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Show Ottersweilerhöhe - Ottrott. 821 1366 an die Hohenstein, 1414 an die Finstingen. Als dies, 1484 das Dorf verkauften, wurde es zersplittert. Ein Viertel erwarb 1503 das Bisthum Strassburg von den Grafen von Eberstein. Die übrigen drei Viertel kamen an die Rathsamhausen zum Stein, (dadurch wurde O. für eine Zeit lang reichsritterschaftlich), die sie 1632 den Wild- und Rheingrafen verkauften. Von diesen 1638 an Gerhard Bosch veräussert, dann 1650 von der Abtei Maursmünster durch Kauf erworben, kamen auch diese drei Viertel des Dorfes 1663 endgültig an das Bisthum Strassburg, das sie dem Amte Zabern zutheilte. (s. a. Altenheim, Kleingöft und Lochweiler, die mit O. dieselben Schicksale hatten). - Das Dorf besass einen Wald, der von den Geroldseck herrührte. - Kirchlich gehörte O. zum Landkapitel Zabern, war Pfarrei mit Filiale Gotlenhausen. Das Patronatsrecht besass die Abtei Maursmünster. Die Kirche 1634 erbaut, neu erbaut 1758, vergrössert 178:;. O t t e r s w e i l e r h ö h e , Hs. (Gde. Ottersweiler, Ka. Maursmünster, Kr. Zabern, U.-E.). 9 E. 1 Hs. 1846 entstanden. Ottersweilerhöhe, W . (Gde., Ka. u. Kr. Zabern, U.-E.). K> E. 1 Hs. Die Wirthschaft besteht seit 1848. Ottersweiler H ö h e , H., 233,4 m TP., in dem Strassenzug Ottersweiler-Zabcrn ; die östliche Abdachung heisst der Galgenberg s. d. Ottilienberg s. Odilienberg. O t t m a r s h e i m , Df. (Ka. Habsheim [1790-95 Ka. Landser], Kr. Mülhausen, O.-E). 779 E. 175 Hsr. (12 GRe.) - 220 m. - A.-, L.-u. SchwG. Mülhausen (14,5); Bhf. Banzenheim (3,1). - O t h m a r c s h e i m 881, 1101; ma. Ortmrsche. - Die Gde. umfasst den HO. O. (757 E. 170 Hsr.) und den AO. Grünhütte ; der früher noch aufgeführte A O . Kapuzinerkopf war die frühere Benennung des Rheinbauwärterhauses der Gde. O. An die Gcmeindegemarkung stösst die abgesonderte Gemarkung Neuenburg (Theil der Gemarkung der badischen Gde. Neuenburg). - P. F. Hp. Grünhütte (s. 1885). Gendarmeriestat. StEBez. für die Gden. Banzenheim, Eichwald, Homburg, Kembs. Klein-Landau, Niffer, Ottmarsheim. Sparkasse (s. 1900). Oeff. Vorschusskasse (s. 1888). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Habsheim (s. 1802). Schutzheilige hl. Peter und Paul (29. Juni). Die Lutheraner gehören zur Pfarrei Colmar. Klösterliche Niederlassung der Benediktinerinnen von der ewigen Anbetung des hl. Sakraments (Benedictinae a perpetua adoratione SS. Sacramenti), besteht s. 1846, zum Zweck religiöser Ueb-ungen. O. war schon vor der französischen Revolution Frauen-Abtei vom Orden des hl. Benedikt. - Oelmühle. Altes Dorf; schon 881 war die Abtei Murbach in O. begütert. Desgleichen 1101 Kloster St. Alban (Basel) und 1225 Kloster Ettenheimmünster (Baden). Auch die Deutschordenskomthurei Gebweiler war in O. begütert. O. gehörte zum Stammgut der Habsburger im Elsass und ist wahrscheinlich Mittelpunkt ihres elsässischen Hausbesitzes gewesen. Dorf der österreichischen Herrschaft Landser (s. d.), A m t Nieder-Landser; Sitz eines Gerichtes. Die Habsburger gründeten dort u m die Mitte des 11. Jhdts. ein Frauenkloster (s. d.); in dessen noch erhaltener Kirche, einer Nachbildung des Aachener Pfalzmünsters, will man eine alte habsburgische Pfalzkapelle erblicken. (Vgl. unten). O. war eine alte, wichtige Zollstätte, deren Zollrecht eine Zeit lang den Vizthum, dann den Landscron, von 1433-1567 den Offenburg aus Basel verpfändet war. - Kirchlich gehörte O. zum Landkapitel citra Rhenum des Bisthums Basel. Das Patronatsrecht besass die Abtei O. 1441 Rektorat, Vikariat. - O. liegt an der Consularstrasse von Basel-Augst nach Strassburg etc. Kunstgeschichtlich bemerkenswerth, die Kloster-Kirche (vgl. o.) (gesch. Dkm.), ein achteckiger Bau, eine Nachahmung des Aachener Domes aus dem 11. Jhdt.; zweistöckig mit Exedrakapellen und daranstossender mittelalterlicher Begräbnisskapelle. Im Boden, etwas nördl. von der Mitte, ein gemauertes Sacra-rium und Reste eines alten Betonbodens. Grabsteine von Aebtissinnen aus der Familie Wangen etc. Wandmalereien auf den Gewölben und Wänden aus dem 15. Jhdt. und auch anscheinend noch ältere. An das Wirthshaus -zur Sonne» stossen sehr alte Befestigungsbauten des IL-12. Jhdts. an; wohl Reste eines Schlosses. G e m e i n d c w a l d lOberförsterei Mülhausem 112,5 ha. Faschinen-Wald auf Rheininseln. Weiden, Erlen, Pappeln, viel Dornen. Alter Besitz der Gde. Benoit, A., Ottmarsheim. (Rev. cath. d'Als. X V , 1896, S. 755-766.) Burckhardt, J., Die Kirche zu Ottmarsheim im Elsasse. [Basel] 1814 und Mülhausen 1875. (S.-A. aus den Mitth. der Gesellseh. für vaterl. Alt. in Basel, i O t t m a r s h e i m , Lsths. (Gde. Banzenheim, Ka. Habsheim, Kr. Mülhausen O.-E. 5 E. 1 Hs. 1867 erbaut. O t t m a r s h e i m , Ehemaliges Frauenkloster Benediktiner Ordens (monasterium sanete Marie in Otmersheim 1063 . gegründet vor 1045 von dem Habsburger Rudolf, Sohn des Grafen Lanzclin von Altenburg, Bruder des Bischofs Werner von Strassburg, und bald darauf von Papst Leo IX. eingeweiht und dem päpstlichen Stuhle unterstellt. Doch blieb den Habsburgern die Vogtei über das Kloster. Den Güterbesitz desselben zeigt uns eine Bestätigungsurkunde Kaiser Heinrichs des IV. von 1064. Das meiste davon ging schon früh verloren ; 1272 wurde das Kloster von den mit Graf Rudolf von Habsburg verfehdeten Bürgern von Neuenburg durch Feuer zerstört. Von da ab erscheint es als völlig verarmt und unbedeutend. Ludwig XIV. schenkte ihm 1687 die Herrschaftsrechtc über die an der neuen Rheinstrassi entstehenden Weiler, die unter dem Namen Neuweg (s. d.i zusammengefasst wurden. Das Kloster bestand als adliges Fräuleinstift noch bis zur Revolution und wurde .dann als Nationalgut verkauft. Erhalten ist die ehemalige Klosterkirche aus dem Anfang des 11. Jhdts., nach dem Vorbild des Aachener Münsters erbaut, wahrscheinlich ursprünglich habsburgische Pfalzkapelle. Seit 1846 ist wieder eine klösterliche Niederlassung der Benediktinerinnen «des kostbaren Blutes», seit 1868 «der ewigen Anbetung» in O. Schulte, Aloys. Studie zur ältesten und älteren Geschichte der Habsburger und ihrer Besitzungen, vor allem im Elsass. I. Das Kloster Ottmarsheim und die Habsburger im Elsass bis ca. 1120. (Mittheilungen des Instituts für österreichische Geschichtsforschung VII, 1. 1885.) [Auch bes.:] Innsbruck 1886. Ottonville s. Ottendorf. Ottosruhe W . (Gde. Hof, Ka. u. Kr. Saarburg, L.) s. Mittelwald, A m (Ottosruhe). Ottrott, Df. (Ka. Rosheim [1790-1802 Ka. Oberehnheim], Kr. Molsheim, U.-E.). 1548 E. 310 Hsr. (18 GRe.) - 260 m. - A G . Rosheim (6,6); Bhf. Oberehnheim (5,1). - Villa Ottonis que dicitur Ottenrode 1059; Ottenrode 1189, 1440; ma. auch Attrott. - Die Gde. umfasst den H O . O. (1330 E. 272 Hsr.), die AO. Hundsbrunnen, Klingenthal, Kolisacker (St. Gorgon ),Magel, Odilienberg, Oesinger (Kupferhammer), Rappoltsberg, Rathsamhausen (Fsths.), Sandbronnenrain, Vorbruck, Willerhof, die unbew. O. Ruinen Birkenfels, Dreistein, Hagelschloss, Köpfel.Kagenfels, Lützelburg, Rathsamhausen und die verschw. O. Fülloch, Hohen-burgweiler, Neugrünrain, Katzmatt, St. Gorgon und Sutt. - P. T. Ortseinn. StEBez. Rosheim IL Armr. is. lSöli. Wasserltg. (s. 1863/4), eine weitere im unteren Theile des Dorfes (s. 1892/3). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Rosheim (s. 1802), Schutzheilige Simon und Judas (28. Okt.). Filiale St. Nabor. Zur Pfarrei gehört das residirende Vikariat Odilienberg, welches den AO. Kolisacker (St. Gorgon) und den AO. Niedermünster, Gde. St. Nabor, pastorirt. Die AO. Vorbruck und Willerhof gehören zur Pfarrei Klingenthal. Filiale der prot. Pfarrei Augsb. Konf. KlingenthaL Die Israeliten gehören zum Rabbinat Oberehnheim. Synagoge (seit dem 18. Jhdt.). Jüdischer Friedhof in Rosenweiler. - |