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Show Mittelhausbergen - Mittelschäffolsheim. 689 Mittelhausbergen, Df. 'Ka. Schiltigheim [1794-1832 Ka. Oberhausbergen], Ldkr. Strassburg, U.-E.). 312 E. 57 Hsr. (10 GRe.(. - 155 m. _ AG. Schiltigheim (4,8); Strbst. Oberhausbergen (1,5). - Huspergen quod medium nuncupatur 1230 ; in medio Hugesbergen 1233 ; ma. Mittelhäsbarje, Mitterbarje. - StEBez. Strassburg III. Armr. (s. 1866). - Filiale der prot. Pfarrei Augsb. Konf. in Oberhausbergen, die Katholiken gehören zur Pfarrei Dingsheim. 1230 war das Strassburger Domkapitel zu M. begütert. 1233 hatte auch Kloster St. Maria Magdalena zu Strassburg Besitz in M. Das Dorf war altes Reichsguf und gehörte zum Territorium der unterelsässischen Reichsritterschaft. Im 14. und 15. Jhdt. befand es sich als Reichslehen im Besitz der Beger. Nach Aussterben derselben verlieh es Karl V. 1532 seinem Rath Mathias Held, und dieser verkaufte es sammt Mundolsheim (s. d.i mit Zustimmung des Kaisers 1537 an die Joham von Mundolsheim, die es bis zur Revolution im Besitz hatten. - Kirchlich bildete M. mit Ober- und Niederhausbergen eine Pfarrei, deren Patronatsrecht dem Strassburger Domkustos zustand. 1558 wurde die Reformation in M. eingeführt; es wurde Filiale der prot. Pfarrei in Mundolsheim, seit Ende des 18. Jhdts. gehört es zu der Pfarrei Oberhausbergen. Die Kirche soll Anfang des 16. Jhdts. erbaut worden sein. (Inschrift an der Kirche: «Diese Kirche wurde gebauen [erneuert?] vermuthlich durch die Freiherren von Mundolsheim, welche scheinen die Kirchenpadrone [so!] gewesen zu sein .) Die Katholiken waren nach Dingsheim eingepfarrt. Mittelhausen. Df. (Ka. Hochfelden [s. 1790], Ldkr. Strassburg, U.-E.). o39 E. 125 Hsr. (12 GRe.). - 185 m. - AG. Hochfelden (10,1); Bhf. Mommenheim (5,9>. - Mediovilla 757; Mittel h us 1144 ; ma. Mi ttelhü se. - P. Oeff. Fernsprechstelle. Ortseinn. StEBez. Hochfelden II. Arzt. Armr. (s. 1854). - Prot. Pfarrei Augsb. Koni., s. 1802 zum Konsistorium Ingenheim, seit 1852 zum Konsistorium Schwindratzheim Inspektion Buchsweiler) gehörig. Zu derselben gehören auch die Protestanten in Hohatzenheim. Die Katholiken sind seit 1808 nach Wingersheim 'vorher nach Hohatzenheim) eingepfarrt. - Getreidemühle. Schon 757 war (falls die Namendeutung Mediovilla = M. richtig ist) die Abtei Weissenburg in M. begütert. Ca. 1120 hatte Kloster Sindeisberg Güter zu M. Das Dorf war Eigenthum des Metzer Bisthums schon 1144) und erscheint später als Metzer Lehen im Besitz, der Herren von Lichtenberg. Diese verkauften 1378 die Hälfte des Dorfes an Ulrich von Finstingen, der sie 1383 seinem Schwiegersohne, dem Grafen Emich von Leiningen, gab. Erst 1452 wurde sie von den Lichtenberg zurückerworben. Seitdem blieb M. bei der Herrschaft Lichtenberg und kam mit dieser 1480 an Bitsch-Zwei-brücken, 1570 an Hanau-Lichtenberg, 1730 an Hessen- Darmstadt. Es gehörte zum Amte Brumath. Der Dinghof zu M. war lichtenbergisches Lehen, 1435 im Besitz der von M., 1648 der von Kirchheim. Das Schloss zu M. war reichsritterschaftlich und 1651 im Besitz derBöcklin,IoS9 der Landsberg, 1744 der Weitersheim. Die Herren von M., ein altes Geschlecht, zur Reichsritterschaft gehörig, werden 122o zuerst erwähnt, schon im 13. Jhdt. z. T. Mitglieder des Strassburger Stadtadels, vielfach im Rath und als Stättmeister genannt, 1634 im Mannesstamme erloschen. - Kirchlich gehörte M. vor der Reformation zur Pfarrei Hohatzenheim. 1573 wurde die Reformation eingeführt, M. war zunächst Filiale von Hohatzenheim, lbNb, als dort der Katholizismus wieder eingeführt wurde, drehte sich das Verhältniss um. Die Kirchenbücher gehen bis 1650 zurück. Die Kirche ist 1790 erbaut und 1890 erneuert worden. Das Patronatsrecht hatte die Abtei Neuweiler. Die Katholiken waren bis Mitte des 18. Jhdts. nach Wingersheim, dann nach Hohatzenheim eingepfarrt. - M. liegt am keltorömischen Wege von Beifort nach Selz u. s. w. über Brumath. Neolithische Funde. Mittel heim. abg. Ort bei Rufach (Ka. Rufach, Kr. Gebweiler, O.-E.). Mitilinheim 1183; Mittelnheim 1278 -1493. 1183 und 1356 Burkhard von M. Begütert: 1249 Kloster Unterlinden, 1225 Kloster Pairis. Mittelköpfel, H., 355 m, östl. der Strasse Neuweiler- Lützelstcin, zwischen Brudersberg und Spitzberg, südwestl. Weitersweiler, Ka. Lützelstein. Mittelkopf, H., 320 m, nördl. Erkartsweiler, Ka. Lützelstein. Mittelkurz, Wir. (Gde. Rangen, Ka. Maursmünster, Kr. Zabern, U.-E.). 82 E. 18 Hsr. - Gehörte wie Rangen zum Strassburger Bisthum (Amt Kochersberg); Filiale der Pfarrei Rangen. Der Zehnte war Anfangs im Besitz des Domkapitels, später des Pfarrers von Rargen. Früher Kapelle St. Peter und Paul in der Nähe des Ortes. M. hat wahrscheinlich der Familie Kurtz ihren Namen gegeben, die um 1417 ausstarb. (Hanscman Kurtz, Edelknecht, 1399). Mittellachgraben s. Saar 29. Mittel-Larg s. Larg 8. Mittelmühle. Hs. (Gde. Niederehnheim, Ka. Oberehnheim, Kr. Erstein, U.-E.). 1 E. 1 Hs. Ende des 18. Jhdts. erbaut. Seit 1892 nur noch Wohnhaus, vorher eine Leistenfabrik. Mittelmühle, Holzwollmühle (Gde. Surbur^, Ka. Sulz u. \V.. Kr. Weissenburg, LT.-E.). 4 E. 1 Hs. Bis 1897 Getreidemühle. Mittel mühle. M. (Gde. Hangweiler, Ka. Pfalzburg, Kr. Saarburg, L.i. S. Brückmatt (Mittelmühle). Mittelmühle, M. (Gde. Tetingen, Ka. Falkenberg, Kr. Bolchen, L.). Früher AO., jetzt Theil der Gde. Te- 1 tingen. Mittelmühle, Putzvvollfbr. (Gde. Kestenholz, Ka. u. Kr. Schlettstadt, U.-E.). 1 E. 1 Hs. Soll sehr alt sein; I Erbauungszeit unbekannt. Mittelmühle, verschw. H(. u. M. (Gde. Romansweiler, Ka. Wasselnheim, Kr. Molsheim, U.-E.). 1804 entstanden, 1893 abgebrannt. Mittelmüspach, D(. (Ka. Pfirt [s. 1790], Kr. Altkirch, O.-E.). 294 E 61 Hsr. (10 GRe.). - 410 m. - AG. Pfirt (9,7); HSt. Waldighofen (5,3). - Mitelen M v spach 1267; ma. Mittlmueschbe. - Die Gde. umfasst den HO. M. (271 E. 58 Hsr.i und den AO. Alte Post. - StEBez. Pfirt II. Das Schulhaus in M. wird von der Gde. Niedermüspach mit benutzt und unterhalten. - Kath. Hilfspfarrei des Dek. Pfirt (s. 1802); Schutzheiliger St. Blasius (3. Febr.). Fil.: Niedermüspach (s. 1802), bis 1820 auch Obermüspach, das dann selbständige Pfarrei wurde. Die Lutheraner gehören zum Vikariat Mülhausen, die Reformirten zur Pfarrei Altkirch. M. gehörte zum Meierthum (Nieder-)Müspach der Herrschaft Pfirt. 1412 österreichisches Lehen der Grafschaft Pfirt im Besitz der Gliers von Montjoie. die 1202 ein Gut in M. an St. Leonhard in Basel übertrugen; dieses Kloster hatte noch sonst Besitzungen in M., die es zum Theil von St. Alban erworben hatte, anderes kaufte es von Heinrich von Löwenberg; den Zehnten übertrug 1251 der Bischof von Basel an das Domkapitel in Basel. Auch die Deutschordenskomthurei Mülhausen war in M. begütert. Die Pfarrei gehörte 1441 und bis 1801 zum Landkapitel Leimenthal des Bisthums Basel. Den Kirchensatz hatte das Domkapitel zu Basel. Gemeinde wald (Oberförsterei Pfirt) 52,9 ha. Mittelrain, südwestl. Ausläufer des Hundskopfes (1233,9 mi s. d. Zwischen Glaserbach und Runscherunz, über Weiler Runsehe, Gde. Krüt im Thurthal. Mittelrainkopf, 1100,8 m, in dem Kamm zwischen Thur- und Dollerthal. Mittel-Saar s. Rothe Saar 12. Mittelschäffolsheim, Df. (Ka. Brumath [s. 1790], Ldkr. Strassburg, U.-E.). 247 E. 54 Hsr. (10 GRe.) - 170 m. ' - AG. Brumath (6,0); Hp. Stephansfeld (4,3). - Scephc- 44+ |