 734 war die Abtei Weissenburg daselbst begütert. Später Reichsgut. 1337 sammt dem dazu gehörigen Niederaltdorf (s. d.) von H. von Halwingen, Schultheiss zu Hagenau, der es als Reichslehen besass, mit Zustimmung des Kaisers der Abtei N e u b u r g übertragen, in deren Besitz es bis zur Revolution blieb. Der bis dahin an die Abtei zu liefernde Mordhafer» erinnerte an den 1333 durch Uhlweiler Bauern an Abt Berthold von Neuburg verübten Mord. - Kirchlich gehörte U. zum Landkapitel Ober-Hagenau. Die Pfarrei wurde schon im 14. Jhdt. der Abtei Weissenburg inkorporirt. Dieselbe besass auch Zehnten und Patronatsrecht, die mit ihr 1546 an das Bisthum Speier kamen. Filialen der Pfarrei waren Ohlungen und Niederaltdorf. Vorübergehend erscheint 1693 die Abtei Walburg resp. das Priesterseminar zu Strassburg im Besitz des Patronats-rechtes zu U. Im Felde beim Dorfe wird im 18. jhdt. eine Kapelle erwähnt. G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Bischweiler) 176,7 ha. Diluvium mit frischem, mitteltiefgrundigem Sand und theilweise Lehm und Kies zum Untergrund; auch Kieslager. (Hochwald. Eichen, Buchen, Weichhölzer, Kiefern, Fichten.) Schein vor der Revolution im Besitz der Gde. U h l w e i l e r b a c h s. Moder 18. U h r b r ü c k e r m ü h l e , M. (Gde. Uhlweiler, Ka. u. Kr. Hagenau, U.-E.). 11 E. 1 Hs. Soll sehr alt sein; Erbauungszeit unbekannt. U h r w e i l e r , Df. Ka. Niederbronn [s. 1790], Kr. Ha-genau, U.-E.). 830 E. 1 % Hsr. (12 GRe.i - 200 m. - AG. Niederbronn (12,2); Bhf. Pfaffenhofen (6,0). - Uruniuuilla 742; U r e n h a i m 782; U r u m v i l l a r e u m 1120; ma. U e h r - willer. - Die Gde. umfasst den H O . U. (747 E. 181 Hsr.) und die A O . Herzmühle, Niefern, Ripshübel. - P. T. Oeff. Fernsprechstelle. Ortseinn. StEBez. Walk. Armr. (s. 1820 . - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Niederbronn (s. 1802, vorher Filiale von Pfaffenhofen). Schutzheiliger hl. Michael 2". Nov.). Filialen Mühlhausen (s. 1808) und Zutzendorf s. 1802, beide Ka. Buchsweiler, Kr. Zabern i. Prot. Pfarrei Augsb. Konf., seit 1802 zum Konsistorium Oberbronn (Inspektion Lützelstein, später Weissenburg) gehörig. Die Israeliten gehören zum Rabbinat Buchsweiler. - Kalk- und Ziegelbrennerei. Sägemühle. Hanfreibemühle. 2 Getreidemühlen (vgl. Herzmühle und Niefern). Bauholzhandel. U. wird sehon 712 erwähnt, damals, sowie auch noch sehr häufig im 8. und Anfang des 9. Jhdts., wird dortiger Güterbesitz der Abtei Weissenburg erwähnt. U m 1120hatte auch die Abtei Maursmünster Besitzungen daselbst. U. war ursprünglich im Besitz der Herzoge von Lothringen, die es im 14. Jhdt. (erste bekannte Belehnung 1362) den Herren von Lichtenberg verliehen. Diese vereinigten es mit der Herrschaft Oberbronn (s. d.i, die 1480 an Zweibrücken-Bitseh, 1551 an Leiningen-Westerburg, 1691 an die Leiningenschen ' Erben kam. 1604 verzichtete Lothringen zu Gunsten von Hanau-Lichtenberg auf seine Oberlehnsherrlichkeit und sein Eigenthum in U. Dinghof und Meierei zu U. gehörten im 14. Jhdt. den Herren von Etter.dorf, die sie an die von Albe weiterverlehnt hatten. Die Ettendorf traten diese Güter kurz vor 1400 an das Bisthum Strassburg ab. Die von Albe blieben Unterlehner, versetzten die Güter jedoch 1413 an die Kunigsbach gen. Nagel. Nach dem 30jährigen Kriege siedelten sich in U. eine Reihe fremder Leute an, daher kamen eigenthümliche Familiennamen vor, früher z. B. Schwedenmichel, Schwabenhans, heute noch Donauwörth (Donnen-wirth). - Vor der Reformation gehörte U. zum Landkapitel Ober-Hagenau. 1420 Primissariat, 1478 Rektorat. U m 1570 wurde die Reformation eingeführt. Seitdem protestantischer Pfarrsitz mit Filiale Niefern. 17b3 war schon das Simultaneum eingeführt; es bestand bis 18b9, wo eine katholische Kirche erbaut wurde. Die Katholiken gehörten bis 1802 zur Pfarrei Pfaffenhofen, dann wurde eine kath. Hilfspfarrei errichtet, zu der bis 1820 Kindweiler als Filiale gehörte. Das Patronatsrecht gehörte im 14. Jhdt. den Herren von Ettendorf, die es an die von Oberbronn verliehen hatten. Später stand es den Leiningen zu. Der Zehnte war gleichfalls ettendorfisches Lehen und im Besitz der von Albe, im 15. und 16. Jhdt. aber vielfach verpfändet, so an die Beyer von Boppart, an die von Than etc. G e m e i n de w a l d (Oberförsterei Niederbronn) 208,9 ha. (Eichen und Buchen.) Alter Besitz der Gde.; vorher wahrscheinlich Eigenthum der Grafen von Hanau-Lichtenberg. Uhrweilerbach s. Zinsel 11. U h u f e l s , im Volksniunde H u - oder H ü f eis genannt, F. an dem Kopf 702,4 m iPfaft'enfels), nördl. Odern, im obern Thurthal; Anlagen des Vog.-Clubs. U l e m b a c h s. Deutsche Nied 9. Ulmergraben s. Hl 88. Ulrichsburg, Burgruine, s. Gross-Rappolt stein im Art. Rappoltstein, Burgen. Ulrichsquelle, Schwefekitielle in Avenheim (Ka. Truchtersheim, Ldkr. Strassburg, U.-E.). Der Sage nach durch ein Wunder des hl. Ulrich, Bischofs von Augsburg (10. Jhdt.), entstanden. Jährlich von 700-800 Personen besucht, die darin baden oder das Wasser trinken zur Heilung von allerlei Leiden, besonders Bleichsucht und Abzehrung. Die Quelle mündet im Dorfe Avenheim selbst in das Aven-heimerbächel is. d.). Vgl. auch Avenheim. Ulrichsthal, Theil des HO. der Gde. Barr (Ka. Barr, Kr. Schlettstadt, U.-E.). Ultra Colles Ottonis, Landkapitel, s. Colles Ot-tonis. U m b a c h s. Trualb 2. Umleitungskanal, 1880-1881 als Verbindung zwischen Rhein-Rhone- undlll-Rhein-K anal ausserhalb Strassburgs hergestellt, Kosten: 892638 M., zweigt am Heyritz aus der 111 rechts ab, vereinigt sich am Kchler Thor mit dem Wallgraben der Ostfronten, der in den 111-Rhein- Kanal einmündet - 5 km,5Brücken. Hafen im Heyritz,320m lang, 30 m breit. Von den b nachträglich projektirten Häfen wurden nur zwei ausgeführt, davon einer zwischen Metzger-und Citadellenthor - 650 m lang, 40 m breit. Da die über den Umleitungskanal im Zuge der Citadellen- und Kehlerstrasse führenden Brücken die Durchfahrt der Rheinschiffe nicht gestatten, so wurde 1880-01 ein Zufahrtskanal, der östl. vom Kehler Thor aus dem Wallgraben abzweigt, 2 Drehbrücken und einen Schiffs Wendeplatz erhielt, angelegt; Kosten: 500938 M. - 900 m lang, 20m breit, z. Th. auf 24 m |